Was macht ein gutes Mountainbike aus? Eine umfassende Kaufberatung

Vor dem Kauf eines Mountainbikes gibt es einige grundlegende Fragen zu klären: Welche Kategorie passt zu mir? Welche Kosten kommen auf mich zu? Dieser Überblick soll Ihnen helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Kaufberatung: Die E-MTB-Kategorien

Kategorie Hardtail

Hardtails, also Bikes mit ungefedertem Heck, haben einen klaren Vorteil: Sie sind günstiger. Rund 1000 bis 1500 Euro spart man im Vergleich zu einem ähnlich ausgestatteten Bike mit Vollfederung (Fully). Außerdem entfällt die Wartung am Dämpfer und den Gelenken des gefederten Hinterbaus.

Das etwas geringere Gewicht hat aber deutlich weniger Einfluss als bei unmotorisierten Bikes. Hardtails eignen sich gut für den Alltag, Touren und leichtes Gelände.

Kategorien Tour / Trail / All Mountain Bike

Die Kategorien verschwimmen bei gefederten E-Mountainbikes immer mehr. Egal, ob gemütlicher Tourer oder sportliches Trailbike, die Federwege liegen meist bei 140 bis 160 Millimetern. Räder mit deutlich weniger Hub werden immer seltener.

Entscheidender als der Federweg sind Rahmengeometrie und Ausrichtung des E-Bikes. Sportliche Modelle richten sich an Trail-Piloten mit guter Fahrtechnik und sind auf flachen Forstweg-Touren nicht immer die beste Wahl. Die Gewichte liegen zwischen 22 und 26 Kilo, ab rund 4500 Euro geht der Spaß los. Diese Bikes eignen sich für Touren, Trails und anspruchsvolles Gelände.

Kategorie Enduro

Der Übergang zum abfahrtsorientierten Enduro MTB ist fließend. Schon viele All Mountain Bikes mit 160/150 Millimetern Hub und sportlicher Rahmengeometrie bieten Bikepark-Potenzial. Echte E-Enduros haben über 160 und bis 190 Millimeter Federweg.

Bikes dieser Klasse blühen erst in extremem Gelände mit ruppigen Steilpassagen richtig auf. Hier bieten sie ein Maximum an Fahrsicherheit. Wer seinen Fokus auf extreme Abfahrten legt, ist hier richtig. Eine solide Ausstattung ist dafür Pflicht, darum machen Enduros erst in höheren Preisklassen Sinn. Meist kosten empfehlenswerte E-Enduros über 5000 Euro. Sie sind ideal für extremes Gelände und Bikeparks.

Kategorie Light-E-MTB

Absolutes Trend-Thema sind Light-E-MTBs. Hier steht geringes Gewicht und wendiges Fahrverhalten im Vordergrund. Weniger E-Bike, mehr Fahrrad. Zur Zielgruppe gehören Mountainbiker, die sich mit schweren und klobigen E-MTBs nicht anfreunden können, aber trotzdem etwas Motorunterstützung wünschen.

Die Akkus sind kleiner, die Motoren schwächer. Dadurch sind die Bikes mit 16 bis 20 Kilo rund 5 Kilo leichter als klassische E-Mountainbikes. Der Fahrer muss hier allerdings mehr eigene Leistung erbringen, und auf längeren Touren muss man mit dem Akku sparsam umgehen. Sie haben einen sportlichen Charakter für fitte Fahrer.

Kaufberatung: Motor und Akku

Auch wenn ein Motor - und sein Akku - nicht über die Qualität eines E-MTBs entscheiden, prägen sie doch den Charakter des E-Bikes. Worauf muss man achten?

E-Bike-Motor: eine echte Power-Frage

Neben den klassischen E-Motoren haben sich sogenannte Light- oder Minimal-Assist-Antriebe etabliert. Die Klassiker bieten einen breiten Einsatzbereich, in Kombination mit großen Akkus eine hohe Reichweite und massig Reserven für müde Beine oder steilste Anstiege.

Light-Motoren hingegen sind meist leiser, kleiner und leichter - aber auch deutlich schwächer. Sie eignen sich für fitte Fahrer, die eher ein Fahrrad mit leichtem Rückenwind suchen und ihre klassischen Touren etwas entspann­ter gestalten wollen. Power und Reichweite sind eingeschränkt.

Akku-Größe beim E-MTB

Die Akku-Größe ist an die Motor-Power geknüpft. Denn je mehr Leistung, desto höher der Stromverbrauch. Klassische E-MTBs haben aktuell meist 700 bis 750 Wattstunden, in Ausnahmefällen bis 900 Wattstunden. Günstigere oder ältere Bikes kommen auch mit 500 bis 650 Wattstunden.

Kleine Akkus sind deutlich leichter, weshalb gerade Light-E-MTBs auf kompakte Batterien setzen. Wie viel Kapazität ein E-MTB wirklich braucht, ist extrem individuell. Steigungen ziehen deutlich mehr Akku als Flachpassagen. Außerdem sind die Unterstützungsstufe und die körperlichen Voraussetzungen entscheidend.

Ein leichter Fahrer, der selbst viel Power hat, kommt viel weiter als ein eher schwacher und schwerer Pilot. Bei den Akkus gibt es eine Spanne von 500 bis 900 Wattstunden.

Integration des Akkus

Moderne E-Bikes kommen inzwischen ausnahmslos mit integrierten Batterien, die formschön im Rahmen verschwinden. Bei der Integration gibt es aber deutliche Unterschiede. Bei klassischen Systemen lassen sich die Akkus in wenigen Sekunden aus dem Unterrohr herausklappen. Das ist komfortabel, macht das Bike aber schwerer.

Um Gewicht zu sparen, setzen immer mehr Hersteller auf ein System, bei dem die Batterie nach unten aus dem geschlossenen Unterrohr gezogen wird. Dazu muss man das E-Bike meist drehen und mehrere Schrauben lösen. Die leichteste Lösung ist ein fest verbauter Akku, der vom Kunden nicht gewechselt werden kann.

Bei der Wahl des passenden Systems muss man sich fragen: Wie oft muss ich den Akku herausnehmen? Bin ich auf einen Wechsel-Akku angewiesen? Habe ich dort eine Lademöglichkeit, wo mein Bike steht, etwa im Keller oder der Garage? Ist mir ein Schloss am Akku wichtig?

Kaufberatung Ausstattung: Darauf kommt es bei den Specs an

Die richtige Bike-Kategorie steht, der passende Antrieb ist gefunden. Wir sagen, auf welche Details bei der Ausstattung - kurz Specs - Sie vor dem Kauf eines E-MTBs achten sollten.

E-MTB Ausstattung

Auch wer keine extremen Abfahrten auf seiner Liste hat, sollte beim E-MTB auf eine solide Ausstattung achten. Kräftige Vierkolbenbremsen mit großen Scheiben (200 mm) sind kein Luxus. Das erfüllen alle Bikes in unserem Test.

Insbesondere schwere Fahrer bekommen durch 220er-Scheiben noch mehr Standfestigkeit und damit Sicherheit in der Abfahrt. Auch robuste und griffige Reifen machen nicht nur im Bikepark Sinn. Guter Pannenschutz verhindert nervige Platten, hohe Traktion bringt Fahrsicherheit.

Schwere und weiche Reifen beeinflussen aber die Fahrdynamik negativ. Starke Bremsen, griffige Reifen - sinnvolle Details beim E-MTB.

Komponenten mit Alltagsnutzen

E-Mountainbikes sind perfekte Allrounder. Denn mit der Motorunterstützung lassen sich - trotz hohen Gewichts und bulliger Reifen - auch längere Flachpassagen auf Asphalt entspannt und zügig überwinden. Und das bei Wind und Wetter.

Wer sein Bike also auch für Alltagsfahrten oder zum Pendeln nutzen will, sollte sich Gedanken über Wetterschutz und Alltagstauglichkeit machen. Vollwertige Schutzbleche, Gepäckträger oder Seitenständer lassen sich nur an speziell darauf vorbereitete Rahmen befestigen.

Es gibt auch Universallösungen, doch die bieten nur eingeschränkte Funktion. Gemäßigte E-MTBs gibt es auch ab Werk mit Vollausstattung. Sinnvoll für den Alltag: Gepäckträger, Schutzblech und Seitenständer.

Online oder stationärer Händler?

Online-Direktversender locken mit günstigen Preisen - denn bei diesem Vertriebsmodell entfällt die Händlermarge. Die fehlenden Händler sind aber zugleich der Nachteil des Modells. Beratung? Probefahrt? Service? All das ist beim Online-Kauf stark eingeschränkt.

Die meisten Versender bieten Service-Partner oder Marken-Stores, die zumindest im Schadensfall weiterhelfen können. Checken Sie, ob sich ein Partner in Ihrer Nähe befindet. Gerade E-MTB-Neulinge sollten aber besonderen Wert auf eine Probefahrt und den Test verschiedener Modelle legen.

Wer genau weiß, was er braucht und etwas Schrauberkönnen mitbringt, kann online sparen!

Hardtail vs. Fully: Was ist der Unterschied?

Die Frage, ob man ein Hardtail oder ein Fully wählen sollte, stellt sich jedem Mountainbiker. Ein Hardtail hat nur eine Federgabel, während ein Fully zusätzlich einen Dämpfer am Hinterbau besitzt. Markus erklärt in diesem Video die Vor- und Nachteile beider Typen.

Einsatzgebiete von Hardtail und Fully

Ein Hardtail eignet sich gut für gut befestigte Straßen und Feld- und Forstwege, sowie gelegentliche unbefestigte Wege oder Downhill-Singletrails. Ein Fully ist ideal für Singletrails, schmale unbefestigte Wege oder grobschottrigen Untergrund.

Vor- und Nachteile bei Hardtail und Fully

Der größte Unterschied ist die zusätzliche Hinterbaudämpfung beim Fully. Hardtails punkten mit geringerem Preis und Gewicht, während Fullys bessere Traktion und Stabilität bieten.

Hardtail vs. Fully: die Preise

Hardtails sind deutlich günstiger als Fullys. Ab 1200 Euro bekommt man sehr vernünftige Hardtails, während man für ein gutes Fully rund 2000 Euro ausgeben sollte.

Wenn man generell nicht mehr als 1500 Euro für ein Mountainbike ausgeben möchte, dann sollte man lieber ein gutes Hardtail als ein schlechtes Fully kaufen. Das Wichtigste an einem Mountainbike sind nämlich nicht die Federeigenschaften, sondern eine gute Kraftübertragung und eine zuverlässig funktionierende Bremse.

Wie viel Federweg braucht mein Mountainbike?

Egal, wie viel Federweg ein Mountainbike hat, im Prinzip geht es beim Mountainbiken um folgende Grundidee: Mit einem Mountainbike will man abseits des Straßenverkehrs durch die Natur radeln. Die frische Luft soll einem helfen, auf andere Gedanken zu kommen. Das Kurbeln hält den eigenen Körper fit.

Mountainbike Fully oder Hardtail: Was ist der Unterschied?

Mountainbikes mit einem gefederten Hinterbau und einer Federgabel nennt man Fullys. Je mehr Federweg ein Mountainbike hat, desto krassere Abfahrten und Sprünge lassen sich damit bestreiten.

Unser Tipp für Mountainbike-Anfänger

Mountainbike-Anfänger sind mit den technischen Fachbegriffen, sowie den verschiedenen Mountainbike-Kategorien häufig überfordert. Um mit dem Rad das erste Mal in leichtes Gelände vorzustoßen und das Gefühl von Fahrtwind in der Natur zu erleben, reicht meist ein einfaches Hardtail zwischen 1000 und 1500 Euro.

Die Entwicklung des Mountainbikes

Seit Gary Fisher und Joe Breeze 1973 in den USA mit umgebauten Beach-Cruisern die Schotterpisten des Mount Tamalpais runter polterten und den Mountainbike-Sport erfanden, hat sich viel getan.

Hardtail vs. Fully: Eine detaillierte Betrachtung

Ein Hardtail ist beim Berganfahren das vortriebseffizienteste Konzept, denn es ist nur an der Front gefedert. Zusätzlich sind sie aufgrund des einfachen Rahmens oft etwas leichter. Der Wartungsaufwand und die Anfälligkeit für Defekte sind bei Hardtails sehr gering. Jedoch gibt es auch ein paar Nachteile, die man bezüglich des Kaufs eines Hardtails bedenken sollte. Denn ein Hinterbau, der nicht nachgibt, bietet entsprechend auch weniger Komfort und Traktion bzw. Reserven, wenn es mal richtig rau wird.

Ein Vollgefedertes Rad, auch Fully genannt, hat wiederrum andere Vor- und Nachteile. Die Federung an Vorder- und Hinterrad bietet Reserven, Komfort und Traktion an Stellen, an denen es auf dem Hardtail schon richtig „scheppert“ und verzeiht Fehler besser.

Grade Fullys mit viel Federweg neigen bergan dazu, teile des Vortriebs im Federweg zu verlieren, weil die Federelemente an Vorder- und Hinterrad durch den Zug auf der Kette versinken oder wippen. Dennoch bedeutet ein gefederter Hinterbau durch seine vielen Bauteile meist ein Mehrgewicht im Vergleich zum starren Hinterbau.

Verschiedene Arten von Mountainbikes

Neben Full-Suspension-Bike und Hardtail, lassen sich MTBs allerdings inzwischen wesentlich spezifischer einordnen.

Race- und Cross-Country Bikes

Bei diesen Bikes handelt es sich um schnelle, leichte Bikes mit um die 100mm Federweg. Sowohl Fullys als auch Hardtails, sind für den Cross-Country Einsatz weit verbreitet. Sie haben vergleichsweise leichte und schmale Bereifung und sind bergauf sehr effizient und fix. Bergab hingegen braucht es einiges an Können, um auch abseits der Hauptwege richtig schnell unterwegs zu sein.

Downcountry Bikes

Downcountry Bikes sind noch recht jung, finden aber nach und nach mehr Anklang. Bei Downcountry Bikes handelt es sich um Cross-Country Bikes mit „ein bisschen mehr Wumms“. Statt 100mm sind hier schon 120mm Federweg verbaut.

All-Mountain und Trail Bikes

Trail Bikes sind im Grunde genommen die neuen All-Mountains und gelten gemeinhin als die besten Tourenbikes und die ultimativen Allrounder. Federweg von 120 mm bis zu 150 mm Federweg und ein Gewicht, welches sich im Mittelfeld des Spektrums eingliedert, versprechen Spaß bergauf als auch bergab.

Enduro Bikes

Mit den Enduro Bikes sind wir nun im abfahrtsorientierten Sektor des Bikespektrums angelangt. Federwege ab 150mm bis 180mm und ein etwas höheres Gewicht machen sich zwar bergauf bemerkbar, bergab aber dafür erst so richtig Spaß!

Superenduros

Superenduros sind ein relativ junger Trend. Im Prinzip geht es hier um Enduro Bikes die von den Herstellern noch ein wenig aufgemotzt wurden. So kommen sie auf 180mm bis 190 mm Federweg und haben ein klein wenig mehr Reserven.

Downhill Bikes

Down we go! Und zwar schnell! Das ist es, was Downhill Bikes am allerbesten können. Doppelbrückengabel, besonders grobe und pannensichere Bereifung, fein abgestufte schwere Gänge, flache, lange Geometrien und Federweg von 200mm und mehr sind an DH-Bikes inzwischen normal.

Fatbikes

Fatbikes sind eine besondere Gattung von Mountainbikes. Mit Reifen über 3 Zoll Breite sind sie quasie die Traktoren unter den Fahrrädern.

E-Mountainbikes

Auch E-Bikes sind inzwischen eine weit verbreitete Bikegattung. Inzwischen gibt es, wie beim MTB viele verschiedene Arten der Elektroflitzer.

Die richtige Rahmengröße

Mindestens genauso wichtig wie die Wahl des richten Mountainbikes ist die Wahl der richtigen Rahmen-Größe deines MTB’s. Nur wenn du dein Rad in der richtigen Größe kaufst, funktioniert und verhält sich das Bike so, wie es vom Hersteller entworfen wurde.

Leider gibt es kein Einheitliches Größensystem, das man beim Kauf eines Zweirades auf alle Hersteller übergreifend anwenden könnte. Dennoch haben viele Hersteller einen Größenschlüssel, oder ein „Fitting-System“, das dich durch deine Körpergröße und verschiedene Maße wie Innenbeinlänge, Armlänge usw. die Größe deines Rades einfach bestimmen lässt.

Laufradgrößen: 27,5 Zoll vs. 29 Zoll

Während um die 2000er 26 Zoll als das Mountainbike-Laufradmaß galt, sind inzwischen die Laufradgrößen 27,5 Zoll (auch 650B genannt) und 29 Zoll die gängigsten Laufradgrößen.

27,5 Zoll

27,5 Zoll Laufräder sind die wendigeren und weniger trägen Kandidaten. Diese Laufräder haben ein gutes Gleichgewicht aus Wendigkeit, Ab- bzw.

29 Zoll

Durch ihren größeren Durchmesser von 62,2 cm und den größeren Radumfang von 233 cm haben sie ein noch besseres Ab- und Überrollverhalten, was sie (bei gleicher Bereifung) in der Ebene schneller macht und Hindernisse besser überwinden lässt.

Mullet-Bauweise

Ein Hybridkonzept dieser beiden Laufradgrößen ist die Mullet-Bauweise. Sie kombiniert ein 27,5 Zoll Hinterrad mit einem 29 Zoll Vorderrad und soll so die Vorteile der beider Laufradgrößen zur Geltung bringen.

Reifen und Reifenbreiten

Am Mountainbike gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bereifungen. In erster Linie wird hier zwischen Draht- und Faltreifen unterschieden.

Ein weiterer großer Unterschied bei der MTB-Bereifung ist zudem die Profilart und die Breite. Am häufigsten sind hier Reifenbreiten von 2.2 Zoll bis hin zu 3.0 Zoll verbaut, wobei ab 2.6 Zoll von sogenannten „Plus-Bikes“ die Rede ist.

Fragen vor dem Kauf

Bevor du ein MTB kaufst, solltest du folgende Fragen beantworten. Anhand dieser Fragen findest du das richtige MTB für dich. Welches Rad du brauchst ergibt sich aus deinen Antworten.

Günstige MTB Hardtails

Günstige MTB Hardtails werden oft als Einsteiger Mountainbikes bezeichnet. Sie kosten wenig und sind robust. In der Preisklasse unter 1500 € taugen Fullys nichts!

Verschiedene Hardtail-Typen

Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Diese Bikes sind mit gut rollenden Reifen und relativ niedrigem Gewicht auf Vortrieb getrimmt.

Seit dem Jahr 2022 nimmt der Trend rund um die Allround Hardtails richtig Schwung auf. Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro.

Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo.

Preisklassen

Unter 600 € können wir nur die wenigsten Mountainbikes für den sportlichen Einsatz empfehlen. Bikes in dieser Preisklasse sind super zum Pendeln oder für den Alltag, kommen aber schon auf leichten Trails an ihre Grenzen.

In der Preisklasse bis 1500 € wird es bereits sportlich. Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton.

Die Entwicklung der Mountainbikes

Die ersten Mountainbikes waren umgebaute 26-Zoll Beach Cruiser ohne Gangschaltung, mit Rücktrittbremse und einem Gewicht von über 20 Kilogramm. Seitdem entwickelten sich die Bikes mit Federgabel, Dämpfer und anderen Rahmenmaterialien immer weiter und das Gewicht sank auf zum Teil unter 10 Kilogramm für Fullys.

Fullys (Fullsuspension Mountainbikes) sind vorne und hinten gefedert im Gegensatz zu Hardtails, die nur vorne an der Gabel eine Federung besitzen.

Laufradgrößen: 29 Zoll, 27,5 Zoll, Mullet

  • 29 Zoll: Ideal für Fahrer, die Wert auf Geschwindigkeit, Stabilität und Komfort legen.
  • 27,5 Zoll: Bietet eine gute Balance aus Agilität und Komfort.
  • Mullet (Vorderrad 29 Zoll, Hinterrad 27,5 Zoll): Kombiniert die Vorteile beider Welten.

Letztendlich ist die Wahl der Laufradgröße eine persönliche Entscheidung.

Federweg und Radtypen

Der Federweg richtet sich beim Mountainbike nach seinem Einsatzzweck. Die Unterscheidung der Radtypen wird in der Regel durch den Federweg festgelegt.

  • Cross Country: Das Cross-Country-Bike ist das schnellste unter den Mountainbikes.
  • Touren- / Marathonbike: Diese Räder sind dem Cross-Country-Bike sehr ähnlich, haben aber eine gemäßigtere Geometrie und eine aufrechtere Sitzhaltung.
  • All Mountain / Trailbikes: Wer beim Biken gerne etwas gröbere Strecken unter die Räder nehmen will, der sollte auf ein Trailbike oder All Mountain setzen.
  • Enduro: Das Enduro ist mit seinem Federweg von 160 bis 180 Millimeter nur für fitte Biker bergauf länger fahrbar und für verspielte Bikepark-Touren geschaffen.
  • Downhill / Freeride: In dieser Kategorie finden sich nur Spezialisten, die 200 Millimeter oder mehr Federweg benötigen, um gröbste Abfahrten zu meistern.
  • Fatbikes: Ursprünglich für Wüsten und Schneefahrten gedacht, boomten diese Räder 2015 für ein paar Jahre und waren in jedem Bikeladen zu finden.
  • Dirtbikes: Diese Kategorie ist zwar eine kleine Nische, die sich aber tapfer seit Jahrzehnten hält. Dazu zählen Bikes mit mittlerem Federweg (80 bis 130 Millimeter) für kleine Parks mit Sprüngen.

Rahmenmaterial

Die ersten Mountainbikes waren noch aus Stahl. Dieser Werkstoff ist robust, aber schwer. Somit wechselten die Hersteller in den 90ern auf das leichtere Aluminium. Da mittlerweile die Verarbeitung von Carbon immer einfacher und somit günstiger wird, gibt es immer mehr Bikes aus dem noch leichteren beziehungsweise steiferen Material Carbon. Günstigere Mountainbikes sind weiterhin aus Aluminium.

Mountainbikes für Frauen

Die Hersteller haben erkannt, dass Frauen sich in der Sitzergonomie von Männern unterscheiden und auch einen anderen Geschmack haben. Was die Geometrie und Ausstattung betrifft, ist das Oberrohr meist etwas kürzer, der Lenker schmaler und Sitze wie Griffe an die Ergonomie der Frau angepasst.

Preisklassen

Wer neu ist und sich erst mal herantasten will, kann auf ein Einsteigerrad setzen. Das ist in der Regel ein Hardtail ab 500 Euro. Wer nach dem Einsteigerbike Geschmack gefunden hat oder gleich einen soliden Partner für epische Touren sucht, tut das besser in der Mittelklasse. Ab 1500 Euro gibt es bereits hochwertige Hardtails mit gutem Gewicht und ausgewogener Technik und, bei dem einen oder anderen Hersteller, ab 2000 Euro bereits einen Carbonrahmen. Wer ein High-End-MTB sucht, der ist hier richtig. Ab 2500 Euro bei den Hardtails oder 3500 bei einem Fully fängt der Premiumbereich an.

Bremsen

Es gibt zwar immer noch Einsteigerbikes mit V-Brakes, aber in der Regel haben Mountainbikes Scheibenbremsen. In der Regel glänzen sie mit hydraulischen Scheibenbremsen.

Sitzeinstellung und Rahmengröße

Damit Mountainbiken auch Spaß macht, sollte man richtig darauf sitzen. Zur richtigen Sitzeinstellung gehört natürlich auch die richtige Rahmengröße.

Körpergröße empfohlene Rahmengröße
ca. 150 - 155 cm 32 - 36 cm
ca. 155 - 160 cm 36 - 38 cm
ca. 160 - 165 cm 38 - 40 cm
ca. 165 - 170 cm 40 - 43 cm
ca. 170 - 175 cm 42 - 45 cm
ca. 175 - 180 cm 44 - 47 cm
ca. 180 - 185 cm 46 - 49 cm
ca. 185 - 190 cm 49 - 52 cm

Reifenbreite

Mittlerweile liegt der Standard bei ca. 2,25“. Bei Enduros und All Mountains werden gerne etwas breitere Reifen bis 2,4“ aufgezogen. Ab 2,6“ spricht man von Plus-Bereifung, die eine Zwischengröße zwischen den Standardreifen und den Fatbike-Reifen darstellt.

Wartung und Pflege

Mountainbikes besitzen viele technische Bauteile, die es zu warten gilt. Deshalb sollte man sein Rad regelmäßig zu den Serviceintervallen in die Werkstatt bringen. Besonders wichtig sind Federgabel, Dämpfer, Variostütze und andere beweglichen Anbauteile.

Beachten sollte man auch immer den empfohlenen Luftdruck bei Reifen, Federelementen und eventuell der Vario-Sattelstütze, sofern diese luftunterstützt arbeitet.

Zubehör

Wer stolzer Besitzer eines Mountainbikes ist, sollte sich dessen bewusst sein, dass er das eine oder andere noch benötigt, um glücklich seinem Hobby nachzugehen. Ganz oben steht dabei ein passender Helm.

Als Schutz für die Hände empfehlen wir außerdem noch Handschuhe. Sinnvoll fürs Mountainbiken sind lange Fingerhandschuhe, da man gerne mal an Brennnesseln oder Ästen hängen bleibt und so Schürfwunden vermeiden kann - auch bei einem Sturz.

Wer sich sportlich mit dem Bike bewegt, sollte auch an Funktionsbekleidung denken. Die saugt sich nicht wie ein Baumwolltrikot voll, sondern transportiert den Schweiß nach außen zum Trocknen, sodass man nicht in den nassen Klamotten auskühlt.

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