Moderne Fahrradketten sind hochentwickelte Produkte mit langer Lebensdauer. Sie sind ein zentraler Bestandteil des Fahrradantriebs und sollten regelmäßig gewartet und gewechselt werden.
Aufbau einer Fahrradkette
Die Kette für das Fahrrad besteht aus vielen hundert Einzelteilen. Meistens sind Bolzen, Hülsen, eine Rolle sowie eine Außen- und Innenlasche verbaut.
Wie lange hält eine Fahrradkette?
Es ist normal, dass mit der Nutzung eine Fahrradkette irgendwann verschleißt. Sie ist der Witterung ausgesetzt, bekommt im Gelände häufig Dreck ab und wird bei besonders einer Kettenschaltung stark beansprucht. Grundsätzlich erhöht sich die Lebensdauer einer Kette, wenn du sie sorgfältig pflegst.
Nach 2.000 Kilometern empfehlen wir die Überprüfung der Fahrradkette mit einer Kettenlehre. Denn eine verschlissene Kette nimmt andere Fahrradteile wie Ritzel oder vordere Kettenblätter schnell in Mitleidenschaft. Stellst du beim Check der Fahrradkette deutliche Spuren der Abnutzung fest, tausche die Kette aus und ersetze sie durch eine neue Fahrradkette. Prüfe beim Einsatz einer neuen Kette umgekehrt auch den Verschleiß der Kettenblätter und Ritzel.
Wenn du deine Kette insgesamt gut behandelst, kann sie im Alltag bis zu 5.000 Kilometer halten. Wer öfter und länger fährt, muss die Fahrradkette auch öfter wechseln.
Hier die wichtigsten Faktoren auf einen Blick:
- Material- und Verarbeitungsqualität der Kette
- Kilometerlaufleistung
- Nutzung des Fahrrads
- Wartung
- Schutzblech
Welche Fahrradketten Hersteller gibt es?
Weitere Hersteller von Fahrradketten sind SRAM aus den USA und KMC, ein Produzent von Rollenketten aus Taiwan. In unserem Online Shop sind Fahrradketten von Büchel und Shimano erhältlich.
X-fach Fahrradketten und HG Ketten / IG Ketten
Fahrradketten besitzen unterschiedliche Kriterien und lassen sich so auch kategorisieren. Häufig sind Ketten mit der zusätzlichen Bezeichnung 8-fach oder 10-fach versehen. Was bedeutet diese Kennzeichnung? Die jeweilige Ziffer benennt die Anzahl der hinteren Ritzel auf dem Zahnkranz. Die Kette muss mit steigender Zahl der Ritzel schmaler und beweglicher sein. Eine Fahrradkette mit dem Zusatz 9-Fach sollte also für ein Fahrrad genutzt werden, dass hinten über neun Ritzel verfügt.
Häufig ist bei der Bezeichnung von Fahrradketten auch die Abkürzung HG oder IG zu finden. HG steht in diesem Fall für Hyperglide. Es handelt sich hier um eine Produktserie von Shimano Fahrradketten. Sie sind kompatibel zu Hyperglide Ritzeln von Shimano. Das Prinzip von Hyperglide ist verträglich zu Systemen ohne Hyperglide. IG steht wiederum für Interactive Glide von Shimano. Dieses System verträgt sich jedoch nicht mit anderen Ketten. Ein Ritzel mit Interactive Glide benötigt eine IG Fahrradkette.
Aus welchem Material bestehen Ketten für das Fahrrad?
Ketten sind oft aus Stahl gefertigt. Entweder bestehen sie aus rostfreiem Edelstahl oder aus Stahl, der mit Nickel veredelt wurde. Das macht die Ketten unempfindlicher gegenüber Witterung. Der Nachteil von rostfreien Edelstahlketten ist der schnellere Verschleiß und die damit verbundenen Kosten. Wer jedoch regelmäßig Kettenpflege betreibt und die Kette einschmiert, muss keinen Rost fürchten. Eine günstige Fahrradkette reicht völlig aus, wenn du nur gelegentlich mit deinem Fahrrad unterwegs bist.
Kosten für eine Fahrradkette
Der Preis bestimmt die Qualität. Allerdings ist für den normalen Gebrauch eine preiswerte Kette völlig ausreichend. Die Ketten von Shimano und Büchel erfüllen diesen Anspruch definitiv. Sie kosten teilweise weniger als zehn Euro oder maximal um die 20 Euro. Du kannst sie hier bei uns im Online Shop bestellen. Andere Kette, die mehr Belastung aushalten und länger funktionieren müssen, sind dagegen teurer. Wir bieten hier ein Verschleißset bestehend aus Kette und Kassette oder Schraubkranz an. Nicht empfehlen können wir Fahrradketten aus Discounter Märkten. Sie verschleißen schnell und bieten somit keine lange Lebensdauer.
Die Kosten für den Wechsel einer Fahrradkette können stark variieren, je nachdem, ob der Wechsel selbst durchführt wird oder eine Werkstatt beauftragt wird. In einer Werkstatt, liegen die Kosten für einen Fahrradketten-Wechsel in der Regel zwischen 20 und 50 Euro. Dieser Preis beinhaltet sowohl das Material als auch die Arbeitszeit. Die genauen Kosten können je nach Fahrradtyp und Region unterschiedlich ausfallen.
Wird die Fahrradkette selbst gewechselt, fallen lediglich die Materialkosten an. Eine neue Fahrradkette kostet in der Regel zwischen 10 und 30 Euro. Werkzeuge wie ein Kettennieter oder eine Kettenverschleißlehre, die möglicherweise zusätzlich benötigt werden, können einmalige Anschaffungskosten von etwa 10 bis 20 Euro verursachen. Auf lange Sicht sind die Kosten für das Wechseln der Fahrradkette also günstiger.
Falls du eine spezielle Fahrrad- oder E-Bike-Versicherung hast und in dieser Verschleiß versichert ist, werden die Kosten für eine neue Kette übernommen.
Wer hat die Fahrradkette erfunden?
Die Erfindung der Fahrradkette lässt sich keiner einzelnen Person zuordnen. Die serienmäßige Entwicklung von Kettenantrieben für Zweiräder begann ab 1878. Der Schweizer Hans Renold erhielt 1880 ein erstes Patent darauf. Knapp zwanzig Jahre später wurde durch die Gebrüder Nevoigt, Besitzer der Diamant Fahrradwerke, erstmals eine Doppelrollenkette konstruiert. Sie gehört heute weltweit zum Standard für Fahrradketten.
Wieso befindet sich die Fahrradkette immer rechts?
Es existiert kein belegbarer Grund, dass die Fahrradkette sich rechts am Rad befindet. Unzählige Theorien wurden dazu aufgestellt. Vermutlich wurde die Kette immer auf der rechten Seite platziert, weil die Menschen früher von links auf ein Pferd stiegen. Auf der linken Seite trugen sie einen Säbel, der beim Aufsteigen von der anderen Seite gestört hätte. Aus Gewohnheit wurde die Fahrradkette deshalb auch rechts montiert. Da die meisten von uns Rechtshänder sind und deshalb links aufsteigen, könnte das auch ein Faktor für die Platzierung der Kette gewesen sein. Am Ende ging es einfach darum, beim Aufsitzen nicht an der Kette hängen zu bleiben oder die Hose zu verschmutzen.
Kaufberatung: Welche Kette passt zu deinem Fahrrad?
Die Auswahl der richtigen Fahrradkette vor dem Kauf ist enorm wichtig. Du solltest dich daher vor einer Bestellung im Online Shop genau informieren. Wir geben dir für den Kauf deiner neuen Kette ein paar Tipps mit auf den Weg, wie du die richtige Fahrradkette findest. Obwohl für Fahrradketten die ISO Norm 606 und die DIN Normen 8187 und 8188 gelten, sind viele Fahrradteile nicht genormt. Die passende Kette für dein Fahrrad muss sich zwingend mit der Gangschaltung und der Anzahl der Ritzel hinten vertragen. Auch die Breite einer Fahrradkette ist eine relevantes Merkmal für die Auswahl der richtigen Kette. Räder mit Kettenschaltung benötigen abhängig von den Gängen andere Breiten.
Die richtige Fahrradkette finden
Bei Fahrradketten kommt es auf zwei Maße an. Zum einen der Abstand zwischen den Gliedern der Kette. Er sollte in der Regel 1/2 Zoll betragen, bei älteren Fahrrädern trifft man auch die Norm 5/8 Zoll an. Zum anderen solltest du auf das Innenmaß der Breite achten. Zähle dafür die Zahnräder der Schaltkassette an der Hinterachse. Je mehr Ritzel vorhanden sind, desto schmaler muss die Kette ausfallen. Auf der Verpackung ist zumeist angegeben, für welche Anzahl an Ritzeln die Kette geeignet ist.
Um beim wechseln der Fahrradkette Kosten zu sparen, empfiehlt es sich, Kette und Schaltwerk vom selben Hersteller zu erwerben. Warte nicht, bis die Fahrradkette reißt. Dies kann zu schwerwiegenden Unfällen führen. Wirf lieber regelmäßig einen Blick auf die Kette und prüfe ihren Zustand. Wenn Risse oder andere Defekte sichtbar sind, muss die Fahrradkette sofort gewechselt werden. Außerdem solltest du regelmäßig den Verschleiß der Fahrradkette messen.
Fahrradketten-Verschleiß messen
Den Fahrradketten-Verschleiß zu messen, ist ohne Hilfsmittel aber nicht so einfach. Nutze dafür am besten eine Kettenverschleißlehre oder eine Kettenmesslehre. Dieses Hilfsmittel misst die Verlängerung der Kette, die durch ihren Verschleiß eintritt. Eine Kettenverschleißlehre verfügt über zwei Messnasen. Eine von beiden setzt man an einer Kettenrolle an, währen man die zweite Nase dem vorgegebenen Abstand entsprechend in den folgenden Zwischenraum steckt. Wenn die Messnasen passgenau in der Kette hängenbleiben, kann diese weiterverwendet werden. Rutscht die Kettenverschleißlehre, sollte die Kette möglichst schnell gewechselt werden.
Ein weiteres Indiz für einen bevorstehenden Kettentausch ist ein hörbares Knacken beim Schalten. Wenn die Kette nicht gut einrastet und über die Ritzel rutscht, läuft das Rad unrund und es herrscht Handlungsbedarf. Wer die Kette zu spät austauscht, riskiert nicht nur einen Unfall, sondern auch teure Folgeschäden am Fahrrad. Wenn die Fahrradkette unsauber läuft, werden die Ritzel in Mitleidenschaft gezogen. Es kann passieren, dass die Zahnräder beschädigt werden und ebenfalls ausgetauscht werden müssen.
Wie oft muss man die Fahrradkette wechseln?
Wie oft solltest du die Fahrradkette wechseln? Die Lebensdauer einer Kette hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Zu berücksichtigen sind die Material- und Verarbeitungsqualität sowie die Kilometerlaufleistung. Entscheidend ist aber auch, wie das Fahrrad genutzt wird. Wenn es auch bei starkem Niederschlag und in unwegsamem Gelände zum Einsatz kommt, beschleunigt sich die Korrosion, und die Kette hält weniger lange. Ist man hingegen nur bei gutem Wetter im Stadtverkehr unterwegs, ist die Fahrradkette weniger Belastungen und Verschleiß ausgesetzt.
Darüber hinaus hängt die Häufigkeit des Kettenwechsels von der Wartung ab. Gesäuberte und gut geölte Ketten sind besser vor Umwelteinflüssen und Korrosion geschützt. Ein hochwertiges Schutzblech hält Feuchtigkeit, Schmutz und Steinschlag ab und verlängert ebenso die Lebensdauer einer Fahrradkette.
Welches Werkzeug benötigt man für einen Wechsel der Fahrradkette?
Wer selbst die Fahrradkette wechseln will, braucht dafür das passende Werkzeug. Einige der benötigten Dinge sollten in einer kleinen Werkzeugtasche mitgeführt werden, damit du die Kette notfalls auch unterwegs austauschen kannst. Achte darauf, ob die Ersatzkette die passende Größe hat und für den Fahrradtyp geeignet ist. Von der Art der Kette hängt auch ab, welches und wie viel Werkzeug man benötigt.
- Kettennieter
- neue Fahrradkette
- Schraubendreher
- Blechschere oder Seitenschneider
- Schraubenschlüssel
- Kettenöl
- Arbeitshandschuhe
Verschiedene Arten von Fahrradketten
Es ist zwischen Fahrradketten mit Kettenschloss und mit Kettenstift zu unterscheiden. Für das Öffnen und Schließen des Kettenschlosses ist kein zusätzliches Werkzeug erforderlich. Für Ketten mit Kettenstift brauchst du hingegen einen Kettennieter, mit dem du den Nietstift in die Verbindung drücken kannst. Ein solches Gerät erhältst du im Fachhandel für rund 15 Euro. Alternativ kannst du ein Fahrrad-Multitool verwenden, in dem ein Nieter integriert ist. Wenn der verbindende Stift über das Kettenglied hinaus steht, muss man ihn mit einem Seitenschneider kürzen. Aufgrund des Kettenöls solltest du bei einem Kettenwechsel Arbeitshandschuhe tragen.
Wie geht man beim Wechseln der Fahrradkette vor?
Um die Fahrradkette zu wechseln, entfernst du als erstes das Schutzblech, um vollen Zugriff auf die Kette zu haben. Dann demontierst du die alte Kette. Dafür öffnest du den Sicherungssplint des Kettenschlosses an einer verstellbaren Öse oder an einem Kettenglied. Das funktioniert durch seitliches Drücken auf das Kettenglied sowie durch leichtes Zusammenschieben der Kette. Wenn die Kette kein Schloss hat oder es verschmutzt, beschädigt oder korrodiert ist und sich nicht öffnen lässt, brauchst du einen Nietstift. Du setzt ihn an einem beliebigen Kettenglied an und fixierst ihn mit Hilfe der Stellschraube. Drehe das Gewinde von der anderen Seite ein und schiebe den Nietsift heraus, damit die Kette aufspringt.
Einlegen der neuen Fahrradkette
Lege die neue Fahrradkette in der vorgeschriebenen Laufrichtung ein. Achte darauf, dass der Schriftzug sich auf der Radaußenseite befindet. Beginne mit dem vorderen Zahnkranz und ziehe die Kette auf das Ritzel, auf dem sich zuletzt die alte Kette befand. Führe dann die neue Kette durch den Umwerfer ins hintere Schaltwerk. Platziere die Fahrradkette wieder auf demselben Ritzel, auf dem die alte Kette lag. Es kann hilfreich sein, mit dem Handy einige Bilder von der richtig montierten alten Kette zu machen. So weißt du im Ernstfall, wie die neue Kette geführt werden muss.
Das Schließen der Kette
Um die Kette mit einem Kettenschloss zusammenzuführen, steckst du das Verbindungsglied über die freien Innenlaschen der Kette. Achte darauf, dass es einrastet. Zum Verschließen muss die Kette so geführt werden, dass sich das Kettenschloss auf der Fahrradoberseite befindet. Wenn das Fahrrad wieder auf den Rädern steht, tritt einmal kräftig in die Pedale, um zu bewirken, dass sich das Schloss mit einem hörbaren Klicken komplett verschließt.
Wenn die Kette mit einem Nietstift anstatt eines Schlosses ausgestattet ist, führe die Kettenenden zusammen und verwende einen Kettennieter zum Eindrücken des Nietstifts.
Die richtige Kettenlänge ermitteln
Als Referenz für die benötigte Kettenlänge kann die alte Kette dienen. Im Handel erhältliche Kettenmodelle unterscheiden sich nach Bauart und Anzahl der Kettenglieder. Herkömmliche Modelle weisen 108 bis 126 Glieder auf. Die Länge der Glieder ist genormt und bei allen Ketten gleich. Die neue Kette sollte dieselbe Anzahl an Kettengliedern aufweisen wie die alte Kette. Zu lange Kette müssen gekürzt werden. Bedenke aber, dass die Länge der alten Kette dafür kein Maßstab ist, weil sie sich durch Abnutzung mit der Zeit verlängert.
Welche Kette ist die richtige für mein Fahrrad?
Um unnötige Kosten beim Wechsel der Fahrradkette zu vermeiden, musst du bei der Auswahl der neuen Kette auf die korrekten Innenmaße und die Abstände zwischen den Kettengelenken achten.
Die Maße von Fahrradketten sind mit zwei unterschiedlichen Angaben gekennzeichnet. Angegeben werden der Abstand zwischen den Kettengelenken und das Innenmaß der Breite. Während der Abstand der Kettenglieder genormt ist und in der Regel 1/2 Zoll beträgt, hängt das benötigte Innenmaß von der Art der Schaltung ab. Für Fahrräder ohne Schaltung benötigst du ein Innenmaß von 1/8 Zoll. Für Modelle mit Nabenschaltung oder mit Kettenschaltung bis zu neun Gängen brauchst du eine 3/32 Zoll Kette. Für Fahrräder mit mehr Gängen ist ein Innenmaß von 11/128 Zoll erforderlich.
Die Fahrradkette kürzen
Wenn die neue Fahrradkette zu lang ist, kannst du sie kürzen. Achte aber darauf, dass einige Kettenmodelle mit abwechselnd breiten und schmalen Gliedern ausgestattet sind. Wenn die Fahrradkette mit einem Kettenschloss zusammengeführt werden soll, müssen an beiden Seiten der gekürzten Kette schmale Glieder übrigbleiben. Wenn die Fahrradkette mit einer Niete verschlossen werden soll, muss die gekürzte Kette innen liegend ein schmales Glied und auf der Außenschale ein breites Glied aufweisen.
Bevor du dich für eine bestimmte Fahrrad Kette entscheidest, solltest du sicher gehen, dass diese zu deinem Bike passt. Das entscheidende Kriterium ist die Art der Schaltung. Nabenschaltungen erfordern andere Ketten als Kettenschaltungen. Bei Kettenschaltungen kommt hinzu, dass die Anzahl der Ritzel und Kettenblätter die Breite der Kette beeinflusst. So benötigt eine 10-fach Schaltung eine etwas breitere Kette als eine 9-fach Schaltung. Im Zweifel solltest du bei Nabenschaltungen übrigens immer eine etwas breitere Kette wählen, da diese auf jeden Fall passt.
Neben der Art der Schaltung lassen sich weitere Kriterien identifizieren, die du beim Kauf von neuen Fahrrad Ketten im Hinterkopf haben solltest. So spielt etwa die Haltbarkeit eine wichtige Rolle. High-Performance-Ketten für Rennräder halten in der Regel weniger lang als Ketten für Mountainbikes und Trekkingräder, da sie speziell auf Performance und niedriges Gewicht ausgerichtet sind. Ein weiteres zentrales Merkmal der Kette ist deren Länge. Du solltest beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Kettenlänge der neuen Kette mit der Kettenlänge der alten Kette übereinstimmt.
Wartung und Pflege der Fahrradkette
Heutige Ketten für Fahrräder sind technisch ausgereifte Produkte mit einer langen Haltbarkeit. 3.000 Kilometer sind selbst mit relativ wenig Pflege (Reinigen und Ölen) ohne Probleme machbar. Biker, die ihre Kette am Fahrrad nach jeder Fahrt reinigen und dadurch den Verschleiß minimieren, dürfen sich sogar auf bis zu 6.000 Kilometer mit einer einzigen Kette freuen. Ein Wechsel ist immer dann erforderlich, wenn die Kette sichtbar ausgeleiert ist oder die Schaltung aufgrund verschlissener Ritzel nicht mehr einwandfrei funktioniert.
Die meisten Ketten fürs Fahrrad bestehen aus rund 500 Einzelteilen - Außenlaschen, Innenlaschen, Bolzen, Hülsen, Rollen. Wenn du eine neue Fahrradkette suchst, solltest du dir trotzdem darüber im Klaren sein, dass Kette nicht gleich Kette ist. Jedes Schaltsystem erfordert eine andere Art von Kette. Für Nabenschaltungen werden heutzutage in der Regel Hülsenketten verwendet, bei Kettenschaltungen kommen Lagerkragenketten zum Einsatz. Außerdem gibt es spezielle Ketten für Fixies, Singlespeed Bikes und E-Bikes. Diese sind nicht kompatibel mit anderen Fahrrad- und Schaltungstypen.
Qualität hat ihren Preis - das gilt auch für Bikeketten. Die Fahrradkette Kosten liegen dennoch meistens in einem moderaten Bereich - zwischen 10 und 40 EUR. Eventuell musst du hin und wieder Einzelteile austauschen. Dabei fallen zusätzliche Kosten an. So zahlst du etwa für drei Kettennietstifte rund 6 EUR sowie für ein Kettenschloss circa 4 EUR.
Es ist im Grunde genommen sehr leicht, die richtige Fahrradkette zu finden - sie muss nur zu deinem Bike und deinem Schaltsystem passen. Die passende Länge kannst du auf zweierlei Arten ermitteln: Durch Abzählen der Kettenglieder der alten Kette oder indem du die neue Kette über das größte Kettenblatt vorne und das größte Ritzel hinten legst. Nachdem du die Kette straff gezogen hast, sollte sich die neue Kette um zwei Kettenglieder überlappen.
Neue Fahrradketten kommen grundsätzlich in geöffneter Form daher. Für einen sachgemäßen Gebrauch benötigst du demzufolge immer einen Nietstift oder ein Kettenschloss. Der Nietstift verbindet die beiden letzten Kettenglieder miteinander. Das Kettenschloss erfüllt die gleiche Funktion, sieht aber optisch wie ein zusätzliches Kettenglied aus. Das Kettenschloss hat den Vorteil, dass du die Kette damit immer und überall öffnen kannst.
Damit du nicht alle drei bis vier Monate eine neue Kette oder gar einen komplett neuen Kettensatz für das Fahrrad brauchst, empfiehlt es sich, verschleißarm zu fahren. Die Kette ist ein typisches Verschleißteil und reagiert empfindlich auf mangelhafte Pflege, schlechte Schmierung und extreme Witterungseinflüsse. Durch einen passiven Fahrstil (sachtes Anfahren, keine überflüssigen Schaltvorgänge, bei Schnee und Regeln das Rad lieber im Keller lassen) erhöhst du die Lebensdauer deiner Kette.
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