Am Sonntag, 23.06.2024, kam es im Landkreis Bad Windsheim zu einem schweren Unfall zwischen drei Motorradfahrern. Das tragische Unglück ereignete sich am Nachmittag gegen 16 Uhr bei Gutenstetten bei Neustadt an der Aisch (Landkreis Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim). Zwei 16-jährige Motorradfahrer sind am Sonntagnachmittag bei einem Verkehrsunfall nahe Gutenstetten (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) gestorben. Das bestätigt das Polizeipräsidium Mittelfranken.
Wie die Polizei berichtet, kollidierten auf der Staatsstraße 2259 zwei erst 16-jährige Motorradfahrer. Ein dritter Biker stürzte, weil er dem Unfallgeschehen nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Nach bisherigem Ermittlungsstand fuhr gegen 16:00 Uhr ein 16-jähriger Motorradfahrer die Staatsstraße 2259 von Münchsteinach in Richtung Gutenstetten. Wie Sprecher Michael Petzold vor Ort erklärte, sei einer der beiden Jugendlichen mit seinem Leichtkraftrad auf der Staatsstraße von Münchsteinach kommend in Richtung Gutenstetten gefahren.
Kurz vor dem Ortseingang geriet er gegen 16 Uhr in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und prallte dort in hohem Tempo mit einem anderen Motorradfahrer - ebenfalls 16 Jahre alt - zusammen. Nach ersten Erkenntnissen kam der junge Biker aus ungeklärten Umständen in einer Rechtskurve nach links von seiner Fahrspur ab und geriet in den Gegenverkehr, wo er frontal mit einem ebenfalls 16 Jahre alten Motorradfahrer zusammenstieß. Dort kollidierte er frontal mit einem entgegenkommenden, ebenfalls 16-jährigen Motorradfahrer, der die Staatsstraße in Richtung Münchsteinach befuhr.
Die beiden Jugendlichen, beide aus dem Neustädter Landkreis stammend, starben trotz intensivster Bemühungen der Retter noch vor Ort. Die beiden 16-Jährigen verletzten sich hingegen so schwer, dass zwei Rettungshubschrauber alarmiert wurden. Einer wurde nach Informationen der Polizei kurz darauf wieder abbestellt, weil einer der beiden Jungen seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle erlag.
Ein dritter, 24 Jahre alter Biker konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, krachte in die auf der Straße liegenden Maschinen und stürzte. Im weiteren Verlauf stürzte ein weiterer Motorradfahrer (24), der ebenfalls aus Richtung Münchsteinach kam, im Bereich der Unfallstelle, wurde aber nach Angaben der Rettungskräfte nur leicht verletzt. Er erlitt bei dem Unfall glücklicherweise nur leichte Verletzungen, die in einem Krankenhaus versorgt wurden. Die beiden Jugendlichen wurden durch die Wucht des Aufpralls zu Boden geschleudert und so schwer verletzt, dass sie trotz umgehend eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort verstarben.
Eine Vielzahl von Einsatzkräften der umliegenden Feuerwehren, mehrere Rettungswagenbesatzungen und Notärzte waren am Unfallort. Vor Ort waren eine Vielzahl von Einsatzkräften der umliegenden Feuerwehren, mehrere Rettungswagenbesatzungen und Notärzte sowie ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Im Einsatz waren darüber hinaus ein Rettungshubschrauber, vier Rettungswagen, zwei Notärzte und das Team der Notfallseelsorger. Mehrere Notfallseelsorger übernahmen noch an der Unglücksstelle die Betreuung von Ersthelfern und den Angehörigen.
Die Polizeiinspektion Neustadt a.d. Aisch hat die Ermittlungen zur Klärung des Unfallgeschehens aufgenommen. Zur genauen Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachter gerufen. Eine Gutachterin wurde zur Rekonstruktion des Unfallhergangs hinzugezogen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger mit der Klärung der Unfallursache beauftragt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter hinzugezogen.
Die Straße war bis in die Abendstunden hinein für Aufräumarbeiten voll gesperrt. Die Staatsstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsmaßnahmen bis 19:15 Uhr gesperrt. Autofahrer müssen mit Umleitungen rechnen.
Die "Baumkurve" als Unfallschwerpunkt
Die Betroffenheit ist groß im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim nach dem tragischen Motorradunfall bei Gutenstetten, der zwei 16-Jährige das Leben kostete. Es sind nur ein paar Hundert Meter vom Ortsausgang Gutenstetten zum Unfallschwerpunkt. Hier - in Richtung Münchsteinach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim - liegt die sogenannte "Baumkurve". Die Strecke zwischen Gutenstetten und Münchsteinach war immer wieder Schauplatz von schrecklichen Unfällen.
Vor gut 20 Jahren ist der Baum, der dieser Kurve ihren Namen gab, gefällt worden. Heute stapeln sich hier Blumen, Kerzen und Geschenke am Straßenrand - sie erinnern an die beiden 16-jährigen Motorradfahrer, die vor wenigen Wochen an dieser Stelle starben. "Das ist natürlich ein großer Schock. Wir hatten ja schon vor gut drei Jahren einen schweren Unfall in der gleichen Kurve", sagt Gerhard Eichner, Bürgermeister der Gemeinde Gutenstetten.
"Und im Laufe der letzten Jahrzehnte fast 20 Unfälle - teilweise mit Leichtverletzten, aber auch mit Schwerverletzten. Dazu kommen die ganzen Unfälle, bei denen schnell mit einem Traktor das Auto wieder aus dem Acker rausgezogen wurde und die gar nicht in der Statistik auftauchen - da gibt es einige." Jürgen Riedel, Bürgermeister der Gemeinde Münchsteinach: "Die Tatsache, dass es wieder so junge Leute waren, macht schon sehr betroffen. Ja, die Gedanken sind da eben gerade bei den Opfern und den Hinterbliebenen - aber auch bei den eigenen Kindern." Seine Tochter sei 15 Jahre alt, hängt er noch an, und damit ein bisschen jünger als die beiden verunglückten Motorradfahrer.
Gefährliche Kurvengeometrie
So gefährlich sieht die "Baumkurve" gar nicht aus. Das Tückische daran: Im Scheitelpunkt, an dem die beiden Motorradfahrer zusammengeprallt sind, wird der Kurvenradius immer enger. Die Folge: Es muss nachgesteuert werden. Dabei trägt es manche Fahrzeuge über die Fahrbahnmitte hinaus. Im jüngsten Fall mit tödlichem Ausgang. "Ich habe mich mit verschiedenen Fachleuten schon unterhalten", sagt Bürgermeister Riedel.
"Die sind der Meinung, man müsste einfach den Scheitel der Kurve, also da, wo die Kurve am schärfsten ist, den müsste man nach Südosten etwas drücken. Dann könnte man den Radius entsprechend entschärfen." Eine Begradigung und damit eine Rennstrecke wollen die beiden Kommunal-Chefs nicht.
Forderungen nach Umbau der Straße
Nach dem vorausgegangenen tödlichen Unfall wurde die Geschwindigkeit bereits auf 70 Kilometer pro Stunde reduziert und es wurden Kurven-Richtungstafeln installiert. Das reicht offenbar noch nicht. Dafür reicht es den beiden Bürgermeistern: In einem offenen Brief an das zuständige Staatliche Bauamt in Ansbach, den Innenminister und den Landrat fordern sie den Umbau der Straße, so dass die Kurve gefahrlos befahren werden kann.
Laut Bauamt werde jetzt die Unfallkommission - bestehend aus Bauamt, Polizei und Verkehrsbehörden - über die berüchtigte Kurve beraten. Ausgang: ungewiss - und zu spät für die beiden verunglückten Motorradfahrer.
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