Victoria E-Bike Test: Eine umfassende Bewertung

Seit über 130 Jahren werden bei Victoria Fahrräder gebaut. E-Bikes sind ja gewissermaßen die (umweltfreundlicheren) Nachfolger dieser Fahrräder mit Hilfsmotor.

Victoria Cysalo 7 im Test

Victoria aus Hoya hat seine Modellpalette für 2025 neu sortiert. Ein Fokus der Niedersachsen liegt auf dem Preis-Leistungs-Verhältnis. So ist das gefällig designte Tourenrad Cysalo 7 mit bewährten Großserienkomponenten und einem klassisch eleganten Aluminium-Rahmen ausgestattet.

Der 545-h-Akku ist in den Rahmen teilintegriert, lässt sich sehr leicht entnehmen und extern laden. Kettenschutzkasten, Rahmenschloss und variabler Gepäckträger mit Federklappe sprechen für Alltagsnutzen. Gefederte Sattelstütze, Flossengriffe und höhenverstellbarer Vorbau sprechen für Komfort.

Die Alu-Schutzbleche halten Schmutz effektiv vom Hosenbein fern, die Contec-Beleuchtung überzeugt, der Frontstrahler könnte etwas heller sein. Dank des höhenverstellbaren Vorbaus ist die Sitzposition sehr variabel. Der gekröpfte Lenker greift sich angenehm, die Flossengriffe beugen Ermüdung vor. Dafür, dass die Reifen recht schmal und die Federgabel vergleichsweise einfach ist, bietet das Cysalo 7 viel Komfort.

Die CST-Reifen überraschen ebenfalls. Sie sind sehr laufruhig und bieten guten Halt. Eine gute Wahl von Victoria ist der Active Line Plus-Motor. Er ist zwar spürbar weniger kraftvoll als das Bosch-Topmodell Performance Line CX. Aber in Kombination mit der 7-Gang-Nabe erklimmen wir so auch steilere Auffahrten. Erst ab 20 Prozent Steigung wird es mühsam.

Die hydraulischen Felgenbremsen packen kräftig zu, sind gut zu dosieren. Für 2599 Euro bekommen Käufer des Victoria Cysalo 7 erstaunlich viel E-Bike. Der Antrieb ist stimmig, die Komponenten sehr solide.

Zul. hydr. MIK Systemgepäckträger mit Federklappe, bis 25 kg, Rahmenschloss, ­höhenverst.

Victoria Utilyon 4 im Test

Victoria bietet ein Gegenmittel an, geplagt von Reichweitenangst. Das E-Bike Utilyon 6 hat die Energie für zwei. Victoria Utilyon 4 im Test: Einmal um den Gardasee, aber bitte ohne Tankstopp: Mit dem Utilyon hat Trekking-Multi Victoria ein Stadt-Land-E-Bike mit bis zu 1475 Wattstunden aus zwei Bosch-Akkus im Programm.

Denn im Unterrohr steckt im getesteten Utilyon 4 ein 750 Wattstunden Stromfass, im Sattelrohr zusätzlich noch ein etwas kleinerer mit 545 Wattstunden. Summa summarum macht das dann schier gigantische 1295 Wattstunden - das ist mehr, als eine Starter-Batterie im Pkw in der Regel hat. Wer die volle Dröhnung braucht, kann gar 1475 Wh Gesamtkapazität bekommen, dann steckt hinten ein 725er-Akku drin. Alle Modelle werden vom berühmt-berüchtigten CX-Motor der vierten Generation samt Smart-Anbindung.

Auch die weiteren Anbauteile passen: Die zehnfach Deore-Schaltung ist ein haltbarer Kilometerfresser, aber natürlich keine edle Ware. Das kann man von der MT5E-Bremse von Magura mit seinen 203/180-mm-Scheiben nicht behaupten, die gehen für den Preis voll in Ordnung und sind waschechte Wurfanker. Gute Schwalbe-Reifen, eine Parallelogramm-Sattelstütze sowie eine vollständig alltagstaugliche weitere Ausstattung aus Schutzblechen, Licht und Co. runden das Gesamtpaket ab. Insgesamt ist das Rad mit 5999 Euro natürlich kein Schnäppchen - aber sinnvoll und gut ausgerüstet.

Hohes Gewicht, Superhohe Zuladung

Satte 36 Kilo wog unser Testrad auf der Redaktionswaage. Wer nun davon ausgeht, dass nur 90 Kilo Piloten überhaupt zugelassen sind, der irrt sich: Satte 143 Kilo Zuladung gibt Victoria für das Utilyon an. Das ist unser Rekord für das Testjahr 2025 - und ist bei der E-Bike-Klasse auch absolut sinnvoll. In Kombination mit der sehr guten Magura-Bremse haben wir sodann auch keinerlei Bedenken, das Victoria für entsprechend schwere Piloten zu empfehlen. Das Gewicht geht in Anbetracht der Zuladung und Akku-Ausdauer in Ordnung, macht das Rad aber natürlich eher speziell.

Sehr Gute Verarbeitung mit Detailschwächen

Den Alu-Rahmen bietet Victoria als Tiefeinsteiger oder als klassischen Diamantrahmen an, Farbauswahl gibt es nur je nach gekaufter Variante, und dann auch nicht für jedes Modell. Das ist schade, zumal das Utilyon mit ab 4999 Euro (UVP) zwar in Summe seiner Teile fair bepreist ist, aber fernab eines Schnäppchens rangiert. An Rahmenverabreitung und -stabilität gibt es indes nichts zu kritteln: Die Schweißpunkte sind sauber überschliffen, der Lack auch bei näherer Betrachtung einwandfrei. Wo es hingegen haperte, war bei der Verlegung der Züge. Diese sind zwar schön ummantelt, am Lenkkopf fehlte uns jedoch Lackschutzfolie. Bei unserem Tester sah man bereits nach wenigen Kilometern unschöne Lackabschürfungen. Das kann man prima selbst beheben - bei dem Preis kann man das aber ab Werk erwarten.

Im Alltag gefahren: Victoria Utilyon 4

Einmal aufgesattelt merkt man direkt, dass das Utilyon kein kleines Rad ist: Man sitzt selbst als Einsachtzig-Pilot eher hoch, thront quasi auf dem Bike. Die Parallelogramm-Sattelstütze bewegt sich dabei merklich von vorn nach hinten und bringt spürbar Komfort, braucht aber etwas Eingewöhnung. Der breite Lenker samt den ergonomischen Griffen liegen gut zur Hand. Beim Losfahren und bei starken Steigungen merkt man unweigerlich das stattliche Gewicht, das lässt sich nicht kaschieren.

Einmal beschleunigt, liegt das Utilyon aber satt auf der Straße und fährt sich stabil wie ein Flugzeugträger. Enge Kehren sind nicht sein Metier, im städtisch-wuseligen Geläuf fahren die meist deutlich leichteren Bikes einfach davon. Dafür fährst du einfach weiter, wo andere längst die Steckdose ansteuern: 100 Kilometer sind ohne Probleme bei eher flachem Terrain drin - im Turbo-Modus, versteht sich. Flachland-Touristen dürften diesen Wert bei zahmerer Unterstützung locker verdoppeln können. Irre!

Test-Fazit: Victoria Utilyon 4

Das Utilyon ist ein echter Spezialist: Wer die größtmögliche Akku-Kapazität sucht, findet hier sein perfektes Rad. Wir sehen das Victoria vor allen Dingen als attraktiven Alltags- und Tourbegleiter für großgewachsene und/oder entsprechend schwere Radfahrer. Der Rahmen hält buchstäblich was aus, zusammen sind die beiden Akkus echte Kilometerfresser. Aber: Auch die 36 Kilo sind ein Wort und müssen bewegt werden können. Kurz: ein spezielles Rad für spezielle Fahrer - wer hier auf seiner Suche gelandet ist, sollte eine Probefahrt wagen.

Bewertung des Victoria Utilyon 4

  • Punkte: 819
  • Note: sehr gut

Vorteile:

  • Reichweitenkönig dank Doppel-Akku
  • Sehr gute Bremse
  • Sehr gute Zuladung
  • Allgemein sinnvoll, wenn auch nicht edel ausgestattet

Nachteile:

  • 36 Kilo Fahrradgewicht wollen gesteuert werden
  • Fahrdynamisch gesehen eher träge
  • Kein Schnäppchen
  • In unseren Augen sehr spitzer Einsatzzweck

Victoria Fybron 8 im Test

Für 2024 präsentiert Victoria sein neues E-Bike-Flaggschiff: Mit dem Fybron 8 haben ein außergewöhnliches Trekking E-Bike auf 27,5er-Laufräder gestellt, bei dessen Anblick sich ein Regenbogen spiegelt ...

Victoria Fybron 8: Tourenrad auf höchstem technischen Niveau

Als wir das vollausgestattete Fybron 8 aus unserem Versandeingang in die Radwerkstatt trugen, wurden wir stutzig: Normalerweise wiegen aktuelle Trekking E-Bikes mit SUV-Konzept inzwischen um die 30 kg. Überraschung: beim Anheben des Fybron 8 erfährt man keinen plötzlichen Muskelfaserriss. Die Kontrolle auf der Waage bestätigt: 24,3 kg fürs Testrad in Größe M, das kann sich sehen lassen!

Bei der Durchsicht wird dann auch klar, wie Victoria auf das schlanke Gewicht kommt: Nur Zutaten aus der Gourmet-Küche zieren das SUV-Bike. Der durchaus voluminöse Rahmen ist aus leichtem Carbon, ebenso die Sattelstütze. Dank der Fox-Federgabel dürfte das Fahrwerk des Fybron 8 entsprechend angenehm dämpfen und bietet die Basis für ein richtig gutes Trekkingrad.

Beim Laufradsatz verlässt sich Victoria auf die vielfach eingesetzten DT Swiss HU 1900er-Laufräder, deren geöste Felgen und 2,3 mm starke Speichen gerade im Trekking-Bereich nichts zu befürchten brauchen. DT Swiss gewährt für den HU 1900 Laufradsatz ein Systemgewicht von satten 180 kg, ideal für Touren mit Gepäck über Stock und Stein. Und gerade die montierten Schwalbe Hurricane Reifen sind ein guter Kompromiss zwischen Leichtlauf, Grip und Pannensicherheit.

Kräftig, Robust und Bewährt: Bosch Performance Line CX

Im Flaggschiff der Victoria-Flotte gehen die Konstrukteure keine Kompromisse ein und verbauen ins Carbon-Chassis Boschs CX. Das Antriebsaggregat mit seinen 85 Nm Drehmoment wurde auch von uns schon so oft getestet, der CX ist ein Selbstläufer. Kombiniert mit einem integrierten 750 Wh-Akku ist das Antriebssystem ideal für weitläufige Ausflüge. Das Antriebssystem des Fybron ist im aktuellen Smarten System eingebettet, das neben der individuellen Konfiguration der Unterstützungsstufen durch die eBike Flow App z.B. auch eine Navigation ermöglicht und du dein Rad elektronisch sperren kannst.

Sram X01 Eagle AXS: Elektronisch Schalten

Wer Srams aktuelles X01 Eagle AXS Schaltwerk betrachtet stellt gleich fest: ein Bowdenzug geschweige den ein Kabel fehlt?! Richtig. Die Übertragung der Schaltbefehle vom AXS Eagle Taster aus funktioniert über Funk. Das sehr leichte Schaltwerk schaltet die zwölf Gänge exakt und schnell, die Entfaltung reicht von 1,80 m im leichtesten Berggang bis zu 9,30 m pro Kurbelumdrehung in der Abfahrt. Das reicht auch für Alpenpässe rauf und runter.

Kompletter Tourer

Auf unseren Testfahrten hinterlässt das Fybron 8 stets einen überzeugenden Eindruck: Sei es beim kurzen und schnellen Trip eben mal in den Wald zum Durchatmen oder beim Pendeln von den Stuttgarter Außenbezirken ins Büro und zurück. Auch die eine oder andere Wochenend-Tour gestaltet sich mit dem Victoria Fybron 8 zum Genussausflug: Das Victoria ist ein toll funktionierendes Rad mit äußerst sinnvoller Ausstattung. Und das Licht zeigt sich in der aktuellen eher dunklen Jahreszeit in der Fernlichtstufe gleißend hell. Lediglich die Ausleuchtung an den Rändern könnte einen Tick heller ausfallen.

Der Rahmen ist erstaunlich bequem, die Fox-Forke macht einen tollen Job, das Heck federt dank Carbon-Rahmen und dicken Reifen spürbar mit. Gerade in der Stadt mit seinen engen Gasen und oft verwinkelten Radwegen im Stuttgarter Schlossgarten gefällt die flinke Agilität des Fybron und verleitete unsere Tester meist zur flotten Fahrt, unterstützt vom schnellen Schaltmechanismus der Sram X01 Eagle AXS.

Fazit

Das Victoria Fybron 8 überzeugt mit seinem breiten Einsatzbereich. Das sportlich orientierte sowie leichte Trekking E-Bike macht nicht nur auf Touren echt Laune, auch kurze und schnelle Ausritte zwischendurch oder Pendelfahrten werden mit dem kompromisslos ausgestatteten Pedelec zum Vergnügen.

Bewertung des Victoria Fybron 8

  • Punkte: 781
  • Note: sehr gut

Vorteile:

  • Sehr kräftiger Bosch-Antrieb
  • Sehr gut verarbeiteter Rahmen
  • Hohe Wendigkeit
  • Perfekte Ausstattung

Nachteile:

  • Schließzylinder am Akkuschacht unglücklich platziert

Victoria Parcours 5 im Test

Victoria schickt mit dem Parcours 5 einen eleganten Offroad-Tiefeinsteiger in den Vergleichstest, der auch in der City eine gute Figur macht und mit konsequenter Designsprache besticht. Es kommt für 5.999 € mit Bosch Smart System und Bosch PowerTube 625-Akku.

Das Victoria Parcours 5 macht all jenen Avancen, die sorglos und elegant in der Stadt und auf dem Land unterwegs sein wollen. Das entspricht auch der Intention, die Victoria bei der Entwicklung verfolgt: zuverlässige Alltagsräder - fürs Pendeln und für Abenteuertouren, für Groß und Klein. Das Parcours ist in verschiedenen Ausstattungspaketen erhältlich und kommt entweder mit herkömmlicher Kettenschaltung oder Riemenantrieb.

Das Victoria Parcours 5 spricht eine elegante und starke Designsprache mit klaren Kanten und Linien. Der Dämpfer ist clever im Sitzrohr versteckt und von der Seite nahezu nicht sichtbar, was das Setup jedoch leider etwas erschwert. Angesteuert wird er durch ein fast komplett verborgenes Gelenk. Der cleane Look führt sich bis zur Front fort: Die vielen Kabel vor dem Cockpit sind sauber gebündelt und verschwinden am Steuerrohr in den Rahmen. Auf eine Winkelverstellung des Vorbaus wurde zugunsten des Designs verzichtet. Am geschwungenen Vorbau befindet sich eine dezente Aufnahme für das Bosch Kiox 300-Display.

Durch das neue Bosch Smart System haben viele praktische Connectivity-Features Einzug gehalten. So legt der eBike Lock die Motorfunktionen lahm und macht es Langfingern schwer, das Bike zu entwenden. Das Smartphone wird dabei zum digitalen Schlüssel. Die Navigationsfunktion hilft, den richtigen Weg auch in unbekanntem Terrain zu finden. Der kraftvolle Motor stellt 85 Nm Drehmoment zur Verfügung und holt die notwendige Energie aus dem Bosch PowerTube-Akku mit 625 Wh.

Wer den Akku zum Laden gerne aus dem Bike nimmt, hat leichtes Spiel. Gut geschützt durch ein lackiertes Cover, lässt er sich einfach nach oben aus dem Unterrohr entnehmen. Das Bike kann auch direkt über den Ladeport geladen werden, welcher oberhalb des Motors platziert ist. Zu beachten ist jedoch, dass der Ladeport nur durch ein dünnes Gummi-Cover abgedeckt und somit unzureichend vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Beim Victoria Parcours 5 kommt das neue Bosch Smart System mit dem 85 Nm starken Performance Line CX-Motor zum Einsatz. Die Bosch-Parts punkten mit ordentlicher Motor-Unterstützung und nützlichen Connectivity-Features. Diese sind zudem schön im Rahmen integriert. Das Victoria Parcours ist mit einer Vollausstattung versehen und somit sowohl für den Alltag als auch längere Touren konzipiert.

Zu diesen Komponenten gehört unter anderem der MIK-Gepäckträger mit Federklappe, der ein schnelles und leichtes Befestigen der Taschen ermöglicht. Auch das im Schutzblech integrierte Bremslicht macht sich im Straßenverkehr besonders bezahlt und sorgt für eine gute Sichtbarkeit. Das CONTEC Dlux 120 E+-Frontlicht hätten wir für eine bessere Ausleuchtung allerdings weiter oben am Lenker platziert.

Rollt man über Bordsteinkanten oder durch Schlaglöcher, bietet die Vollfederung genug Komfort und Reserven, um Stöße abzufedern. Die SR Suntour MOBIE34-Gabel und der SR Suntour EDGE-Luftdämpfer verfügen jeweils über 100 mm Federweg und sind ähnlich straff abgestimmt wie am ZEMO. Zum etwas satteren Setup tragen auch die härteren Schwalbe Al Grounder 2,35”-Reifen bei. Sie bieten nicht nur etwas weniger Dämpfungseigenschaften, ihre glatte Lauffläche kann auch abseits befestigter Wege nicht die gleiche Traktion aufbringen wie die grober profilierten Schwalbe Johnny Watts-Reifen der anderen Bikes im Vergleichstests.

Bequeme Fahrer, die in Städten oder Regionen mit flacher Topographie unterwegs sind, finden an der Enviolo HD-Nabenschaltung Gefallen. Die Übersetzung kann stufenlos über den Handgriff gewählt werden und ermöglicht in Kombination mit dem starken Motor ein entspanntes Cruisen in der Ebene. Steht jedoch ein Ausflug in den Alpen an, hat die Nabenschaltung nicht genug Bandbreite, um auch steile Anstiege im kleinen Gang gut zu bewältigen. Bei hoher Belastung droht sogar die Gefahr, dass das Getriebe in der Nabenschaltung einfach durchrutscht.

Auch Abenteurer, die viel Gepäck auf dem Heck transportieren, müssen nicht nur das moderate zulässige Gesamtgewicht von 140 kg im Blick, sondern das Bike auch immer fest im Griff behalten. Das Parcours 5 neigt bei hohem Tempo und starker Beladung zu Lenkerflattern, sobald man die Hand vom Lenker nimmt. Von schweren Fahrern und Radlern mit viel Gepäck erfordert das Victoria zudem eine saubere Bremstechnik, sonst kommen die Shimano-Zweikolbenbremsen trotz großer 200-mm-Bremsscheibe an der Front an ihr Limit.

Aber auch weniger kräftige Fahrer könnten Mühe haben, das 31,6 kg schwere E-Bike sicher zu bedienen, denn kein anderes Bike im Test war schwerer.

Victoria Parcours 5: Technische Daten

Komponente Details
Motor Bosch Performance Line CX Smart System 85 Nm
Akku Bosch PowerTube 625 Wh
Display Kiox 300
Federgabel SR Suntour MOBIE 34 100 mm
Dämpfer SR Suntour Edge 100 mm
Sattelstütze Limotec A1 75 mm
Bremsen Shimano BR-MT420 200/180 mm
Schaltung Enviolo HD 380%
Vorbau Victoria "integrated Stem" 70 mm
Lenker Ergotec Riser Bar 720 mm
Laufradsatz Mach 1 "MAXX" 27,5"
Reifen Schwalbe Al Grounder 2,35"
Gewicht 31,6 kg
Zul. Gesamtgewicht 140 kg

Bei Design und Integration der Vollfederung haben die Entwickler von Victoria ganze Arbeit geleistet. Durch das etwas straffere Fahrwerk und die Komponentenwahl, wie Reifen und Schaltung, ist das Victoria Parcours 5 eher city- als offroad-tauglich und hat daher nicht so vielfältige Einsatzmöglichkeiten wie die anderen Bikes im Vergleichstest. Für Fahrten im Flachland ist der Riemenantrieb gut geeignet.

Allgemeine Eigenschaften von Victoria E-Bikes

  • City E-Bikes: Für kurze und mittellange Strecken, die eben und gut ausgebaut sind. Mit Gepäckträger, Ständer und Reflektoren ausgestattet. Die Sitzposition beim City E-Bike ist aufrecht und ermöglicht eine gute Übersicht.
  • E-Trekking Bikes: Ein gut konzipiertes, solides City-Bike.

Wie schneiden E-Bikes von Victoria in der Fachpresse ab?

Ausnahmslos gut. Das war nicht immer so: Wegen mäßig bremsender, mechanischer V-Bremsen fuhr das Modell Assen bei der Stiftung Warentest vor etlichen Jahren ein „Mangelhaft“ ein - ein Schicksal, das Marktriesen wie KTM, Raleigh und Kreidler einst teilten. Diese Schwäche merzt Victoria heute wie die meisten Markenanbieter durch Scheibenbremsen mit hydraulischer Bremskraftübertragung aus.

Beim Fahrhandling und Komfort erzielen die E-Bikes des Herstellers in den Vergleichstests der Magazine hohe Punktewerte. Erfreulich: Auch ohne Motorunterstützung kommen sie gut voran. Das Blatt wendet sich beim Gewicht und Reichweitenvergleich, Victoria-Pedelecs sind schwer und machen vor der Konkurrenz schlapp. Dem wirken auch die meist montierten und wegen ihrer Effizienz so umjubelten Bosch-Motoren kaum entgegen. Ausnahmen finden sich in der eTrekking-Serie, das eTrekking 8.8 erzielte in diesem Prüfkapitel sogar einen Spitzenplatz.

Welche getesteten XXL-E-Bikes gibt es von Victoria?

Topmodelle aus Victorias XXL-Pedelec-Sparte setzen das Gewichtslimit bei 170 kg. In der Testlandschaft sind sie dünn gestreut, einziges bislang getestetes Modell aus dieser Gruppe ist das eUrban 11.9. Ergiebiger ist die Testausbeute in der Gewichtsklasse darunter. Diese Modelle packen eine Gesamttraglast von 140 kg: Victoria eTrekking 8.9, Victoria eTrekking 7.8, Victoria eTrekking 6.3, Victoria eTrekking 6.4.

Randnotiz: Fast alle Hersteller - auch Victoria - geben das sogenannte Systemgewicht an. Die mögliche Zuladung ermitteln Sie, indem Sie das Eigengewicht des Rads vom angegebenen Gewichtslimit abziehen. Beispiel: Bei einer angegebenen Belastbarkeit von 140 kg und einem Eigengewicht des Rads von 25 kg ergibt sich eine maximal mögliche Zuladung von 115 kg. Das schließt Ihr Körpergewicht mit ein. Wiegen Sie 100 kg, können Sie also noch weitere 15 kg aufs Rad packen.

Können E-Bikes von Victoria auch online bestellt werden?

Victoria vertreibt seine E-Bike-Modelle wie alle anderen Räder ausschließlich über den Fachhandel. Dort können Sie sie auch zur Probe fahren oder Gewährleistungsansprüche geltend machen.

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