Begeben Sie sich auf eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise und genießen Sie die erste Etappe der Vennbahn von Aachen nach Raeren. Ihre Tour beginnt mitten in der UNESCO-Welterbestadt Aachen am Hauptbahnhof. Von dort aus radeln Sie zum Start der Vennbahn am Bahnhof Aachen-Rothe Erde. Die Route zwischen dem Hauptbahnhof in Aachen und dem Start der Vennbahn am Bahnhof Rothe Erde ist ausgeschildert.
Städtisches Treiben und Verkehr rund um den Bahnhof Rothe Erde werden schnell von einer ruhigen Vorstadtidylle abgelöst. Viadukte, malerische Ortschaften und verlassene Bahnhöfe erwarten Sie auf diesem Teilstück zwischen Deutschland und Ostbelgien.
Erlebnisse entlang der Strecke
Hier finden Sie auch zahlreiche Parkmöglichkeiten. In Aachen-Brand wurde das ehemalige Bahnhofsgebäude in ein Restaurant mit Biergarten umgewandelt. Wenige Kilometer weiter steht eine Radservice-Station der Vennbahn. In Kornelimünster lohnt sich ein Abstecher in die historische Altstadt.
Kornelimünster: Ein historisches Juwel
Die ehemalige Abteistadt Kornelimünster wartet erneut mit einer mittelalterlichen Kulisse auf. Mit der „Bahnhofsvision“ erwartet Sie dort der nächste ehemalige Bahnhof, der in ein Restaurant umgewandelt wurde. Der Eifelsteig beginnt am Korneliusmarkt in Kornelimünster, wo sich gleich die Reichsabtei erhebt.
Kornelimünster ist eine kleine Ortschaft am Ufer der Inde und entstand mit der gleichnamigen Abtei zu Beginn des 9. Jahrhunderts. Der Korneliusmarkt ist ein großer Parkplatz und stört das Bild des idyllischen historischen Ortskerns. Die Probsteikirche ist leider nicht zugänglich, da die Hochwasserkatastrophe vom 14.07.2021 sie schwer beschädigt hat. Die Abteigebäude lassen sich am besten von Westen einsehen.
Kornelimünster mit seinen sehenswerten Kirchen und alten Bürgerhäusern, dem ehemaligen Kloster und heutigen Museum bietet ein hervorragendes Ambiente zum Bummeln. Bedeutende Kunstschätze, der "Historische Jahrmarkt" im Juni, die Korneli-Oktav im September und der Weihnachtsmarkt sind Gründe für einen Besuch der Wallfahrtsstätte.
Gleich zu Beginn passieren Sie das steinerne Itertalviadukt - früher eine Eisenbahnbrücke, heute führt der Vennbahn-Radweg darüber.
Nachdem es in Walheim am Bahnhof noch alte Diesel-Loks zu bestaunen gibt, geht es zum ersten Mal auf belgisches Territorium und vorbei an idyllischen Wald- und Wiesenlandschaften. In Walheim lassen sich am Bahnhof noch alte Dieselloks bestaunen.
Am Etappenziel, dem ehemaligen Bahnhof von Raeren, können Sie im Bahnhofscafé belgische Spezialitäten genießen. Auch alte Eisenbahnen / Eisenbahnfahrzeuge/ Loks und Wagons werden hier noch restauriert. Auf dem teilweise noch bestehenden Schienenetz trifft man am alten Raerener Bahnhof noch auf stumme Zeugen vergangener glorreicher Eisenbahntage und das in der Wasserburg beheimatete Töpfereimuseum zeugt noch heute von der Blütezeit Raerener Brennmeister, deren Waren weit über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf genossen.
Die Vennbahn: Ein besonderes Kuriosum
Die Vennbahn ist ein politisches und geografisches Kuriosum zwischen Deutschland und Belgien und in dieser Weise wohl einmalig auf der Welt. Auf der Trasse, wo sich heute Radfahrer und Wanderer begegnen, verkehrte ursprünglich die Eisenbahn zwischen Aachen und Ulflingen in Luxemburg.
Die heute belgischen Städte Eupen und Malmedy gehörten damals noch zu Preußen, mussten jedoch in Folge des Ersten Weltkriegs an Belgien abgegeben werden. Die Grenze zwischen Belgien und dem Deutschen Reich wurde neu gezogen und querte mehrfach die Bahntrasse. 1920 wurde durch eine Kommission festgelegt, dass auch die Trasse der Vennbahn belgisches Staatseigentum sei. So fuhr die Vennbahn zwar durch Deutschland, verließ aber niemals belgisches Hoheitsgebiet.
Weitere Details zur Strecke
Durch eine Wald- und Wiesenlandschaft führt die Etappe weiter bis zum alten Bahnhof in Raeren. Durch den Wald im deutsch-belgischen Grenzgebiet geht es weiter in Richtung Roetgen, dem "Tor zur Eifel". Es beginnt ein Wechselspiel der Grenzverläufe sondergleichen. Mehrere Male durchquert die Vennbahn auf dieser Etappe deutsches und belgisches Territorium. Die Waldkulisse nimmt ein wenig ab und in Richtung Lammersdorf und Konzen wird sich manch einer an die Schweiz erinnert fühlen.
- Die Vennbahn ist mit einer Breite von 2.50 - 3.00 Metern komfortabel ausgebaut und mit hohen Sicherheitsstandards an den Querungsstellen versehen.
- Die Anreise mit dem Zug hat gut geklappt. Pünktlich sind wir in Aachen angekommen.
- Die Zufahrt aus der Stadt war gut gelegt und wir hatten mit dem motorisierten Verkehr keine Probleme.
- Die Vennbahntrasse beginnt nach circa 2½ km an der Trierer Straße. Sie ist über die gesamte Länge bestens ausgebaut, die Oberfläche ist durchgängig Asphalt.
Empfehlungen
Vor der Tour empfiehlt es sich, das Rad einfach mal stehen zu lassen und die historische Altstadt von Aachen zu Fuß zu erkunden. Wer möchte, kann auch noch an einer geführte Altstadttour direkt am Elisenbrunnen in Aachen teilnehmen (kostenpflichtig). Auch nach der Tour empfiehlt es sich , einfach mal stehen zu lassen und die historische Altstadt zu Fuß zu erkunden.
Wenn Sie die Etappe als Tagestour fahren und nach Beendigung der Tour wieder zum Startpunkt gelangen wollen, empfiehlt es sich, die Tour an einem Sonn- oder Feiertag in Monschau oder auch Kalterherberg zu beginnen und über den Tag zurück nach Aachen zu radeln. Sie können Ihren PKW im Parkhaus in der Lagerhausstraße abstellen (gebührenpflichtig).
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