Ein Motorrad-Gespann mit Seitenwagen ist kein konventionelles Motorrad. Das Verständnis von Fahrbetrieb, Fahrphysik und Fahrtechnik ist essenziell für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr.
Die Unterkategorie „Fahrbetrieb, Fahrphysik, Fahrtechnik“ ist ein zentraler Bestandteil der Hauptkategorie Technik. Ein grundlegendes Verständnis der physikalischen und technischen Aspekte des Fahrens ist essenziell, um sicher und effizient im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Der Fahrbetrieb umfasst alle Aspekte, die das Zusammenspiel von Fahrzeug und Fahrer betreffen. Die Fahrphysik beschreibt die Kräfte und Bewegungen, die während der Fahrt auf ein Fahrzeug wirken. Eine gute Fahrtechnik sorgt für Sicherheit, Komfort und Effizienz.
Wer die technischen und physikalischen Grundlagen kennt und eine vorausschauende Fahrweise praktiziert, minimiert Risiken und erhöht den Fahrkomfort.
Herausforderungen und Tipps für die Fahrpraxis
Hier folgen ein paar Tipps für die Fahrpraxis. Motorrad- oder Autofahren zu tun! Wer damit anfängt, sollte sich genug Zeit für die Fahrpraxis nehmen. 1.000 km genügen da nicht. Gerade in unerwarteten und kritischen Situationen. Merke: Eine vorrausschauende und defensive Fahrweise ist auch später absolut wichtig!
Bereifung: Der Seitenwagenreifen muss sich jedoch erst noch etwas platter fahren. Das macht sich auch auf trockener Straße sehr angenehm bemerkbar, vor allem durch die deutlich bessere Bodenhaftung.
Länder mit Rechtsverkehr haben den Seitenwagen (wie die Lenkung bei Autos) in der Regel rechts. Sowohl Rechts- wie Linksläufer sind aber in allen Ländern erlaubt. Das erleichtert das Überholen. Aber es ist wie bei Autos überholen wird dadurch erschwert wenn der Beiwagen links ist.
Spezifische Probleme und Lösungen
Wenn ich eine Rechtskurve zu schnell angehe kommt der Beiwagen hoch, wie kann ich das gute Stück wieder auf die Straße bekommen? Was passiert, wenn ich eine Linkskurve zu schnell angehe und wie muß ich dann reagieren?
Rechtskurven
In Rechtskurven (bei rechts angeschlagenem Seitenwagen) droht anderes Ungemach. Wenn die Fliehkraft zu groß wird, „stempelt” (im günstigeren Fall) das Gespann zur Seite. sogar über die Seitenwagen-Nase überschlägt.
Wenn der Beiwagen hochkommt:
- Extremes Turnen, d.h: Arsch und Oberkörper ganz über den Beiwagen bringen und NICHT bremsen! auch wenns schwer fällt.
- Die Fachliteratur gibt noch den Rat, etwas Gas zu geben, um so quasi um den Beiwagen herumzufahren ich weis nicht.
- Besser langsamer in die rechts rein und dann beschleunigen, so gehts schnell um die Kurve. Zu schnell ist gar nicht ungefährlich wegen Gegenverkehr!
- Empfehlenswert für Anfänger ist Balast im Beiwagen (Möglichst nicht lebend während der Übungsphase) Es ist auch hilfreich, auf einem großen Platz die Grenzen auszutesten. Es ist nicht schwer, den Beiwagen anzuheben und auch oben zu halten.
- Gewichtsverlagerung in Richtung Beiwagen.
Das Turnen bringt nur VOR der Kurve was, wenn der BW bereits droben ist, ist es nutzlos!!
Wichtig:
Man sollte in Rechtskurven immer schön langsam reingehen. Denn wenn die Kurve unübersichtlich ist und enger wird, dann gibt's keine Rettung mehr.
Ihr schreibt alle, daß man das Gewicht erst nach rechts verlagern soll, wenn der BW hochkommt. Ist das nicht zu spät? Wäre es nicht sinnvoller, schon vor der Rechtskurve das Gewicht zu verlagern? So mache ich das wenigstens.Ich finde es übrigens ganz schön schwer, den BW hoch zu bekommen.
Am besten auf dem Ikea-Parkplatz am Wochenende üben. Gerade das (auf 2 Rädern fahren) sollte man können, da man dabei ein sehr gutes Gefühl bekommt, wann die Grenze erreicht ist.
Übrigens das mit dem Gasgeben rechts rum, funktioniert bei mir mal so gar nicht. Weder kommt der Beiwagen runter, wenn er in der Luft hängt, noch erleichterts die Kurvenfahrt. Naja vielleicht meinen die ja son 100PS Gespann wo dies besser funktioniert.
Linkskurven
In Linkskurven droht anderes Ungemach. Wenn die Fliehkraft zu groß wird. droht sogar über die Seitenwagen-Nase überschlägt.
Wenn die Kurve zu schnell angegangen wurde:
- Gas wegnehmen und gefühlvoll in den Drift Gewichtsverlagerung ins Kurveninnere.
- Bremsen, aber dabei nicht allzusehr nach links lenken(Strasse ausnutzen) und auf keinen Fall nach vorne legen oder im stehen fahren wollen, eher noch soweit wie möglich Aufrecht, hinten bleiben.
Wichtig:
Wenn sich die Bootsnase senkt, kannst Du nicht mehr viel machen.
Wennde eine Linkskurve zu schnell angegangen bist. Bremsen, aber dabei nicht allzusehr nach links lenken(Strasse ausnutzen) und auf keinen Fall nach vorne legen oder im stehen fahren wollen, eher noch soweit wie möglich Aufrecht, hinten bleiben. Gefährlich wird die Bordsteinkante, denn wenn die Beiwagennase dort einrastet --> Rolle vorwärts.
Zusätzliche Hinweise:
- Wenn die Karre sich driften lässt, ok - doof aber, wenn das Hinterrad in zu schnell gefahrenen Linkskurven hochkommt - irgendwann "ditscht" die rechte SW Ecke vorn auf - dann Überschlag!
- Man kommt ja in den Drift, weil das Hinterrad leicht wird. Aber stimmt schon,- nicht ungefährlich.Aber Spaß machts.
- Wie bereits von anderen geschrieben: WENN Du in den Drift gehst... die Gefahr besteht nämlich, daß lediglich das Hinterrad leicht wird und abhebt, was durch Anbremsen des Vorderrades oder Gaswegnehmen durchaus passieren kann (man muß dann aber schon ziemlich extrem unterwegs sein). Dann besteht die Gefahr, daß die BW-Schnauze sich in den Boden bohrt und das Gespann sich überschlägt!
Fahren am Hang
Letztens war ich im Gelände unterwegs, wenn ich etwas schräg ( der Seitenwagen höher ) am Hang gefahren bin, hatte ich das Gefühl als wenn das Gespann nach links kippen wollte. Das ist doch eigentlich kaum möglich da der Seitenwagen doch ein ordentliches Gegengewicht bildet.
Hier kannst Du durchaus nach links kippen,- soschwer ist der Beiwagen nicht (probiers mal im Stand aus: mit ordentlich turnen kommt das Ding auch so auf zwei Räder!) Auch hier hilft nur ordentlich turnen, d.h. Gewichtsverlagerung auf den Beiwagen!
Allgemeine Sicherheitshinweise
Bis letzten Mittwoch dachte ich auch noch ich kanns... dann kam diese eigentlich völlig harmlose Rechtskurve. Gas geben, am Lenker ziehen und rum dachte ich, aber das Gespann war anderer Meinung! Es ging geradeaus in den Graben. Das Seitenwagenrad hats ausgehebelt das ganze hat sich überschlagen und ich lag untendrunter. Zum Glück alleine!!! Ausser ner verbogenen Seitenwagensteckachse ist nix passiert. Also nie denken man kanns!!!
Was Du schreibst ist alles kein Problem, ich wollte eigentlich nur sagen, Daß es immer irgendetwas geben kann was einen aus der Bahn werfen kann. Das kann ein unbemerkter zu niedriger Reifenluftdruck oder eine etwas abfallende Kurve oder Sand auf der Strasse, plötzlicher Seitenwind sein. ich wollte eigentlich nur sagen, Daß es immer irgendetwas geben kann was einen aus der Bahn werfen kann.
alles nützt nichts wenn die Umstände gegen einen sind .Etwas Schutzengel braucht jeder was ich oben geschrieben habe ist keine Anleitung ,es ist mein Spiel mit der Balance.
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