Tretrollerfahren: Effektiver Weg zum Abnehmen und für mehr Fitness

Obwohl man dabei so manches Mal ordentlich ins Schwitzen kommt, hat das Tretrollerfahren doch mit Verspieltheit, Bewegungsfreiheit und Wind in den Haaren zu tun. Die Menschen freuen sich nämlich zumeist auf eine Fahrt mit dem Tretroller und müssen sich dazu nicht überreden, sie bleiben länger dabei, vielleicht sogar das ganze Leben.

Warum Tretrollerfahren so gesund ist

Früher, als Joggen noch Dauerlaufen hieß, wurde das Trittbrett auf zwei Rollen und einem Lenker einfach als Roller bezeichnet. Kleine, freche Jungs hatten ihn und jede Menge Spaß damit. Inzwischen gibt es für das Im-Stehen-Rollen viele Namen - von Cityroller über Kickboard bis Scooter. Auch wenn inzwischen E-Roller, also Roller mit Elektromotor, in jeder City zum Straßenbild gehören: Tretroller, die mit Muskelkraft der Beine beschleunigten Flitzer, sind eine tolle Alternative zum Fahrradfahren und Joggen. Sie fördern Fitness und Geschicklichkeit, die Bewegungsabläufe sind gelenkschonend und umfassen trotzdem viele Muskelpartien.

Leicht zu lernen

Ein Vorteil ist, dass Bewegungsabläufe einfach zu lernen sind. Die Bodennähe des Trittbretts gibt schnell Stabilität und Selbstvertrauen, was den Tretroller auch für weniger sportliche Menschen attraktiv macht. Man stellt einen Fuß auf das Trittbrett und stabilisiert den anderen Fuß auf dem Boden. Beide Hände umfassen die Griffe des Lenkers, der Oberkörper ist leicht nach vorn gebeugt. Um Schwung zu holen, stößt sich das Trittbein vom Boden ab, das Standbein auf dem Trittbrett ist leicht gebeugt, um den Schwung optimal mitnehmen zu können. Leichtfüßiger wird es, wenn man sich lediglich mit den Zehen und Fußballen des Trittbeins abstößt. Die ideale Frequenz liegt bei drei bis sieben Stößen, bevor man Stand- und Trittbein wechselt. Ebenfalls gut für Einsteiger: Jeder bestimmt Tempo und Intensität individuell.

Tretroller: Gesundheitsbooster

Wer seinen Tretroller für längere Distanzen einsetzt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes: Denn der Tretroller ist ein attraktives Sportgerät, das Ausdauer, Fitness und Kraft fördert. In das Ganzkörpertraining sind Waden-, Oberschenkel- und Gesäßmuskeln genauso eingebunden wie Bauch-, Rücken-, Brust- und Armmuskeln. Auch das Herz-Kreislauf-System profitiert davon. Eine Stunde kickbiken bringt zwischen 700 und 950 Kalorien. Inzwischen hat auch die Reha die zahlreichen positiven Eigenschaften in Kombination mit geringem Unfallrisiko erkannt und empfiehlt Tretroller sogar als Kur-Maßnahme.

Müsste man hierzulande einen Vergleich zwischen Fahrrad und Tretroller feststellen, würde das Fahrrad klar dominieren. Tretroller sind auf unseren Wegen und Straßen noch nicht so häufig anzutreffen. Völlig zu unrecht. Denn Tretroller haben durchaus ihre Vorteile, auch im Vergleich zum Fahrrad.

Das Tretrollerfahren bezieht in die Bewegung, wenn es richtig ausgeführt wird (siehe Fahrtechnik), die Muskeln des ganzen Körpers ein. Dank seiner Komplexität formt es die Figur gleichmäßig, und weil es die Rückenmuskulatur wirksam stärkt, ist es sehr geeignet zur Kompensierung einer sitzenden Beschäftigung.

Ganzkörpermuskeltraining mit dem Tretroller

Tretroller Fahren hält fit und gesund. Das Fahren mit dem Tretroller ist deutlich dynamischer als das Fahrradfahren oder Joggen. Deshalb werden mehr Muskelgruppen angesprochen. Allen Voran natürlich die Bein- und Gesäßmuskulatur, die in erster Linie beim Abstoßen mit dem Bein zu Tragen kommen. Aber auch Rumpf- und Oberkörpermuskulatur werden trainiert. Denn beim Tretroller Fahren ist anders als beim Fahrrad, wo man ja ganz entspannt sitzen kann, eine ständige Grundspannung von Nöten. Dieses Anspannen trainiert sowohl Bauch- als auch die untere Rückenmuskulatur! Zudem wird natürlich unser wichtigster Muskel ebenso trainiert - das Herz. Und zwar effektiver als Rad oder gewöhnliches Joggen, da das Tretroller Fahren, wie bereits erwähnt, dynamischer ist.

Vorbeugung bei Knie- und Rückenproblemen

Der Tretroller ist ein hervorragendes Vehikel um Knie- und Rückenproblemen vorzubeugen. Es wurde bereits erwähnt, dass das Tretroller Fahren ein klasse Training für die Rumpfmuskulatur ist. Da man beim Tretroller steht und nicht sitzt, kann man aktiv eine aufrechte Haltung einnehmen und seinen unterer Rücken entlasten. Menschen mit Knieproblemen können ebenso vom Tretroller profitieren. Die Belastung auf die Knie sind deutlich geringer als beim Joggen.

Hoher Kalorienverbrauch

Tretroller Fahren ist super geeignet zum Abnehmen. Denn es hat einen höheren Kalorienverbrauch als das Fahrrad Fahren! Bis zu 900kcal die Stunde kann man mit dem Tretroller verbrennen! Da fällt es doch gleich deutlich leichter, öfter mal den Tretroller für die Erledigung seiner alltäglichen Dinge zu nehmen.

Günstig und wartungsarm

Im Vergleich zum Fahrrad ist ein Tretroller deutlich weniger kapitalintensiv. Also vielleicht marginal unter der von Fahrrädern. Der große Unterschied liegt in den Wartungskosten. Tretroller haben keine Kette, Zahnräder oder sonstige Teile, die unter natürlichem Verschleiß leiden und regelmäßig gewartet oder ausgetauscht werden müssen.

Maximal flexibel in der Stadt

Besonders innerorts kann ein Tretroller seine ganze Stärke ausspielen. Tretroller werden offiziell nicht als Fahrzeug, sondern als Spielzeug anerkannt. Dadurch darf man sie in alle öffentlichen Verkehrsmittel einfach mitnehmen. Zudem ist ein Tretroller relativ leicht und lässt sich häufig sogar platzsparend zusammenklappen. Dadurch kann er beispielsweise perfekt mit dem Auto im Kofferraum transportiert werden. Somit kann der Weg bis zur Haltestelle super schnell mit dem Roller zurückgelegt werden und längere Strecken dann einfach bequem mit Bus oder Bahn bewältigt werden. Oder man nimmt den Roller mit in den Urlaub für entspannte Fahrten am Meer oder in den Bergen.

Tretroller im Gelände

Tretroller können dank ihrer großen Luftreifen auch im Gelände zum Einsatz kommen. Natürlich muss man vielleicht im Vergleich zu einem hochwertigen Mountainbike ein paar Abstriche machen. Aber für Bergauf- und Bergabfahrten ist ein Tretroller auf jeden Fall geeignet! An Die entsprechende Schutzkleidung sollte dabei aber immer gedacht werden!

Wie man effektiv Fett verbrennt

Für Bewegung brauchen wir Energie, welche der Körper aus verschiedenen Quellen generiert, und zwar vor allem in Abhängigkeit von Bewegungsdauer und -intensität. Deshalb verbrennen wir bei Hochleistungen bis zu ca. 80 % Sacharide und nur 20 % Fette. Ihre maximale Pulsfrequenz können Sie annähernd bestimmen, indem Sie von der Zahl 220 Ihr Alter abziehen. Bei einer Pulsfrequenz von über 70 % Ihres Maximums handelt es sich um eine anaerobe Aktivität, die zum Aufbau physischer Kondition geeignet ist. Während ruhigerer und länger andauernder Bewegungsaktivität generiert der Körper dagegen Energie vor allem aus Fetten (ca.

Um den Körper dazu zu bringen, Fette zu verbrennen, müssen wir ihm eine gemäßigtere Aktivität in einem Tempo gönnen, das ca. 60 - 70 % unserer maximalen Pulsfrequenz entspricht, und dieses für eine gewisse Zeit beibehalten, und genau das erreichen wir einfach und ganz natürlich mit dem Tretroller.

Nicht wegzudenken ist bei der Gewichtsabnahme außer Bewegung auch eine verringerte Kalorienaufnahme. Obwohl es sehr viele Ernährungsrichtlinien gibt, haben sie alle einen gemeinsamen Nenner. Die Fettverbrennung hängt außer von Länge und Intensität der Bewegung auch davon ab, wie viele Sacharide gerade im Blut kreisen. Weil sich der Körper immer den einfachsten Weg wählt, hat der Blutzucker vor den anderen Energiequellen den Vorrang. Auch die individuelle Kondition und die Menge an Muskelgewebe, über die wir verfügen, kommen ins Spiel. Muskelgewebe braucht nämlich für seine Aktivität sehr viel mehr Energie als Fettgewebe.

Die oben genannten Fakten deuten an, dass wir morgens noch vor dem Frühstück, wenn der Blutzuckerwert niedrig ist, am effektivsten abnehmen. Der Körper beginnt sich Energie von den Fetten früher zu nehmen als etwa nach dem Mittagessen. Deshalb lohnt es sich, vor allem, wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren möchten, womöglich überallhin mit Eigenantrieb zu fahren.

Zum effektiven Abnehmen und zugleich zum Konditionsaufbau ist am besten die Kombination von aeroben (Ausdauer-) und Krafttraining. Aerobe Bewegungsaktivität oder auch Ausdauertraining verläuft mit geringer Intensität bei ausreichender Sauerstoffzufuhr und über eine längere Zeit. Anaerobes Training spielt sich dagegen mit hoher Intensität in einer kurzen Zeit ab. Man verausgabt dabei all seine Kräfte und die Muskeln werden bald hart. Muskelkater wird verursacht durch Laktat, das durch Verbrennung von Glykogen unter Abwesenheit von Sauerstoff entsteht.

Tipps für einen erfolgreichen Start

Wenn Sie gerade erst vorhaben, Ihren Lebensstil zu verändern, dann beginnen Sie langsam und stürzen Sie sich nicht unbedacht und unvorbereitet in großartige Aktionen. Führen Sie immer nur eine neue Gewohnheit in Ihr Leben ein, und erst, wenn sie gefestigt ist, fügen Sie eine neue hinzu. Beginnen Sie etwa damit, dass Sie sich morgens ein ausgiebiges Frühstück gönnen, das reich an Proteinen ist, und steigen Sie auf dem Weg zur Arbeit eine Haltestelle früher aus als sonst. Die Proteine machen Sie satt und geben Ihnen die Kraft auszuhalten. Mit der Zeit, wenn Sie an die regelmäßige Bewegung gewöhnt sind, können Sie zu experimentieren beginnen. Vielleicht tut Ihnen eine morgendliche Aktivität auf nüchternen Magen gut, bei der Sie den niedrigen Blutzuckerspiegel nutzen und den Körper so zu einer effektiven Fettverbrennung anregen. Selbst der kleinste Erfolg gibt Ihnen Kraft zum nächsten Schritt.

Machen Sie es deshalb andersherum, als man es Ihnen in der Schule beigebracht hat. Anstatt der Fehler streichen Sie sich die Erfolge an und loben Sie sich selbst bzw. klopfen sich auf die Schulter unmittelbar nach jeder erfüllten Aktivität. Mag es Ihnen auch kindisch vorkommen, in tiefster Seele freut es Sie ja. Ob Sie nun anfangen, zu Fuß zur Arbeit zu gehen oder nach der Arbeit mit dem Tretroller loszufahren, legen Sie sich alles Notwendige schon am Abend zuvor zurecht.

Weitere Tipps zur Unterstützung der Gewichtsabnahme

  • Essen als Belohnung: Wenn wir unser Gewicht senken wollen, dann sollten wir uns lieber auf andere Weise belohnen.
  • Übermaß an Obst und Sachariden: Essen Sie es vor allem in den Vormittagsstunden, nachmittags gehen Sie besser zu Gemüse über.
  • Essen nach halb acht Uhr abends: Essen Sie ab halb acht abends nichts mehr. Wenn Sie daran gewöhnt sind, beim Fernsehen, Nüsse zu knabbern, dann tauschen Sie sie gegen Gemüse aus.
  • Heißhunger: Gönnen Sie sich deshalb, bevor Sie nach dem Training oder von der Arbeit nach Hause kommen, unterwegs etwas Kleines - einen Proteinriegel, geschnittenes Gemüse u. Ä.

Trainingsplan

Für Ihren Körper und Ihr psychisches Wohlbefinden ist es gut, wenn Sie nach zwei Tagen der Aktivität ein oder zwei Ruhetage einlegen. Machen Sie sich einen Wochenplan und halten Sie sich an ihn, ohne solche destruktiven Gedanken, warum es gerade heute nicht geht.

Beispielhafter Wochenplan:

  • Samstag: Volumentraining: längerer, ca.

Erfahrungsberichte

Einige Nutzer haben positive Erfahrungen mit dem Tretrollerfahren gemacht, um Gewicht zu verlieren und ihre Fitness zu verbessern. Seit der Anschaffung eines Kickbikes in 2017 hatte sich der Körper etwas umgeformt und mehr Muskelmasse aufgebaut. Mit einem speziellen Konzept wurde bereits 10 kg weniger erreicht. T-Shirts, die letztes Jahr nicht vorteilhaft bei der Anprobe ausschauten, sehen jetzt gut aus. So macht Einkaufen mehr Spaß!

Das Fahren mit dem Kickbike macht riesigen Spaß, reduziert das Hungergefühl und setzt jede Menge Endorphine frei.

Empfehlungen für Tretroller

Für Erwachsene werden oft der Hudora Big Wheel 205 empfohlen, da er stabil ist, große Reifen hat und klappbar ist. Luftreifen schlucken Unebenheiten besser und federn härtere Stöße besser ab, müssen aber gut aufgepumpt sein. Bei asphaltierten Wegen sind Hartgummireifen eine gute Alternative.

Fazit

Ein Tretroller besitzt einige Vorzüge für die körperliche Gesundheit und Fitness und ist zudem in der Anschaffung und Wartung günstiger als ein Fahrrad. Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Flexibilität, allen Voran in der Stadt. Was aber nicht bedeutet, dass ein Tretroller im Gelände unbrauchbar ist.

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