Uina Schlucht Mountainbike Tour: Ein unvergessliches Abenteuer

Die Uina Schlucht Mountainbike Tour ist untrennbar mit der 3-Länder Bike Arena verbunden und bietet ein unvergessliches Erlebnis für Mountainbike-Enthusiasten. Der Reiz dieser Tour liegt besonders im fast einen Kilometer langen Felsengang im oberen Teil der Schlucht, der zwischen 1908 und 1910 vom Deutschen Alpenverein in den Fels gehauen wurde. Dieser Weg ermöglichte den Zugang zur ehemaligen Pforzheimer Hütte von Schweizer Seite aus.

Tourdaten und Startpunkt

Die Tour beginnt beim Gasthof Martha in Nauders und umfasst beachtliche Eckdaten: 70 km Strecke und 2000 Höhenmeter. Zunächst geht es auf dem Radweg Via Claudia in Richtung Süden, vorbei an Reschen- und Haidersee bis nach Burgeis, wo der Aufstieg zur Sesvennahütte beginnt.

Aufstieg zur Sesvennahütte

Es gilt, 1.000 Höhenmeter am Stück zu überwinden, wobei Schwierigkeit und Anstrengung mit zunehmender Dauer steigen. Nur sehr gut trainierte Biker schaffen es, auf den steilen Rampen bis nach dem Wasserfall im Sattel zu bleiben, während alle anderen ihr Bike nach oben schieben müssen.

Die Auffahrt von der Alm bis zur Sevennahütte schaffen nur die wenigsten, ohne vom Rad zu steigen und das Mountainbike zu schieben. Nach dem Frühstück auf der Sesvennahütte beginnt der Trail-Spaß.

Trailspaß und die Uina Schlucht

Nach der Mittagsrast führt ein Trail der Extraklasse zum Eingang der Schlucht. Für die Felsgalerie besteht jedoch ein Bike-Verbot. Ein Schild weist unmissverständlich darauf hin: Gehen/Schieben ja, mit dem Bike fahren nein. Das Risiko, andere und sich selbst zu gefährden, ist einfach zu groß und schlicht unverantwortlich. Übermut und „Zeigen, was man kann“ sind die nächsten 1000 m vollkommen fehl am Platz, denn wer hier hoch pokert, der ist weg von dieser Welt. Es empfiehlt sich, das Rad zu schieben.

Am Ende der Schlucht liegt eine 8,5 km lange Abfahrt bis Sur En vor uns. In Sur En am Brunnen links über den Fahrradweg nach Scuol.

Abstieg und Weiterfahrt

Nach der Schiebepassage (die Aufhebung des Bike-Verbots wird signalisiert) geht es trail-lastig weiter bis zur Uina Dadaint. Das ist eine kleine Jausenstation am Schluchtausgang, wo Rastbänke zum Verweilen einladen. Ab der Uina Dadaint führt eine Schotterpiste bis nach Sur En. Von wo aus ein Radweg in einem ständigen Auf und Ab bis nach Scamischot führt.

Endspurt nach Nauders

Bis zur schweizerisch-österreichischen Grenze heißt es noch einmal Zähne zusammenbeißen, bevor man gemütlich bergab bis Nauders rollen kann. Die 27 km und 1200 Höhenmeter lange Auffahrt über S-charl zum Passo Costainas ist sehr angenehm und geprägt von landschaftlicher Schönheit wie man sie selten sieht.

Wissenswertes zur Uina Schlucht

Bereits nach der Erbauung der Pforzheimer Hütte im Jahr 1901 wurden die Wände der Uinaschlucht erkundet, um zu erkennen, ob ein Übergang ins benachbarte Engadin überhaupt machbar wäre. Gebaut wurde der Felsenweg dann in den Sommermonaten 1909 bis 1910.

Der Schmugglerpfad wurde im Jahre 1910 in den Felsen gehauen, um Schmugglerware (z.B. Zigaretten, Zucker, u. a.) in den Vinschgau zu bringen. Baukosten 32.500 Franken. Heute zählt der Pfad zu den meist besuchten hochalpinen Sehenswürdigkeiten.

Detaillierte Tourenbeschreibung

Start: In Burgeis, dann über die Landesstraße nach Schlinig zur Alp Planbell.

Ab der Sesvennahütte beginnt der Trailspaß. Ein lässiger Trail schlängelt sich zum 100 m höher liegenden Schlinigpass, bevor die Abfahrt bis zur Schlucht uns ein Grinsen ins Gesicht zaubert.

Am Ende der Schlucht liegt eine 8,5 km lange Abfahrt bis Sur En vor uns. Sich in Sur En rechts halten und über den Fahrradweg nach Martina. Die Auffahrt von Martina nach Nauders erfolgt über die Norbertshöhe.

Anforderungen und Schwierigkeiten

Diese Rundtour erfordert ein großes Maß an Kondition und gute technische Fertigkeiten. Sie richtet sich an Biker mit Motivation, Kampfgeist und Durchhaltevermögen. Dabei sollte aber die Vorsicht nicht zu kurz kommen, denn Schluchten können tief sein.

Man geht hier an die Grenzen - nicht nur körperlich, sondern auch geographisch. Fahrtechnisch fordert diese Tour Einiges an Können und spielerischem Fahrgeist. Idealerweise wird diese Route als Zweitagestour gemacht.

Weitere Highlights entlang der Strecke

  • Via Claudia Augusta: Ein Römerweg, der als Radweg nach Laatsch und Schleis führt.
  • Burgeis: Bekannt für seine kunstvoll bemalten Häuser und die Fürstenburg aus dem 13. Jahrhundert.
  • Schlinigtal: Vorbei an der Schliniger Alm und einem Wasserfall.
  • Schlinigpass: Hier können Sie eines der größten Hochgebirgsmoore Südtirols erkennen.

Die Uina Schlucht im Detail

Der Weg ist teilweise in den Kalkstein gehauen und Warnschilder lassen die Vermutung aufkommen, dass wir hier auf keinem Spielplatz sind. Absolute Vorsicht ist geboten, wenn es unzählige Meter in die Tiefe geht. Jetzt also keine falsche Bewegung machen.

Hat man die Schwindelfreiheit besiegt und die Uinaschlucht überwunden, geht die Fahrt zügig durch das Uinatal bis zur Ortschaft Sur En. Die Weiterfahrt verläuft auf einem beschilderten Forstweg über einige Almen. Ab der Astrasalm geht es dann ein weiteres Mal über steilere Trails auf den Passo Costainas.

Optionale Abstecher

Nächste Stationen sind Lü und Lüsal, Valchava und Müstair im Münstertal. Hier heißt es aber nun, „uf Wiederseh” zur Schweiz zu sagen und die Grenze wieder zu überschreiten. Vom Schlining Pass geht es hinab ins Münstertal, wo schon die nächste Herausforderung, der Cruschetta Pass wartet. Ab dann geht es durchs Val S-charl hinab zurück nach Scuol.

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