Die Uina Schlucht, die das schweizerische Uina-Tal mit dem italienischen Schlinigtal verbindet, ist bekannt für ihren spektakulären Verlauf, der in den Fels gesprengt wurde. Der Weg durch die Uinaschlucht zählt zu den populärsten Strecken für Mountainbiker im Alpenraum. Trotz ihrer Schönheit birgt die Schlucht erhebliche Gefahren, die oft unterschätzt werden.
Viele Mountainbiker halten die Uina Schlucht für eine der gefährlichsten überhaupt. Genaugenommen haben Radsportler in der Uinaschlucht eigentlich nichts verloren, denn der Weg ist lebensgefährlich und daher das Radeln streng verboten und so schiebt/trägt man seinen Bock durch die brisanten Stellen der Schlucht. Vor dem Schluchteingang steht ein „Bike stossen“ Schild (worunter unsere Schweizer Freunde „schieben“ verstehen ;-). Und eigentlich ist damit „Biken verboten“ gemeint.
Die Gefahren der Uina Schlucht
Der Weg sieht nicht nur gefährlich aus, er ist es auch. Die Dringlichkeit dieser Empfehlung wird durch ein Drahtseil auf der linken und einen senkrechten Abgrund auf der rechten Seite untermauert. Gleichzeitig gelang es dem Felsen, eine besondere Unnachgiebigkeit zum Ausdruck zu bringen.
Immer wieder lege ich Pausen ein, um die spektakuläre Kulisse zu verinnerlichen. Teilweise gibt es Geländer, teilweise nur ein Halteseil am Fels. Der Untergrund besteht aus losem Schotter und zwingt jeden Schritt mit Bedacht zu setzen. Allein das Lesen dieser Platte kostet schon Mut, da es ein Meter daneben ungesichert in den Abgrund geht.
Man munkelt, dass auf der schweizer Seite für das Fahren in der Schlucht horrende Geldstrafen blühen sollen. Hintergrund für das Verbot ist ein tödlicher Absturz eines holländischen Bikers im Jahr 2012. WerbungMountainbiker auf der ganzen Welt halten die Uina Schlucht für eine der gefährlichsten überhaupt. Hier bestätigte sich dieser Fakt im Jahr 2012. Es war am Mittwoch den 04. Juli als ein Mann verunglückte und ein Sturz tödlich endete.
Ein tragischer Unfall
Der Unfall in der Uina Schlucht steckt noch heute tief in den Gliedern der Mitfahrer. Diese schoben ihre Fahrräder während ein weiterer wagemutig die Schlucht fahrend bezwingen wollte. Dann ereignete sich der Unfall in der Uina Schlucht. Die Fahrer stammten aus Holland und waren zu fünft. Mit dem Mountainbike ist die Uina Schlucht eine echte Herausforderung und an einer Stelle besonders gefährlich.
Der Unfall in der Uina Schlucht ereignete sich zwischen dem Schlinigpass, der sich in 2295 m Höhe befindet und Sur En. Genau während der Abfahrt ist der Unfall passiert. Der Mountainbiker hätte überlebt, wenn er nicht das Gleichgewicht verloren hätte. Das Rad und der Fahrer stürzten in die Tiefe. Leider überlebte der Mann diesen Unfall nicht.
Empfehlungen für eine sichere Tour
Wer eine Bike Tour durch die Schlucht plant, sollte wissen, welche Gefahren von hier ausgehen. Daher ist es immer sinnvoll einen Menschen dabei zu haben, der diesen Artikel gelesen hat und ernst nimmt. Dann lassen sich vielleicht weitere Unfälle auf dieser Passage vermeiden. So kommen dann alle Biker wieder nach Hause.
Spätestens von der Hütte Uina Dadaint an wurde der Weg zu einem Pfad, es wurde felsig und der Bach verschwand immer tiefer nach unten. Schließlich erreichten wir den Durchbruch in der Felswand mit dem gut gemeinten Ratschlag, ab hier nicht mehr zu fahren. Ich bin froh, bergauf unterwegs zu sein.
Obwohl das Gefälle in diesem ausgesetzten Bereich erträglich ist, kann an Fahren nicht mal gedacht werden. Ich bin froh, bergauf unterwegs zu sein. Teilweise gibt es Geländer, teilweise nur ein Halteseil am Fels. Der Untergrund besteht aus losem Schotter und zwingt jeden Schritt mit Bedacht zu setzen.
Man findet im Internet etwa siebzehn Millionen Bilder der Uina-Schlucht und diese alle gesehen zu haben ersetzt nicht einen Moment, nicht einen Eindruck, den man gewinnt, wenn man hier gewesen ist. Die Schlucht geht recht abrupt in die Alp Slingia über. Hier grasen Rinder und man kann auch wieder fahren.
Die Tour im Detail
Es geht los am Campingplatz in Sur En im schweizerischen Unterengadin auf etwa 1.150m Höhe. Hinter dem Örtchen macht diese deutliche Warnung klar, was einem bevorsteht. Kurz dahinter wird es interessant. Und abschließend steht man dann etwas unvermittelt an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Das hatte ich mir hier etwas spektakulärer vorgestellt - immerhin EU-Außengrenze. Die eigentliche Passhöhe des Schlinigpasses liegt dann noch minimal höher etwa 500m weiter auf italienischer Seite.
Ihr startet für diese Tour in Glurns und folgt der Via Claudia Augusta talaufwärts bis Schleis. Von hier sind es nur noch wenige Höhenmeter über den Schlinigpass und die italienisch-schweizer Grenze zur Uinaschlucht. Ob das eine schlaue Idee ist, müsst ihr selbst entscheiden. Die Abenteuerlust packt uns ja alle mal.
Nach der Schlucht (ab der Alm darf man wieder ganz offiziell biken) geht es dann lange talauswärts bis nach Sur-En. Dort folgt ihr links dem Radweg bis kurz vor Scuol und fahrt dann bergauf in das S-charl Tal hinein. Hinter S-charl führen ab der Alp Astras feinste Trails bis zum Passo Costainas.
Nach insgesamt 2,5 Stunden seit Sur En habe ich den oberen Ausgang der Uina-Schlucht erreicht. Zeit für eine Schokoladenpause. Jetzt kommen auch noch einige andere Biker hoch, mit denen ich dann die letzten Kilometer bis zur Passhöhe über die Hochebene zurücklege. Die Passhöhe ist durch einen Weidezaun mit Drehkreuz markiert und stellt gleichzeitig die Grenze zu Italien dar. Der Himmel ist knietschblau - was für ein Tag!
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