In unseren Städten herrscht ein Platzproblem. Fußgänger und Radfahrer bekommen zu wenig Platz, während Autos zu viel Raum einnehmen. Vielleicht sind überdachte E-Bikes die Zukunftslösung, um unsere Innenstädte autofreier zu gestalten. Selbst das beste High-End-E-Bike schützt dich nicht vor den Widrigkeiten des Wetters.
Die Vorteile überdachter E-Bikes
Ein überdachtes E-Bike bietet deutlich mehr Wetterschutz als ein klassisches Fahrrad. Wer mit dem Fahrrad fährt, ist beim Wetterschutz im Normalfall auf die passende Kleidung angewiesen, wie auch bei Rollern und Motorrädern.
- Wetterschutz: Das Dach und die Front- und Seitenscheiben sorgen dafür, dass auch Regen oder Kälte niemanden mehr am Radfahren hindern.
- Schutz vor Fahrtwind: Bei kühleren Temperaturen bieten die Windschutzscheiben Schutz vor kühlem Fahrtwind.
- Sicherheit: Zur Sicherheit der Insassen haben einige Modelle einen Überrollbügel und Knautschzonen zur Verteilung der Aufprallenergie im Falle eines Unfalls.
Es ist sicher eine gute Alternative für kleinere Pendelfahrten oder Einkäufe bei schlechtem Wetter, wenn man etwas ländlicher wohnt. Mit den neuen, überdachten E-Bike-Konzepten muss es künftig vielleicht gar kein Entweder-oder-Szenario mehr geben. Denn auf drei oder vier Rädern, mit gutem Wetterschutz, hoher Reichweite und Platz für Einkäufe oder einen Kindersitz, verbinden sie das Beste aus beiden Welten.
Die Nachteile überdachter E-Bikes
- Größere Maße: Eine Kabine braucht Platz in der Höhe und der Breite.
- Spritzwasser: Wenn die Kabine keinen Schutz von unten oder von der Seite bietet, kann von dort Spritzwasser eindringen.
- Stauhitze: Im Stand fehlt Fahrtwind zur Kühlung, und der reguläre Wind wird durch die Kabine abgehalten. Kabinen mit großer Glasfläche und kleinen Öffnungen können sich dann stark aufheizen.
- Kostenintensiver: Kabinen erfordern Produktionsaufwand, das macht sich in den Kaufpreisen bemerkbar.
- Fahrzeugbreite: Lastenräder, vor allem mit drei oder vier Rädern, sind breiter als konventionelle Fahrräder.
Einige Hersteller statten die Dächer ihrer E-Bike-Cars mit Solarpanels aus, um unabhängiger vom Stromnetz zu sein. So kann auch unterwegs bei entsprechender Sonneneinstrahlung der Akku aufgeladen werden. In unseren Breitengraden wirst du vermutlich kaum ohne Steckdose auskommen.
Verschiedene Modelle und Konzepte
Podbike Frikar
Das Frikar vom norwegischen Hersteller Podbike wird als Fahrrad klassifiziert. Es darf Radwege nutzen und es werden weder ein Führerschein noch ein Versicherungs-Kennzeichen benötigt.
- Reichweite: 50-80 Kilometer pro Akku-Ladung
- Geschwindigkeit: Bis zu 25 km/h (60 km/h bergab)
- Ausstattung: Überrollbügel, Knautschzonen, optional Kindersitz, Scheibenwischer, Gebläse, Anhängerkupplung, Winterreifen
- Preis: 7.436 Euro (zuzüglich Versand und Sonderausstattung)
Bio-Hybrid
Der Bio-Hybrid kombiniert den Wetterschutz und die Fahrstabilität eines Autos mit der Wendigkeit und der Antriebsidee eines Pedelecs. Die Sitzposition ist höhenverstellbar und erinnert in der untersten Stellung ein bisschen an die eines komfortablen Liegerads, allerdings sitzt man erhöhter.
- Nenndauerleistung: 250 Watt
- Maximale elektrisch unterstützte Geschwindigkeit: 25 km/h
- Reichweite: ca. 50 km, mit 2. Batterie ca. 100 km
Canyon Future Mobility Concept
Canyons Future Mobility Concept lässt die Grenze zwischen Auto und E-Bike verschwimmen. Mit nur 82 cm Breite hat es eine schlanke Optik und passt problemlos auf den Radweg.
- Ausstattung: Wetterfeste Kabine, Scheibenwischer, Sitz für einen Beifahrer
- Reichweite: Bis zu 300 km
Iris E-Trike
Die Iris E-Trike-Kapsel des britischen Unternehmens Grant Sinclair kommt auf drei Rädern daher. Aerodynamische Karosserie im Look einer Weltraumkapsel - futuristischer ist es kaum vorstellbar.
- Ausstattung: Smartphone-Dockingstelle, Rückfahrkamera, aufklappbares Verdeck aus Luftfahrt-Plexiglas
- Motorvarianten: 250 bis 1.000 Watt (250 Watt in Deutschland zugelassen)
Hopper Mobility
Das überdachte Elektro-Dreirad des Herstellers Hopper Mobility aus Augsburg ist maximal 25 km/h schnell, gilt daher rechtlich als E-Bike bzw. Pedelec und darf auf Radwegen fahren.
- Stauraum: Bis zu 290 Litern
- Konzipiert für: Zwei Erwachsene oder einen Erwachsenen und bis zu zwei Kinder
- Kosten: 12.900 Euro
Quadvelo
Das belgische Quadvelo ist ein weiteres interessantes Konzept für ein überdachtes E-Bike. Mit einer Breite von nur 85 cm und einer Länge von 2,5 m ist es kompakt genug für Radwege und bietet dabei einen vollständigen Wetterschutz durch eine komplett verschließbare Kabine mit zwei Türen.
- Gewicht: 85 kg
- Reichweite: 75 km
- Ladefläche: Bis zu 120 kg
Veemo
Das Veemo aus Kanada ist eine Mischung aus Smart Car und E-Bike. Das Velomobil mit Elektromotor wurde vor einigen Jahren als Pilotprojekt ins Leben gerufen und im Sharing angeboten.
Ein Augsburger Start-up entwickelte den Hopper, eine erweiterte Version gibt es ebenfalls mit Solarpanel auf dem Dach. Stadtangestellte und Studenten starteten die Probe des 1-Personen-Vehikels. Unterwegs mit Pedalpower und das, ohne nass zu werden? Selbst das beste High-End-E-Bike schützt dich nicht vor den Widrigkeiten des Wetters. Ein E-Bike mit Kabine ist ein elektrisch unterstütztes Fahrrad mit erweitertem Wetterschutz, der mindestens aus einem Dach und oft zusätzlich aus einer Windschutzscheibe besteht.
Hier eine Tabelle mit einigen der genannten Modelle und ihren wichtigsten Eigenschaften:
| Modell | Hersteller | Reichweite | Geschwindigkeit | Besonderheiten | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Podbike Frikar | Podbike (Norwegen) | 50-80 km | 25 km/h | Überrollbügel, Knautschzonen | 7.436 € |
| Bio-Hybrid | Schaeffler | 50-100 km | 25 km/h | Wetterschutz, Fahrstabilität | N/A |
| Iris E-Trike | Grant Sinclair (UK) | N/A | bis 48 km/h | futuristisches Design | N/A |
| Hopper Mobility | Hopper Mobility (Deutschland) | N/A | 25 km/h | Stauraum bis 290 Liter | 12.900 € |
| Quadvelo | Eurocircuits NV (Belgien) | 75 km | N/A | komplett verschließbare Kabine | N/A |
Die Präsenz dieser Exoten nimmt auf unseren Straßen gerade im städtischen Umfeld merklich zu. Viele Radfahrer sind nicht bereit, auch bei Regen, Schnee und Frost das Rad zu nehmen. Damit ein dauerhaftes Umsteigen gelingt, muss Radfahren somit das ganze Jahr über bequem und trocken sein.
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