Tretroller Geschwindigkeit: Was ist üblich und was ist möglich?

Immer mehr Erwachsene benutzen einen Tretroller, um zur Arbeit zu kommen oder um die Freizeit gesund zu genießen. Es muss sich nicht nur gesundheitlich lohnen, sondern eben auch in seiner Fahrtüchtigkeit überzeugen. Schließlich möchtest Du mit einem Tretroller auch schnell von A nach B kommen, aber auch in unebenen Gelände die Schnelligkeit ausgiebig auskosten können.

Umweltfreundlich und ohne Abgase bist Du auf einem Tretroller unterwegs. Eine besondere Eigenschaft, die wir an dieser Stelle nicht außer acht lassen können. Schließlich muss so ein Tretroller gegen Autos, Mofas und andere Weggefährten ankämpfen und da haben sie einiges vor. Doch wir dürfen Dir so viel verraten, dass ein Tretroller dies problemlos kann.

Auf der einen Seite kannst Du mit Deinem Roller sehr gemäßigt fahren, weil Du mit Deiner Muskelkraft aktiv zur eigentlichen Geschwindigkeit beitrittst. So hast Du auf geraden Flächen und zum Beispiel auf Talfahrten mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h den Fahrtwind spürbar im Gesicht flattern. Damit hast Du dennoch viel Geschwindigkeit, die dich problemlos und umweltfreundlich durch die Gegend fährt.

Tretroller für Erwachsene: Ein Überblick

Viele denken bei dem Wort Tretroller erst einmal an den Roller aus Kindertagen. Vollkommen zu unrecht, denn Tretroller sind längst erwachsen geworden. Seit einigen Jahrzehnten bauen Hersteller wie etwa Kickbike, Crussis, Yedoo oder Mibo stylische Roller, die in puncto Funktionalität und Ästhetik auf ganzer Linie überzeugen.

Interessanterweise werden die meisten City-Roller dieser Generation in Tschechien produziert, den dort ist Rollern - oder Footbiken, wie es nun zeitgemäß heißt - schon fast Nationalsport. Tretroller sind in Tschechien weit verbreitet und werden für vielseitig eingesetzt - als Cityroller zum Einkaufen oder für den täglich Weg zur Arbeit, als Touren-Tretroller für Ausflüge, als Sport-Roller für den Leistungssport oder sogar als Cross-Roller für den Downhill Sport. Gerade für Erwachsene ist die Welt der Tretroller sehr vielfältig.

Der Tretroller ist ein hoch funktionales Trainingsgerät für Therapie-, Fitness- und Leistungssport, aber auch ideal als Ausgleichs- und Ergänzungstraining für viele Ausdauersportarten.

Roller Arten für Erwachsene

Tretroller für Erwachsene sind so konzipiert, dass sie in der Regel für Körpergrößen bis 2,10 m geeignet sind und Belastungen bis 150kg Stand halten. Somit können auch große und schwere Erwachsene die Freude am Tretroller Fahren erleben. Es gilt aber zu beachten, dass sich die Scooter für Erwachsene je nach Einsatzgebiet unterscheiden.

Wenn Sie also auf der Suche nach einem passenden Tretroller für Erwachsene sind, sollten Sie sich zunächst überlegen, welche Art von Roller Sie benötigen. Die wesentlichen Roller Kategorien sind:

  • Cityroller für kurze Wege in der Stadt
  • Allround-Roller für Touren, Ausflüge und Wege in der Stadt
  • Sport-Roller oder Rennroller für den Leistungssport auf der Straße
  • Cross-Roller für den Einsatz im Gelände
  • Stylishe Tretroller für Erwachsene z.B. von der Marke Yedoo

Tretroller Glossar

Doch worin unterscheiden sich die einzelnen Roller Arten? Was macht einen guten Cityroller aus und was einen guten Allrounder? Im Wesentlichen hängt dies von 3 Faktoren ab:

  • Radstand: ist der Abstand zwischen der vorderen und hinteren Radachse. Grundsätzlich gilt, je länger der Radstand, desto besser die Fahreigenschaft bei der Geradeausfahrt und desto geringer die Wendigkeit.
  • Trittbretthöhe: Ein niedriges Trittbrett schont Kräft und ist für Geschwindigkeit wichtig, während ein hohes Trittbrett das Aufsetzen des Rollers auf den Boden vermeidet.
  • Größe des Laufrads: Je größer das Laufrad ist, desto besser ist das Fahrverhalten und die Geschwindigkeit bei der Geradeausfahrt. Je kleiner das Laufrad, desto wendiger und agiler ist der Tretroller.

Die Folgende Tabelle zeigt, wie sich die Dimensionen in Bezug auf die verschiedenen Roller Arten für Erwachsene unterscheiden:

Tretroller für Erwachsene Trittbretthöhe Laufradgröße Radstand Besonderheiten
Cityroller niedrig-mittel klein gering Hohe Wendigkeit, häufig klappbar
Cross-Roller hoch groß groß Breite Reifen, Häufig auch Federgabel und Scheibenbremsen
Allround-Roller mittel mittel mittel Kompromiß zwischen Wendigkeit und Geschwindigkeit
Sport-Roller niedrig groß groß schmale Reifen, Gebaut für maximale Geschwindigkeit

Wo ist Tretrollern für Erwachsene und Kinder erlaubt?

Tretroller für Erwachsene und Kinderroller gelten laut StVO als Spielgerät. D.h. man gilt als Fußgänger und darf Fußgängerzonen, Bürgersteige und die meisten Rad-, Feld- und Waldwege benutzen. In der Stadt bietet dies natürlich einige Vorteile. Ein Cityroller wird somit zum idealen Begleiter für Shopping oder schnelle Wege in der Stadt.

Die richtige Fahrtechnik: Wie fährt man einen Tretroller richtig?

Tretroller Fahren ist kinderleicht. Wenn man aber als Erwachsener seit Kindertagen nicht auf dem Tretroller gestanden hat, so muss man aber zunächst doch ein Gefühl für den Roller entwickeln. Es gibt ein paar wenige Punkte, die man beim Tretroller Fahren beachten sollte, da sie das Rollern deutlich erleichtern.

Ganz wesentlich ist der Beinwechsel. Alle 5-10 Schritte sollten Tretroller Fahrer das Standbein wechseln. So vermeidet man eine vorzeitige Übermüdung des Standbeins. Denn interessanterweise ist das Tretroller Fahren für das Standbein deutlich anstrengender als für das Bein, das den Kick ausführt. Auf youtube finden Sie diverse Videos über die richtige Roller Fahrtechnik.

Insbesondere beim Bergabfahren gibt es verschiedene Techniken, die Ihnen helfen eine stabile und aerodynamische Position einzunehmen.

Tretroller Geschwindigkeit: Einflussfaktoren

Ein Roller hat verschiedene Geschwindigkeitsbereiche. Grundsätzlich steigt der Kraftaufwand und die Kraftausdauer bei Geschwindigkeiten über ca.

  • EBENE: Geschwindigkeitsbereich: 1- ca. 15 km/h sehr effizientes Fahren mit wenig Kraftaufwand möglich. Lange Abstoßfrequenz. Der Roller nutzt die eingesetzte Kraft sehr gut aus und rollt im Verhältnis zur Abstoßfrequenz sehr weit.
  • EBENE: Geschwindigkeitsbereich: 15- ca. 24 km/h erfordert bereits eine gute Grundkondition um die Geschwindigkeit zu halten. Kurze Abstoßfrequenz.
  • EBENE: Geschwindigkeitsbereich: ab ca. 24 KM/H - 30 KM/H spezielle Abstoßtechnik notwendig. Der Fuß wird nichtmehr von vorne nach hinten gezogen, sondern schnellt nur noch nach hinten. Geschwindigkeit zu halten. sehr kurze Abstoßfrequenz.
  • EBENE: Geschwindigkeitsbereich: über - 30 KM/H nur kurzzeitig auf der Ebene zu erreichen.
  • BERG: Leichte Steigung : Geschwindigkeitsbereich: 6- ca.
  • BERG: Leichte Steigung : Geschwindigkeitsbereich: 6- ca. 15 km/h erfordert bereits eine gute Grundkondition um die Geschwindigkeit zu halten. Öfterer Fußwechsel, Gute Fahrtechnik nötig um die Geschwindigkeit über eine längere Strecke beizubehalten.
  • BERG: Mittlere Steigung : Geschwindigkeitsbereich: 6- ca. 12 km/h erfordert bereits eine sehr gute Grundkondition um die Geschwindigkeit zu halten. Sehr kurze Abstoßfrequenz und ständiger Fußwechsel ( 3/3), sehr gute Fahrtechnik nötig um die Geschwindigkeit über eine längere Strecken beizubehalten. Für normaltrainierte nur kurzzeitig kein Problem.
  • BERG: Extreme Steigung : Geschwindigkeitsbereich: ab ca. 4km/h, theoretisch fahrbar aber in der Regel nur sehr uneffizient zu fahren. Laufen und schieben ist wesentlich kraftsparender und genauso schnell.
  • Gefälle leicht: Geschwindigkeitsbereich: ab ca. 20km/h, der Roller rollt von selber, um zu beschleunigen kann bis ca. 30 km/H noch zusätzlich angestoßen werden. Ab ca. 30 km/H ist ein zusätzliches Abstoßen nicht mehr möglich ( man bremst sich mehr ab, als man beschleunigt ) Aerodynamische Haltung sehr wichtig. In entsprechender Haltung beschleunigt der Roller von selber.
  • Gefälle stark : Geschwindigkeitsbereich: ab ca. 30km/h, der Roller rollt von selber um zu beschleunigen kann nur noch eine aerodynamische Haltung eingenommen werden. Zusätzliches abstoßen nicht mehr möglich ( man bremst sich mehr ab, als man beschleunigt ) Bei entsprechender Haltung sind sehr hohe Geschwindigkeiten > 100 km/H erzielbar !

Erzielbare Durchschnittsgeschwindigkeiten:

  • für untrainierte auf einer ebenen Strecke von ca. ca. 8-12 km/h.
  • für trainierte auf einer ebenen Strecke von ca. ca. 15-18 km/h.
  • für gut trainierte auf einer ebenen Strecke von ca. ca. 18-22 km/h.
  • für Profis auf einer ebenen Strecke von ca. ca. 25-30 km/h.

Kurzzeitig von Profis erzielbare Maximalgeschwindigkeit auf der Ebene ca. 35 km/h.

Tipps für effizientes Fahren

Sehr oft wird beim Rollerfahren der Fehler gemacht die Lenkereinstellung zu hoch zu wählen. Für ein effizientes Fahren sollte die Lenkereinstellung so gewählt werden, dass sich immer ( auch aus Gründen der Aerodynamik ) eine leicht gebückte Haltung ergibt. Anhalt: Lenkerhöhe f. Erwachsene (gemessen vom Boden) =Schritthöhe + max.5 cm. Diese Position ist optimal für sehr sportliches und schnelles Fahren.

Wenn du zum ersten mal auf einem Roller stehst kommt dir die Lenkerhöhe im Vergleich zum Fahrrad sehr niedrig vor. Man gewöhnt sich jedoch in der Regel sehr schnell an den tiefen Lenker. z.B. für den reinen Freizeitbereich (Roller zum Einkaufen) , fahren an der Strandpromenade, in der Fußgängerzone.. Zu aufrechtes "draufstehen" verhindert allerdings in starkem Maße das Abstoßen nach hinten. Normalerweise sollte die Abstoßbewegung des Fußes durch den Oberköper unterstützt werden. Hierbei "wandert" der Oberkörper über den Lenker.

Bei einem hohen Lenker ist dies nicht, oder nur sehr bedingt möglich und der Abtritt erfolgt dann vornehmlich nur aus dem Bein heraus. (Siehe auch animierte Grafik am Ende dieser Seite) Dadurch ermüden die Beine auch schneller.

Ein effizienter Vortrieb ist in großem Maße von der verwendeten Fahrtechnik abhängig. Obwohl die Anstoßbewegung sehr einfach aussieht ist für ein Fahren mit minimalem Krafteinsatz einige Regeln zu beachten. Eins vorweg: Wie in allen anderen Sportarten ist auch noch kein Rollermeister vom Himmel gefallen,- ein Muskelkater in Muskelgruppen von denen Man(n) Frau bis dato nichts geahnt hat, ist nach den ersten Fahrten die Regel und ganz normal !!

  • Bein öfters wechseln. (Anhalt: In der Ebene nach ca. Wechseln des Beines ist sehr wichtig ! Um das schwächere Bein zu trainieren kann mit diesem einfach öfters angestoßen werden. Beispiel: 3x abstoßen gutes Bein, dann Beinwechsel und 6x Abstoßen mit dem schwächeren Bein. Das schwächere Bein wird damit je nach trainingsintensität über kurz oder lang annähernd so gut wie das stärkere.
  • Wichtig! Der Oberkörper darf nicht zu aufrecht stehen . Der Oberkörper unterstützt das Abstoßen nach hinten. Ein zu hoch eingestellter Lenker kann die Unterstützung des Oberkörpers verhindern ! Außerdem stehe ich auf dem Roller im Gegensatz zum Fahrrad "volle Breitseite" im Wind.

Welche Distanzen sind möglich?

Kleinradroller sind nur sinnvoll auf Kurzstecken bis ca. 10 km einzusetzen. Z.B Innenstadt, Messen und Betriebsgeländen. Für Großradroller liegt der sinnvolle Aktionsradius bei ca. 20-30 km. Für Trainingszwecke oder im Sportbereich sind Tagesstrecken bis zu 60 km oder darüber hinaus gut zu bewältigen. Auch extreme Entfernungen und Steigungen wurden mit Großradrollern bereits zurückgelegt (z.B Finnland-Gibraltar, oder von der Ost zur Westküste USA).

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