Die Geschichte der Fahrradhelmerfindung: Ein Überblick

Das Fahrrad hat eine faszinierende Geschichte hinter sich. Es wurde nicht über Nacht erfunden, sondern durchlief über Jahrzehnte zahlreiche Entwicklungen und technische Meilensteine. Die Erfindung des Fahrrads war ein Meilenstein in der Geschichte der Mobilität. Sie revolutionierte die Art, wie Menschen sich fortbewegten, und ebnete den Weg für eine neue Form der Freiheit.

Die frühen Anfänge des Fahrrads

Die Geschichte des Fahrrads beginnt weit früher als viele denken. Der Ursprung dieses revolutionären Fortbewegungsmittels wird oft mit Karl Drais und seiner Erfindung der Laufmaschine im frühen 19. Jahrhundert in Verbindung gebracht. Im Jahr 1817 stellte der deutsche Erfinder Karl Drais die Laufmaschine vor, die später als Draisine bekannt wurde. Dieses Gerät hatte keinen Pedalantrieb, sondern wurde durch Abstoßen des Fahrers mit den Füßen vom Boden fortbewegt. Die Laufmaschine war nur der Anfang. Ihre Erfindung löste eine Welle von Weiterentwicklungen aus, die sich auf das Konzept des Radfahrens stützten.

In den 1860er Jahren entstand in Frankreich das Vélocipède, oft auch als Michauline bekannt, nach dem Hersteller Pierre Michaux. Mit der Weiterentwicklung des Vélocipèdes wurde in den 1870er Jahren ein neues Fahrradkonzept geboren: das Hochrad. Das Hochrad wurde entwickelt, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Die Idee war einfach: Je größer das Vorderrad, desto weiter konnte das Fahrrad mit einer einzigen Pedalumdrehung rollen. Der Antrieb erfolgte direkt über das Vorderrad, an dem die Pedale befestigt waren.

Die Entwicklung des Sicherheitsniederrads

Mit dem Aufkommen des Sicherheitsniederrads in den 1880er Jahren begann ein völlig neues Kapitel in der Geschichte des Fahrrads. Im Gegensatz zum riskanten Hochrad hatte das Sicherheitsniederrad zwei gleich große Räder, was zu einer stabileren Sitzposition führte. John Kemp Starley entwickelte 1885 das erste voll funktionale Sicherheitsniederrad. Ein weiterer Meilenstein in dieser Zeit war die Erfindung der Luftbereifung durch John Dunlop im Jahr 1888. Ab den 1890er Jahren eroberte das Sicherheitsniederrad die Welt. Fahrradhersteller produzierten das neue Modell in großen Mengen, was die Preise senkte und das Fahrrad zu einem alltäglichen Anblick machte.

Der Aufstieg des Fahrradhelms

Club- und Rennfahrer erkannten die Notwendigkeit zum Kopfschutz. Um 1973 herum brachte eine Firma aus Seattle (USA) namens Mountain Safety Research einen modifizierten Bergsporthelm auf den Markt, der ein Stoffnetz an acht verformbaren Klemmen hatte, die Aufpralllschutz versprachen. MSR ergänzte später eine EPS (Expandierter PolyStyrol) Schaumhülle, die zwischen den Netzstreifen verlief. Im Jahr darauf brachte Bell den Bell Biker Helm auf den Markt, der als erster Helm speziell von Grund auf nur für das Fahrradfahren ausgelegt war.

Frühe Modelle und Materialien

  • Hartschalenhelm: Die Helme von MSR und Bell waren diesen Typs. Sie hatten eine harte Kunststoffhülle, um gegen das Eindringen von harten Gegenständen wie Steinen, Ästen usw. gewappnet zu sein.
  • Weichschalenhelm: Für eine kurze Zeit in den späten 1980er Jahren wurden Helme mit vergrößerter EPS-Hartschaumhülle hergestellt, die ausschließlich mit dünnem Gewebe überzogen waren. Der erste dieser Helme wurde von Jim Gentes, dem Gründer von Giro auf den Markt gebracht. Dieser entsprach den damaligen Sicherheitsstandards.
  • Microschalenhelm: Über die ESP-Schicht wird ein extrem dünner Kunsttoffüberzug gezogen, der das zerbrechen der Schaumhülle verhindert und eine glatte Oberfläche hat, die auch bei ruppigem Unergrund nicht hängen bleibt und Nackenverletzungen verhindert, da der Kopf bei kleineren Hindernissen nicht ruckartig abgebremst wird.

Standards und Testmethoden für Fahrradhelme wurden in den USA durch die American National Standards Institute (ANSI), die Snell Memorial Foundation, die American Society for Testing and Materials (ASTM) un aktuell von der United States consumer Product Safety Commission (CPSC) erstellt.

Die Helmdiskussion und ihre Argumente

Es gibt eine überhitzte Kontroverse (Helmdiskussion) zwischen Fahrradfahrern und Fahrradanwälten über Helmgesetze und -benutzung. Helmskeptiker sind hauptsächlich Freidenker, die sich gegen Helmgesetze stemmen, und Fahrradfahrer, die Helmgesetzgebungen für gedankenlosen Protektionismus halten. Fahrradfürsprecher, die Helmbenutzung generell ablehnen, nehmen an, dass eine größeres Wohl erreicht wird, wenn man Leute sogar unter Hinnahme von vermeidbaren Verletzungen davon überzeugt Fahrrad zu fahren.

Auf der anderen Seite setzen sich Helmfürsprecher aus vielen sicherheitsbewußten Fahrradfahrern und Sicherheitsexperten zusammen (in den USA vor allem Safe Kids USA). Beide Seiten haben mehr gemeinsam als sie glauben: Beide glauben, für anderen Menschen Entscheidungen treffen zu können und sehen unerwünschte Konsequenzen nicht vorher. Helmgegner stellen robuste wissenschaftlich belegte Studien in Frage, die die positiven Seiten der Helmbenutzung herausstellen. Nicht-Fahrradfahrende Helmbefürworter müssen lernen, dass zur Sicherheit beim Fahrradfahren mehr nötig ist als nur ein Helm.

Darüber hinaus helfen sichere Straßen, vorsichtiges und geübtes Fahrradfahren und Einsatz weiterer sicherheitssteigernder Ausrüstung (insbesondere Licht bei Dunkelheit) Verletzungsrisiken für den gesamten Körper mehr zu reduzieren als das Tragen eines Helms am Kopf. Der körperliche Ertüchtigung, die man beim Fahrradfahren erfährt, erhöht die Lebenserwartung mehr als die mögliche Gefahren sie verringern - sogar ohne Helm. Die Helmnutzung erhöht jedoch die Lebenserwartung für diejenigen, die einen Unfall haben, um Jahrzehnte oder verhindern jahrelange Pflegebedürftigkeit.

Moderne Innovationen und Trends

Fahrradhelme haben sich über die Jahre immer weiter entwickelt. Ein paar wenige Fahrradfahrer (z.B. der Kolumnist Dr. Eugene Gaston vom Bicycle Magazine) trug Hockey- und Bergsporthelme um das Jahr 1970 herum. Rennfahrer benutzen die sogenannten Sturzkappen bis es bessere Modelle mit optimiertem Aufprallschutz auf dem Markt erhältlich waren.

Ein weiteres Beispiel für Innovation ist der "Hövding", eine Art Airbag-Helm, der wie ein Schal um den Hals getragen wird und sich bei einem Unfall aufbläst, um den Kopf zu schützen. Solche Entwicklungen zeigen, dass der Fokus weiterhin auf der Verbesserung der Sicherheit und des Komforts von Fahrradhelmen liegt.

Die Bedeutung des Helms im modernen Radsport

Sheldon Brown und sein Umfeld waren Early Adopter von Helmen und haben mindestens einen Sturz hinter sich gebracht, bei dem die Landung auf dem Helm schwerwiegende Verletzungen verhindert hat. Manche Helme bieten eine bessere Abdeckung und einen besseren Schutz als andere. Es ist empfehlenswert, eher die mit diesem besseren Schutz zu kaufen. Ein Helm sollte vorzugsweise eine helle Farbe haben, damit man tagsüber gut gesehen wird. Für gute Erkennbarkeit bei Nacht sind Reflektoren empfehlenswert.

Der Helm schützt den Kopf gegen Einschläge von der Seite, von Hinten und insbesondere von oben. Bei den meisten Fahrradunfällen ist kein Motorfahrzeug beteiligt. Die meisten Stürze bei Fahrradunfällen - auch solche bei denen Motorfahrzeuge beteiligt sind - haben als Fallhöhe die Kopfhöhe. Diese Stürze sind in jedem Fall in der Lage permanente Gehirnverletzungen oder -schäden zur Folge zu haben.

Die Down Under Collection von Specialized

Mit der Down Under Collection setzt Specialized der Tour Down Under, in Adelaid Australien, ein Denkmal. Bei Intersport Wohlleben kannst Du diese Rennrad Kollektion nun kaufen. Natürlich in gewohnt erstklassiger Specialized Qualität. Ein weiteres Highlight ist die limitierte Auflage der Kollektion.

  • ANGi-Crashsensor: macht bei Unfällen sofort auf Dich aufmerksam! Die in der App hinterlegte Notfallnummer wird kontaktiert.
  • Farblich sind der Fahrradhelm, die Fahrradsättel, die Radschuhe und die Radsocken, ein Feuerwerk fürs Auge.

Die Tour Down Under ist das erste der insgesamt 38 Rennen der UCI World Tour Serie. Die erste Tour fand im Jahr 1999 statt. Seitdem brechen, jedes Jahr am dritten Dienstag im Januar, die Athleten auf, um knapp 785 km zurückzulegen. Der steilste Anstieg der insgesamt sechs Etappen befindet sich am Willunga Hill. Am Sonntag verabschiedet sich die Tour Down Under in Adelaide, der Hauptstadt Südaustraliens.

Die Santos Tour Down Under besucht vor dem Finale auf den Straßen von Adelaide einige der spektakulären Strände, weltbekannten Weinregionen und historischen Landstädte Südaustraliens. Im Jahr 2018 säumten 810.000 Zuschauer, die Straßen von Südaustralien säumten.

Die kleine Erfindung: Ein Visier für Fahrradhelme

Patrick Kundmüller aus Basel hat ein Visier erfunden, dass sich auf fast alle Helme aufstecken lässt. Das Visier schützt vor Insekten, vor der Sonne, vor Wind, Regen und auch vor Schnee. Ideal ist es für Brillenträger und Liegeradler. Dank der genialen Parkposition auf dem Helm ist das Visier immer griffbereit. Es lässt sich in fünf Sekunden wechseln, individuell einstellen und beschlägt auch nicht - dafür sorgt der Nasenausschnitt.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0