Vespa Elettrica im Test: Der Elektroroller Klassiker im Detail

Der Markt für E-Roller boomt, und auch Vespa will davon profitieren. Die Vespa Elettrica mit ihrem Elektromotor steht der Vespa Primavera Elettrica mit ihrem Elektromotor gegenüber. Die erste elektrifizierte Ikone war jedoch etwas schwach auf der Brust.

Technische Details und Unterschiede

Bei der Elettrica federt vorne eine Federbein und hinten ein Monofederbein. Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Elettrica vorne eine Einzelscheibe mit 200 Millimeter Durchmesser und hinten eine Trommel mit 140 Millimeter Durchmesser. Die Primavera Elettrica vertraut vorne auf eine Einzelscheibe mit 200 Millimeter Durchmesser. Hinten ist eine Trommel mit 140 mm Durchmesser verbaut.

Bei der Bereifung setzt die Elettrica auf Schlappen mit den Maßen 110 / 70 - 12 vorne und 120 / 70 - 11 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Primavera Elettrica Reifen in den Größen 110/70-12 vorne und 120/70-12 hinten.

Der Radstand der Vespa Elettrica misst 1.350 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 790 Millimeter. Die Vespa Primavera Elettrica ist von Radachse zu Radachse 1.330 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 785 Millimeter. Mit einem fahrfertigen Gewicht von 130 kg ist die Elettrica viel schwerer als die Primavera Elettrica mit 111 kg.

Preis und Verfügbarkeit

Der aktuelle Durchschnittspreis der Vespa Elettrica beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 5.234 Euro und ist damit günstiger als der Preis der Vespa Primavera Elettrica mit 5.893 Euro im Durchschnitt. Von der Vespa Elettrica gibt es aktuell 11 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Vespa Primavera Elettrica sind derzeit 5 Modelle verfügbar.

Vespa Elettrica 70: Mehr Leistung für das Modelljahr 2020

Anfang 2019 kam die Elletrica, nun steht für das Modelljahr 2020 die Elletrica 70 in den Startlöchern. Deshalb also jetzt die Elettrica 70, vergleichbar mit der 125er Klasse, die 70 Stundenkilometer schnell sein soll: "Ganz viele Kunden haben nach einem flotteren Modell gefragt, aber das hatten wir ohnehin schon geplant," sagt Angelo Mazzone, Deutschland-Chef beim Vespa-Mutterkonzern Piaggio.

Optisch und technisch unterscheiden sich die beiden jetzt verfügbaren Elettricas kaum: Die Moped-Version wird mit blauen Dekors ausgeliefert, die 70er mit gelb-grünen Streifen.

Das digitale Cockpit steckt am gewohnten Platz, ist verbunden mit dem Smartphone, und liefert die nötigen Infos wie Geschwindigkeit, Reichweite und Ladezustand. Auch die Armaturen sind von der Primavera-Vespa übernommen, nur an die Stelle des Starterknopfs ist der Maps-Knopf gerückt. Mit ihm wird - etwas umständlich - zunächst der Fahrmodus Eco, Power oder Reverse vorgewählt und dann bestätigt.

Der Motor der Elettrica wurde bei Piaggio entwickelt. Er hat eine maximale Leistung von vier kW (5,4 PS) sowie nominell 200 Nm Drehmoment. Bei der Fahrt hält er sich akustisch gut zurück; es surrt sehr leise, bei Geschwindigkeit kommt ein hohes, aber nicht unangenehmes Pfeifen dazu.

Die Beschleunigung der 130 Kilo schweren Elettrica 70 regelt die Bordelektronik - und die hinterlässt gemischte Gefühle. Bis rund 45 km/h nimmt das Fahrzeug sehr sanft und linear Fahrt auf, ohne Ruck bei Anfahrt oder "Gas"-Wegnahme. Doch oberhalb von 45 km/h bricht die Elettrica ein, wird zögerlich und verliert spürbar an Schwung.

Vespa hat dem Fahrzeug die Fahrcharakteristik durch das elektronische Mapping bewusst verpasst. Die Elettrica sei ein Fahrzeug für urbane Mobilität, wichtig seien nicht die Höchstgeschwindigkeit, sondern die Reichweite und die Fähigkeit, im Stadtverkehr mitzuhalten.

Reichweite und Ladezeit

Die Reichweite der Elettrica hängt von mehreren Faktoren ab: Abhängig von Stop-and-Gos trägt der Powermodus rund 70 Kilometer weit; im Eco-Modus bei max 45 km/h sind es hundert Kilometer. Das Ladegerät (Ladedauer 4 Stunden) ist fest im Fahrzeug eingebaut; ebenso die 25 Kilo schwere Batterie mit einer Ladekapazität von 4,2 kWh.

Trotz der hohen Fertigungsqualität und des Smartphone-verbundenen Multimediacockpits sind 6690 Euro für die Elettrica 70 ein stolzer Preis. "Wir sehen die Elettrica-Modelle im Moment auch eher als Zusatzfahrzeug für Freunde der Elektromobilität, die schon einen Tesla oder BMW i8 in der Garage haben," erklärt Piaggio-Chef Mazzone.

Clevere Lösungen und kleine Katastrophen

Während bei anderen E-Rollern und E-Bikes oft ein starres und loses Kabel mitgeliefert wird, verschwindet das Spiral-Kabel bei Vespa elegant in einem Heckschacht unter der Bank. In der Sitzbank ist außerdem eine kleine Aussparung. So kann man auch bei geschlossener Klappe laden. Super gelöst.

Dagegen ist die Verschlusskappe des Kabelschachts eine einzige Katastrophe. Drei winzig kleine Plastikhaken müssen in drei frickelige Löcher eingeführt und in der richtigen Position gedreht werden. Erst dann gibt ein Miniatursensor die Fahrelektronik frei.

Fahreigenschaften und Ausstattung im Detail

Der Elektroroller Vespa Elettrica zeigt im Test viele Stärken. Die Vespa ist mehr als nur ein Transportmittel - sie ist ein modisches Accessoire. Sie nutzt die Karosserie der aktuellen Primavera und unterscheidet sich von dieser auf den ersten Blick nur durch eine in verschiedenen Farben wählbare Zierleiste und dem angeflanschten E-Motor. Und doch findet man sich in einer anderen Welt wieder. Elektrisch zu fahren fasziniert sofort, denn E-Roller stinken nicht, machen keinen Lärm und der Antrieb lässt konventionelle 50cc Roller locker an der Ampel stehen.

Bei den Fahreigenschaften hat Vespa alles richtig gemacht. Zwar kann der Roller beim Start mit dem deutlich leichteren Niu N Pro nicht ganz mithalten, konventionelle 50cc-Roller haben an der Ampel jedoch das Nachsehen. Denn elektrisch betriebene Zweiräder können ihre Kraft vom Start weg auf die Straße bringen.

Auch bei den Bremsen gibt es wenig auszusetzen. Die hinten verbaute Trommelbremse irritiert zunächst - eigentlich sind bei hochwertigen E-Rollern Scheibenbremsen vorne und hinten üblich, so auch bei den Kontrahenten Trinity Venus, Nui N Pro und Unos 2020er-Modell. Nur der emco Novantic C 2000 setzt wie Vespa auf die Kombination aus Trommelbremse hinten und Scheibenbremse vorne. Beim Test bremste die Vespa dennoch sehr beherzt, auch brach der Roller bei Notbremsungen nicht aus und hielt stoisch die Spur.

Der Gaszug reagiert etwas verzögert, lässt dabei aber eine präzise steuerbare Kraftentfaltung zu. Die Straßenlage ist ebenfalls exzellent. Man kann sich wie vom Motorrad gewöhnt in die Kurve legen, ohne dass der Ständer aufsitzt oder man die Balance verliert. Der Roller ist zudem komfortabel gefedert, weich genug um kleine Unebenheiten auszugleichen und hart genug für ein gutes, sportliches Fahrgefühl.

Zwar fehlt es der 130 kg schweren Vespa Elettrica etwas an Dynamik bei der Beschleunigung, trotzdem macht das Fahren sehr viel Spaß. Dank maximal 4 KW Leistung hat der Motor auch für den Mitfahrer auf dem Sozius genug Leistung. Die Novantic C 2000 hat 2 KW, Unu bietet sein neues Model wahlweise mit 2, 3 oder 4 KW und der Niu N Pro bringt 3 KW auf, muss damit aber nur 75 Kg Eigengewicht beschleunigen, deshalb ist der Roller der Chinesen auch spürbar spritziger.

Die Vespa Elettrica hat - wie die Niu N Pro mit zwei Akkus - eine realistische Reichweite von circa 100 km. Das ist für die meisten Fahrer völlig ausreichend. Auch ist die Zuladung von 175 kg überdurchschnittlich (Niu N Pro 165, Novantic C 2000 und Unu mit zwei Akkus etwa 150 kg).

Fahrmodi und Display

Vespa stattet die Elettrica mit verschiedenen Fahrmodi aus. Power bringt die ganze verfügbare Kraft des Radnabenmotors auf die Straße und hat die dynamischsten Fahreigenschaften. Im Eco-Modus geht es etwas gemächlicher und Batterie-schonender zu Werk. Ungewöhnlich ist der Rückwärtsgang. So kann man beim Ausrangieren ganz auf die Balance und eventuelle Hindernisse achten.

Das 4.3-Zoll-TFT-Farbdisplay der Vespa ist übersichtlich und aufgeräumt, besonders im Vergleich mit der Niu N Pro. So wird bei der Vespa die Geschwindigkeit groß und sehr zentral angezeigt. Das Display zeigt unter anderem Fahrmodus, Batterieladestatus (grafisch, in Prozent und in verbleibender Kilometer-Reichweite), Uhrzeit und Temperatur. Es ist auch bei Sonnenschein gut ablesbar.

Ausstattung und Zubehör

Die Vespa Elettrica verfügt über ein Helmfach unter dem Sattel für einen Jethelm. In der Frontverkleidung ist ein verschließbares Ablagefach mit integrierter USB-Buchse für das Smartphone untergebracht.

Optional gibt es Chromgepäckträger für vorne und hinten, ein lackiertes Topcase mit Rückenpolster, Windschutzscheibe, Sportscheibe, Fahrerbeinschutz, Verchromte Stoßstangen, Abdeckplane, seitliche Sturzbügel, Diebstahlschutz, Helme und Brillen im Elettrica-Look, Windschutz für die Hände, eine Gummimatte für den Boden, ein im Topcase verstaubarer modularer Rucksack (mit Rückenprotektor, Helmtasche und Powerbank), eine Jacke mit Vespa-Logo und vieles mehr.

Die Elettrica gibt es zum Start in Silber lackiert, wahlweise mit Akzenten in den Farben Grün, Gelb, Schwarz, Chrom, Grau oder Blau. Standard ist ein kräftiges Blau - Vespa nennt es Blau-Elettro. Auch Felgenhörner, die Steppnähte des Sattels und die Rippen der Frontverkleidung sind in der jeweiligen Farbe gehalten.

Licht und Vernetzung

Die LED-Lampen hinterlassen einen positiven Eindruck, in der Nacht hat man ein sehr gutes, vom Scheinwerfer hell ausgeleuchtetes Sichtfeld. Die Blinker sind in die Verkleidung integriert, was sie vor Schäden schützt und gut aussieht.

Das Informationssystem Vespa Mia verbindet die Vespa Elettrica per Bluetooth mit dem Smartphone. Anrufe werden auf dem Display angezeigt und können per Taste am Lenker angenommen werden. Dazu braucht es einen Helm mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Natürlich bietet Vespa einen solchen im Elettrica-Design als Zubehör an. Auch Smartphone-Nachrichten zeigt das Display an.

Batterie und Laden

Der Akku ist sichtbar, allerdings nicht herausnehmbar. Vespa verbaut eine 25 kg schwere Lithium-Ionen-Batterie von LG, die nach Angaben des Herstellers mindestens 1000 Mal geladen werden kann. Beim Bremsen wird per kinetischer Energierückgewinnung die Batterie aufgeladen.

Stattdessen muss der Roller an einer Steckdose oder einer öffentlichen Ladestation geladen werden. Ein Stromkabel mit Schukostecker ist unter dem Sattel versteckt. Auch ein befragter Vespa-Händler kann uns nicht erklären, wo Stadtbewohner die Vespa aufladen sollen. Nur wer eine Einzelgarage oder ein Einfamilienhaus bewohnt hat in der Regel Zugang zu einer Steckdose.

ADAC Testurteil

Die Vespa von Piaggio ist zweifellos der weltweit bekannteste Roller. Sie gibt es bereits seit 1946, seit diesem Jahr erstmals in der Modellgeschichte als elektrisches Leichtkraftrad. Die Italiener verwenden als Basis die 45-km/h-Variante (L1e) und verpassen ihr eine geänderte Getriebeübersetzung und Motorsteuerung. Das Resultat sind die mit Abstand schlechtesten Fahrleistungen im Test.

Die Italienerin überzeugt zudem mit guter Ergonomie. Leider ist der Akku fest verbaut und der Grundpreis von 6.690 Euro in Anbetracht der durchschnittlichen Reichweite und der schwachen Fahrleistungen zu hoch.

ADAC Testurteil: 2,5 (befriedigend)

Allgemeine Daten (ADAC Test)

Merkmal Wert
Preis in Euro 6690
Antriebsart E-Motor, Antrieb über Konstantübersetzung
Spitzen-/Dauerleistung (kW) 4,0/3,6
Drehmoment (Nm) 200
Batteriekapazität (kWh) 4,2
Akku-Typ Lithium-Ionen
Reichweite (km) 68 (Modus Power)
Ladedauer (h) 4,0

Vespa Elettrica im Fahrbericht

Ein „Kunstwerk auf Hightech-Niveau“ sei sie, die Vespa Elettrica, die es jetzt auch in einer 70 km/h schnellen Version gibt. Den Aspekt etwa, dass Mutterkonzern Piaggio den Motor selbst entwickelt hat und ebenso selbst baut wie den Rest der Vespa samt der Batterie, deren Zellen von LG zugeliefert werden, und alles in eine äußerlich originale Karosse der 125er-Primavera einbaut.

Bequem, ergonomisch richtig thront der Fahrer auf einer straffen Sitzbank, könnte auch größer sein, aber wegen der stattlichen Sitzhöhe nicht viel kleiner als die 1,75 Meter, die er nun mal misst. Vor dem Losfahren heißt es, den Startknopf zwei Sekunden gedrückt zu halten. Ein sanfter Ruck, „Ready“ leuchtet, es kann losgehen. Bei aller schon konzeptbedingten Handlichkeit fühlt sich die Vespa wie ein schwerer Roller an, obwohl sie nur vier Kilogramm schwerer ist als die 125er-Primavera.

Sie liegt satt auf der Straße und erfreut durch überzeugenden Federungskomfort. Vespa-Kenner überrascht das nicht, auch die elektrische fährt eben wie eine Vespa.

Motorbremse mit Energierückgewinnung: Wer nach Konsum der technischen Daten angesichts von 200 Newtonmeter Drehmoment gedanklich den Asphalt hinter der Vespa Wellen schlagen sieht, sieht sich getäuscht. Obwohl im Display „Power“ leuchtet und der Werbeslogan die E-Vespa „Ich bin die Kraft“ sagen lässt, fühlt man sich eher im „Sanft“-Modus gefangen. Für gute Beherrschbarkeit und zugunsten der Reichweite wird die Kraft so weit weggeregelt, dass der für E-Motoren typische Kick ausbleibt. Auch das Erreichen der 70 km/h wird zur Geduldsprobe.

Kein Ruhmesblatt sind die Bremsen. Die Kombibremse CBS reiche angesichts der geringen Geschwindigkeiten, meint man bei Piaggio. Unverständlich, meinen wir, denn zum einen bietet Piaggio in der 125er-Primavera mit Benzinmotor ABS an, und zum anderen gilt CBS zumindest in Deutschland als die typische Technik für billige Fernost-Produkte. Wie passt das zum Premiumanspruch? So lässt die mit dem linken Lenkerhebel betätigte Kombibremse aus Trommel hinten und Scheibe vorne jeden Druckpunkt vermissen, überbremst das Hinterrad, aber nie das vordere. Den rechten Lenkerhebel für die Vorderradbremse muss man sehr kräftig ziehen, will man vorne kräftig bremsen. Schwierig zu dosieren, wenn mal Grip fehlt.

Vorteil: Bremsen schaltet den Vortrieb nicht weg, sodass man, etwa beim engen Wenden, für mehr Stabilität gegen die Hinterradbremse fahren kann.

Die Vespa Elettrica ist ein Lifestyle-Produkt für betuchte Vorstädter, so sieht es selbst Piaggio. Denn sie kostet, obwohl 20 km/h langsamer und ohne ABS, 1.600 Euro mehr als die 125er-Primavera mit dem gleichen Bildschirm samt Connectivity-Funktionen.

Weitere Testberichte und Meinungen

Die neue Vespa fährts nun auch vollkommen lärm- und abgasfrei - das Modell wurde jahrelang sehnlichst erwartet.

Tatsächlich bringt es die schnellere Elettrica aber nur auf 67 km/h und kämpft merklich mit der Beschleunigung, was viele Fahrer frustriert. Die Reichweite liegt bei der Elettrica erfreulich hoch: Im ECO-Modus fährst du bis zu 100 km weit - allerdings auch nur 30 km/h schnell - während im Power-Modus mindestens 70 km drin sind.

Schon allein beim Bedienen des Gasgriffs fällt der Qualitätsunterschied zu manch einem billigen Roller auf, denn der Anzug ist unglaublich sanft und gleichmäßig.

Im Fach unter der Sitzbank kannst du deinen Helm oder deine Tasche ablegen. Es besteht ja Helmpflicht.

Etwas speziell ist der eigens entwickelte Lithium-Ionen-Akku, der bei der Vespa Elettrica fest verbaut ist. Immerhin wiegt der Klotz auch stolze 25 kg!

Vor- und Nachteile im Überblick

  • Vorteile: Angesagtes italienisches Design, gute Verarbeitung, exzellente Fahreigenschaften, hohe Reichweite, ordentliche Beschleunigung, großes Staufach.
  • Nachteile: Fest verbaute Batterie, hoher Preis, fehlende ABS-Ausstattung.

Die Vespa Elettrica muss daher stets in Straßen- oder Garagennähe aufgeladen werden, indem das integrierte Korkenzieherkabel an eine 220 V Haushaltssteckdose angeschlossen wird. Der Akku mit LG-Zellen besitzt eine Kapazität von 4128 Wh (48 V / 86 Ah). Die angegebene Ladezeit von maximal vier Stunden wird erfreulicherweise eingehalten.

Die hohe Reichweite tröstet ein wenig darüber hinweg: Mit einer vollen Ladung kommst du 70-80 km weit, sofern du mit Vollgas durch die Stadtstraßen flitzt.

Obwohl bei eRollern dieser Leistungsklasse Scheibenbremsen am Vorder- und Hinterrad üblich sind, weist die Vespa Elettrica eine Kombination aus Scheiben- und Trommelbremse auf.

Das digitale Farbdisplay der Vespa Elettrica setzt dich über die wichtigsten Kennzahlen in Kenntnis, wobei der Akkuladestand löblicherweise auch in Prozent angegeben wird.

Als sinnvolles Bedienelement am Lenker sticht der Rückwärtsgang hervor - so kannst du den schweren Stromer ganz einfach aus schmalen Gassen heraus manövrieren.

Das eigens entwickelte Kommunikationssystem “Vespa Mia” verbindet den E Roller mit deinem Handy.

Die Farben der neuen Vespa Sprint S Elettrica betonen wie auch bei der Vespa Primavera ihren dynamischen Charakter auf eindrucksvolle Weise.

Für eingefleischte Motorrad-Fans ist der Stromer einfach nicht flott genug. Stark kritisiert wird außerdem der stolze Preis, der bei 6.390 € beginnt. Damit ist der e-Roller deutlich teurer als seine Geschwister mit Verbrennungsmotor und wird deshalb wohl „ein Lifestyle-Produkt für betuchte Vorstädter“ (Zitat: MOTORRAD online) bleiben.

Alternativen und Marktumfeld

Im Vergleich: Wer ist besser als die Vespa? Mit dem Elektroroller Vespa bekommt ihr ein hochwertiges Fahrzeug. Wer sich ein besseres Preis-Leistungsverhältnis wünscht, findet beim Hersteller Nova Motors günstigere Elektro Modelle.

Was aber nicht heißen mag, das andere Roller, weil sie günstiger sind gleich Schrott sind.

Nicht nur die Vespa, auch der eRetro Star Li hat einen coolen 60er-Jahre Look, der Vintage-Fans erfreut.

Außerdem hat Nova Motors ein hervorragendes Serviceangebot für Kunden und ist dabei viel günstiger. Die elektrische Vespa ist nämlich kein Schnäppchen. Sie ist mit weit über 6.000 Euro der teuerste E Roller in unserem Testvergleich.

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