Triban Damen Rennrad im Test: Ein umfassender Überblick

Triban ist eine Hausmarke von Decathlon und deswegen auch in den Filialen vor Ort vorzufinden. Weil Triban und Van Rysel Decathlon eigene Marken sind, sind Retouren direkt und unkompliziert über Decathlon möglich.

Rahmen und Reifenfreiheit

Als Rahmenmaterial kommt Aluminium zum Einsatz. Der Rahmen ist eine Weiterentwicklung des Triban Rennrads. Um Kosten zu sparen wurden der bewährte Rennradrahmen und dessen Geometrie übernommen und dahingehend angepasst, dass breitere Reifen mit bis zu 38mm Platz finden. Das ist nicht viel, wenn man sich die aktuelle Entwicklung bei den Gravelbike Reifen ansieht, aber mehr als beim Cyclocross Reifen mit 33mm.

Sollte das Gravelbike mal in wirklich gröberem Gelände bewegt werden, oder wenn es einfach mehr Komfort bieten soll, dann könnte die Reifenfreiheit frühzeitig einschränken und interessante Reifen von vornherein ausschließen. Ein ordentlicher Reifen mit gröberem Profil in 35mm wäre aber z.B. Aufgefallen sind mir die kleinen Modifikationen an den Kettenstreben zwischen den verschiedenen GRVL und Rennradversionen.

Komponenten und Garantie

Positiv fällt die “lebenslange Triban-Garantie auf Rahmen, Vorbau und Lenker” auf. Auf Nachfrage, ob die lebenslange “Triban-Garantie” auch für die Gabel gelten würde, wurde diese verneint. Die Rahmengeometrie ist ausgewogen für eine bequeme Sitzposition. Sollte eine sportlichere Sitzposition gewünscht sein, dann könnte der nach oben steigende Vorbau umgedreht montiert werden.

Die Komponenten wurden so ausgewählt, dass es keine Baujahre gibt. Dadurch gibt es auch keine “veralteten Auslaufmodelle”. Grundsätzlich können auch vor mehreren Jahren entwickelte Fahrradkomponenten völlig ausreichend für den gewünschten Einsatzzweck sein. Die Schaltung hat 10 Gänge und kommt ohne einen Umwerfer aus. Die Kassette hat eine Spreizung von 11-42. Die Laufräder werden mit 2300g angegeben. Das ist ganz schön schwer.

Triban GRVL 120 WS für Damen

Das Triban GRVL 120 gibt es auch als explizites “WS” Modell für Damen. Das sogar in zwei Farben zur Wahl. Das GRVL 120 in grün ist trotz der gleichen Komponenten zur Zeit sogar um 50€ günstiger zu haben. Das Triban GRVL 120 WS übernimmt die guten Merkmale des Herrenmodells, weist aber einige Besonderheiten wie eine angepasste Rahmengeometrie auf.

Das GRVL ist zwischenzeitlich ausgelaufen.

Triban GRVL 520: Ein Gravelbike im Detail

Das Triban GRVL 520 von Decathlon besteht aus einem Aluminium-Rahmen, der Ihnen durch zahlreiche Ösen die Möglichkeit zur Befestigung von Schutzblechen und eines Gepäckträgers bietet. Vormontiert sind Reifen mit 40 mm Breite, der Rahmen lässt auch noch um 2 mm breitere Pneus zu. Laut Test von Rennrad fällt sie Sitzposition recht aufrecht und damit komfortabel und langstreckentauglich aus.

Das Rad zählt insgesamt nicht zu den leichtesten, ist dafür aber recht günstig in der Anschaffung. Trotz Starrgabel: Das Carbonmaterial vorne dämpft spürbar Stöße ab. Ein Minuspunkt ist der Verzicht auf Steckachsen, da die herkömmlichen Schnellspanner in Kombination mit Scheibenbremsen nach dem Radwechsel oft zu einem Schleifen der Bremsscheiben führen.

Triban Easy Damen Rennrad

Also. Das Rennrad Triban Easy für Damen überzeugt mit einem kostengünstigen Preis und seiner einfachen, aber guten Ausstattung. Eine aufrechtere Sitzposition bietet der Aluminium-Rahmen mit hohem Steuerrohr und kurzem Top-Tube. Eine absolute Besonderheit sind die Bremsen des Triban Easy! Das doppelte Bremssystem bietet dir in allen Lenker-Position die Möglichkeit zu bremsen.

Die Kettenschaltung stammt von Microshift. Mit 8 Gängen bist du schnell unterwegs und kannst auch Steigungen sportlich nehmen. Durch Verzicht auf vordere Ritzel wird Gewicht gespart. Die breiteren 700 × 28er Reifen bieten dir auf der Straße eine zuverlässige Lage. Auch bei hohen Geschwindigkeiten liegt das Rennrad gut in der Kurve. Das Gesamtgewicht von 10,8 kg bietet dir ein sportlich geringes Gewicht. Damit bist du schnell und kraftsparend unterwegs.

Triban 520 RC Gravel im Test

Das Triban 520 RC Gravel ist ein Gravelbike mit ansprechend lackiertem Alu-Rahmen, Scheibenbremsen und außen verlegten Brems- und Schaltzügen, dem sich auf den ersten Blick lediglich ankreiden lässt, dass die Montage-Standards von Discs und Naben nicht mehr aktueller Stand der Technik sind. Langfristig könnte das ein Problem bei der Ersatzteilversorgung werden.

Die 105-Schaltung von Shimano mit 2 x 11 Gängen und hydraulische, aber per Seilzug betätigte Scheibenbremsen von TRP werden auch an deutlich teureren Rädern verbaut. Die 35 Millimeter breiten Reifen stammen von Hutchinson, breitere Pneus passen nicht ins Rad. Dennoch: Vergleichbar ausgestattete Gravelbikes sind selbst bei anderen Direktvertreibern mindestens 200 Euro teurer; im Fachhandel ist die Preisdifferenz noch größer.

Fahrverhalten und Bremsen

Auf der Testrunde nimmt das 10,5 Kilo schwere Rad spürbar träge Fahrt auf. Spritzig geht anders, denkt man kurz, aber auch daran kann man sich gewöhnen. Keine Nachsicht gäbe es dagegen bei funktionalen oder gar sicherheitsrelevanten Mängeln. Kurz schnellt der Adrenalinpegel nach oben, als wir auf der Abfahrt ins Isartal die Bremsen betätigen. Die Beläge streicheln die Scheiben nur sanft, eine Vollbremsung möchte man jetzt nicht machen müssen.

Dieses Problem hat das Triban aber nicht exklusiv, auch die Scheibenbremsen teurer Räder müssen erst eingebremst werden, ehe sie volle Leistung bringen. Wir finden aber: Dies ist ein Vorgang, der nicht in der Verantwortung des Käufers liegen sollte.

Komfort und Stabilität

Ansonsten fährt sich das Triban im besten Sinne unauffällig. Der lange Vorbau bringt den Fahrer in eine relativ gestreckte Position. Dank langem Radstand und extremer Fahrstabilität rollt das Rad stur geradeaus. An die hohen Lenkkräfte gewöhnt man sich rasch; sie stören dann nicht weiter. Die mit drei Bar gefahrenen, in der Mitte diamantierten, an den Seiten mit eng stehenden kurzen Stollen versehenen Reifen rollen passabel und geraten nur in flott gefahrenen Kurven auf losem Untergrund ans Limit; in solchen Situationen wünscht man sich doch mehr Traktion. Bei zügigem Tempo ist am Vorderrad außerdem eine leichte Unwucht zu registrieren.

Dennoch zeigt der Daumen am Ende nach oben. Decathlon bietet mit dem Triban GRVL 120 ein Gravelbike im Einsteigerbereich an.

Vergleich mit anderen Rennrädern unter 1000 Euro

ROADBIKE hat geschaut, was der Fachhandel in der Preisklasse bis maximal 1000 Euro im Angebot hat. Die großen Versender bleiben in diesem Test außen vor, weil gerade Einsteiger häufig von Beratung und Service vor Ort profitieren. Im Laden lassen sich Räder in verschiedenen Größen und Geometrien besser vergleichen, wer noch unschlüssig ist, lässt sich vom - hoffentlich guten - Händler die offenen Fragen beantworten.

Im Idealfall verbringen Sie viele Stunden im Sattel, da sollte das Rad schon passen, sonst ist es mit der Freude schnell vorbei. Und - so viel sei vorab verraten - auch auf einem günstigen Rennrad kann man viel Spaß haben. Allerdings zeigt sich im Test auch deutlich, dass die Unterschiede zwischen den Rädern groß sind und ein genauer Blick vor dem Kauf deshalb unverzichtbar ist, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Wie zu erwarten, sind die 1000-Euro-Renner mit ihren Alu-Rahmen keine Federgewichte. Selbst das leichteste Rad im Test, das San Remo von Stevens, bringt rund 9,3 Kilo auf die Waage, beim Triban RC 520 von Decathlon sind es sogar 10,75 und damit fast anderthalb Kilo mehr als beim Stevens. Zum Vergleich: Gute Mittelklassemodelle wiegen rund drei Kilo weniger.

Vor allem die mechanischen Scheibenbremsen, wie sie im Test an den Rädern von Cube, Felt und Triban montiert waren, drücken ordentlich auf die Waage. Cannondale und Stevens kommen hingegen mit klassischen Felgenbremsen, sparen so etliche Hundert Gramm und fahren sich deutlich leichtfüßiger bergauf. Immerhin: Im Gegensatz zu den meisten Topbis Mittelklasse-Rädern, die nur noch mit Disc verfügbar sind, hat man im Preisbereich bis 1000 Euro noch die Wahl.

Felgenbremsen vs. Scheibenbremsen

Tatsächlich, so die ROADBIKE-Erfahrung, setzen viele Hersteller im Einsteigerbereich noch massiv auf die Felgenbremse. Was nicht nur hilft, das Gewicht unten zu halten, sondern dadurch auch ein agileres Fahrverhalten begünstigt. Zudem ist eine Felgenbremse, nicht nur für ungeübte Schrauber, einfacher zu verstehen und zu warten. Auf der anderen Seite können mechanische Scheibenbremsen nicht alle Vorteile von hydraulisch angesteuerten Stoppern für sich reklamieren: Die Dosierbarkeit leidet unter der Reibung des Seilzugs und auch die benötigten Handkräfte sind höher - und näher an der mechanischen Felgenbremse.

Laufräder und Schaltgruppen

Entscheidend für das Fahrgefühl ist indes nicht nur das Gesamtgewicht, vor allem die Laufräder haben entscheidenden Einfluss auf das Beschleunigungsverhalten und damit die Agilität eines Rennrads. Auch hier punkten die Räder mit Felgenbremse durch geringere Gewichte. Den Bestwert liefert wieder Stevens’ San Remo mit 3,16 Kilo und deutlichem Abstand, während auf der anderen Seite die Laufräder von Cube und Triban an der 4-Kilo-Marke kratzen, was die Beschleunigung schon spürbar ausbremst.

Genauso spannend ist der Blick auf die montierten Schaltgruppen. Auch in diesem Bereich beweisen die Hersteller teils viel Kreativität, um Kosten möglichst "unsichtbar" zu drücken, beispielsweise mit günstigeren Kurbeln, Ketten oder Bremskörpern. Gleichzeitig ist die Bandbreite enorm groß, so kommt das Felt beispielsweise mit einer sehr günstigen Shimano Claris; am Triban RC 520 von Decathlon sind, zumindest teilweise, hochwertige 105er-Komponenten montiert. Dazwischen siedeln sich Cannondale, Cube und Stevens mit Shimano-Tiagra-Gruppen an.

Komfort und Fazit

Weiteres, wichtigeres Kriterium für den Fahrspaß auf langen Touren ist der Komfort, vor allem am Heck. Dabei schlagen sich die günstigen Rennräder durchaus ordentlich, unangenehm hart fährt sich kein Rad im Test. Klar ist aber auch, dass die aus Kostengründen montierten Sattelstützen aus Alu nicht den Flex eines Carbon-Modells bieten. Ein späteres Upgrade an dieser Stelle verspricht mehr Komfort - und erfahrbaren Mehrwert.

Auch die Cockpits mit den oft dünnen Lenkern aus Alu bieten nicht die beste Dämpfung, schnell und kostengünstig schafft etwas dickeres Lenkerband hier effektiv Abhilfe.

Fazit: Viel Spaß für wenig Geld? Ja, gibt’s! Zwar sollte man schon etwas genauer hinschauen als in den oberen Preisklassen. Dass eine gelungene Spezifikation aber auch in der 1000-Euro-Klasse möglich ist, stellen die Stevens-Produktmanager mit ihrem Testsieger San Remo unter Beweis.

Erfahrungen mit dem Triban RC 520 beim Bikepacking

Nach einer spannenden Suchphase hat mich Mateusz von Huckepacks schließlich auf das Triban RC 520 von Decathlon aufmerksam gemacht. Dann kommt Decathlon mit dem RC 520 um die Ecke, das nicht nur durch seinen absolut günstigen Preis von 850€ besticht, sondern auch in den meisten Reviews gar nicht so schlecht abgeschnitten hat.

Meine ersten Ausfahrten mit dem Triban RC 520 habe ich gemacht, ohne dass ich irgendwelche Modifikationen durchgeführt habe (nur Klickpedale). Anfangs war ich auch wirklich begeistert von dem Rad. Ich wollte damit Bikepacken. Also habe ich mir nach einiger Zeit ein Tubeless Kit geholt, um die Laufräder umzurüsten. Leider ging das bei Triban Laufrädern nicht so reibungslos, wie ich es mittlerweile von anderen Herstellern kennen. In der Theorie sind die Laufräder Tubeless Kompatibel.

Alternativen und Empfehlungen

Für einen Einsteiger, der ein Rad mit guten Komponenten zu einem günstigen Preis haben möchte, kann ich das Rad dennoch empfehlen. Es ist ideal für jemanden, der sowohl auf geteerten Straßen, aber auch im Gebiet der Gravel Bikes wildern will. Das RC 520 wird mich noch einige Zeit begleiten. Wenn es eines schönen Tages als Hauptrad abgelöst wird, dann macht das Rad noch immer einen gutes Winter- oder Schlechtwetter-Rad. Ideal zum sportlichen Pendeln oder für die ganz matschigen Tage.

Vergleichstabelle ausgewählter Rennräder unter 1000 Euro

Modell Preis Gewicht Besonderheiten
Stevens San Remo ca. 1000 Euro 9,3 kg Leichtestes Rad im Test, Felgenbremsen
Triban RC 520 ca. 850 Euro 10,75 kg Teilweise hochwertige 105er-Komponenten
Cube Attain ca. 749 Euro 9,5 kg Testsieger, Claris-Schaltung
Scott Speedster 50 ca. 649 Euro 10,6 kg Einfacher Alu-Rahmen, Tourney-Siebenfach-Antrieb

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