Sicherheit sollte beim Fahrradfahren und Skifahren immer an erster Stelle stehen. Neben einer vorausschauenden, sicheren Fahrweise spielt der Helm die ausschlaggebende Rolle.
Die MIPS-Technologie: Ein Überblick
MIPS bedeutet Multi-Directional Impact Protection System. Entwickelt wurde es von schwedischen Ingenieuren und Medizinern, um den Kopf vor Rotationskräften zu schützen, die bei schrägen Aufprallszenarien auftreten.
Wie funktioniert MIPS?
Mips sorgt dafür, dass die Rotationskräfte bei einem Schrägaufprall abgefangen werden. Herkömmliche Helme ohne Mips schützen nur bei linearen Aufprällen - also wenn der Kopf direkt und gerade auf den Boden trifft. Da dies in der Praxis selten vorkommt, bietet die Mips-Technologie zusätzlichen Schutz.
Lineare vs. Rotationskräfte
Um zu verstehen, wie Mips funktioniert, ist es wichtig, die Physik hinter Rotationskräften zu beleuchten.
- Lineare Kräfte: Diese treten auf, wenn der Aufprall direkt von oben kommt, z.B. wenn der Kopf senkrecht auf den Boden trifft.
- Rotationskräfte: Diese treten auf, wenn der Aufprall in einem schrägen Winkel erfolgt, wodurch der Kopf eine Drehbewegung vollführt.
Die Schutzwirkung traditioneller Helme konzentriert sich auf die Absorption dieser linearen Kräfte, indem sie die Energie des Aufpralls über eine harte Außenschale und eine energieabsorbierende Innenschicht (oft aus EPS-Schaum) verteilen.
MIPS Spherical-System
Ein innovatives Upgrade der Mips-Technologie ist das Mips Spherical-System, das von der Marke Giro verwendet wird. Bei dieser Variante besteht der Helm aus zwei getrennten Schalen, die gegeneinander beweglich sind. Das bedeutet, dass bei einem Aufprall nicht nur eine einzige Schicht verschoben wird, sondern zwei Schalen miteinander rotieren können. Diese Weiterentwicklung bringt einen zusätzlichen Vorteil: Die Schutzwirkung des Helms bleibt bestehen, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen.
Anwendung von MIPS in verschiedenen Helmbereichen
Obwohl Mips ursprünglich für Fahrrad- und Skihelme entwickelt wurde, findet die Technologie zunehmend auch in anderen Helmbereichen Anwendung. So brachte die Marke Mammut 2018 den ersten Kletterhelm mit Mips auf den Markt. Die Technologie ist nicht nur ein Standard bei dynamischen Sportarten, sondern wird auch in immer mehr Produkten in sicherheitskritischen Bereichen eingesetzt. Auch Mountainbiker oder Rennradfahrer sind bei Stürzen Rotationskräften ausgesetzt.
Kritische Auseinandersetzung mit MIPS
Die Wirksamkeit von Mips wird zwar von zahlreichen Studien des Herstellers belegt, doch unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen sind bisher eher rar. Kritiker weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Vorteile der Rotationskraftreduktion durch Mips noch nicht umfassend untersucht wurden.
Für wen ist ein MIPS-Helm geeignet?
Für Sportler, die häufig Aktivitäten mit hohem Risiko von Stürzen ausüben - wie etwa Mountainbiking, Skifahren oder Klettern - kann ein Helm mit Mips-Technologie einen entscheidenden Unterschied in Sachen Sicherheit ausmachen.
SPIN-Technologie als Alternative zu MIPS
Wer auf der Suche nach dem geeigneten Helm für Fahrrad oder Ski ist, stößt bei seiner Recherche sicher auch auf die Technologie SPIN. Da stellt sich die Frage: Wo liegt der Unterschied? SPIN ist die vom Hersteller POC patentierte Antwort auf MIPS und bedeutet „Shearing Pads Inside“. Hierbei wird jedoch nicht mit einer kompletten Helmschale im Inneren gearbeitet, sondern es werden punktuell SPIN-Pads eingesetzt. Genau wie beim MIPS-System kann dadurch die Schale entsprechend des aufprallenden Kopfs bewegt werden und die Rotationskräfte werden vom Kopf abgeleitet.
Weitere Aspekte beim Helmkauf
Neben der Technologie sollte man beim Kauf eines Helms auch auf folgende Aspekte achten:
- Anprobe: Ein Helm schützt nur, wenn er genau passt.
- Hören: Auf der Skipiste sollten andere Skifahrer jederzeit zu hören sein.
- Sehen: Wichtig für die Sicherheit ist auch eine gute Sicht.
- Riemen: Achten Sie bei der Anprobe auf Komfort und leichte Handhabung.
- Gewicht: Bedenken Sie ebenfalls schon bei der Anprobe, ob Ihnen der Helm auf Dauer zu schwer sein könnte.
- Austausch: Nach einem Unfall muss der Helm unbedingt ausgetauscht werden.
Der Tüv etwa geht von einer Lebensdauer von drei bis fünf Jahren aus − je nach Intensität der Nutzung des Skihelms.
uvex Skihelm stance Mips und Skibrille epic Attract im Test
Der neue Skihelm stance Mips und die Skibrille epic Attract von uvex im Test. Passend zur uvex epic Attract Skibrille wird der uvex stance Mips Skihelm mit einstellbarem Belüftungssystem getestet, der durch Komfort und hohe Sicherheitsstandards durch das bewährte Mips-System überzeugen soll.
uvex stance Skihelm: Technische Details
- Mehr Sicherheit und höhere Dämpfungsfähigkeit bei schrägen Aufprallszenarien mit starken Rotationsbewegungen durch die verbaute Mips-Technologie
- Außen schlagfest und innen stoßabsorbierend durch die robuste Außenschale und EPS-Innenschale
- Exakte Anpassung an den eigenen Kopfumfang durch das verstellbare uvex IAS System
- Einhändiges Öffnen des Helms durch den anatomisch geformten Komfortverschluss uvex monomatic
- Verschließbares Belüftungssystem zur Klimaregulierung
uvex epic Attract Skibrille: Technische Details
- High-end-Skibrille mit torischer Scheibe, welche die besten Eigenschaften der sphärischen und zylindrischen Scheibe vereint
- uvex contrastview Technologie für brillante Kontraste und verbessertes Sehen
- uvex Attract Tec mit selbstzentrierenden Magneten, für einen blitzschnellen Wechsel zwischen Schön- und Schlechtwetterscheibe
- Double Lens Technologie mit uvex supravision® Anti-fog Beschichtung und isolierender Luftschicht, die einen thermischen Filter erzeugt
- 100-prozentiger Schutz vor UVA-, B- und C-Strahlung
Erfahrungen mit der uvex-Kombi
Durch den Verschluss, der direkt in die Schale des Helms integriert ist, ist eine exakte Anpassung des Helmes am Anfang ganz einfach und der Helm fühlt sich direkt bequem an. Nichts rutscht oder drückt. Durch die Mips Technologie fühlt man sich sicher, denn dieses System absorbiert bei einem möglichen Sturz und den dadurch verbundenen Aufprall auch seitliche Rotationskräfte auf das Gehirn. Außerdem wirkt der Helm durch seine Form einfach total stylisch.
Die Brille überzeugt schon gleich zu Anfang bei der Entscheidung, ob man das Schönwetterglas oder das Schlechtwetterglas nutzen möchte. Ein Wechsel ist durch das neuartige magnetische Scheibenwechselsystem ganz einfach und geht ziemlich schnell - Klick, raus, klick, wieder rein - und los geht’s.
Dank der Panoramascheibe genießt man ein beeindruckend weites Sichtfeld, was auf der Piste von entscheidender Bedeutung ist. Die Wahrnehmung ist überaus präzise und es scheint, als würden sich Kontraste besonders deutlich abzeichnen.
Nicht zu vernachlässigen ist zudem die kratzfeste Eigenschaft der Brille durch die Double Lens Technologie mit uvex supravision®, durch die die Brille auch nicht beschlägt.
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