Was kostet eine Fahrradkette? Preise und wichtige Informationen

Die Fahrradkette ist ein wesentliches Bauteil für die Drehmomentübertragung vom Tretlager auf die Radnabe des Hinterrades. Sie besteht aus Stahl und setzt sich aus einzelnen Gliedern zusammen, die genau auf die Ritzel und Kettenblätter passen. Daher gibt es verschiedene Ketten, abhängig von der Anzahl der Gänge am Fahrrad. Wichtig ist auch die Länge, die auf das Bike abgestimmt sein muss, sodass die Kette weder zu straff noch zu locker sitzt.

Gerade bei Fahrrädern mit Kettenschaltung kann eine Kette mit der Zeit verschleißen. Sie sollte vor allem dann ausgetauscht werden, wenn sie zu stark geweitet ist und dadurch Ritzel und Kettenblätter beschädigen kann. Ob dies der Fall ist, lässt sich mit einer Kettenlehre überprüfen.

Kriterien für die Auswahl einer Fahrradkette

Bevor man sich für eine bestimmte Fahrradkette entscheidet, sollte man sicherstellen, dass diese zum Bike passt. Das entscheidende Kriterium ist die Art der Schaltung. Nabenschaltungen erfordern andere Ketten als Kettenschaltungen. Bei Kettenschaltungen beeinflusst die Anzahl der Ritzel und Kettenblätter die Breite der Kette. So benötigt eine 10-fach Schaltung eine etwas breitere Kette als eine 9-fach Schaltung. Im Zweifelsfall sollte man bei Nabenschaltungen immer eine etwas breitere Kette wählen, da diese auf jeden Fall passt.

Neben der Art der Schaltung spielen weitere Kriterien eine Rolle, wie etwa die Haltbarkeit. High-Performance-Ketten für Rennräder halten in der Regel weniger lang als Ketten für Mountainbikes und Trekkingräder, da sie speziell auf Performance und niedriges Gewicht ausgerichtet sind.

Ein weiteres zentrales Merkmal ist die Kettenlänge. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Kettenlänge der neuen Kette mit der der alten Kette übereinstimmt.

Aufbau einer Fahrradkette

Moderne Fahrradketten sind technisch ausgereifte Produkte mit einer langen Haltbarkeit. Die meisten Ketten bestehen aus rund 500 Einzelteilen: Außenlaschen, Innenlaschen, Bolzen, Hülsen und Rollen.

Wenn man eine neue Fahrradkette sucht, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Kette nicht gleich Kette ist. Jedes Schaltsystem erfordert eine andere Art von Kette. Für Nabenschaltungen werden heutzutage in der Regel Hülsenketten verwendet, bei Kettenschaltungen kommen Lagerkragenketten zum Einsatz. Außerdem gibt es spezielle Ketten für Fixies, Singlespeed Bikes und E-Bikes. Diese sind nicht kompatibel mit anderen Fahrrad- und Schaltungstypen.

Lebensdauer einer Fahrradkette

Heutige Ketten für Fahrräder bieten eine lange Haltbarkeit. 3.000 Kilometer sind selbst mit relativ wenig Pflege (Reinigen und Ölen) machbar. Biker, die ihre Kette am Fahrrad nach jeder Fahrt reinigen und dadurch den Verschleiß minimieren, können sich sogar auf bis zu 6.000 Kilometer mit einer einzigen Kette freuen.

Ein Wechsel ist immer dann erforderlich, wenn die Kette sichtbar ausgeleiert ist oder die Schaltung aufgrund verschlissener Ritzel nicht mehr einwandfrei funktioniert. Nach 2.000 Kilometern empfiehlt es sich, die Fahrradkette mit einer Kettenlehre zu überprüfen. Eine verschlissene Kette kann andere Fahrradteile wie Ritzel oder vordere Kettenblätter in Mitleidenschaft ziehen. Bei guter Behandlung kann eine Kette im Alltag bis zu 5.000 Kilometer halten.

Kosten einer Fahrradkette

Qualität hat ihren Preis - das gilt auch für Bikeketten. Die Kosten für eine Fahrradkette liegen meistens in einem moderaten Bereich - zwischen 10 und 40 EUR. Eventuell müssen hin und wieder Einzelteile ausgetauscht werden. So zahlt man etwa für drei Kettennietstifte rund 6 EUR sowie für ein Kettenschloss circa 4 EUR.

Wir bieten ein Verschleißset bestehend aus Kette und Kassette oder Schraubkranz an. Nicht empfehlenswert sind Fahrradketten aus Discounter Märkten, da sie schnell verschleißen und keine lange Lebensdauer bieten.

Wie findet man die passende Fahrradkette?

Es ist im Grunde genommen sehr leicht, die richtige Fahrradkette zu finden - sie muss nur zum Bike und zum Schaltsystem passen. Die passende Länge kann man auf zweierlei Arten ermitteln: Durch Abzählen der Kettenglieder der alten Kette oder indem man die neue Kette über das größte Kettenblatt vorne und das größte Ritzel hinten legt. Nachdem man die Kette straff gezogen hat, sollte sich die neue Kette um zwei Kettenglieder überlappen.

Neue Fahrradketten kommen grundsätzlich in geöffneter Form daher. Für einen sachgemäßen Gebrauch benötigt man demzufolge immer einen Nietstift oder ein Kettenschloss. Der Nietstift verbindet die beiden letzten Kettenglieder miteinander. Das Kettenschloss erfüllt die gleiche Funktion, sieht aber optisch wie ein zusätzliches Kettenglied aus. Das Kettenschloss hat den Vorteil, dass man die Kette damit immer und überall öffnen kann.

Tipps zur Pflege und Fahrweise

Damit man nicht alle drei bis vier Monate eine neue Kette oder gar einen komplett neuen Kettensatz für das Fahrrad benötigt, empfiehlt es sich, verschleißarm zu fahren. Die Kette ist ein typisches Verschleißteil und reagiert empfindlich auf mangelhafte Pflege, schlechte Schmierung und extreme Witterungseinflüsse. Durch einen passiven Fahrstil (sachtes Anfahren, keine überflüssigen Schaltvorgänge, bei Schnee und Regen das Rad lieber im Keller lassen) erhöht man die Lebensdauer der Kette.

Grundsätzlich erhöht sich die Lebensdauer einer Kette, wenn man sie sorgfältig pflegt. Sie ist der Witterung ausgesetzt, bekommt im Gelände häufig Dreck ab und wird bei besonders einer Kettenschaltung stark beansprucht.

Pflegen sollte man die Fahrradkette regelmäßig, gerade bei häufiger Nutzung auch bei widrigen Witterungseinflüssen trägt das der Lebenszeit positiv zu. Vor dem Nachfetten der Kette reinigt man sie von grobem Schmutz. Dazu zieht man die Kette langsam durch das Tuch, wobei sowohl Ober- und Unterseite als auch die Seiten gereinigt werden sollten. Danach kann auf jedes Gelenk - am besten auf die Innenseite, die auch die Kettenblätter berührt - ein Tropfen Öl aufgetragen werden. Das einzelne Auftragen kostet zwar Zeit, spart aber auch Material und ist sauberer. Nun sollte etwas Einwirkzeit verstreichen, am besten schmiert man deshalb Abends und nicht zehn Minuten vor der Fahrt. Anschließend sollte man die Kette noch einmal durch den gewendeten Lappen ziehen und überflüssiges Schmiermittel entfernen. Diese Pflege sollte je nach Fahrtkilometer und Witterung häufiger oder seltener passieren.

Bekannte Hersteller von Fahrradketten

Einige der bekannten Hersteller von Fahrradketten sind:

  • Büchel
  • Shimano
  • SRAM (USA)
  • KMC (Taiwan)

X-fach, HG und IG Ketten

Fahrradketten lassen sich anhand verschiedener Kriterien kategorisieren. Häufig findet man Bezeichnungen wie "8-fach" oder "10-fach". Diese Ziffer gibt die Anzahl der hinteren Ritzel auf dem Zahnkranz an. Mit steigender Anzahl der Ritzel muss die Kette schmaler und beweglicher sein. Eine 9-fach Kette sollte also für ein Fahrrad mit neun Ritzeln hinten verwendet werden.

Die Abkürzungen HG und IG stehen für Hyperglide bzw. Interactive Glide und bezeichnen Produktserien von Shimano Fahrradketten. HG-Ketten sind kompatibel mit Hyperglide Ritzeln von Shimano, während IG-Ketten nur mit Ritzeln mit Interactive Glide kompatibel sind.

Materialien von Fahrradketten

Ketten sind oft aus Stahl gefertigt, entweder aus rostfreiem Edelstahl oder aus Stahl, der mit Nickel veredelt wurde. Dies macht die Ketten unempfindlicher gegenüber Witterung. Der Nachteil von rostfreien Edelstahlketten ist der schnellere Verschleiß. Wer jedoch regelmäßig Kettenpflege betreibt und die Kette einschmiert, muss keinen Rost befürchten.

Weitere Tipps und Informationen

Im Magazin finden Sie weitere Artikel zu verschiedenen Aspekten der Fahrradkette:

  • Kette gerissen oder verschlissen? Tipps zum Fahrradkette reparieren und wechseln
  • Kette hängt durch oder springt ab? Tipps zum Fahrradkette kürzen und spannen
  • Kette schmieren oder fetten?

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