Ducati XDiavel vs. XDiavel S: Die Unterschiede im Detail

Die Ducati XDiavel hat in der Motorradwelt für Aufsehen gesorgt und ein neues, extremes Konzept in die Cruiser-Szene gebracht. Als die Diavel 2011 auf den Markt kam, distanzierten sich die Ducati-Manager von der Bezeichnung "Cruiser". Doch die Zeiten ändern sich, und mit der XDiavel setzt Ducati nun auf ein Konzept, das offiziell als Cruiser bezeichnet wird.

Motor und Design

Selbstredend erfüllt die neue Ducati XDiavel sämtliche Kriterien des Segments, ist mit einem Radstand von 1,615 Metern ellenlang und mit 75,5 Zentimetern Sitzhöhe fast däumlingsniedrig, setzt standesgemäß auf vorverlegte Fußrasten und Zahnriemenantrieb statt Kette. Mit ihrer aufregenden Optik und dem ultrastarken Motor übertrifft sie übliche Cruiser-Ansprüche. Die extremen Abmessungen verbinden sich zu klaren, kühnen Linien, dank des vertikal statt horizontal montierten Wasserkühlers bleibt das Motorrad vorn vergleichsweise schmal. Mit dem kurzen Heck, der schlanken Taille, der massigen Schwinge und dem dicken Motor als Blickfang wirkt die Ducati XDiavel wie eine Mischung aus Arnold Schwarzenegger und George Clooney - muskulös und geschmeidig zugleich.

Hochwertige Werkstoffe und ein makelloses Finish ziehen selbst des Cruisens bislang unverdächtige Sportfahrer in ihren Bann, zumal die technischen Daten eine deutliche Sprache sprechen: 156 PS leistet der Desmo-V2 mit variabler Ventilsteuerung. Der Motor der Ducati XDiavel ist im Prinzip bereits aus der Multistrada 1200 bekannt, bekommt für seinen neuen Verwendungszweck aber mehr Hubraum - nämlich 1262 cm³ - und einen krassen Antritt: Bereits bei 5000/min erreicht er das maximale Drehmoment von knapp 129 Newtonmetern, 100 liegen sogar schon bei 2100/min an. Im Vergleich zur Diavel bleibt angesichts dieser extremen Auslegung ein wenig Spitzen­leistung auf der Strecke, doch das juckt wohl niemanden.

Der Motor der Ducati XDiavel steht auch beim Design im Mittelpunkt. Dank der neu positionierten Wasserpumpe verschwanden alle Schläuche und Abdeckungen. „Wir vom Design haben diesen ganzen Ab­deckungen ohnehin den Krieg erklärt“, erklärt Chefdesigner Gianandrea Fabbro lachend. „Eine so schöne Mechanik wie die unseres V2-Motors darf man nicht verstecken, sondern muss sie betonen.“

Fahrdynamik und Ausstattung

Die neue Ducati XDiavel verheißt fast schon sportliche Bodenfreiheit: 40 Grad Schräglage soll sie ermöglichen, ohne dass Anbauteile schleifen oder Funken sprühen. Auch die Ergonomie soll die Auslegung als dyna­mischen Techno-Cruiser, wie die Entwickler ihre XDiavel definieren, widerspiegeln: „Klar, die Sitzposition entspricht natürlich einem Cruiser“, sagt Produktmanager Stefan Tarabusi. „Aber sie ist nicht extrem, sondern erlaubt immer noch eine sehr gute Kontrolle des Motorrads.“ Die Fußrasten lassen sich serienmäßig um 22,5 Millimeter nach vorn oder hinten versetzen.

Fahrdynamisch können die Entwickler den nach vorn versetzten Fußrasten sogar einen gewissen Vorteil abgewinnen: „Anders als bei unseren Sportlern kann sich der Fahrer beim Beschleunigen nicht auf den Fußrasten abstützen“, erklärt Projekt­ingenieur Eugenio Gherardi. „Er wird in den Sitz gedrückt, ähnlich wie bei einem Sportwagen, was dazu führt, dass er Fahrtwind und Beschleunigung deutlich mehr spürt, ein wirklich emotionales Erlebnis.“

In Sachen Ausstattung und Assistenzsysteme präsentiert sich die Ducati XDiavel voll auf der Höhe der Zeit. Ride-by-Wire und ABS sind bei Ducati längst selbstverständlich, ebenso eine einstellbare Traktionskon­trolle. Es gibt drei Fahrmodi, von denen der sanfteste namens Urban die Leistung auf 100 PS limitiert. Neu im Vergleich zur Diavel sind das einstellbare Kurven-ABS und der Tempomat. Ein im wahrsten Sinn des Wortes mitreißendes Zusatzvergnügen ermöglicht der kleine DPL-Schalter (Ducati Power Launch) am Lenker. Einfach an der Ampel den Knopf drücken, ersten Gang einlegen, Gas aufreißen, bei Grün die Kupplung kommen lassen - und die Ducati XDiavel legt los wie eine Wilde, kombiniert maximal mögliche Power mit passender Traktionskontrolle, leicht abhebendes Vorderrad inklusive.

„Unbegrenzt kann man das aber nicht machen,“ erklärt Projektingenieur Eugenio Gherardi schmunzelnd, „das würde auf Dauer doch die Kupplung ruinieren.“ Im schärfsten der drei wählbaren Power Launch-Modi sind daher nur drei Vollgasstarts hintereinander möglich.

Ducati XDiavel S: Exklusivität für 3000 Euro Aufpreis

Noch exklusiver als die Ducati XDiavel gibt sich die Ducati XDiavel S. Für 3000 Euro Aufpreis glänzt sie mit noch aufwendigerem Finish, darunter Räder mit zwölf auffällig geformten Speichen, die an der Außenseite der Felgen verankert sind. Dazu kommen das erste Tagfahrlicht des Hauses, eine DLC-Beschichtung der Gabelgleitrohre und Brembo-Monobloc-Bremsen vorn. Ihre Alu-Schwinge ist eloxiert und gebürstet, die Zahnriemenabdeckung besteht aus Aluminium, ein Bluetooth-Modul sorgt für die Verbindung von Smartphone und Cockpit. Die XDiavel gibt es nur in Mattschwarz, die Variante S in Schwarzglänzend mit entsprechend lackiertem Motorblock.

Ob und wie sich die neue Ducati XDiavel auf die erfolgreichen Verkaufszahlen der Diavel auswirkt, weiß allerdings niemand. „Dynamisch und cool sind beide,“ meint Produktmanager Stefano Tarabusi. „Wir glauben, dass jede ihr Publikum finden beziehungsweise behalten wird.“ Doch warum heißt die Neue nun XDiavel, wo sie doch mit der Diavel im Endeffekt gar nicht so viel gemein hat? „Über den Namen haben wir lange diskutiert“, bekennt Tarabusi. „Im Gespräch war auch eine völlig neue Bezeichnung.“ Doch weil die Diavel nun mal Wegbereiterin und Inspiration für die Neue sei, bleibe sie Namensgeberin. „Das X hat uns gefallen, weil es alles Mögliche bedeuten kann“, ergänzt Chefdesigner Gianandrea Fabbro, „von der Unbekannten in der mathematischen Gleichung bis hin zum Symbol für eine Verbindung.“ Im Fall der Ducati XDiavel jene zwischen hochtechnologischen Sportmotorrädern und Cruisern - und die scheint durchaus gelungen.

Irgendwie ähnlich, aber doch ganz anders: hier die teuerste Variante der Diavel, ...

Die Diavel stand Pate bei der Geburt der XDiavel. Und so gibt es einige Gemeinsamkeiten: von der generellen Design-Linie mit dem hohen Heck über das Sechsganggetriebe mit identi­scher Übersetzung bis hin zum fetten 240er-Hinterreifen.

... und hier die Basisversion der neuen Ducati XDiavel.

Größter optischer Unterschied: Bei der Ducati XDiavel steht der Motor im Mittelpunkt, bei der Diavel das Fahrwerk und der Rahmen.

Vergleich der Ducati XDiavel S Modelle

Der Ducati XDiavel S 2024 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.262 Kubik steht die Ducati XDiavel S 2020 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit gleichem Hubraum gegenüber. Das maximale Drehmoment der XDiavel S 2020 von 129 Newtonmeter bei 5.000 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 127 Nm Drehmoment bei 5.000 Umdrehungen bei der XDiavel S 2024.

Bei der XDiavel S 2024 federt vorne eine Telegabel Upside-Down mit 50 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein. Die XDiavel S 2020 setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down mit 50 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der XDiavel S 2024 vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Die XDiavel S 2020 vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.

Bei der Bereifung setzt XDiavel S 2024 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 240 / 45 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der XDiavel S 2020 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 240/45-17 hinten.

Der Radstand der Ducati XDiavel S 2024 misst 1.615 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 755 Millimeter. Die Ducati XDiavel S 2020 ist von Radachse zu Radachse 1.615 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 755 Millimeter.

Mit einem fahrfertigen Gewicht von 249 kg ist die XDiavel S 2024 ähnlich schwer wie die XDiavel S 2020 mit 247 kg. In den Tank der XDiavel S 2024 passen 18 Liter Sprit. Bei der XDiavel S 2020 sind es ebenfalls 18 Liter Tankvolumen.

Von der Ducati XDiavel S 2024 gibt es aktuell 19 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati XDiavel S 2020 sind derzeit 19 Modelle verfügbar. Damit hast du gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden.

Für die XDiavel S 2024 gibt es aktuell 69 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, XDiavel S 2020 wurde derzeit 69 Mal pro Monat gesucht.

Vergleich der Ducati XDiavel V4 und XDiavel S

Der Ducati XDiavel V4 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 4-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.158 Kubik steht die Ducati XDiavel S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit 1.262 Kubik gegenüber.

Die XDiavel V4 bietet mit 168 PS bei 10.750 Umdrehungen eine vergleichbare Leistung im Vergleich zur XDiavel S mit 160 PS bei 9.500 U / min. Das maximale Drehmoment der XDiavel S von 127 Newtonmeter bei 5.000 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 126 Nm Drehmoment bei 7.500 Umdrehungen bei der XDiavel V4.

Bei der XDiavel V4 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 50 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs. Die XDiavel S setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down mit 50 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der XDiavel V4 vorne eine Doppelscheibe mit 330 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo. Die XDiavel S vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.

Bei der Bereifung setzt XDiavel V4 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 240 / 45 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der XDiavel S Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 240/45-17 hinten.

Der Radstand der Ducati XDiavel V4 misst 1.620 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 770 Millimeter. Die Ducati XDiavel S ist von Radachse zu Radachse 1.615 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 755 Millimeter.

Mit einem Trockengewicht von 229 kg ist die XDiavel V4 ähnlich schwer wie die XDiavel S mit 223 kg. In den Tank der XDiavel V4 passen 20 Liter Sprit. Bei der XDiavel S sind es 18 Liter Tankvolumen.

Von der Ducati XDiavel V4 gibt es aktuell 24 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati XDiavel S sind derzeit 19 Modelle verfügbar. Damit hast du gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden.

Für die XDiavel V4 gibt es aktuell 37 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, XDiavel S wurde derzeit 69 Mal pro Monat gesucht.

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