Das organisierte Verbrechen kennt viele Gesichter: Es gibt kriminelle Mafia-Organisationen, Clan-Kriminalität, terroristische Vereinigungen - und natürlich sogenannte Rockergruppen, die, wenn sie polizeilich relevant sind, im Fachjargon Outlaw Motorcycle Gangs (OMCG) genannt werden. Viele Motorradclubs haben neben ihren Bikes vor allem eins gemeinsam: Dass sie sich regelmäßig durch kriminelle Machenschaften hervortun.
Die bekannteste Rockergang der Welt sind ohne Frage die Hells Angels - die Mutter aller Motorradclubs. Gegründet im Jahr 1948 und zurzeit in 32 Ländern aktiv, geistert der Name Hells Angels regelmäßig durch die Medien und gilt mittlerweile als Synonym für kriminelle Motorrad-Gangs.
Ähnlich bekannt wie die Hells Angels ist der Bandidos Motorcycle Club, was sicher auch daran liegt, dass sich beide Banden seit langem im sogenannten Rockerkrieg befinden. Der Club wurde 1966 in Houston gegründet und gilt nach den Hells Angels als zweitgrößter Rockerclub der Welt.
Einer der größten Rockerclubs der USA, aber auch in Deutschland vertreten, ist der Outlaws Motorcycle Club. Gegründet wurde er bereits 1935 in McCook im Bundesstaat Illinois, damals noch unter dem Namen Mc Cook Outlaws Motorcycle Club. Insbesondere mit den Hells Angeles besteht eine große Rivalität, die noch auf Konflikte aus den 60er Jahren beruhen.
Der Gremium MC ist der letzte große Motorradclub deutschen Ursprungs, der sich keinen internationalen Motorradclubs angeschlossen hat, und ist zudem einer der größten Motorradclubs Europas. Gegründet wurde er im Zuge der ersten großen Rockerwelle 1972 in Mannheim, expandierte auch erst in den 90er Jahren in den gesamten bundesdeutschen Raum, indem mittelgroße Regionalclubs übernommen wurden.
Der Mongols Motorcycle Club wurde 1969 im kalifornischen Montebello gegründet, ist in Kalifornien nach wie vor am stärksten vertreten und gilt als besonders gewalttätige Gruppe, mithin sogar als gefährlichste der USA. Insbesondere mit den Hells Angels besteht eine lange Feindschaft.
Zu einem der fünf größten Motorradclubs der USA gehören auch die Sons Of Silence, die 1966 in Niwot, Colorado, gegründet wurden. Das erste Chapter außerhalb der USA entstand 1998 in München. Ihnen wird von den US-Justizbehörden Drogenhandel, Erpressung, Prostitution, Geldwäsche und Waffenhandel vorgeworfen.
Die von vielen Behörden als kriminelle Vereinigung eingestuften Pagan’s wurden 1959 in Prince George’s Country in Maryland gegründet. Die Pagan’s sollen nicht nur enge Verbindungen zur italienischen Mafia haben, sondern sind auch mit den Neonazis der Aryan Brotherhood down.
Der VMC wird auch Green Nation genannt und wurde 1965 in Kalifornien gegründet. Die Bande soll immer wieder gezielt die Polizei und Behörden angegriffen haben, indem Autobomben unter Polizeifahrzeugen platziert wurden und 2009 die Zentrale einer Anti-Gang-Einheit in die Luft gesprengt wurde.
Der einzige kanadische Rockerclub in dieser Liste, der zudem vergleichsweise spät gegründet wurde, nämlich erst 1986 in Québec, ist Rock Machine. In die Schlagzeilen geraten ist der Club insbesondere in den 90er Jahren wegen eines erbitterten mehrjährigen Streits mit den Hells Angels um die Vorherrschaft des Drogenmarkts von Montreal, bei dem insgesamt 160 Menschen ums Leben kamen.
Die Rebels wurden 1969 im australischen Brisbane gegründet, damals noch unter dem Namen Confederates. Die australischen Behörden schätzen den Verein als große kriminelle Vereinigung ein, die - wie fast alle anderen Motorrad-Gangs - mit den Hells Angels verfeindet ist.
Die Zahl 13 in der Biker-Kultur
Neben dem klassischen „1%-“ Symbol sind auch Totenköpfe, die Zahl „13“ sowie die Buchstaben „MC“ Essenz dieser Biker-Kultur und so auch als Designs bei dem Einprozenter-Schmuck im Onlineshop von Schmuck-Checker zu finden. Für Biker und MC-Mitglieder ist 1%-er Schmuck nicht nur ein Accessoire, sondern ein Ausdruck ihrer Identität und Zugehörigkeit.
In vielen Kulturen wird die Zahl 13 mit Unglück und Pech in Verbindung gebracht. Abseits ihrer spirituellen Bedeutungen hat die Zahl 13 auch in der Popkultur eine gewisse Faszination. Insbesondere in subkulturellen Kreisen wie bei mexikanischen Gangs oder Motorradclubs wird die 13 oft als Symbol der Rebellion und des Nonkonformismus betrachtet.
Der Buchstabe M steht im Alphabet an dreizehnter Stelle, was dazu geführt hat, dass die Zahl 13 häufig mit Begriffen wie "Mexikanischen Gangstern" oder "Motorradfahrern" in Verbindung gebracht wird. In einigen Teilen der Motorrad-Club-Szene wird die 13 als Ersatz-Symbol für Mitglieder verwendet, die (noch) kein "1%er"-Patch tragen wollen oder dürfen.
Die Marke MEN OF MAYHAM nutzt diese Symbolik. “Men of Mayhem” steht dabei für Menschen, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und dafür auch nicht vor physischen Auseinandersetzungen davon laufen, und die “13” steht für die Gemeinschaft, die Freiheit und die Loyalität, sie ist die Zahl der Rebellen und der Gesetzlosen.
H.O.G. (Harley Owners Group)
1983 gründete Harley-Davidson die Harley Owners Group (H.O.G.), um Harley-Fahrern eine gemeinsame Plattform zu geben und die Loyalität der Harley-Fahrer untereinander zu stärken. Als Non-Profit Gemeinschaft sind die Mitglieder regional in sogenannten H.O.G. Chapter organisiert.
Der Hauptzweck dieser Gemeinschaft ist, gemeinsam unterwegs zu sein. Getreu dem Motto von H.O.G. "Ride and have Fun" werden Deutschland, Europa und die Welt per Motorrad bereist. Mit frischem Wind wollen die Mitglieder mehr und mehr Motorradenthusiasten um sich herum sammeln, um dem gemeinsamen Hobby Motorradfahren zu frönen.
Einige Mitglieder der Chapter Fulda-Rhön und Erfurt-Thüringen organisieren ehrenamtlich Tagesausflüge und Wochenendtrips und ganze Urlaubsreisen ins Ausland.
Das Ziel des H.O.G. Nürnberg Chapter Germany ist es, eine Gemeinschaft unter Motorradfreunden zu bilden. Wir stellen uns die Aufgabe, eine abwechslungsreiche und interessante Freizeitgestaltung unter den Mitgliedern mit und auch ohne Motorrad zu erreichen. Wir pflegen die familienorientierte Kameradschaft unter allen Motorradfahrern und fördern somit das Ansehen der Motorradfahrer in der Öffentlichkeit.
Motorradfahren, speziell eine Harley-Davidson zu fahren, ist für uns Member des H.O.G. Nürnberg Chapter Germany Freude pur. Uns ist aber auch bewusst, dass leider nicht jeder in der Lage ist, sich einen Wunsch, einen Traum erfüllen zu können. Im Gegenteil, oft genug ist es für viele unserer Mitmenschen schwierig, die einfachsten Bedürfnisse für sich und ihre Familie zu stillen.
Bei allen unseren Unternehmungen legen wir größten Wert auf die Sicherheit aller Beteiligten. Der oberste Grundsatz ist immer “Safety first!”. Damit wir alle unserem Motto “RIDE AND HAVE FUN!” nachkommen können, macht Euch bitte vorher mit den Sicherheitstipps vertraut, die Ihr hier nachlesen könnt.
1%er - Die Outlaws unter den Bikern
Einprozenter Biker und Motorradclubs legen großen Wert auf Loyalität und die Verbundenheit der Bruderschaft. Um das „1%er“-Symbol tragen zu dürfen, muss man Mitglied in einem 1%er MC sein. Der „1%er“-Schmuck ist ein Zeichen von Familie, Brüderlichkeit und den gemeinsamen Vorstellungen von Grundwerten.
Der Begriff "Onepercenter" stammt aus der Biker-Kultur und bezieht sich auf diejenigen, die sich bewusst von den Regeln und Normen der Gesellschaft distanzieren. Die Outlaws auf zwei Rädern leben nach ihren eigenen Regeln und scheren sich nicht um Konventionen.
Echte Einprozenter tragen ihren Schmuck mit Stolz und Selbstbewusstsein. Onepercenter-Schmuck hat seinen Weg auch auf die Bühnen von Rockstars gefunden. Wenn Du auf der Suche nach hochwertigem und authentischem Onepercenter-Schmuck bist, ist der Schmuck-Checker Online-Shop die perfekte Adresse für Dich.
Wichtig! 1%er (Onepercenter) steht für die 1% Outlaws/Gesetzlosen unter den Bikern. Onepercenter- bzw. Outlaw-Schmuck ist Ausdruck der Biker-Kultur und des Lebensstils derjenigen, die die Freiheit auf zwei Rädern leben.
Die „Hells Angels“
Die „Hells Angels“ sind ein Motorradclub, dessen Mitglieder sich bevorzugt auf schweren Zweirädern der Marke Harley Davidson fortbewegen. Als kriminelle Vereinigung, die wie andere Rockergruppen zu bekämpfen und am besten zu verbieten ist, stufen deutsche Innenpolitiker die „Höllengel“ ein.
Als internationale Bruderschaft, die ohnehin nur ihre Mitglieder verstehen, sehen sich dagegen die „Hells Angels“ selbst. Die Biker setzen auf ein Gemisch aus Benzin, Männlichkeit und Gruppenerlebnis: „Einer für alle, alle für einen, die Welt ist unser“, lautet ihr Wahlspruch.
Neben einem Hang zur Harley sollten Bewerber vor allem Ausdauer und Bereitschaft zur Unterordnung mitbringen. In der Hangaround-Phase nähert sich der Interessent dem Rudel und erledigt, wenn es verlangt wird, auch niedere Arbeiten. Wird er für gut befunden, steigt er auf zum Prospect und ist damit in der Probezeit. Wer Vollmitglied wird, hat sich zu ewiger Loyalität verpflichtet.
Die weltweit verbreiteten „Hells Angels“ tragen als Erkennungszeichen einen Totenkopf mit Teufelshörnchen und Engelsflügeln auf der Rückseite ihrer Lederjacken.
Die Führung der hierarchisch aufgebauten „Hells Angels“ streitet eine Verwicklung in die Organisierte Kriminalität entscheiden ab. Die Polizei hingegen wirft den Rockern Nähe zum Rotlicht- und Drogenmilieu vor.
Zum Selbstverständnis der „Hells Angels“ gehört die Abgrenzung zu anderen Gruppen wie etwa den „Bandidos“, „Mongols“ oder „Outlaws“. Vor allem mit den expandierenden „Bandidos“ kam es zuletzt in Deutschland immer wieder zu blutigen Zusammenstößen.
Ein Blick in die Geschichte der „Hells Angels“ zeigt, dass auch ihre Anfänge kriegerischer Natur sind: Der Name ist einer Kampfbomberstaffel entliehen, die im Zweiten Weltkrieg von England aus Deutschland bombardiert hat. Zurück in den USA gründeten Mitglieder der Staffel 1948 in Kalifornien den Motorradclub.
Seit 1973 gibt es die „Hells Angels“ in Deutschland, der Bund der Deutschen Kriminalbeamten findet: lange genug. Er empfiehlt den Ländern, die Organisation wegen mangelnder Gesetzestreue über das Vereinsrecht zu verbieten.
| Clubname | Gründungsjahr | Gründungsort | Mitgliederzahl (ungefähr) |
|---|---|---|---|
| Hells Angels | 1948 | Kalifornien, USA | 6.000 (weltweit), 650 (in Deutschland) |
| Bandidos Motorcycle Club | 1966 | Houston, USA | 5.000 (weltweit) |
| Outlaws Motorcycle Club | 1935 | McCook, Illinois, USA | 4.500 (weltweit), 2.000 (in Europa) |
| Gremium MC | 1972 | Mannheim, Deutschland | 1.900 (weltweit) |
| Mongols Motorcycle Club | 1969 | Montebello, Kalifornien, USA | 1.500 (weltweit) |
| Sons Of Silence | 1966 | Niwot, Colorado, USA | 400 (weltweit) |
| Pagan’s | 1959 | Prince George’s County, Maryland, USA | 900 (weltweit) |
| Vagos Motorcycle Club | 1965 | Kalifornien, USA | 4.000 (weltweit) |
| Rock Machine | 1986 | Québec, Kanada | Unbekannt |
| Rebels | 1969 | Brisbane, Australien | Unbekannt |
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