Das Dirt Bike ist ein spezielles Fahrrad, das für den Funsport Dirt Jump entwickelt wurde. Ziel ist es, beim Springen über Erdhügel in der Luft einen Trick zu machen. Hierbei vollführt der Fahrer in der Luft einen Stunt, wozu er ein spezielles, sehr handliches Rad benötigt - das Dirt.
Merkmale eines Dirt Bikes
Das sogenannte Dirt Bike, welches diese Sportart möglich macht, ist ein stabiles Mountainbike mit einer Rahmengröße von 12 oder 14 Zoll. Dessen hervorstechendstes Kennzeichen ist das stark nach hinten abfallende Oberrohr. Diese Räder sind dementsprechend reine Sportgeräte.
Um Gewicht einzusparen wird bewusst auf Extras wie einer Schaltung oder eine Vorderradbremse bei Dirtbikes verzichtet. Auf eine Schaltung wird oft (aber nicht immer) verzichtet (sogenannter Single Speed), auch lässt sich das Rad nur am Hinterrad bremsen. Der Handbetätigungshebel dafür sitzt am Lenker. Auch dies soll a) Gewicht sparen und b) dem Fahrer helfen, bei bestimmten Tricks den Lenker zu drehen, so etwa beim Barspin (Lenker loslassen und um 360° drehen).
Dirtbikes sind fast die letzten Mountainbikes, die noch auf 26 Zoll Laufrädern rollen. Der Grund dafür? Kleine Räder sind robust, wendig, agil, und beschleunigen schnell. Im Skatepark, bei Street-Tricksereien, auf dem Pumptrack und bei den Sprüngen auf der Dirtline sind genau das die richtigen Eigenschaften und machen ein Dirtbike zum idealen Spielzeug.
Das Dirt wird aus einer Aluminiumlegierung oder aus Stahl gefertigt, wobei es vor allem auf die Stabilität von Rahmen, Felgen, Kurbeln, Vorbau und Lenker ankommt. Für den Rahmen bevorzugen viele Fahrer Chrom-Molybdän-Stahl, aber auch Aluminiumlegierungen sind üblich. Die Räder haben breite Reifen (2,1 bis 2,5?) mit relativ grobem Profil, das aber einen geringen Rollwiderstand erzeugt. Wenn die Stunts auf einer sehr trockenen und ebenen Oberfläche ausgeführt werden, verwenden die Sportler auch Streetreifen ohne oder mit sehr wenig Profil, die noch leichter und besser handhabbar sind.
Komponenten und Ausstattung
Eines der wichtigsten Bauteile am Dirtbike ist die Gabel. Starrgabeln sparen Gewicht und Geld, sind am Markt aber nur selten vertreten, denn gefederte Modelle schonen die Handgelenke bei harten Einschlägen. Hochwertige Dirt-Gabeln, wie die Marzocchi Bomber DJ oder die Rockshox Pike DJ, zeichnen sich nicht nur durch eine Luftfeder, sondern auch durch seine Dämpfung mit gutem Gegenhalt aus. 100 Millimeter Hub sind Standard.
Beim Antrieb eines Dirtbikes stellen sich eigentlich keine Fragen. Defektanfällige Schaltungen sind hier fehl am Platz und Singlespeed “the way to go”. Stabile, zweiteilige Kurbeln mit steifer Achse tragen das Fahrergewicht zuverlässig über die Jumps.
Die Bremsen am Dirtbike führen ein Schattendasein. Denn was für Downhiller gilt, trifft auch für Dirtbiker zu: „Wer bremst verliert“. Deshalb sind die Bremsanlagen der Bikes auch bei der Bewertung nicht so wichtig. Das einzig Wichtige: Bremst man mit Scheiben, ist man nahezu immun gegen eiernde Felgen.
Nur auf Slopestyle- oder Fourcross-Strecken machen Stollenreifen wirklich Sinn. Ansonsten dürfen es auch schnell rollende Semi-Slicks sein. Ebenfalls sinnvoll: Der Sattel sollte nicht im Weg sein. Die meisten Dirtbikes verfügen über eine Bremse am Hinterrad. Das reicht im Normalfall, um zu verzögern und anzuhalten. Problem mit der Vorderradbremse: Die Leitung schränkt bei manchen Tricks ein, zum Beispiel die Möglichkeit von Tailwhips.
Dirtparks und Strecken
Ein Dirtpark ist eine naturnahe Fahrrad- Geländestrecke, gebaut aus Lehm (Dirt). Ziel ist es, beim Springen über Erdhügel in der Luft einen Trick zu machen. Anlagen aus Erde sind die sanfteste Variante den Sport kennenzulernen.
Die Table-Line ist eine Strecke mit hintereinander folgenden Sprüngen. Die sog. Tables verfügen über eine Absprungseite und eine Landungsseite, mit dem dazwischen befindlichen Plateau, dem Table. Geübte Fahrer springen über den Table. Anfänger können bei langsamer Fahrt auf dem Table landen, um sich langsam an den Sprung heranzutasten.
Prinzipiell ist die Double- Dirtline identisch zur Table- Dirtline aufgebaut. Allerdings sind es 2 Hügel, nämlich Absprung und Landung. Da die Double- Sprünge meist höher sind, ist es einfacher diese in 2 Hügeln zu bauen, wegen geringerem bedarf an Erde.
Für den Pumptrack- Rundkurs ist keine spezielle Ausrüstung oder besondere Fähigkeit erforderlich. Die Strecke besteht aus Wellen, Kurven und kleinen Hügeln und funktioniert bei langsamer, vorsichtiger Fahrt ebenso wie bei sportlicher Fahrweise! Ziel ist es, mit Gewichtsverlagerung und aktivem drücken und ziehen, sprich pumpen, ohne zu trampeln möglichst viele Runden zu fahren.
Beispiele für Dirtbike-Modelle
Hier sind einige Beispiele für Dirtbike-Modelle verschiedener Hersteller:
- Canyon Stitched 360
- Commencal Absolut
- Cube Flying Circus
- Dartmoor Two6Player
- NS Bikes Movement
- Propain Trickshot
- Rose Bruce
- Specialized P.3 / P.4
- XPro Digga
- YT Dirtlove
Egal ob es sich um NS Bikes Dirt oder KHE-Bikes Dirt handelt. Wer Schmutz, Adrenalin, ein leichtes Fahrrad und schnelle Reifen mag wird diesen Funsport und Dirt Bike lieben!
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