Via Francigena Fahrrad Packliste

Die Via Francigena ist ein Begriff für viele Pilger, aber die meisten Wanderer denken beim Pilgern zunächst an den berühmteren Cammino di Santiago bzw. Jakobsweg. Die Via Francigena hingegen ist einer der ältesten Pilgerwege, welcher bereits im 9. Jahrhundert vom Bischof von Canterbury auf seinem Weg zum Grab der beiden Heiligen Apostel Petrus und Paulus nach Rom gelaufen wurde. Deshalb nennt man diesen Weg auch den "Frankenweg", da er einmal quer durch das ehemalige Frankenreich verläuft.

Als „Via Francigena“ wird vielmehr ein komplettes Wegesystem bezeichnet, das auf unterschiedlichen Routen nach Rom führt. Hierfür nutzte man die bestehenden Handelsstraßen und schlussendlich gab man diesen unzähligen Reiserouten die Bezeichnung „Via Francigena“ oder "der Frankenweg“.

Der Startpunkt dieses Weges ist in Canterbury in Südengland. Von dort aus geht es über den Ärmelkanal nach Calais in Frankreich und weiter nach Lausanne in die Schweiz. Der St. Bernhard Pass ist das "Dach" dieser Route und man folgt dem Weg weiter in Richtung Italien. Vom Aostatal führt der Weg weiter in die Toskana entlang der ehemaligen Römerstraße von Lucca nach Siena. Danach geht es südwärts durch das Latium zum Sitz der katholischen Kirche - Rom.

Man schätzt die Länge dieses Pilgerweges auf rund 1600 Kilometer und die Dauer wird auf ca. 80 Tagen angesetzt.

Die richtige Ausrüstung für die Via Francigena

Bei solch einem langen Weg ist es naheliegend, dass man auch die passende Ausrüstung besitzt. Wichtig ist, dass man nicht zu viel an Gewicht mit sich herumschleppt, da jedes Gramm zählt und es der Rücken einem dankt. Viele Pilger bemerken nach einigen Tagen, dass sie nicht alles benötigen und schicken per Post so manch unnötiges Zeugs wieder nach Hause. Als Faustregel gilt: mehr als 10 kg ist zu viel an Gepäck!

Packliste für Fußpilger

Immer wieder stellt man sich als Pilger ja die Frage was alles mitkommt und was zu Hause bleiben wird. Auch wenn das Rucksackgewicht nicht unwichtig ist so wird es meiner Meinung auch oft überbewertet, es sei denn man packt 25 Kilo rein, zuzüglich 15 Kilo Wasser und Proviant, denn das ist dann doch ein wenig viel. Allerdings kommt es ja auch immer darauf an welchen Pilgerweg man sich ausgesucht hat und natürlich auch zu welcher Jahreszeit.

Selbstverständlich haben zierliche Personen auch meist weniger Gewicht auf dem Buckel als weniger zierliche Personen, selbst dann, wenn das gleiche eingepackt wird. So weit so klar.

Eine Frage hatte ich mir bislang so jedoch noch nicht gestellt, na ja bis jetzt zumindest, den bislang kam einfach beides mit und gut war. Die Rede ist von einer Jacke und einem Pullover. Auch im Sommer kann es am Abend durchaus mal etwas frisch werden, oder in den Morgenstunden noch recht frisch sein, im Besonderen auch dann, wenn am Abend der Körper nach einer Etappe anfängt runterzufahren und auszukühlen. In diesen Momenten fängt man dann auch schnell mal das frösteln an und ist meist recht froh einen Pullover dabei zu haben. Allerdings nimmt man in aller Regel ja auch noch eine Jacke mit und somit frage ich mich gerade ob eine Fleecejacke nicht auch ausreichen würde.

Wohlgemerkt wir reden nicht vom Winter oder Frühling, sondern vom Sommer. Zudem frage ich mich eigentlich auch immer wieder ob nicht nur das Smartphone ausreichen würde, so ein Smartphone kann ja schließlich auch Bilder knipsen, oder ob nun wirklich noch die Kamera mitmuss. Schlussendlich war ich bislang immer froh die Kamera dabei zu haben denn so eine richtige Kamera macht eben doch noch die besseren Bilder, im Besonderen bei schlechteren Lichtverhältnissen. Aber so eine Kamera bringt ja auch immer etwas auf die Waage.

Die folgenden Packstücke sind am wichtigsten. Möchtest du die Jakobsweg-Checkliste als PDF zum Herunterladen & Ausdrucken?

  • Wanderschuhe von Lowa: Die Schuhe sollten vorab mindestens 2, 3 Mal eingelaufen werden und nicht zu eng sitzen bzw.
  • Ultraleicht-Rucksack: falls du häufiger wanderst & das Budget hast, kannst du über einen Ultraleicht-Rucksack nachdenken, der 30% bis 50% weniger wiegt, jedoch meist auch das doppelte oder dreifache kostet.
  • Softshellhose: in der Nebensaison und im Winter kann eine wärmende Softshellhose, wie z.B.
  • Regenjacke: absolut wichtig, eine dichte Regenjacke mit einer hohen Wassersäule (mind.
  • Fleecepulli: Im Sommer nehme ich einen Fleecepulli mit, in der Nebensaison im Frühjahr oder Herbst auch zwei Fleecepullis bzw.
  • Funktionsshirts: 2-3 Funktionsshirts (nimm kein weiß als Farbe, wird dreckig, ich hab’s getestet ;)); auch Bergfreunde hat für Damen und Herren ein großes Sortiment; ich selbst trage auch gerne Funktionsshirts von Tchibo, die ähnlich günstig wie die von Decathlon sind, ggf.
  • Funktionsunterhosen: 2-3 Funktionsunterhosen, wichtig, damit der Stoff nicht zu sehr an der Haut reibt und schwitzt; gibt es u.a.
  • Flipflops (oder Crocs alternativ): Für die Dusch- und Waschräume in den Herbergen, und evtl.
  • Isomatte: eigentlich nur wichtig, falls du auf dem Jakobsweg zelten möchtest; aber: solltest du zur Hauptreisezeit auf einem der beliebtesten Jakobswege unterwegs sein, kann es vorkommen, dass alle Betten einer Unterkunft belegt sind und man auf dem Boden schlafen oder weiterziehen muss.
  • Zelt: Auf dem Jakobsweg zelten kommt vermutlich für die wenigsten in Frage. Hier muss man Vor- und Nachteile abwägen. Du hast deutlich mehr Gewicht dabei, hast dafür aber viel mehr innere Freiheit und Leichtigkeit.
  • Nylonstrümpfe: (manche tragen diese unter den Wandersocken, um Blasen zu verhindern.
  • (Reise)Zahnpasta & -bürste (+ ggf. Hirschtalgcreme: (= Massage für die Füße, wichtig zur Blasen-Prävention bei so langen Wanderungen!
  • Mineralstoffe zur Versorgung deines Körpers: Im besten Fall fängst du bereits 2-3 Monate vor deiner Reise an, deinem Körper wichtige Mineralien zuzuführen, damit er dir die nötige Energie geben kann für körperliche Anstrengungen.
  • Taschenlampe: bzw.
  • Pilgerausweis: (notwendig!, bekommst du u.a.
  • Rufnummern + Adressen von Freunden: (vll. magst du ja eine Postkarte schreiben und dann fällt einem die Adresse wieder nicht ein… :), übrigens sehr cool: inzwischen gibt es Dienstleister, die personalisierte Postkarten anbieten, die du mit eigenen Fotos versehen kannst, google ggf.
  • Sprachführer: (an gedruckten Büchern kann ich dir aus eigener Erfahrung den Mini-Reisesprachführer Spanisch empfehlen, auch der kleine Pilgersprachführer von Raimund Joos erfreut sich unter Pilgern Beliebtheit; alternativ gibt es inzwischen auch nützliche Apps als Gewicht-Sparmaßnahme anstelle von gedruckten Büchern, wie z.B. das bekannte Babbel, für eine Vertiefung ins Thema Spanisch bzw.
  • Sonnenbrille + Etui und ggf.
  • Trekkingstöcke/Wanderstöcke: (Ein beliebtes Diskussionsthema 🙂 meine Erfahrung und Meinung dazu: Es ist Geschmackssache, ich finde sie sind definitiv kein Muss, sondern ein „kann“; auf bergigeren Wegen wie dem nordspanischen Küstenweg oder Camino Primitivo eher ein wichtiger Gegenstand auf der Packliste als auf flacheren Jakobswegen wie dem Camino Portugues, du musst Vor- und Nachteile abwägen und selbst ausprobieren, was für dich das Stimmige ist, eine Auswahl von Trekkingstöcken findest du z.B.
  • Zipplocktüten oder Mesh-Beutel: Einige Zipplocktüten oder Zipplocktüten oder Mesh-Beutel zur Sortierung im Rucksack und als Schutz der Packstücke vor Nässe durch Regen, möglichst raschelfrei (du machst dir sonst keine Freunde frühmorgens oder spätabends in der Herberge), nutze vll.
  • Frischhaltedose: (vll. wenn du - wie ich - schon mal am Ende des Tages eine zerquetschte Banane in deinem Rucksack gefunden hast samt schöner Sauerei, wirst du ggf.
  • Proviant: (Energieriegel oder Traubenzucker: definitiv hilfreich, falls du mal einen sogenannten „Hungerast“ bzw. Energieeinbruch unterwegs sein solltest und die nächste Bar bzw.
  • Nähset: (für kl. Reparaturen z.B.
  • Dein persönliches unverzichtbares Reiseuntensil/Glücksbringer: _______________________?

Zum Klamotten-Waschen: Kernseife zum selber raspeln (1 EL pro Waschgang, auf dem Jakobsweg findest du ca.

Leicht bis ultraleicht vom Gewicht her, günstig von den Jakobsweg Kosten in der Anschaffung und dennoch qualitativ hochwertig: Die Ansprüche an eine Packliste sind hoch. Mit dieser Packliste bist du für den Jakobsweg 2024 für jedes Wetter gerüstet, hast das Wesentliche bei dir und bist zudem auch noch leicht bis ultraleicht unterwegs - mein Rucksack wiegt inzwischen kaum mehr als 7 oder 8 Kilogramm (inkl.

Besonders Pilger-Anfänger neigen dazu, viel zu viel mitzunehmen. Es kann eine ungemein wohltuende Erfahrung sein, zu merken, dass man mit ganz wenig materiellen Dingen wunderbar auskommt und einem nichts fehlt! Und wenn, dann kann man dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch in Spanien auf dem Jakobsweg erwerben.

Die mit einem *-gekennzeichneten Packstücke sind optional bzw. Luxus. Hier darfst du selbst entscheiden zwischen Luxus oder Verzicht. Weniger kann hier also mehr sein, denn ich habe gemerkt: Sobald der Rucksack 2 Kilo mehr als üblicherweise wiegt (weil ich noch das ein oder andere mitnehmen will), hört der Spaß für mich sofort auf.

Ausrüstung Fußpilger

In Sachen Rucksack scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Ich für meinen Teil bin nach langem Testen schlussendlich bei diesem Teil hier gelandet und kann dem Osprey Kestrel 48 Trekkingrucksack für Männer eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

  • Voll verstellbare AirScape Rückenplatte mit Schaumstoffrippen für Tragekomfort und Passform
  • Integrierte und abnehmbare Regenhülle
  • U-förmiger Reißverschluss an der Vorderseite
  • Stow-on-the-Go Befestigung für Trekkingstöcke
  • Von zwei Seiten zugängliche PowerMesh Fächer für Wasserflaschen

Wanderstöcke sind für mich ein sehr wichtiges Ausrüstungsinstrument.

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