Das Canyon Aeroad von Mathieu van der Poel: Einblick in das Arbeitsgerät des Weltmeisters

Der Niederländer Mathieu van der Poel ist einer der Superstars des Profi-Radsports, der sowohl auf der Straße als auch im Gelände erfolgreich ist.

Viele seiner Erfolge auf der Straße fuhr van der Poel mit einem Canyon Aeroad ein und hat wie auch sein Team absolutes Vertrauen in die deutsche Marke.

Das Canyon Aeroad CFR: Optimiert für maximale Aerodynamik

Das Canyon Aeroad CFR wurde für maximale Aerodynamik optimiert. Überarbeitete Rohrprofile verbessern die Strömungseigenschaften.

Eine Besonderheit des Aeroad CFR ist das einstellbare Aerocockpit Pro, das eine individuelle Anpassung der Lenkerbreite ermöglicht.

Der Sitzknoten am Aeroad von "MVDP" ist etwas dicker, da Ausrüster Canyon die Sattelstütze nun wieder ins Oberrohr integriert.

Details des Canyon Aeroad

Neben dem modifizierten Rahmen unterscheidet sich das Canyon Aeroad von Mathieu van der Poel durch weitere Details von den Aeroads seiner Teamkollegen: Passend zum weißen Design sitzt van der Poel auf einem farblich abgestimmten Selle-Italia-Sattel mit Carbon-Gestell.

Auf dem Steuerrohr ist ein 3D-Logo mit den Initialen des Niederländers angebracht.

Seinen Wahoo-Computer befestigt der Allrounder in einem 3D-gedruckten Halter.

Der Computer-Mount aus dem 3D-Drucker soll rund 17 Gramm wiegen. Kostenpunkt: 50 Euro.

Das Rahmen-Set von Van der Poel zeichnet sich zudem durch zahlreiche Details aus, die an seinen Parforceritt bei der Straßen-WM im Vorjahr erinnern: Farbtupfer in Regenbogen-Farben, die Startnummer unter dem Tretlager, die der Niederländer in Glasgow trug, oder die Daten seiner Triumphfahrt auf der Unterseite des Oberrohrs.

Komponenten und Ausstattung

Das Sieger-Bike ist mit einer Shimano Dura-Ace Di2 9250 12-fach Gruppe ausgestattet. Die elektronische Schaltung ermöglicht schnelle und präzise Gangwechsel, während die hydraulischen Dura-Ace 9270 Disc-Bremsen für maximale Kontrolle sorgen.

Van der Poel setzt zudem auf einen Shimano-Powermeter vom Typ FC-9200P zur Leistungsmessung.

Die Kurbel stammt aus der Shimano Dura-Ace FC-9200P-Serie und hat eine Länge von 172,5 Millimetern sowie eine Kettenblattkombination von 54/40 Zähnen.

Für die erste Etappe kombinierte der 29-Jährige eine 54/40-Kurbel mit einer 11-34-Kassette von Shimano.

Für die Flachetappe von Dax nach Nogaro setzte van der Poel auf die Kettenblatt-Kombi 54/40 Zähne und eine Kassette mit 11-34-Abstufung.

Um Gewicht zu sparen, fährt der Alpecin-Profi vorne wie hinten Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 140 Millimetern.

Laufräder und Reifen

Das Aeroad CFR rollt auf den tubeless-fähigen Shimano Dura-Ace C60-Laufrädern mit 60 Millimeter hohen Carbonfelgen. Seit dieser Saison sind darauf die Pirelli P Zero Race TLR RS-Reifen montiert.

In Bezug auf die Laufräder nutzt der Alpecin-Deceuninck-Profi bei den Klassikern das C50-Modell, welches sich durch 50 Millimeter hohe Carbonfelgen auszeichnet.

Der japanische Komponentenriese stellt auch die Laufräder: Auf den C50 sind 28 Millimeter breite Tubeless-Reifen von Vittoria montiert.

Auf den Hochprofil-Laufrädern von DT Swiss sind 28 Millimeter breite Tubeless-Reifen von Vittoria montiert.

Mathieu van der Poel: Ein Ausnahmetalent

Während seiner Junior-Jahre wurde er dreimal Weltmeister, zweimal im Cyclocross und einmal auf der Straße.

Seine größten Erfolge umfassen fünf Titel bei den UCI-Cyclocross-Weltmeisterschaften in den Jahren 2015, 2019, 2020, 2021 und 2023.

Er konnte sich auch zweimal den Sieg bei der Flandern-Rundfahrt sichern, und zwar in den Jahren 2020 und 2022.

Adrie van der Poel war in den achtziger und neunziger Jahren ein gefeierter Radprofi - neben der Flandernrundfahrt gewann er unter anderem Lüttich-Bastogne-Lüttich und das Amstel Gold Race.

Er trug das Gelbe Trikot der Tour de France und - wie aktuell sein Sohn - das gestreifte Trikot des Cross-Weltmeisters.

Marianne Vos, wie van der Poel ein Multitalent auf dem Rad, bewundert ihren Landsmann für sein Talent, aber mehr noch für seine Disziplin.

Mit einer Körpergröße von 1,85 Metern und einem Gewicht von 74 Kilogramm hat er ideale Voraussetzungen für die schweren He­rausforderungen in Flandern und in den Ardennen.

Canyon Aeroad: Schnellstes Rennrad im Peloton

Das Arbeitsgerät des 28 Jahre alten Niederländers ist das schnellste Rennrad im Peloton. Davon profitierte auch Teamkollege Jasper Philipsen, der bei der Tour de France 2023 schon vier Etappen gewonnen hat.

Im TOUR-Test kommt das Aeroad auf 202 Watt bei 45 km/h, genauso schnell ist das Cervélo S5 von Tour-de-France-Favorit Jonas Vingegaard (Jumbo-Visma).

Für das aktuelle Aeroad ermittelten wir je nach Ausstattung ein Gewicht über 7000 Gramm, die Aero-Leistung lag bei 204 Watt.

Damit ist das Canyon das schnellste Rennrad im Peloton. Das Cervélo S5 von Vorjahressieger Jonas Vingegaard brachte es im TOUR-Test auf 205 Watt.

Tabelle: Vergleich der Aero-Leistung

Rennrad Aero-Leistung (Watt)
Canyon Aeroad CFR 204
Cervélo S5 205

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