Informationen über den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC)

Der ADFC ist die größte Interessenvertretung für Radfahrer*innen weltweit und hat mehr als 240.000 Mitglieder. Je mehr Mitglieder der ADFC hat, desto stärker spürt die Politik den Druck, auch direkt vor Ort!

Die Ziele des ADFC

Der ADFC setzt sich für die Verkehrswende mit dem Fahrrad im Mittelpunkt und damit für mehr Klimaschutz, Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität ein. Das Ziel ist, dass Deutschland Fahrradland wird, damit das Fahrrad mehr Platz bekommt und die Gesetzgebung fahrradfreundlicher wird.

Der ADFC will, dass überall gute Radwege gebaut werden, auf denen alle Menschen sicher und komfortabel Rad fahren können. Der ADFC ist parteipolitisch neutral, aber parteilich, wenn es um die Interessen Rad fahrender Menschen geht. Daher setzt sich der ADFC als verkehrspolitischer Verein und Fahrradlobby für die konsequente Förderung des Fahrradverkehrs ein.

Wie der ADFC seine Ziele erreicht

  • Politischer Druck: Mit Kampagnen fördert der ADFC den öffentlichen Diskurs und erzeugt politisch Druck. Mit Fachveranstaltungen und Lobbyarbeit informiert der ADFC politische Entscheider*innen. Mit Projekten wie dem ADFC-Fahrradklima-Test schafft der ADFC öffentliche Aufmerksamkeit für fehlende Fahrradfreundlichkeit und notwendige Verbesserungen der Radfahrbedingungen.
  • Beratung: Der ADFC berät in allen Fragen rund ums Fahrrad. Er veranstaltet Fahrradchecks und Codieraktionen, betreut Selbsthilfewerkstätten und informiert zu allem rund ums Rad: über Technik, Recht und Service genauso wie über Politik und Tourismus. Der ADFC bietet praktische Tipps und Empfehlungen für alle, die gerne Rad fahren.
  • Initiativen: Der ADFC trägt mit Initiativen wie „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ dazu bei, dass sich mehr Menschen klimafreundlich und gesund fortbewegen. Er hat ein waches Auge auf alles, was die Fahrradindustrie herstellt und mischt sich ein, wenn es darum geht, die Qualität der Produkte zu verbessern.
  • Radtouren: Der ADFC veranstaltet Radtouren und bringt Menschen zusammen, die gerne Rad fahren: touren-termine.adfc.de. Mit Radkarten hilft der ADFC bei der Orientierung und setzt sich für gute Wegweisen und damit für einladende Radwege ein: adfc-radtourismus.de. Außerdem zertifiziert der ADFC fahrradfreundliche Unterkünfte: bettundbike.de

Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft

Als ADFC-Mitglied profitiert man von umfangreichen Serviceleistungen. Im Mitgliedsbeitrag ist die ADFC-Pannenhilfe enthalten. Mit der 24/7-Hotline verlieren Pannen ihren Schrecken. Außerdem ist jedes ADFC-Mitglied, das mit dem Rad, im öffentlichen Personenverkehr (in Verbindung mit dem Fahrradtransport) oder zu Fuß unterwegs ist, durch eine Rechtsschutzversicherung geschützt. Zudem erhalten ADFC-Mitglieder günstige Konditionen bei Kooperationspartnern und bei Abschluss einer Fahrradversicherung.

ADFC-Mitglieder können außerdem ermäßigt an Radtouren, Diavorträgen oder Seminaren des ADFC teilnehmen und sie erhalten regelmäßig das ADFC-Magazin Radwelt (auch als E-Paper möglich!) und den Radwelt-Newsletter.

ADFC vor Ort

Der ADFC ist in mehr als 500 Ortsgruppen und 16 Landesverbänden bundesweit vertreten. Die interaktive Karte zeigt, wo Sie den ADFC in Ihrer Nähe finden und nennt Kontaktadressen und Ansprechpartner:innen vor Ort.

Sie können nach Bundesländern oder Orten filtern, sich direkt durch die Karte klicken oder gezielt nach Landesverbänden oder Infoläden suchen. Einige Ansprechpartner:innen finden Sie aus Datenschutzgründen nicht über die Städtewahl, sondern über die Filterung nach Bundesländern.

Alle Kontaktmöglichkeiten finden Sie mit einem Klick auf den ausgewählten ADFC-Marker in der Karte. Im Radtouren- und Veranstaltungsportal des ADFC findet sich eine Vielzahl lokaler Veranstaltungen von politischen Aktionen über geführte Radtouren bis hin zu Terminen zur Fahrrad-Codierung.

Der ADFC hat bundesweit mehr als 12.000 Ehrenamtliche, die in den Ortsgruppen aktiv sind.Einen besonderen Dienst leisten die vielen ehrenamtlich Engagierten im ADFC: Sie organisieren Radtouren, kommen mit Politikern ins Gespräch und tragen mit unzähligen Aktionen dazu bei, dass die Bedingungen für Rad fahrende Menschen zunehmend besser werden.

Publikationen des ADFC

Der ADFC veröffentlicht verschiedene Publikationen. Für seine Mitglieder hat der ADFC das beliebte Mitgliedermagazin „Radwelt“ im Programm, das viermal im Jahr über den ADFC, Verkehrspolitik, Fahrradtechnik und über Alltag, Freizeit und Reisen mit dem Rad informiert. Im Bereich „Publikationen“ finden Sie außerdem den ADFC-Jahresbericht und das Verkehrspolitische Programm des ADFC und die Broschüre „So geht Verkehrswende“.

Der Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ zeigt, wie vielfältig Deutschland für Radreisen und Tagestouren ist. Der ADFC stellt 30 Radrouten, fünf Radregionen und drei Bundesländer vor und gibt Tipps zur Radreiseplanung, auch mit Kindern.

Mit dem Jahresbericht informieren der Bundesvorstand des ADFC sowie die Bundesgeschäftsstelle über die Arbeit des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e. V. der vergangenen zwölf Monate. Das ADFC-Booklet „So geht Verkehrswende - Infrastrukturelemente für den Radverkehr“ gibt einen Überblick über die verkehrspolitische Arbeit des ADFC.

Jobs beim ADFC

Der ADFC ist die starke Interessenvertretung für Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland. Wir suchen immer wieder nach Verstärkung für die Bundesgeschäftsstelle oder unsere Vertretungen in den Bundesländern oder vor Ort. Hier finden Sie unsere aktuellen Stellenangebote.

ADFC Business Club

Wir engagieren uns auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene in Bündnissen und Netzwerken, um unsere Ziele zu erreichen - dass das Fahrrad mehr Platz bekommt und die Gesetzgebung fahrradfreundlicher wird. Dafür braucht es Unterstützer*innen, die sich gemeinsam mit dem ADFC dafür stark machen. Diese Unterstützung von Unternehmen findet durch den Beitritt zum Business Club ihren Ausdruck. Mit einer Mitgliedschaft profitieren Sie von einem exklusivem Austausch, direkter Vernetzung, aktiver Unterstützung sowie Stärkung der Fahrradlobby.

Verkehrssicherheit

Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.

Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl). Damit Radfahrende auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind.

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln - und seien Sie nicht als Geisterfahrende auf Straßen und Radwegen unterwegs.

Radwege: Schutzstreifen, Radfahrstreifen und Radwege

Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden.

  • Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird.
  • Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden.

Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.

Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen.

Pedelecs und E-Bikes

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes.

  • Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter.
  • Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.
  • Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig.

E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind - rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

ADFC-Radtouren und Radkarten

Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben. Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt.

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