Egal, ob Sie in Ihrer Freizeit am liebsten mit Ihrem Mountainbike, dem Trekkingrad oder doch mit dem Rennrad unterwegs sind - bei allen Fahrradtypen gilt das eine: Eine große Rolle für das richtige Rollverhalten des Laufrads spielen die Fahrradfelgen, sie sind eines der wichtigsten Bauteile am gesamten Bike. Denn ohne sie ist es nicht möglich, sich auf dem Drahtesel überhaupt fortzubewegen.
Sollten Sie sich ein neues Fahrrad anschaffen, sind die Felgen natürlich schon im Bike passend verbaut. Doch nach einiger Zeit kann es bei viel gefahrenen Rädern oder älteren Modellen durchaus dazu kommen, dass Defekte im Bereich der Felge auftreten, welche zwingend einen Austausch der Felge erfordern. Ähnlich wie beim Auto ist die Fahrradfelge das optimale Mittel, um seinem Bike einen entsprechenden optischen Anstrich zu verpassen.
Ob eleganter, sportlicher oder einfach moderner - mit der richtigen Felgenauswahl lässt sich der Look eines ganzen Fahrrads verändern. Die Fahrradfelgen sind ein wichtiger Teil des gesamten Radkomplexes. Sie dienen eigentlich dazu, im äußeren Bereich des Bikes den Schlauch und den Reifen aufzunehmen und sorgen so für eine stabile Verbindung, die eine problemlose Fortbewegung ermöglicht.
Doch wie jedes andere Teil auch, kann eine Felge am Bike bei einem Unfall brechen oder es ermüdet mit der Zeit ganz einfach das Material. In letztem Fall reicht dann ein simpler Schlag auf das Bike, etwa beim Mountainbiken, und das beschädigte Teil geht zu Bruch. Wer aufgrund eines kaputten Teils also noch kein komplett neues Fahrrad kaufen will, sollte sich nach einer neuen und passenden Fahrradfelge umschauen.
Doch auch, um dem Bike einen ganz neuen und sportlichen oder eleganten Look zu verpassen, eignen sich Fahrradfelgen optimal. Die Funktion der Felge am Bike ist dabei ganz einfach erklärt. Sie sorgt dafür, dass Reifen, Schlauch und Speichen als ein Laufrad, als eine Einheit funktionieren.
Wichtige Aspekte beim Kauf einer Fahrradfelge
Obige Dinge gilt es also zu beachten, wenn Sie Fahrradfelgen kaufen wollen. Doch natürlich sind auch optische Aspekte beim Auswahl einer Felge nicht unwichtig. Schließlich will doch jeder bei einer Fahrradtour mit den besten Freunden etwas Schönes zum Vorzeigen haben. Der wohl wichtigste Aspekt beim Kauf einer Felge ist die Auswahl der richtigen Größe.
Der Durchmesser, der in der Regel in Zoll angegeben ist, bestimmt, für welche Fahrräder die Felge kompatibel ist, also an welchen Bikes Sie sie montieren können. Als allgemeiner Tipp: Für Mountainbikes müssen Sie meistens 26 Zoll Fahrradfelgen verwenden, bei fast allen anderen Fahrradtypen wie auch City- oder Trekkingbikes sind dagegen 28 Zoll Fahrradfelgen üblich.
Der zweite wichtige Punkt ist die Breite der Felgen. Hier gibt es große Unterschiede: Für Rennräder etwa gib es ganz schmale Felgen, für Trekkingräder oder Citybikes werden die Felgen schon etwas breiter, während sich für Mountainbikes ganz breite Fahrradfelgen eignen. Hinsichtlich des Materials gibt es vor allem preisliche Unterschiede. Wenn Sie eine eher preiswertere Alternative suchen, besteht die Fahrradfelge meist aus simplem Stahl.
Für den ambitionierteren Biker stellen jedoch Aluminium-Flegen eine echte und höherwertigere Alternative dar. Aluminium ist als Leichtmetall deutlich weniger anfällig gegenüber Oxidation und hat im Vergleich zu Stahl ein deutlich geringeres Eigengewicht. Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller sogenannte Hohlkammerfelgen.
Der Grund dafür ist schnell erklärt: Die ersten Fahrradfelgen bestanden fast ausschließlich aus Stahl. Um hier eine gute Steifigkeit herzustellen, war eine Menge Material notwendig. Das hatte zwei grundlegende Nachteile: Einerseits ist mehr Material natürlich auch mit höheren Kosten verbunden - andererseits erhöhte sich aber auch das Gewicht der Felge dramatisch.
Die Hohlkammerfelgen verfügen dagegen über - man höre und staune - Hohlkammern im Innern der Felge, welche Sie deutlich leichter und kostengünstiger machen. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Felgenauswahl ist die Bauart, wobei es eine Unterscheidung zwischen sogenannten Tiefbettfelgen und V-Felgen gibt.
Aufgrund ihrer Robustheit werden auf den meisten Bikes die Tiefbettfelgen verbaut, da diese auch große Belastungen wegstecken können. Bei Rennrädern kommen dagegen eher V-Felgen zum Einsatz, die bei ähnlicher Steifigkeit ganz einfach ein geringeres Gewicht als Tiefbettfelgen aufweisen. Beim Kauf einer Felge ist es stets sinnvoll, auf das Gewicht zu achten und zwar nicht nur wegen der Auswirkung auf das Gesamtgewicht des Fahrrads (worauf Rennradfahrer ja immer ein besonderes Auge haben!).
Shimano Nabendynamo Vergleich
Im Folgenden werden einige Shimano Nabendynamos verglichen, um eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen:
| Modell | Radaufnahme | Bremsentyp | Radgröße | Leistung / Spannung | Einbaubreite | Gewicht | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Shimano DH-S501 | Schnellspanner | Centerlock-Schreibenbremse | 26-29 Zoll | 3 W / 6 V | 100 mm | 499 g | Besonders leicht, mit praktischem Schnellspanner, Eignung für Scheibenbremse | Nur für verhältnismäßig wenige Radgrößen geeignet |
| Shimano DH-C6000-3R | Vollachse mit Hutmuttern | Rollenbremse | 26-29 Zoll | 3 W / 6 V | 100 mm | 1.027 g | Für Rollenbremsen geeignet, stabile Ausführung | Besonders schwer, nur für verhältnismäßig wenige Radgrößen geeignet |
| Shimano DH-3D32 | Schnellspanner | 6-Loch-Scheibenbremse | 16-29 Zoll | 3 W / 6 V | 100 mm | 690 g | Mit praktischem Schnellspanner, für besonders viele Radgrößen geeignet, Eignung für Scheibenbremse | Relativ schwer |
| Shimano DH-T4050 | Schnellspanner | Centerlock-Schreibenbremse | 18-28 Zoll | 1,5 W / 6 V | 100 mm | 565 g | Sehr leicht, da 1,5 W, Auslegung auf moderne LED-Lichtanlage, leichterer Lauf, da 1,5 W | Aufgrund geringerer Leistung ausschließlich LED möglich |
| Shimano DH-UR705-3 | Steckachse | Centerlock-Schreibenbremse | 26-29 Zoll | 3 W / 6 V | 100 mm | 450 g | Besonders geringes Gewicht, Eignung für Scheibenbremse | Nur für verhältnismäßig wenige Radgrößen geeignet |
| Shimano DH-3N31 | Vollachse mit Hutmuttern | Felgenbremse (V-Brakes) | 16-28 Zoll | 3 W / 6 V | 100 mm | 690 g | Sehr geringer Rollwiderstand, leichte Aluminiumspule, für besonders viele Radgrößen geeignet | Kein Schnellspanner vorhanden, keine Möglichkeit zur Aufnahme von Scheibenbremsen |
Weiterführende Aspekte beim Laufradbau mit Nabendynamo
Neben der Leistungsabgabe unterscheiden sich Nabendynamos in Aspekten, die Du wahrscheinlich schon von normalen Naben kennst: Die Lochzahl entscheidet darüber, wie viele Speichen Du verbauen kannst. Oft ist sie schon durch die Felge vorgegeben. Generell kann man sagen, dass mehr Speichen ein stabileres und haltbareres Laufrad ermöglichen. Naben mit geringer Lochzahl sind für Einsätze mit geringerer Belastung sinnvoll und für kleine Laufräder - etwa in Falträdern.
Einbaubreite und Achstyp sind wichtige Faktoren, die Deine Gabel vorgibt. Beim Bremssystem hast Du die Wahl zwischen Felgenbremsen und Scheibenbremse. Bei der Entscheidung zwischen Sechs-Loch-Disc und Centerlock empfehlen wir, das gleiche System zu wählen wie am Hinterrad. Wenn Du nicht nur ein neues Vorderrad, sondern einen kompletten Laufradsatz zusammenstellst, gilt es abzuwägen.
Sechs-Loch-Naben haben den Vorteil, dass Du auf eine größere Auswahl an Bremsscheiben zurückgreifen kannst. Sie werden mit je sechs T25-Torx-Schrauben montiert - der passende Schlüssel ist sogar an den meisten Multitools zu finden. Centerlock hat den Vorteil der deutlich schnelleren und einfacheren Montage bzw. Demontage. Du benötigst aber den passenden Kassettenabzieher: Die Scheibe wird auf eine Verzahnung am Nabenkörper gesteckt und mit einem Lockring verschraubt, der entweder eine Innen- oder Außenverzahnung hat.
Mit Hilfe von Adaptern lassen sich auch Sechs-Loch-Scheiben an Centerlock-Naben verbauen und umgekehrt. Das Einspeichen eines Nabendynamos unterscheidet sich nur unwesentlich vom Einspeichen mit einer klassischen Nabe. Der Größte Unterschied liegt in der benötigten Speichenlänge.
Wie schon angedeutet, bietet es sich an, ein Custom-Vorderrad mit der gleichen Felge zu bauen wie an Deinem schon vorhandenen Hinterrad. Natürlich ist das aber kein Muss. Viele verbauen am Vorderrad bewusst leichtere oder schmalere Felgen desselben Herstellers, die optisch zum Hinterrad passen, aber auf die geringeren Belastungen vorn ausgelegt sind. Wenn Du einen kompletten Laufradsatz bauen willst, hast Du die freie Wahl.
Bremssystem (Felgenbremse oder Disc) und Durchmesser werden im Prinzip von Deinem Rahmen vorgegeben. Bei der Frage, ob eine Carbon- oder eine Aluminiumfelge die richtige ist, solltest Du neben dem Budget darüber nachdenken, wie wichtig Dir Steifigkeit und Gewicht sind. Carbonfelgen sind meist leichter oder bei gleichem Gewicht steifer. Alu-Felgen sind günstiger und können mitunter auch komfortabler sein. Die Felgenbreite sollte zur Reifenbreite passen.
Bei den Speichen gilt es vor allem, die richtige Länge zu finden. Da Nabendynamos in der Regel etwas größere Flansche haben als normale Naben, brauchst Du wahrscheinlich kürzere Speichen. Ein Speichenrechner hilft Dir dabei.
Einspeichen und Zentrieren mit Nabendynamo
Wenn Du allgemeine Hinweise zum Einspeichen und Zentrieren von Laufrädern brauchst, schau Dir gerne unsere Tipps zum Laufradbau an. Hier findest Du Theorie und Praxis in Form von Video-Tutorials und Übersichtstexten. Eine Besonderheit beim Nabendynamo ist, dass der Generator im Inneren auch ohne anliegende Last durch eine Lampe schon etwas Widerstand hat.
Wenn Du das Rad im Zentrierständer drehst, merkst Du das bei einigen Modellen als ein leichtes Stottern oder Ruckeln. Das sollte Dich nicht beunruhigen, während der Fahrt ist das quasi nicht spürbar. Ein stabiler Zentrierständer hilft dabei, dass Dir das Zentrieren dennoch präzise und leicht von der Hand geht.
Achte bei einem Nabendynamo auch auf die korrekte Laufrichtung. Bei Dynamos für Scheibenbremsen ergibt sich diese von selbst, bei Felgenbremsen hilft die Faustformel: Stromanschluss rechts. Ein stabiler Zentrierständer erleichtert das Einspeichen und Zentrieren Deines neuen Laufrads. Dabei solltest Du darauf achten, dass Scheinwerfer und Rücklicht zum Dynamo und zueinander passen.
Im Gegensatz zu Lampen für klassische Seitenläufer-Dynamos haben solche für Nabendynamos meistens einen Schalter. Anderenfalls würden sie dauerhaft leuchten, da der Dynamo nicht ausgeschaltet werden kann. Damit Du das Potenzial des Dynamos voll ausnutzt, sollte die Leistungsaufnahme des Scheinwerfers dazu passen. Zu einem Drei-Watt-Dynamo lohnt sich also auch die Anschaffung eines Drei-Watt-Scheinwerfers. Als Leuchtmittel hat sich mittlerweile LED durchgesetzt.
Wenn Du Rücklicht und Scheinwerfer unterschiedlicher Hersteller verbauen willst, solltest Du darauf achten, ob das Rücklicht einen Kondensator für Standlicht integriert hat. Bei einigen Herstellern ist das nicht der Fall. Das Rücklicht ist dann auf den Kondensator im Frontscheinwerfer angewiesen. Denke bei der Nachrüstung einer Lichtanlage auch an die Halterungen und die Verkabelung. Hat Dein Rad Kabelführungen an Gabel und Rahmen? Sind Montagepunkte für Lampen vorhanden?
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