Für viele E-Bike-Fahrer gehört die Smartwatch inzwischen zur Grundausstattung. Dabei dient sie nicht nur als Zeitmesser, sondern wird insbesondere dann zum ständigen Begleiter, wenn man Trainings- und Fitnesswerte verbessern möchte. Doch wie gut eignen sie sich eigentlich fürs Fahrradfahren?
Die neue Garmin Fenix 8: Ein Maßstab für Multisportuhren?
Die neue Garmin Fenix 8 setzt mit einigen Neuerungen neue Maßstäbe in der Welt der Multisportuhren. Neben dem bisherigen transflektiven MIP-Display setzt Garmin erstmals in der Fenix-Reihe auch auf ein hochauflösendes AMOLED-Display, das mit hervorragender Ablesbarkeit bei Tag und Nacht punktet. Zu den Highlights gehören auch die Sprachsteuerung und die Möglichkeit der Telefonie in Verbindung mit einem Smartphone.
Die Fenix 8 gibt es in drei Größen (43, 47, 51 mm). Die große Modellauswahl ist allerdings etwas verwirrend. So gibt es mit Solarfunktion nur die Größen 47 mm und 51 mm in Kombination mit dem "einfacheren" transflektiven MIP-Display. Interessant sind die Modelle mit dem neuen AMOLED-Display. Zwar wurde bei diesen die Akkulaufzeit gegenüber der extrem sparsamen Fenix 7 reduziert - mit bis zu 16 Tagen bei ausgeschaltetem Always-on-Display liegt sie aber immer noch auf hohem Niveau. Doch das neue Farbdisplay macht einen sehr edlen Eindruck und sorgt vor allem nachts für perfekte Ablesbarkeit. Wer eher die maximale Akkulaufzeit haben möchte, greift zur großen Fenix 8 Solar, die dank eines effizienteren Solarmoduls bis zu 48 Tage Laufzeit im Smartwatch-Modus bieten soll.
Die Akkulaufzeit unseres AMOLED-Testmodells lag nahe an den von Garmin angegebenen Werten, so dass im GPS-Modus eine Laufzeit von 35 Stunden erreicht werden sollte. Wir hatten die 47 mm Fenix 8 mit Amoled-Display im Test. Die Uhr besticht durch einen sehr guten Tragekomfort. Das Silikonarmband bietet jetzt einen deutlich höheren Flex-Anteil, was die Passform beim Sport oder auch im Alltag verbessert. Neu und sehr spannend ist natürlich das eingebaute Mikrofon, mit dem die Fenix 8 nun wie Apple und Co. Telefonanrufe oder Sprachbefehle empfangen kann. Sogar eine Diktierfunktion ist mit an Bord.
Das Telefonieren funktioniert wirklich gut. Zwar ist die Lautstärke eher gering, aber bei unseren Tests hat es für kurze Gespräche auch auf dem Bike erstaunlich gut funktioniert. Die Sprachsteuerung funktioniert sehr zuverlässig, wenn auch etwas verzögert. Neu ist auch, dass alle Modelle über eine integrierte Taschenlampe verfügen, die in der Nacht sehr praktisch ist und mehr als nur ein Schlüssellochfinder ist. Sie war während unseres Tests sehr häufig in Gebrauch, was ihren Nutzen unterstreicht.
Die Tasten der Fenix 8 sollen nun eine höhere Dichtigkeit erhalten haben, so dass die Uhr für Tauchgänge bis 40 Meter zertifiziert ist. Auch die Haptik der Drucktasten hat sich spürbar verändert. Sie machen einen hochwertigen Eindruck, sind etwas leichtgängiger als bei der Fenix 7 und geben ein präzises haptisches Feedback. Optisch auffällig ist die neue verschraubte Aluminiumabdeckung zwischen den rechten Tastern, die die Sensoren schützen soll.
Natürlich hat Garmin auch bei der Bedienung einiges verändert, ohne dabei die Funktionen oder die Bedienlogik komplett über den Haufen zu werfen. So ist die Individualisierung des Watchface umfangreicher, aber auch intuitiver geworden. Praktisch: Die bevorzugten Sportmodi wie MTB, Gravelbike, Rennrad oder E-MTB lassen sich jetzt oben im Menü anheften, so dass man schnell darauf zugreifen kann. Während der Aktivität ist der Touchscreen deaktiviert, kann aber bei Bedarf mit einem Wisch schnell wieder eingeschaltet werden. Insgesamt hat sich die Bedienlogik nicht grundlegend geändert, was alte Garmin-User zu schätzen wissen.
Die GPS-Navigation ist nach wie vor hervorragend und liefert auch in schwierigem Gelände präzise Daten. Neu ist die dynamische Routenberechnung, die nun ähnlich wie bei Google Maps beim Verlassen des Tracks eine neue Route berechnet und nicht einfach zur alten zurücknavigiert.
Natürlich bietet die Fenix 8 auch die bekannten Features speziell für Radfahrer: Dank ANT+, Bluetooth und WLAN lässt sich die Uhr nahtlos mit Wattmesssystemen, E-Bike-Motoren und sogar Srams AXS-Schaltungen koppeln. So können Daten wie der Akkustand des E-Bikes, die Restreichweite oder der aktuell eingelegte Gang direkt auf der Uhr angezeigt werden. Über die Connect-IQ-Plattform können zudem zahlreiche Apps wie Komoot oder andere fahrradspezifische Erweiterungen kostenlos heruntergeladen werden. Für Sportler, die ihre Leistung optimieren wollen, bieten Fitnessmetriken, der Morgenbericht und Funktionen wie "Hillscore" oder Wetterkarten-Overlays wertvolle Einblicke.
Der 32 GB große Speicher bietet Platz für Musik und Offline-Playlisten von Diensten wie Spotify. Damit bietet die Fenix 8 nicht nur Sport- und Fahrradfunktionen, sondern auch tolle Alltags- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die für ihre umfangreichen Auswertungen und Trainingspläne bekannte Garmin Connect App wurde weiter optimiert und ist nun noch intuitiver zu bedienen.
Auch preislich hat die Fenix 8 ordentlich zugelegt. Sie beginnt bei 999 Euro. Die 51 mm Version kostet bis zu 1299 Euro, die Solarvariante ist ab 1099 Euro zu haben. Tipp für Preisbewusste, die trotzdem das neue Amoled-Display haben wollen: Garmin bietet mit der neuen Fenix E eine günstige Version für 799 Euro an, allerdings ohne Sprachsteuerung und Telefoniefunktion.
Vorteile: Viele Ausstattungs-Varianten (Größen, Solar, Displays), hervorragende App und Anbindung an Zubehör, nützliche Taschenlampe, sehr gute Smartwatch-Funktionen.
Nachteile: Besonders als Top-Modell ausgesprochen teuer, kein LTE-Modem, Solarfunktion nur bei größeren Modellen, nicht Amoled.
Suunto Race: Eine ernsthafte Konkurrenz für Garmin?
Der finnische Sportuhrenhersteller Suunto blickt auf eine lange Erfahrung zurück. Die eigene App ist inzwischen ausgereift und die Uhren überzeugen durch eine konkurrenzlos lange Akkulaufzeit. Im Laufsport ist Suunto deshalb weit verbreitet. Marktführer Garmin profitiert vor allem von seinen ausgereiften Navigationsfunktionen. Mit seinem neuem Modell Race bietet Suunto aber ein attraktives Konkurrenzprodukt.
Das Design der Verpackung ist ebenso funktional wie ansprechend. Nach dem Öffnen der Außenverpackung fällt der Blick auf eine dreigeteilte Innenverpackung. Enthalten sind neben der Uhr ein USB-Ladekabel und das Armband. Letzteres lässt sich sehr einfach befestigen und entsprechend tauschen.
Die Anpassung der Uhr und die Verbindung mit Strava funktionieren reibungslos. Die Grundsportarten sind vorinstalliert und können einfach ausgewählt werden. Die Personalisierung der Darstellung für eine Sportart ist aber etwas umständlich. Etwas Geduld braucht man beim Download der Offline-Karten. Hier setzt Suunto auf die OpenStreetMap.Karten. Großer Vorteil: man kann jede Region der Welt herunterladen und auch Karten-Updates kosten nichts. Der Nachteil liegt auf der Hand: OSM-Karten werden von der Community aktualisiert und haben nicht die Qualität einer professionell erstellten topographischen Karte. In der Praxis wird das kaum zu Problemen führen - die Detailtreue reichte im Test auch in abgeschiedenen Bergregionen aus. Man könnte die reduzierte Darstellung sogar als Vorteil sehen: beim kurzen Blick auf die Uhr beim Radfahren oder Laufen erfasst man sehr schnell den weiteren Verlauf des Tracks.
Ein Nachteil ist, dass die Karten nicht routingfähig sind - eine Neuplanung einer Tour unterwegs über die Karte der Uhr ist nicht möglich. Man müsste den Umweg z.B. über Komoot gehen. Wer den vorgeplanten Track nicht verlässt, hat aber keine Probleme.
Der 1,43 Zoll große Touchscreen gehört zu den klaren Stärken der Suunto Race: Die Darstellung auf dem Amoled-Display ist gestochen scharf, die Farben sind kräftig und auch bei Sonnenlicht ist alles gut ablesbar. Dank Saphirkristall verspricht der Hersteller einen guten Schutz gegen Beschädigung - das haben wir verständlicherweise nicht getestet.
Die lange Akkulaufzeit war schon bei anderen Suunto-Uhren ein Kaufargument. Wer lange im Sattel sitzt oder beim Trailrunning über Ultra-Distanzen unterwegs ist, wird dies auch bei der Suunto Race zu schätzen wissen. Im Test wurde die Uhr tagelang nicht geladen - ein objektiver Wert ist schwer zu ermitteln, da er stark vom Nutzungsverhalten abhängt (Beleuchtung/Navigation/Temperatur). Der Hersteller gibt an, dass die Batterie der Uhr bei maximaler Genauigkeit der Aufzeichnung und allen Funktionen 40 Stunden reicht. Bei reduzierter Genauigkeit und ohne Herzfrequenzmessung sollen es fünf Tage sein und ohne Sport sogar 26 Tage.
Die App ist einfach aufgebaut und es lassen sich schnell Tracks zur Navigation auf die Uhr laden. Die Reduktion auf drei Bedienelemente sorgt für eine einfache Steuerung der Uhr. Auch wenn man die Bedienungsanleitung nicht liest, hat man schnell verstanden, wie man durch die Optionen navigiert. Das ist deutlich einfacher als bei Konkurrenzprodukten mit fünf Bedienelementen. Ein Pluspunkt der Suunto Race ist die Bedienung über eine digitale „Krone“. Bei mechanischen Uhren diente dieses Rädchen zum Einstellen der Uhrzeit. Das kleine Rädchen der Suunto Race steuert durchs Menü und lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Durch Drehen wählt man aus, durch Drücken bestätigt man Befehle. Besonders praktisch unterwegs: man kann per Rädchen in die Karte rein- und rauszoomen. Das ist deutlich einfacher als bei Konkurrenzmodellen. Gerade beim Sport in Bewegung ist die Bedienung einfacher zu kontrollieren als über Touchscreen.
Wer eine präzise Herzfrequenzmessung wünscht, sollte sich noch einen Pulsgurt zulegen. Die Messung am Handgelenk funktionierte nicht immer genau. Kleine Schwächen zeigten sich bei der GPS-Genauigkeit (bei unveränderten Standard-Einstellungen). Hier lag die Uhr in seltenen Fällen ein, zwei Meter daneben. Das fällt auf, wenn der aufgezeichnete Track knapp neben der Straße liegt oder bei mehreren Runden auf dem gleichen Weg plötzlich ein leichter Versatz aufgezeichnet wird. Die Vergleichsaufzeichnung mit einer Garmin Fenix 7 Pro Solar zeigte sich hier etwas präziser. Im Normalfall wird das aber kaum stören. Bei den aufgezeichneten Daten wie Höhe und Entfernung zeigte die Suunto Race keine relevanten Abweichungen.
Dank kostenlosen OSM-Karten, beeindruckendem Display, langer Akkulaufzeit und einfacher Bedienung ist die Uhr ein Begleiter bei vielen Sportarten. Für 449 Euro bekommt man in der Stahlversion (83 g) ein attraktives Paket. Die Sportuhr ist z.B. bei Amazon oder Bergfreunde erhältlich. Wer es besonders leicht liebt, bekommt für 549 Euro die Titanversion mit nur 69 g Gewicht. Auf dem Markt der Uhren mit Kartendarstellung und Navigation ist das ein fairer Preis.
Smartwatches im Alltagstest: Welche erfasst Fahrradkilometer automatisch?
Doch wie gut eignen sie sich eigentlich fürs Fahrradfahren? BILD-Redakteur Stefan Netzebandt machte den Selbsttest - und stellte fest: Manche Antworten sind überraschend kompliziert.
Getestet habe ich in diesem Frühjahr fünf aktuelle Modelle: die Apple Watch Ultra 2, die Garmin Venu 3, die Gesundheitsuhr Scanwatch 2 von Withings, die GT 5 Pro von Huawei und die Samsung Galaxy Watch 7.
Meine simple Ausgangsfrage: Zählt die Uhr meine Fahrradkilometer so automatisch wie das iPhone meine Schritte?
Das Ergebnis: Alle Geräte erfassen Fahrradfahrten samt Kreislaufdaten und Ortung - allerdings nur, wenn das Training vor dem Start manuell aktiviert wird. Eine automatische Aufzeichnung? Bisher noch die Ausnahme.
Nur zwei Uhren (Samsung und Withings) erfassen die Touren wirklich komplett und unaufgefordert, eine weitere (Garmin) zeichnet die Dauer und Intensität auf, aber keine Strecke.
Platz 1: Samsung Galaxy Watch 7
Nachdem ich an zahlreichen Menüpunkten die Ortung freigegeben hatte, überzeugte mich diese Smartwatch komplett. Bereits nach drei Minuten Fahrt zeichnete die Samsung Galaxy Watch 7 automatisch alles auf - Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit, Puls und eine Karte der Route. Alle Daten landen übersichtlich in der App „Samsung Health“. Praktisch: In den Einstellungen lässt sich festlegen, dass kurze Stopps, etwa an Ampeln, automatisch pausiert werden.
Mit Einstiegspreisen von deutlich unter 250 Euro zählt die Samsung Galaxy Watch 7 zu den günstigeren Modellen. Zwei Nachteile: Die Akkulaufzeit ist eher kurz - und die Uhr funktioniert ausschließlich mit Android-Geräten, nicht mit Apple-Produkten. Umgekehrt laufen Apple-Watches ebenfalls nicht auf Samsung-Smartphones.
Platz 2: Apple Watch Ultra 2
Die teuerste Uhr im Test bietet fast alles, was iPhones ausmacht - am Handgelenk! Deshalb gaben die Tester von COMPUTER BILD auch eine Bestnote. Ich habe als Radfahrer geringfügig anders gewichtet. Diese Apple Watch gewährt Zugriff auf Apple Music, ermöglicht Anrufe, Navigation mit Google Maps. Sie misst u.a. Herzfrequenzen und Blutsauerstoff und erstellt sogar EKGs. Meine Fahrradfahrten nimmt sie trotzdem nicht von allein auf. Aber immerhin erfassen die Sensoren nach jeweils etwa drei Minuten, dass ich radele - und schlagen mir vor, ein Training aufzuzeichnen.
Platz 3: Garmin Venu 3
Garmin gilt als Platzhirsch unter den Herstellern von Sport-Trackern. Die Garmin Venu 3 wirkt eher wie eine hochkarätige Stoppuhr als ein Mini-Smartphone am Handgelenk.
Die Uhr ist leicht, robust und bietet Trainingsprogramme speziell für Radfahrer - inklusive Livetracking für Freunde oder Mitstreiter. Schwachpunkt: Die automatische Erfassung per „Move IQ“-Technologie hinkt hinterher. Erst nach etwa zehn Minuten Fahrt startet die Aufzeichnung, und das ohne GPS-Daten. Es werden nicht mal die geleisteten Kilometer erfasst. Die Tour findet sich anschließend etwas versteckt im „Kalender“ der Garmin-App auf dem Smartphone.
Platz 4: Withings Scanwatch 2
Diese Uhr ist eigentlich keine Smartwatch, sondern eine elegante, klassische Armbanduhr mit zahlreichen Gesundheitsfunktionen. Sie erstellt etwa EKGs ohne zusätzliche Geräte. Unter den Funktionen wie Schlafüberwachung und Blutsauerstoffmessung versteckt sich tatsächlich auch eine automatische Erfassung der Fahrradfahrten - samt Streckenkarte, Pulsmessung, Geschwindigkeit und Höhenmetern. Da die Uhr über kein eigenes GPS verfügt, bezieht sie die Daten vom gekoppelten Telefon. Im Test gelang das mit einem Samsung Galaxy S 25 Ultra einigermaßen, mit einem iPhone 15 Pro Max eher unregelmäßig.
Platz 5: Huawei GT 5 Pro
Die chinesische Smartwatch fühlt sich hochwertig an, hat ein tolles Display und einen Akku, der tagelang hält. Aber bei mir bleibt sie aus zwei Gründen nach einigen Probetagen in der Schublade: Die GT 5 Pro erfasst zwar Radfahrten auf Kommando - sie erkennt sie aber nicht von allein. Ein Feature hat mich allerdings begeistert: Von aufgezeichneten Touren erstellt die Uhr in der App animierte Videos auf einer Landkarte - schick! Leider werden die Apps weder in der Android- noch in der Apple-Welt wirklich unterstützt. Auch mit Google-Produkten gibt es keinerlei Konnektivität.
Die überraschende App-Entdeckung: "Love to Ride"
Unabhängig vom Test der Uhren habe ich eine Smartphone-App entdeckt, die ohne mein Dazutun alle Strecken erfasst: „Love to Ride“. Ohne jede Smartwatch zeichnet dieser Dienst alle Fahrten auf. Deshalb weiß ich auch, dass ich seit der kostenlosen Installation auf meinem iPhone vor ein paar Wochen schon 653 Kilometer geradelt bin. Toll!
Worauf sollte man bei der Wahl einer Sportuhr für Radfahrer achten?
Wer Fahrrad fährt, um nicht nur von A nach B zu kommen, sondern sich sportlich zu betätigen, wird neben einem hochwertigen Fahrrad auch bald zu einer passenden Sportuhr für Radfahrer Ausschau halten. Dabei interessiert die Sportler Geschwindigkeit, Distanz, verbrauchte Kalorien und selbstverständlich der Puls. Wie bei allen Sportarten ist es wichtig, den optimalen Leistungspuls zu kennen und einzuhalten. Ein zu niedriger Puls führt zu einem schlechteren Trainingsoutput. Zu hohe Belastung schadet dem Körper. Zwar ist die Messung am Handgelenk über Lichtsensoren inzwischen sehr präzise, jedoch eignet sie sich, im Gegensatz zu anderen Sportarten, nicht so gut fürs Radfahren. Der Grund: Das Handgelenk ist beim Radfahren abgewinkelt, was dazu führt, dass die Uhr weiter nach oben geschoben wird. Das widerum sorgt für weniger präzise Messungen. Wer eine Pulsuhr mit Brustgurt verwendet, hat dieses Problem nicht.
Es gibt Uhren, die bieten GPS an, um Geschwindigkeit, Distanz und Pace zu messen. Für die meisten Sportarten ist dies ausreichend. Der Radfahrer möchte aber auch neue Routen ausprobieren. Dabei machen die Uhren über hör- oder sichtbare Signale darauf aufmerksam, dass die Richtung geändert werden muss. Wer nicht nur auf der Straße fährt, sondern auch im Gelände unterwegs ist, wird sich für die Höhenmessung seiner Touren interessieren. Da aktuelle GPS-Daten die Höhe der aktuellen Position enthalten, ist die Höhenmessung via GPS grundsätzlich möglich. Doch da GPS den Kontakt zu mehreren Satelliten benötigt, kann diese Methode bei schlechtem Wetter wie auch in dichten Wäldern (Sicht gen Himmel ist versperrt) gestört werden. Ein Barometer misst den Luftdruck. Je niedriger der Luftdruck, desto höher ist die aktuelle Position gelegen. Sofern das Wetter sowie Temperaturen einigermaßen gleich bleiben, ist die Messung über einen Barometer sehr detailliert. Problematisch ist aber die nötige Kalibrierung am Anfang der Tour, die bei einem bekannten Bezugspunkt (z. B. Ähnlich wie die Herzfrequenz ist auch die Trittfrequenz ausschlaggebend für den Trainingserfolg.
Die wichtigsten Kriterien beim Kauf einer E-Bike-Smartwatch
Für die Gesamtbewertung waren vor allem folgende acht Faktoren ausschlaggebend - die Sie auch beim Kauf bedenken sollten:
- Akkulaufzeit: Für E-Bike-Fahrer ist eine lange Akkulaufzeit unerlässlich. Ihre Smartwatch sollte mit Ihrem E-Bike Schritt halten können, auch bei ausgedehnten Touren mit aktiviertem GPS und kontinuierlicher Herzfrequenzmessung. Modelle mit Solartechnologie oder besonders effizienten Akkus haben hier die Nase vorn.
- GPS und Navigation: Ein zuverlässiges GPS-System ist für E-Biker von großer Bedeutung. Ihre Smartwatch sollte auch in anspruchsvollem Gelände exakte Positionsdaten liefern und Sie sicher durch unbekanntes Terrain lotsen. Fortschrittliche Kartenfunktionen und intuitive Navigationshilfen sind dabei besonders wertvoll.
- Sportprofile: Einen speziellen E-Bike-Modus gibt es für die aktuellen Smartwatch-Modelle noch nicht - aber das reguläre Fahrrad-Profil tut es auch. In der Regel habe Sie hier auch noch die Auswahl zwischen verschiedenen Modi (Tour, Rennrad, Mountainbike). So haben Sie unterwegs Geschwindigkeit, Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und Distanz stets im Blick. Einige Modelle - oder die entsprechenden Apps - messen auch die Höhenmeter mit.
- Robustheit: Da E-Bikes oft auch abseits befestigter Straßen zum Einsatz kommen, muss Ihre Smartwatch einiges aushalten können. Wasserdichtigkeit, Stoßfestigkeit und ein kratzresistentes Display sind unverzichtbar. Achten Sie auch auf gute Ablesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen.
- Konnektivität: Die Kompatibilität mit gängigen E-Bike-Apps (z.B. Komoot, Strava, etc.) und -Systemen ist entscheidend. Ihre Smartwatch sollte sich problemlos mit Ihrem E-Bike und Ihren bevorzugten Fitness-Apps verbinden. Die Möglichkeit, Musik zu steuern oder Benachrichtigungen zu empfangen, erhöht den Komfort zusätzlich.
- Bedienung: Eine E-Bike-Smartwatch muss auch während der Fahrt einfach zu bedienen sein. Große Tasten oder eine drehbare Lünette können die Handhabung erleichtern. Zudem sollte die Uhr bequem sitzen, ohne Sie beim Fahren zu beeinträchtigen.
- Präzise Sensoren: Genaue Messungen von Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und anderen Vitalwerten sind für E-Biker wichtig, um ihre Fitness zu überwachen. Die Möglichkeit, externe Sensoren anzuschließen (z.B. für die Messung der Trittfrequenz), kann die Genauigkeit weiter erhöhen.
- Design: Obwohl Funktionalität an erster Stelle steht, sollte Ihre E-Bike-Smartwatch auch optisch überzeugen.
Vergleichstabelle: Smartwatches für E-Biker
| Hersteller | Modell | Preis | Gesamtbewertung | Display | Akkulaufzeit* | Satelliten-systeme | Navigation | Musik |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Apple | Watch Series 9 | 569,00€ | 80% | 41 mm(1,61 Zoll) | 18 h | GPS, GNSS, Galileo, BeiDou | Ja | Ja** |
| Coros | Apex 2 | 399,00€ | 84% | 30,05 mm(1,2 Zoll) | 14 Tage | GPS, GNSS, Galileo, BeiDou, QZSS | Ja | Ja** |
| Garmin | Fenix 7X Pro | 999,00€ | 90% | 35,56 mm(1,4 Zoll) | 37 Tage | GPS, GNSS,Galileo, BeiDou | Ja | Ja** |
| Hama | 8900 | 169,99€ | 74% | 33,5 mm(1,32 Zoll) | 8 Tage | GPS | Nein | Steuerung |
| Samsung | Galaxy Watch 6 | 319,00€ | 81% | 33,3 mm(1,3 Zoll) | 40 h | GPS, GNSS,Galileo, BeiDou | Ja | Ja** |
| Suunto | Race Titanium Charcoal | 549,00€ | 92% | 36,3 mm(1,43 Zoll) | 26 Tage | GPS, GNSS,Galileo, BeiDou | Ja | Ja** |
| Suunto | Vertical TitaniumSolar Canyon | 799,00€ | 95% | 36,3 mm(1,43 Zoll) | 60 Tage | GPS, GNSS,Galileo, BeiDou | Ja | Ja** |
* Herstellerangaben; ** inkl.
Weitere Sportuhren im Test
Neben den bereits genannten Modellen gibt es noch weitere interessante Sportuhren für Radfahrer:
- Garmin Venu 3: Leicht, unauffällig und mit präzisen Fitnesswerten.
- Coros Pace Pro: Besonders leicht und komfortabel.
- Amazfit Balance: Nutzt künstliche Intelligenz für personalisierte Trainingspläne.
- Garmin Forerunner 965: Für professionelle Sportler und Triathleten.
- Hama Smartwatch 7010: Preiswerte Sportuhr mit GPS und gutem Display.
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