Informationen zu Vierradfahrrädern und Alternativen

Van Raam bietet verschiedene Arten von Spezialfahrrädern an. Darunter Fahrräder für eine Person, aber auch Fahrräder, auf denen Sie mit zwei oder sogar mit vier Personen fahren können. Van Raam hat mehrere Typen von 3-Rad-Fahrrädern für Kinder und Erwachsene im Sortiment, die eine gute Alternative zu einem 4-Rad-Fahrrad darstellen.

3-Rad-Fahrrad als Alternative zu einem 4-Rad-Fahrrad

Ein 3-Rad-Fahrrad kann eine gute Alternative für ein 4-Rad-Fahrrad sein. Ein 3-Rad-Fahrrad hat viele Vorteile gegenüber einem 4-Rad-Fahrrad:

  • Kleinerer Wendekreis: Ein 3-Rad-Fahrrad mit einem Vorderrad hat einen kleineren Wendekreis als ein 4-Rad-Fahrrad mit zwei Vorderrädern. Dadurch wird das Fahrrad wendiger.
  • Einfach zu fahren: Ein 3-Rad Fahrrad ist einfacher zu fahren als ein 4-Rad-Fahrrad, vor allem, wenn man an ein Zweirad gewöhnt ist. Der Schritt von einem Fahrrad mit zwei Rädern zu einem Fahrrad mit vier Rädern ist größer, da ein Fahrrad mit vier Rädern zwei Räder an der Vorderseite hat. Der Schritt zu einem Dreirad mit einem Rad vorne ist also kleiner.
  • Große Auswahl: Es gibt viele verschiedene Arten von Dreirädern auf dem Markt. Bei Van Raam gibt es acht verschiedene Typen von Dreirädern für Erwachsene. Das bedeutet, dass es immer ein Fahrrad gibt, das zu Ihnen passt.

Sehen Sie sich unten 3-Rad-Fahrräder für Erwachsene an:

Midi

Das Midi ist ein traditionelles Dreirad für junge Leute und kleine Erwachsene.

Midi ansehen

Mehrpersonenfahrrad als Alternative zum 4-Rad Fahrrad

Van Raam hat auch verschiedene Arten von Mehrpersonenfahrrädern im Sortiment, die als Alternative zu einem 4-Rad Fahrrad verwendet werden können. Van Raam hat die folgenden Fahrräder für mehrere Personen im Programm:

  • Tandems
  • Rollstuhlfahrräder
  • Parallel Tandems
  • Rikscha Fahrrad

Fun2Go als Alternative für ein 4-rädriges Duo Fahrrad

Eines der beliebtesten Fahrräder von Van Raam ist das Duo Fahrrad Fun2Go. Dieses Fahrrad ist eine gute Alternative für ein 4-rädriges Duo Fahrrad. Mit dem Fun2Go Duo Fahrrad können Sie gemeinsam Seite an Seite radeln. Da Sie nebeneinandersitzen, können Sie sich gut unterhalten und gemeinsam die Umgebung genießen. Der Fahrer hat die volle Kontrolle über das Begleitfahrrad, und der Beifahrer kann optional mitradeln. Damit eignet sich dieses Fahrrad sehr gut für das Radfahren mit Menschen, die nicht (mehr) selbstständig am Verkehr teilnehmen können.

Vorteile eines Duo Fahrrads mit 3 Rädern

Das Van Raam Fun2Go Duo Fahrrad hat 3 Räder, was viele Vorteile gegenüber einem Duo Fahrrad mit 4 Rädern hat. Da das Fun2Go 1 Vorderrad und 2 Hinterräder hat, ist das Fahrrad sehr wendig und hat einen kurzen Wendekreis. Das Fahrrad kann sich um seine eigene Achse drehen. Weitere Vorteile sind:

  • Gute Sicht und gute Kommunikation durch nebeneinander liegende Sitze
  • Wenn der Beifahrer sich hinsetzen kann, kann er bereits mitfahren (Mitfahren ist keine Pflicht)
  • Eine Person steuert, beide können treten
  • Bequeme verstellbare Sitze mit Rückenlehne
  • Kein Einstieg, einfach Platz zu nehmen
  • Erweiterbar mit dem FunTrain Tandem-Fahrradanhänger

Fun2Go ansehen

Fun2Go Duo Fahrrad mit Tretunterstützung

Das Fun2Go kann optional mit einer Tretunterstützung ausgestattet werden. Mit diesem System können Sie ohne große Anstrengung auf dem Duo Fahrrad fahren. Das Silent-System wurde von Van Raam speziell für Van Raam-Fahrräder entwickelt. Alle Van Raam-Fahrräder mit Tretunterstützung sind Smart e-bikes und können die Van Raam e-bike-App nutzen. Mit der Van Raam App können Sie ein anderes Unterstützungsprogramm auf Ihrem Van Raam Fahrrad einstellen.

Vorteile der Tretunterstützung

  • Drei verschiedene Unterstützungsmodi und Starthilfe
  • Einfach zu bedienen
  • Nahezu geräuschlose und sehr leistungsstarke Elektromotoren
  • Äußerst hochwertige und sichere Akkus
  • Individuell programmierbare an die Behinderung angepasste Unterstützung
  • Tretunterstützung vorwärts und rückwärts

Sind Sie neugierig, ob das Fun2Go eine gute Alternative für ein 4-rädriges Duo Fahrrad ist? Vereinbaren Sie einen Termin im Van Raam Ausstellungsraum in Varsseveld oder in unserem Ausstellungsraum in Deutschland. Hier werden Sie fachkundig beraten und haben die Möglichkeit, den Fun2Go auf der Teststrecke auszuprobieren. Eine Probefahrt ist auch bei einigen Van Raam-Händlern möglich. Bitte wenden Sie sich an einen Händler in Ihrer Nähe.

Planen Sie eine Probefahrt

Möchten Sie mehr über unsere Alternative zum 4-rädrigen Duo Fahrrad erfahren? Im Gegensatz zum herkömmlichen Dreirad hat das Vierrad an beiden Achsen jeweils zwei Räder - also vorne und hinten. Durch diese Bauweise haben Sie als Fahrer ein besonders sicheres Fahrgefühl.

Außerdem können Sie durch die Breite des Vierrads, die Sie immer im Blick haben, auch Engstellen im Stadtverkehr besser einschätzen, um sicher an Ihrem Hindernis vorbeizufahren. Das Vierrad legt im Vergleich zum Frontdreirad, das nur vorne zwei Räder hat, sogar nochmal eine Portion Sicherheit drauf. Durch die Rückenlehne können Sie sich beim Fahren auch bequem zurücklehnen und können sich voll und ganz auf den Verkehr um Sie herum konzentrieren.

Neben den vier Rädern sorgt auch der Überblick, den Sie jederzeit über Lenkrad, Pedale und Schaltung haben, dafür, dass Sie sich beim Fahren besonders sicher fühlen. Wie die meisten Dreirad-Typen verfügt auch das Vierrad über einen gepolsterten Sitz mit Rückenlehne. Alle Bestandteile des Sitzes lassen sich so anpassen, dass er perfekt auf Ihre Bedürfnisse und Ihre bevorzugte Sitzposition abgestimmt ist. Dazu zählt vor allem die Höhe und der Neigungswinkel der Rückenlehne, welche außerdem über ein ergonomisches Polster verfügt. Der Einstieg des Vierrads liegt besonders nah am Boden, sodass Sie beim Absteigen im Stadtverkehr quasi direkt Ihren Fuß vom Pedal auf den Boden stellen können. Auch der Lenker kann an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.

Durch die Bauweise, dank der Sie die Breite des Vierrads immer im Blick haben, können Sie mit dem Vierrad besonders sicher durch den Stadtverkehr navigieren. Und so können Sie auch gleich mehrere Besorgungen in einem erledigen, denn das Vierrad kann mit verschiedensten Körben und Taschen sowohl vorne als auch hinten ausgestattet werden, sodass Sie stets genug Platz haben, um Ihre Einkäufe unterzubringen.

Lastenfahrräder

Lastenfahrräder gehören zur Kategorie der Spezialräder. Sie sind flexibel einsetzbar und je nach Bedarf mit passenden Aufbauten ausgestattet - für den Transport unterschiedlicher Fracht und/oder für die Mitnahme von Kindern, Hunden oder Erwachsenen. Die Mehrzahl der modernen Lastenräder sind Pedelecs - also E-Lastenräder, deren Elektromotoren nur beim Treten in die Pedale unterstützen. Der Markt bietet mittlerweile eine enorme Bandbreite an Modellen.

Da innerhalb von Lastenrad-Typen die jeweiligen Modelle unterschiedliche Eigenschaften haben (z.B. in Bezug auf Aufbau, Komponenten, Sitzposition, Länge, Laufradgrößen,…), zeigen wir exemplarisch mehrere Modelle. Hier differenzieren wir die Lastenrad-Typen anhand der Anzahl der Laufräder und wo sich die Ladefläche befindet. Es gibt Lastenräder mit zwei Rädern (einspurige Lastenräder) und Lastenräder mit drei bis vier Rädern (mehrspurige Lastenräder).

Einspurige Lastenräder fahren sich i.d.R. agiler als mehrspurige Lastenräder und eignen sich für schnelle Transporte auch auf längeren Strecken. Beim Halten muss die Last allerdings ausbalanciert werden. Mehrspurige Lastenräder können wiederum i.d.R.

Lastenradtypen

Es gibt verschiedene Lastenradtypen, die sich durch die Position der Ladefläche unterscheiden:

  • Short John (Bäckerrad): Eine am Rahmen fest montierte Ladefläche befindet sich über dem Vorderrad.
  • Filibus: Vorderrad und Gabel sind nach vorne verlagert, die Steuerung erfolgt indirekt über ein Lenkgestänge unterhalb der Ladefläche.
  • Long John: Die Ladefläche befindet sich zwischen Lenker bzw. Steuerrohr und Vorderrad.
  • Diamantlader: Lastenräder mit einem verlängerten Diamantrahmen und einer Ladefläche zwischen Ober- und Unterrohr.
  • Longtails: Lastenräder mit einem stabilen, verlängertem Gepäckträger.
  • Midtails: Ähnlich wie Longtails, aber mit einem etwas kürzeren Radstand.
  • Lowtail: Eine seltene Bauform mit einer tiefliegenden Ladefläche zwischen Tretlager und Hinterrad.

Dreiräder mit Ladefläche vorne

Dreiräder mit Ladefläche vorne haben i.d.R. ein Hinterteil wie bei einem „normalen“ Fahrrad, sodass keine Anpassung beim Antrieb und Kette nötig sind. Die Fracht ist im Blick und der Laderaum zwischen den Vorderrädern sinkt in der Konstruktion möglichst weit nach unten. Dreiräder sind im Vergleich zum Long John i.d.R. breiter, aber dafür kürzer. Zudem bieten sie oft mehr Ladekapazität. Für die Kindermitnahme gibt es Modelle mit vier oder sogar sechs Plätzen.

Lenkungsarten bei Dreirädern

  • Drehschemel- / Schwenkachs-Lenkung: Die komplette starre Vorderradachse schwankt mitsamt der Kiste darüber über ein Drehgestell.
  • Achsschenkel- / Ackermann-Lenkung: Die Vorderräder werden indirekt über ein Lenktrapez angesteuert.
  • Hinterrad-Lenkung: Die Ansteuerung des Hinterrades erfolgt über ein Lenkgestänge.
  • Delta-Dreiräder / Delta Trikes: Die Lenkung erfolgt wie bei einem „normalen“ Fahrrad.

Vierräder

Vierräder haben wie Delta-Dreiräder i.d.R. hohe Nutzlastwerte. Viele Modelle sind Liege- bzw. Sesselräder. Der Antrieb erfolgt i.d.R. per Differenzial über die Hinterachse. Mit einem vollgefederten Fahrwerk kann die Kippgefahr in der Kurve reduziert werden.

Modellgruppen von Lastenrädern

Mit Modellgruppen beschreiben wir hier Lastenrad-Typen, die über verbindende Eigenschaften verfügen, jedoch auf unterschiedlichen Bauformen basieren können. Dabei erfolgt die Einteilung sowohl bezogen auf Dimensionierung (Kompaktlastenrad, Schwerlastenrad) als auch auf die nutzungsbedingte Funktion und Ausstattung (Rikscha, Zustellrad, Familienrad…).

Lastenräder können darüber hinaus grob in private und gewerbliche Nutzung unterteilt werden - allerdings sind die Übergänge fließend. Schließlich werden einige Modellgruppen (z.B. Pritsche, Kofferfahrzeug,…) sowohl in privaten als auch in gewerblichen Kontexten genutzt. Das Vorhandensein von Sitzen für die Kindermitnahme schließt wiederum eine gewerbliche Nutzung des Modells nicht aus.

Kompaktlastenräder

Eine genaue Definition des Kompaktlastenrades gibt es nicht. Modelle, die als solche bezeichnet werden, sind jedoch üblicherweise unter zwei Meter lang und haben oftmals 20“ oder gar noch kleinere Laufräder. Einige Modelle zeichnen sich durch praktische Features aus, wie z.B. ein zusammenfaltbarer Korb. Die meisten Kompaktlastenräder basieren auf einspurigen Bauformen - aber es gibt auch besonders kurze und kompakte Dreiräder. Ob mit oder ohne E-Antrieb - diese Modellgruppe ist vor allem für Menschen attraktiv, die mit begrenztem Platz in der Stadt leben oder ein Lastenrad suchen, dass ggf.

Schwerlastenräder

Schwerlastenräder sind mehrspurige Lastenräder mit einer besonders stabilen Rahmenkonstruktion. Sie können einiges an Zuladung transportieren und sind mit Komponenten ausgestattet, die auf hohe Belastbarkeit ausgelegt sind. Die Ladefläche bietet oftmals Platz für eine Europalette. Während es früher noch sehr mühsam war, ein solches Fahrzeug in Bewegung zu bringen, sind heutzutage Schwerlastenräder i.d.R. mit Elektromotoren ausgestattet und somit relativ einfach zu fahren.

Weitere Lastenradtypen

  • Pritschen: Fahrzeuge mit einer offenen Ladefläche.
  • Kofferfahrzeuge: Die Wahl, wenn Fracht abschließbar sein muss oder geschützt werden soll.
  • Postfahrräder: Mit tiefem Einstieg und stabilem Ständer mit Rollen.
  • Fahrradrikschas: Seit den 1950er Jahren in Asien verbreitet.
  • Rollstuhltransporträder: Geeignet für die Mitnahme von Menschen im Rollstuhl.
  • Familienmodelle: Mit Zubehör für die Kindermitnahme.

Historische Entwicklung der Lastenräder

Bereits um die Jahrhundertwende wurde das Potenzial von Fahrrädern zum Warentransport erkannt. Bäckerräder und Dreiräder gehörten schnell zum Straßenbild. Erste Diamantlader wurden ab 1910 in den Niederlanden von Firmen wie Bergrijer oder Veeno hergestellt. Sie dienten als Milchtransporter. Ab 1930 vertrieb die dänische Firma Smith & Co (SCO) den Long John, dessen Name sich bis heute für alle bauähnlichen Modelle durchsetzte. Mit der Liebe zum Automobil und der Etablierung von autogerechten Städten verschwanden ab den 1950er Jahren zunehmend die Lastenräder. Doch die Publikation Die Grenzen des Wachstums sowie die Ölkrisen 1973 und 1979 gaben Anlass, den eingeschlagenen Weg zu hinterfragen.

Das Lastenrad als Transportmittel wurde wiederentdeckt - vor allem in der Öko-Bewegung. Anfang der 1980er Jahre veröffentlichte Christian Kuhtz in seinen Einfälle statt Abfälle- Heften DIY-Selbstbauanleitungen für Lastenräder - darunter ein Schubkarren-Tieflader. In der Kopenhagener Freistadt Christiania wurden derweil wiederum die ersten Christiania Bikes gebaut. 1992 erfand Michael Kemper mit seinem innovativen Filibus das im Prinzip verlängerte Short John. Das Long John wurde hingegen bis in die 1990er Jahre nahezu unverändert weiter gebaut. Erst Ende der 1990er Jahre verpasste Maarten van Andel dem Typus ein Update.

Das Unternehmen Bakfiets (niederländisch für Lastenrad) war geboren. 1998 gründete sich Nihola. Anfang der 2000er entwarf der berühmte Fahrraddesigner Mike Burrows das 8Freight. Yuba und Surly präsentierten kurze Zeit später erste Longtail-Modelle. Die Fahrradkurierszene brachte weiteren Schwung in die Entwicklung von Lastenrädern. Mit dem Bullitt bewiesen Larry vs. Harry 2008, dass ein Long John leicht und sportlich sein kann.

Der größte Gamechanger wurde jedoch die zunehmende Elektrifizierung von Fahrrädern. Mit E-Unterstützung ausgestattet, bekamen Lastenräder das Potenzial aus der Nische heraus zu kommen und zum Massenprodukt zu werden. 2010 war der erste Prototyp des Urban Arrow Family fertig. 2013 folgte Riese & Müller mit dem Load - einem vollgefederten Long John in Gitterbauweise. Bicicapace und Omnium brachten elektrifizierte Versionen ihrer Modelle heraus. Kleine Hersteller wie Bernds oder Muli überzeugten mit ihren Ideen des Kompaktlastenrades - angepasst an die Bedürfnisse im modernen Stadtalltag. Es entstanden Lastenräder mit Neigetechnik und eine neue Generation von großen Radlogistik-Fahrzeugen.

Info: Diese Liste verfolgt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Urban Drivestyle Duo Moke

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie die Transformers aussehen würden, wenn sie keine Autos wären, sondern E-Bikes? Warum auch immer muss ich unfreiwillig an Bumblebee denken, wenn mich das Duo Moke mit seinen riesigen 7 Zoll Blech-Frontscheinwerfern anstrahlt. Der eigenwillige Prototyp stammt aus der Berliner Schmiede von Urban Drivestyle. Und dass er ein wenig kindlich, fast verspielt wirkt, passt ziemlich gut zu ihm.

Im Vorbeifahren halten manche dieses E-Bike vermutlich erst einmal für ein Buggy, das es aus einem imaginären Abenteuerurlaub auf den Fahrradweg geschafft hat. Technisch gesehen ist es jedoch ein Lastenrad mit elektrischer Unterstützung wie jedes andere auch. Sein bürstenloser Hinterrad-Nabenmotor von Bafang ist 250 Watt stark und leistet bis 80 Newtonmeter an Drehmoment. Bis zu den üblichen 25 km/h sorgt er für das elektrische Extra an Anschub. Das ist auch durchaus nötig. Immerhin bringt das Duo Moke 120 Kilogramm an Eigengewicht auf die Waage. Wer es aus der halb liegenden, halb sitzenden Fahrposition heraus in Bewegung bringen möchte, wird sich über die zusätzliche Power freuen.

Dank seiner Breite von nur 80 Zentimetern zwängt ihr euch mit diesem Bike erfolgreich durch so manche enge Gasse. Gleichzeitig steht euch gesetzeskonform jeder Fahrradweg offen. Mit einer Länge von 170 Zentimetern sprechen wir hier über ein sehr kompaktes Bike. Anhand der Zahlen wird aber auch klar: Einen handelsüblichen Fahrradständer könnt ihr mit dem Duo Moke vielleicht transportieren. Basis dieses Bikes ist eine Rahmenkonstruktion aus Stahl und Aluminium. Auf dem Rahmen gibt der Hersteller drei Jahre Garantie.

Der Windschutz reicht vorn über die gesamte Breite und geht in ein Dach über. Auf diesem sind Solarpanel angebracht. Der dort erzeugte Strom fließt direkt zum Akku des Motors. An sonnigen Tagen sollte es euch damit verdammt schwerfallen, den komplett leer zu fahren. Ganz perfekt ist das Dach aus unserer Sicht dennoch nicht. Ein wenig mehr Länge würde ihm guttun. Sitzen hinten Passagiere, werden die nur teilweise davon geschützt. Bei Regen tropft denen eventuell das Wasser ständig auf den Rücken. Ansonsten ist das Design angenehm einfach gehalten. In den Innenraum steigt ihr von links und rechts bequem hinein. Es gibt keine klassische Fahrerkabine und keinen geschlossenen Unterboden. Gelenkt wird über einen herkömmlichen Fahrradlenker, der mit einer entsprechend längeren Lenksäule verbunden ist.

Wie im Gokart aus Kindertagen sind die Kurbeln vorn angebracht. Bei gutem Wetter ist es angenehm luftig auf dem Duo Moke. Zum Schalten vertrauen Urban Drivestyle auf einfache Kettenschaltungen von Shimano. Der Prototyp kombiniert Shimano Altus SL-M310-Schalthebel mit einem Schaltwerk Shimano Tourney RD-TY300.

Zu großen Teilen wird das Fahrerlebnis von den auffälligen breiten Reifen geprägt. Satte vier Zoll messen die vom Durchmesser her 20 Zoll großen Laufräder. Die bulligen Pneus sollen für den nötigen Komfort sorgen. Zwischenzeitlich hatte der Hersteller sogar mit einer Federung experimentiert. Anscheinend hatte sich das bei den Tests mit verschiedenen Prototypenstufen jedoch nicht bewährt.

Was aber nun anfangen mit diesem besonderen Gefährt? Zur Beantwortung der Frage lohnt ein Blick auf die maximale erlaubte Zuladung. Dort stehen 150 Kilogramm zu Buche. Damit lässt sich so einiges anstellen. Zum Beispiel können zwei Erwachsene entspannt im Duo Moke am Strand entlang cruisen. Bei mindestens einem von beiden sollte die Bikini-Figur aber schon antrainiert sein. Schließlich sind 75 Kilogramm pro Erwachsenem kein zu großer Spielraum. Ein Erwachsener und ein Kind - die Rechnung sieht schon ganz anders aus.

Letztendlich hängt vieles davon ab, welches Zubehör für das Duo Moke bei seinem Markteintritt präsentiert wird. Hinter dem Fahrer ist theoretisch ausreichend Platz vorhanden um diverse Lösungen für den Warentransport anzubieten. Nach eigener Aussage misst Urban Drivestyle dem individuellen Konfigurieren des Bikes große Bedeutung bei. Angedacht ist das Auswählen zwischen verschiedenen Lichtern und Reifen. Zudem soll sich das Bike eben eher für den Transport von Personen oder Gütern ausstatten lassen. Für Surfboards wird es vermutlich eine Extra-Lösung geben.

Bleibt noch die überfällige Frage nach dem Preis. Dieser könnte für das Einstiegsmodell bei rund 5.000 Euro liegen. Das klingt ziemlich verheißungsvoll.

Dreirad / Vierad für Erwachsene muss, so wie ein Fahrrad, bei der Nutzung im öffentlichen Straßenland mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen sowie einem weißen Frontstrahler und einem roten Rücklicht ausgestattet sein. Darüber hinaus müssen zwei Reflektoren an jedem Rad montiert sein sowie jeweils vorn und hinten an den Pedalen. Die Pedale müssen außerdem auch rutschfest sein. Eine helltönende Klingel gehört ebenfalls zu einer verkehrssicheren Ausstattung nach der Straßenverkehrszulassungs-Ordnung (StVZO).

Eine besondere Genehmigung oder Versicherung für die Nutzung eines einfachen Erwachsenen Rades wird nicht benötigt. Auch eine Helmpflicht besteht hier nicht. Über die Radwegpflicht herrscht jedoch noch Uneinigkeit, da die Straßenverkehrsordnung (StVO) von einspurigen Fahrzeugen ausgeht, Dreiräder jedoch mehrspurig sind. Darüber hinaus gelten für Dreiradfahrer /Vierradfahrer dieselben Vorschriften bezüglich des Alkoholkonsums wie für Radfahrer.

Hersteller dieses Produkts: pfautec GmbH Wilhelmstr.

Batterien sind mit dem Symbol einer durchgekreuzten Mülltonne gekennzeichnet. Dieses Symbol weist darauf hin, dass Batterien nicht in den Hausmüll gegeben werden dürfen.

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