Van Rysel, die Eigenmarke des Sportartikelgiganten Decathlon, hat sich in der Rennradszene einen Namen gemacht. Die Marke bietet eine breite Palette an Rennrädern für verschiedene Ansprüche und Budgets. In diesem Artikel werden verschiedene Modelle von Van Rysel Rennrädern analysiert, wobei Testberichte, technische Spezifikationen und Vergleiche mit anderen Marken berücksichtigt werden.
Insgesamt bietet Van Rysel eine breite Palette an Rennrädern, die sowohl für Hobbyfahrer als auch für Profis geeignet sind. Die Marke zeichnet sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine hohe Qualität aus.
Themen in diesem Artikel
- Das Van Rysel RCR Pro im Labor
- So fährt sich das Van Rysel RCR Pro im Praxistest
- Fazit zum Van Rysel RCR Pro
- Die wichtigsten Infos zum Van Rysel RCR Pro
- Die 13 Renner des Vergleichs
- So testet unsere Schwesterredaktion TOUR Rennräder
Van Rysel RCR Pro
Mit erstklassiger Aerodynamik und einem Gewicht von weniger als sieben Kilogramm legte das RCR Pro einen Einstand nach Maß hin. Schließlich zählt das Arbeitsgerät von Felix Gall & Co. mit 208 Watt bereits zu den schnellsten Rennmaschinen der Welt. Trotz der vergleichsweise konventionellen Rohrformen, wodurch die Waage bei 6,9 Kilogramm stehen bleibt. Das flinke Multitalent ist jedoch nicht ganz frei von Schwächen. Kritikwürdig sind der geringe Komfort an Sattel und Lenker, zudem gibt es fahrstabilere Modelle als das Van Rysel. Rennerprobte Fahrer werden sich daran weniger stören als Hobbysportler.Das Van Rysel RCR Pro im Labor
Das Van Rysel profitiert von schnellen Swiss-Side-Laufrädern und Conti-Reifen. Schneller und leichter sind in diesem Testfeld nur zwei Räder.So fährt sich das Van Rysel RCR Pro im Praxistest
Die Eigenmarke des Sportartikelgiganten Decathlon zieht damit eine klare Trennlinie zu unserem Testrad, das sich auf verschiedenen Kursen wohlfühlt.Die wichtigsten Infos zum Van Rysel RCR Pro
Hier sind die wichtigsten Informationen zum Van Rysel RCR Pro zusammengefasst:- Preis: 8999 Euro
- Gewicht Komplettrad: 6,9 Kilo
- Aerodynamik: 207 Watt
- Rahmengrößen: 2XS, XS, S, M, L (Testgröße gefettet)
- TOUR-Note: 1,9
Geometriedaten
- Sitz-/Ober-/Steuerrohr: 482/555/147 Millimeter
- Stack/Reach/STR: 559/385 Millimeter/1,45
- Stack+/Reach+/STR+: 596/563 Millimeter/1,06
- Radstand/Nachlauf: 985/58 Millimeter
Ausstattung des Rennrads
- Antrieb/Schaltung: Shimano Dura-Ace Di2 (2x12; 52/36, 11-34 Z., PM) | Note: 1,0
- Bremsen: Shimano Dura-Ace (160/140 mm) | Note: 1,0
- Reifen: Conti Aero 111 TR 26 mm (eff.: 25 mm) Conti Grand Prix 5000 S TR 28 mm (eff.: 29 mm) | Note: 1,0
- Laufräder: SwissSide Hadron 500
- Laufradgewichte: 1093/1504 Gramm (vorne/hinten)
Messwerte des Van Rysel RCR Pro
- Gewicht Komplettrad: 6900 Gramm | Note: 2,0
- Luftwiderstand: 207 Watt | Note: 1,3
- Frontsteifigkeit: 7,8 N/mm | Note: 2,0
- Tretlagersteifigkeit: 55 N/mm | Note: 2,0
- Komfort Heck: 237 N/mm | Note: 3,7
- Komfort Front: 104 N/mm | Note: 3,0
Vorteile & Nachteile
- Plus: schnell, leicht, relativ günstig
- Minus: harte Sattelstütze, weniger fahrstabil als Konkurrenten
Van Rysel RCR-F
Seit März ist der Aero-Bolide von Van Rysel auch offiziell auf dem Markt. Und mit einem großen Versprechen dekoriert. „Es ist das beste Rennrad, das wir bislang entwickelt haben“, kündigte die Eigenmarke des Sportartikelgiganten Decathlon an und stellte „das schnellste Bike im Peloton“ in Aussicht. Die selbstgewählten Vorschusslorbeeren für das RCR-F dürften vor allem auf eigenen Windkanaltests des französischen Herstellers beruhen. Mit 200 Watt geht das Van Rysel bei Renntempo auf Tuchfühlung zum aktuellen Rekordhalter von Storck. Das Aerfast.5 Pro hält mit 198 Watt die Bestmarke als schnellstes Serienrad im TOUR-Test.Fast 14 Watt spare der aerodynamisch optimierte Experte gegenüber dem RCR-R, das als Race-Allrounder vor zwei Jahren sein Debüt feierte und mit 207 Watt im TOUR-Test bereits bemerkenswert schnell war.Details des RCR-F
Neben dem flächigen Rahmen-Set mit langem Steuerrohr und Sitzrohr sind vor allem die pfeilschnellen Laufräder von Swiss Side für die starke Aero-Performance verantwortlich. Das neue Flare-Cockpit, das zusammen mit dem italienischen Komponentenspezialist Deda entwickelt wurde, zeichnet sich unter anderem durch einen sehr flachen Oberlenker und geschwungenen Vorbau aus. Zudem folgen die nach innen geneigten Griffhöcker der Form des um 12 Grad ausgestellten Unterlenkers, mit dem Fahrerin oder Fahrer in eine aerodynamisch günstige Position gebracht werden. Zwischen den Schalt-Brems-Hebeln am Testrad liegen nur 330 Millimeter, an den Lenkerenden beträgt der Abstand 420 Millimeter. Der Oberlenker misst 370 Millimeter. Die Abmessungen des Cockpits richten sich nach der Rahmengröße.Trotz hochwertiger Carbonfasern des japanischen Spezialisten Toray, einer Teillackierung des Rahmen-Sets und Gewichtstuning bei den Komponenten bleibt die TOUR-Waage erst bei 7540 Gramm stehen. Im Vergleich zum RCR-R, das auch auf steilen Bergetappen zum Einsatz kommt, ist die Testversion mit Shimanos Dura-Ace und hohen Aero-Laufrädern von Swiss Side rund 600 Gramm schwerer. Die schnelle Konkurrenz von Scott, Canyon oder Storck spart an der TOUR-Waage zwischen 250 und 600 Gramm. Ein großes Plus gegenüber vergleichbaren Boliden ist die exzellente Rahmensteifigkeit. Manko des kurzen Radstands: Die Schuhspitzen können bei breiter Bereifung das Vorderrad touchieren.Auch das RCR-F bietet in dieser Disziplin eine offene Flanke, indem es am Sattel extrem hart abgestimmt ist. Da Rahmen und Gabel offiziell für bis zu 32 Millimeter breite Pneus freigegeben sind, ließe sich der Bolide etwas komfortabler abstimmen.Van Rysel RCR-R Pro
Mit dem RCR Pro (ohne „-R“, so hieß das gezeigte Modell noch bei seinem Debüt 2023) gelang Van Rysel ein fulminanter Start in den Markt hochwertiger und wettkampforientierter Rennräder. Was auf die Premiere folgte, ist eine Erfolgsgeschichte im Schnelldurchgang: Profi-Sponsoring beim World-Tour-Team Decathlon-AG2R La Mondiale und das pfeilschnelle Aero-Rennrad RCR-F beschleunigen den Imagewandel, weg vom belächelten Billiganbieter und hin zum ernstzunehmenden Wettbewerber im High-End-Markt.Mit dem attraktiven Preisschild spricht es ein breites Publikum an. Zumal das Rad mit Swiss Side-Laufrädern, erstklassigen Reifen und serienmäßigem Powermeter tadellos ausgestattet scheint. Mit 214 Watt sichert sich das günstige Van Rysel in dieser Runde aber einen Platz im guten Mittelfeld, auf Augenhöhe mit prominenten Namen wie Giant Propel oder Rose X-Lite. Allerdings zeigt das Van Rysel Schwächen beim Komfort und bei der Fahrstabilität. Bei unserer Steifigkeitsmessung schneidet das Rahmen-Set nur mittelmäßig ab, was sich in schnell gefahrenen Kurven in einem etwas schwammigen Lenkverhalten äußert. Vor allem groß gewachsene Piloten dürften sich ein stabileres Fahrwerk wünschen.Details des RCR-R Pro
Einfaches Handling: Dank teilintegrierter Leitungen lässt sich der Lenker mit überschaubarem Aufwand verstellen oder tauschen. Aber der Lenker ist mit 44 Zentimetern sehr breit.Praktisches Detail: Serienmäßig ist ein Powermeter, das sich mit einem Magnetkabel aufladen lässt.Van Rysel RCR-R Pro: Infos & Test-Note* Preis: 5499 Euro* Gewicht Komplettrad: 7,7 Kilo* Rahmengrößen: XS, S, M, L, XL (Testgröße gefettet)* TOUR-Note: 2,3Geometrie* Sitz-/Ober-/Steuerrohr: 486/555/147 Millimeter* Stack/Reach/STR: 565/379 Millimeter/1,49* Stack+/Reach+/STR+: 616/572 Millimeter/1,08* Radstand/Nachlauf: 985/61 MillimeterAusstattung* Antrieb/Schaltung: Shimano Ultegra (2x12; 52/36, 11-34; PM)* Bremsen: Shimano Ultegra (160/140 mm)* Reifen: Continental Grand Prix 5000S TR 28 mm (eff.: 29 mm)* Laufräder: Swiss Side Hadron² Classic 500* Laufradgewichte: 1294/1779 Gramm (v./h.)Messwerte* Gewicht Komplettrad: 7.650 Gramm* Aerodynamik: 214 Watt* Fahrstabilität: 6,4 N/mm* Komfort Heck: 187 N/mm* Komfort Front: 94 N/mm* Antritt/Tretlagersteifigkeit: 57 N/mmVor- und Nachteile* Plus: gut ausgestattet, attraktiver Preis* Minus: Fahrstabilität nicht auf Top-Niveau, relativ hart am SattelVan Rysel NCR CF Tiagra
Das Van Rysel NCR CF Tiagra nimmt im runderneuerten Sortiment die Rolle der unprätentiösen Allzweckwaffe ohne technischen Firlefanz ein und ist an Hobbysportler adressiert, die für ein Rennrad mit Carbonrahmen kein Vermögen ausgeben wollen. Neben dem Preis definiert sich das Van Rysel durch eine relativ große Reifenfreiheit. Mit maximal 35 Millimeter breiten Pneus wandelt der Newcomer auf den Spuren moderner Allroadbikes und lässt die Option für Ausflüge auf Schotterpisten. Der Carbonrahmen ist der schwerste im Test, mit mehr als neun Kilogramm ist das NCR kein spritziger Leichtfuß.Insgesamt bietet Van Rysel eine breite Palette an Rennrädern, die sowohl für Hobbyfahrer als auch für Profis geeignet sind. Die Marke zeichnet sich durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine hohe Qualität aus.
Tabelle: Vergleich verschiedener Van Rysel Rennradmodelle
| Modell | Preis | Gewicht | Aerodynamik | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|
| RCR Pro | 8999 Euro | 6,9 Kilo | 207 Watt | Rennerfahrene Fahrer |
| RCR-F | ca. 9000 Euro | ca. 7,5 Kilo | ca. 200 Watt | Profis, ambitionierte Amateure |
| RCR-R Pro | 5499 Euro | 7,7 Kilo | 214 Watt | Allrounder |
| NCR CF Tiagra | ca. 4000 Euro | ca. 9 Kilo | N/A | Hobbysportler |
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