Worauf Sie beim Kauf eines E-Bikes achten sollten

Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile von E-Bikes und entscheiden sich für diese schnelle, einfache und bequeme Art der Fortbewegung. Gleichzeitig stellen E-Bikes eine günstigere und umweltfreundlichere Alternative zum Auto dar. Wenn auch Sie darüber nachdenken, in ein E-Bike zu investieren, gibt es einiges zu beachten.

Was ist ein E-Bike?

Die Bezeichnung „E-Bike“ hat sich für Elektrofahr­räder durch­gesetzt. In der Fach­sprache jedoch ist ein E-Bike ein mit einem Elektromotor bestücktes Klein­kraft­rad, das auch ohne Strampeln von selbst fährt. Der korrekte Begriff für das land­läufig als „E-Bike“ bezeichnete Fahr­rad ist Pedelec: Das steht für „Pedal Electric Cycle“ - ein Fahr­rad, bei dem der Elektromotor bis zu Tempo 25 unterstützt, solange Radelnde selbst in die Pedale treten. Es kann auch schneller fahren - dann schaltet der Motor aber ab.

Anders das S-Pedelec: Das S steht für „Speed“. Das Rad unterstützt elektrisch das Fahren durch Muskel­kraft bis zu 45 km/h. Während der Motor bei „normalen“ Pedelecs nur bis Tempo 25 unterstützt, hilft er beim S-Pedelec bis Tempo 45. Die schweren, oft teuren Räder sind vor allem für Menschen sinn­voll, die etwa lange Stre­cken mit dem Rad pendeln.

E-Bike-Typen und Rahmenformen

Welches Pedelec infrage kommt, hängt vor allem von der gewünschten Nutzung ab. Hier stellen wir E-Bike-Typen vor, die besonders häufig verkauft werden, und nennen die wichtigsten Rahmenformen:

  • City-E-Bikes: Sie eignen sich für bequeme Radlerinnen und Radler, die keine größeren Stre­cken zurück­legen wollen. Die aufrechte Sitz­position verschafft Über­blick im Verkehr. Da dieser E-Bike-Typ häufig mit Naben­schaltung und immer häufiger auch mit einem Riemen­antrieb ausgerüstet ist, fallen selten Wartungs­arbeiten an. Weit verbreitet sind Tiefein­steiger mit V-förmigem Rahmen. Er erleichtert Menschen, die weniger beweglich sind, das Aufsteigen beträcht­lich. City-E-Bikes werden aber auch mit Diamant- und Trapez­rahmen angeboten.
  • Urban-E-Bikes: Eine jüngere Form des Cityrads. Ausstattung und Design sind oft minimalistisch, dadurch sind sie oft auch leichter und güns­tiger als andere E-Bikes.
  • Trekking-E-Bikes: Sport­licher als City-, aber komfort­abler als Mountain­bikes. Sie sind eine gute Allround-Lösung für Menschen, die viel radeln und das Bike sowohl im Alltag als auch auf Touren nutzen wollen. Die Hersteller statten ihre Trekkingräder daher üblicher­weise mit Licht­anlage, Schutz­blechen und Gepäck­träger aus. Typisch sind außerdem eine leicht nach vorn geneigte Sitz­position, eine Ketten­schaltung und ein belast­barer Gepäck­träger.
  • E-Mountainbikes: Der am häufigsten verkaufte E-Bike-Typ in Deutsch­land. Ketten­schaltung und kräftige Motoren sind da Stan­dard. Typisch ist außerdem ein sogenannter Sloping-Rahmen, bei dem das Ober­rohr in Richtung Sattel leicht abfällt. Zunehmend werden E-Mountain­bikes aber auch in anderen Rahmenvarianten angeboten. Wenn das E-Mountain­bike nicht als reines Sport­gerät im Gelände genutzt wird, sondern auch im Straßenverkehr, ist es häufig notwendig, eine Ausstattung nach Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) nach­zurüsten.
  • SUV-E-Bikes: Von den Anbietern auch als Allroad- oder Crossover-E-Bikes angepriesen, stellen die SUV-Bikes eine Misch­form dar, die Radlern eine Entscheidung zwischen Komfort und Sport­lich­keit abnehmen soll. Sie sind die Pack­esel unter den E-Rädern und werden viel häufiger mit als ohne Motor gekauft.
  • E-Falträder bzw. E-Klappräder: Wie die Variante ohne Motor lassen sich E-Falträder beziehungs­weise E-Klapp­räder oft mit wenigen Hand­griffen kompakt zusammenlegen. Sie sind deshalb besonders beliebt bei Menschen, die im Alltag mit der Bahn pendeln.
  • E-Rennräder: Bei E-Renn­rädern sind Akku und Motor oft so kompakt im Rahmen verborgen, dass sie optisch kaum auffallen. Diese Räder sind Sport­geräte. Im Normal­betrieb sind Renn­räder schneller als 25 km/h unterwegs, sodass der Motor nicht unterstützt.

Rahmenformen:

  • Diamantrahmen: Bei diesem sport­lichen „Herren­rahmen“ verläuft das Ober­rohr nahezu horizontal und sorgt so für eine hohe Fahr­stabilität. Er wird häufig bei eher sport­lichen E-Bikes einge­setzt.
  • Wave-Rahmen: Der tief geschwungene Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen. Er gilt als tendenziell weniger fahr­stabil.
  • Trapezrahmen: Bei dieser Rahmenform senkt sich das Ober­rohr nach hinten ab, sodass das Aufsatteln deutlich komfort­abler als beim Diamant­rahmen ist. Das Ober­rohr soll den Rahmen versteifen und so für mehr Fahr­stabilität sorgen.

Tipp: Wählen Sie die Rahmenform, mit der Sie auch beim Fahr­rad ohne Motor gut klarge­kommen sind. Sind Sie nicht so fit oder lange nicht geradelt, wählen Sie besser einen tieferen Einstieg.

Akku und Reichweite

Der Antrieb unterscheidet ein normales Fahr­rad vom Pedelec. Beim Kauf legen viele deshalb ihr Haupt­augen­merk auf Akku und Motor. Im Test von Trekking-E-Bikes hatten die Lithium-Ionen-Akkus einen Energie­inhalt von bis zu 625 Watt­stunden. Die bringen mehr Reich­weite als die getesteten City-E-Bikes mit meist 500 Watt­stunden Energie­inhalt.

Viel entscheidender als die Akku­kapazität sind für die Reich­weite ohnehin Temperatur, Stre­cken­profil, Eigen­leistung der Radelnden, Kraft­über­tragung des Rades - und vor allem die gewählte Unterstüt­zung des Motors. In einem Vortest reichten 500 Watt­stunden berg­auf mit maximaler Unterstüt­zung für rund 20 Kilo­meter, in der Ebene im Eco-Modus für rund 85 Kilo­meter.

Fazit: Für Kurz- und Mittel­stre­cken reicht ein Akku mit 500 Watt­stunden in der Regel aus.

Im Test von Trekking-E-Bikes lieferten mehrere Anbieter Ladegeräte mit, die den Akku mit 4 Ampere Lade­strom laden. Mit ihnen ließ sich der Akku in 4 Stunden und 40 Minuten füllen. Bei den Modellen mit 2 Ampere-Ladegeräten dauerte das Laden bis zu 8 Stunden 50 Minuten.

Tipp: Wird kein 4-Ampere-Ladegerät mitgeliefert, können Sie es beim Fahr­radkauf als Dreingabe aushandeln oder selbst zukaufen. Dass der Akku durchs schnel­lere Laden lang­fristig leidet, gilt bei solchen Ladeströmen und Akkugrößen als unwahr­scheinlich.

Im Alltag kommt es vor allem darauf an, dass der Akku leicht ein- und auszubauen ist. E-Bike-Akkus sind heute oft ganz oder teils im Rahmen integriert. Dort sind sie geschützt und verschlechtern das Fahr­verhalten kaum.

Tipp: Kaufen Sie ein Modell, bei dem der Akku von oben oder seitlich in den Rahmen einge­setzt wird. Von unten einge­setzte Akkus können beim Entnehmen oder Einsetzen schnell mal herab­fallen. Dabei kann die teure Batterie Schaden nehmen.

Motor und Antrieb

Die elektrische Antriebs­einheit eines Pedelecs umfasst Motor, Akku und eine Steuer­einheit mit Display am Lenker, außerdem Sensoren - etwa für Tritt­frequenz, Drehmoment und Geschwindig­keit - sowie Kabel, die diese Teile verbinden. Für viele ist ein bestimmter Motor- oder Antriebs­hersteller eines der wichtigsten Kauf­kriterien. Unsere Tests zeigen aber: Das ist nicht unbe­dingt sinn­voll. Denn das Fahr­verhalten entsteht im Zusammen­spiel von Motor und restlichen Komponenten des Fahr­rads.

Grundsätzlich halten wir es für sinn­voll, sich für den Antrieb eines eher großen Anbieters zu entscheiden.

Tipp: Machen Sie die Auswahl nicht per se vom Motor abhängig, sondern fahren Sie - wenn möglich - verschiedene Antriebe Probe. Dabei zeigt sich auch, ob die Sensorik gut abge­stimmt ist. In unseren Tests hatten einige güns­tige Modelle in diesem Punkt Probleme.

Motorpositionen

  • Frontmotor: Mitunter ist er an der Nabe des Vorderrads befestigt. Wie im Test von City-Pedelecs ist diese Motor­variante fast ausschließ­lich bei eher güns­tigen E-Bikes zu finden. Insbesondere für Menschen, die auf dem Fahr­rad eher unsicher sind, ist diese Motor­position nicht optimal: Das Vorderrad kann auf glattem oder losem Unter­grund leichter wegrutschen.
  • Hinterradantrieb: Ein Motor an der Hinterradnabe ist oft leise und bewirkt wenig Verschleiß an der Kette. Er kommt vor allem im Mountain­bike-Bereich zum Einsatz. Bei einem Defekt lässt er sich vergleichs­weise leicht ausbauen. Gleich­zeitig erschwert diese Motor­position den Ausbau des Hinterrads.
  • Mittelmotor: Bei E-Bikes haben sich die Mittel­motoren als Stan­dard-Ausstattung durch­gesetzt. Auch die meisten E-Bikes in unseren Tests haben einen Mittel­motor. Er sorgt für einen tiefen Schwer­punkt, das Gewicht ist gleich­mäßig verteilt. Als Über­setzung sind Ketten- oder Naben­schaltungen möglich.

Tipp: In unserer Test­daten­bank finden Sie etliche gute E-Bikes mit Mittel­motor. Manche Antriebe helfen kraft­voller mit als andere. Das liegt wesentlich am Drehmoment des Motors. Tendenziell werden E-Bike-Motoren immer leistungs­stärker. Antriebe, die einst nur E-Mountain­bikes hatten, stecken nun in City-Rädern.

Tipp: Wenn Sie auf dem Fahr­rad nicht ganz so fit oder lange nicht gefahren sind, wählen Sie einen moderaten Motor mit rund 50 Newton­meter Drehmoment, wie ihn die meisten Modelle im Test der City-E-Bikes haben. Wenn Sie dagegen oft Anstiege mit dem Rad bewältigen möchten und fit sind, ist ein Motor mit mehr Power für Sie sinn­voll.

Je genauer Sensoren − etwa für Tritt­frequenz, Drehmoment und Geschwindig­keit − die Tretbewegungen der Radelnden erfassen, desto passender kann der Motor die Leistungs­abgabe darauf abstimmen, sodass der Antrieb beispiels­weise nicht abrupt „anschiebt“ oder nach­läuft, wenn Radelnde nicht mehr mittreten.

Die Displays zeigen je nach Hersteller verschiedene Para­meter wie Geschwindig­keit, Restreich­weite, zurück­gelegte Strecke und Unterstüt­zungs­stufe an. Besonders hilf­reich ist eine präzise Anzeige des Akku­stands.

Die Anzeige lässt sich per Touchs­creen auf dem Bild­schirm, mit Knöpfen am Display oder mit sogenannten Remote Control­lern bedienen - das sind kleine separate Schalter am Lenker, die per Daumen betätigt werden. Immer häufiger wird auch das Smartphone als Steuerungs­element und Display verwendet. Es kann per Bluetooth mit der Motor-/Antriebs­einheit verbunden werden. Über Hersteller-Apps lassen sich so Änderungen - auch an der Leistung­scharakteristik - vornehmen.

Bremsen und Schaltung

Scheibenbremsen sind Stan­dard an E-Bikes und meist auch sinn­voll. Bevor Sie sich auf die Suche nach einem passenden Pedelec machen oder in Beratungs­gespräche stürzen, sollten Sie eine klare Vorstellung davon entwickeln, wie Sie Ihr E-Bike nutzen wollen. Verschiedene Brems- oder Schaltungs­arten können sich zwar für eine Nutzungs­art eignen, für eine andere aber weniger.

Besonders wartungs­arm sind Naben­schaltungen. Sie lassen sich im Stand schalten, sind berg­auf aber etwas im Nachteil. Naben­schaltungen sind ein typisches Merkmal von City-E-Bikes.

Eine Ketten­schaltung erlaubt oft einen dyna­mischeren Fahr­stil, darum ist sie an sport­licheren Rädern wie Trekking- oder Mountain­bikes beliebt. Nachteil: die Kette muss gepflegt werden.

Tipp: Wenn Sie mit dem E-Bike sport­lich und öfter mal berg­auf unterwegs sein wollen, sollten Sie sich für eine Ketten­schaltung entscheiden.

In Kombination mit Naben­schaltung und Mittel­motor kann ein Riemen aus Kunst­fasern die klassische Fahr­radkette ersetzen. Ein Riemen­antrieb über­trägt die Kraft minimal schlechter als eine Kette, ist dafür aber leise und besonders pflegeleicht.

Grundsätzlich sind hydrau­lische Scheibenbremsen für die schnellen und schweren Pedelecs eine sichere Wahl - bei ihnen sind in unseren vergangenen Tests nie Probleme aufgetreten. Bei mecha­nischen und hydrau­lischen Felgenbremsen ist das nicht garan­tiert. Eins von drei City-E-Bikes mit Felgenbremsen fiel im Brems­test durch.

Tipp: Üben Sie ganz bewusst, zu bremsen. Und trainieren Sie auch Gefahrenbremsungen, damit Sie im Ernst­fall nicht vorn über den Lenker fliegen.

Weitere wichtige Aspekte

  • Beleuchtung: Für Energie ist am Pedelec gesorgt - deshalb sollten Sie insbesondere bei teuren Modellen keine Kompromisse bei der Beleuchtung eingehen. Der Front­scheinwerfer sollte Wege hell, breit und gleich­mäßig ausleuchten. Eine gute Kenn­größe dafür ist eine Beleuchtungs­stärke von mindestens 50 Lux.

    Tipp: Mehr Sicherheit bringen Tagfahr­licht und außerdem eine Standlicht­funk­tion vorn und hinten. Rück­leuchten sind außerdem zunehmend in Sattel­stütze, Schutz­blech oder am Gepäck­träger integriert.

  • Sattel:

    Tipp: Der Sattel beein­flusst das wahr­genom­mene Fahr­gefühl stark, lässt sich aber problemlos tauschen.

  • Gepäcktransport und Kindersitze: In unseren Tests von Elektrofahrrädern haben wir häufig fest­gestellt, dass sich die Räder unterschiedlich gut für die Mitnahme von viel Gepäck oder die Montage eines Fahr­radkinder­sitzes eignen.

    Tipp: Wollen Sie Ihre Kinder oder Enkel­kinder mit auf Tour nehmen oder in die Kita bringen, sollten Sie - gemein­sam mit dem Fachhändler - einen Blick in die Unterlagen des E-Bikes werfen, ob und unter welchen Bedingungen der Anbieter die Montage eines Kinder­sitzes erlaubt.

  • Zulässiges Gesamtgewicht: Es gibt Pedelecs, bei denen das zulässige Gesamt­gewicht nur bei rund 120 Kilogramm liegt. Wiegt der Fahrer 90 Kilo und das Fahr­rad knapp 30 Kilogramm, ist das Maximum schon erreicht. Insbesondere, wenn das Rad für Einkäufe, längere Touren oder gar Radreisen genutzt werden soll, ist dieser Punkt wichtig - daher beim Kauf stets auf das zulässige Gesamt­gewicht und die Zuladung des Gepäck­trägers achten.

Probefahrt und Händlerwahl

Ist geklärt, was das neue E-Bike können soll, kann die Suche nach einem geeigneten Händler beginnen. Egal, wie gut Sie sich informiert haben: Machen Sie unbe­dingt eine Probefahrt. Wenn möglich, mit verschiedenen Modellen, Antriebs­systemen und auch Rahmenformen. Bringen Sie Ihr übliches Gepäck mit zur Probefahrt. In unseren Tests von E-Bikes haben wir immer wieder einzelne Modelle, deren Fahr­verhalten sich verschlechtert, sobald Gepäck im Spiel ist. Solche Unterschiede kann eine Probefahrt mit ordentlich Gepäck - in der Regel sind 20 bis 25 Kilogramm auf dem Gepäck­träger erlaubt - entlarven.

Wenn Sie Ihr Rad beispiels­weise in den Keller oder in die Wohnung tragen müssen, sollten Sie es vor Ort unbe­dingt anheben und ein paar Meter tragen. Das kann mitunter ein echter Kraft­akt sein - die Modelle im Test wiegen bis zu 30 Kilogramm. Trauen Sie sich das nicht zu, sollten sie unbe­dingt ein leichteres Modell wählen und darauf achten, dass das E-Bike gute Griff­möglich­keiten am Rahmen bietet.

Wer nach einem bestimmten E-Bike-Modell sucht, kommt mitunter nicht daran vorbei, auch online zu recherchieren - und muss das Rad manchmal im Internet kaufen. Bevor Sie zuschlagen: Checken Sie, ob ein lokaler Händler bei Ihnen vor Ort die Marke betreut. Das kann die Wartung und Ersatz­teil­beschaffung vereinfachen.

Tipp: Wir haben 2021 Angebot und Service großer Online-Fahrradhändler im Test unter die Lupe genommen.

Regeln im Straßenverkehr für E-Bikes und S-Pedelecs

Beim E-Bike-Fahren gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Zunächst einmal sollte man sich mit den grundlegenden Verkehrsregeln vertraut machen und diese stets einhalten. E-Bikes gelten rechtlich als Fahrräder, daher gelten für sie im Allgemeinen die gleichen Vorschriften wie für herkömmliche Fahrräder. Dennoch ist es ratsam, die individuellen Spezifikationen des E-Bikes, insbesondere hinsichtlich der Motorunterstützung und Geschwindigkeit, zu berücksichtigen.

E-Bikes (bis 25 km/h)

  • Der Motor darf nicht mehr als 250 Watt Leistung haben.
  • Der Motor darf bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h progressiv unterstützen, was bedeutet, dass die Unterstützung mit zunehmender Geschwindigkeit abnimmt.
  • Es gibt keine Altersgrenze für das Fahren eines E-Bikes. Der ADAC empfiehlt jedoch, Kinder bis 14 Jahren nicht mit einem E-Bike fahren zu lassen.
  • Das Tragen eines Fahrradhelms ist nicht obligatorisch, wird aber dringend empfohlen.
  • Das Benutzen von gekennzeichneten Radwegen ist Pflicht, nicht gekennzeichnete Radwege dürfen auch genutzt werden.
  • Für das Fahren eines E-Bikes brauchst du keinen Führerschein.

S-Pedelecs (bis 45 km/h)

Für E-Bikes, die eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreichen können - auch Speed-Pedelecs genannt - gibt es einige spezielle Regeln, die du beachten musst.

  • Zulässige Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h.
  • Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein.
  • S-Pedelecs entsprechen einem Kleinkraftrad und dürfen nur mit einer Fahrerlaubnis der Klasse AM gefahren werden (ein normaler Autoführerschein deckt die Klasse AM ab).
  • Das Tragen eines Helms ist Pflicht.
  • Das S-Pedelec braucht ein Versicherungskennzeichen.
  • Es gelten die gleichen Verkehrsregeln wie für Mopedfahrer.
  • Das S-Pedelec muss immer mit Licht fahren.
  • Es gilt dieselbe Promillegrenze wie für das Fahren eines Autos: 0,5 Promille.
  • Auf einem S-Pedelec darfst du keinen Fahrradanhänger hinter dir herziehen.
  • Mit dem S-Pedelec musst du die Straße befahren, Fahrradwege dürfen nicht genutzt werden.

Wartung und Pflege

Was kostet z.B. ein neuer Lithium Ionen Akku, gibt es vom Hersteller Softwareupdates und kann das Display unter Umständen separat nachgekauft werden? Da die Akkus und die Steuereinheiten mit einer Software gesteuert werden, können Updates auf aktuelle Firmware-Software durchaus Verbesserungen mitbringen und das E-Bike effizienter fahren lassen.

Hinweis: Nehmen Sie das Display (sofern Abnehmbar) beim Abstellen des E-Bikes immer ab und schließen Sie das Fahrrad mit einem guten Schloss an einen festen Gegenstand an. Achten Sie darauf, dass der Akku ebenfalls abgeschlossen ist.

Akku richtig lagern und laden

  • Laden Sie den Akku ausschließlich entsprechend der Herstellervorgabe mit dem dazugehörigen Ladegerät im Trockenen und bei den vom Hersteller bestimmten Temperaturen.
  • Schützen Sie den Akku beim Abstellen des E-Bikes und insbesondere beim Laden vor Hitze z.B. durch direkte Sonneneinstrahlung.
  • Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sollten Sie den Akku während des Parkens abnehmen und in einem Raum mit Zimmertemperatur lagern, um Schäden zu vermeiden.
  • Trennen Sie den Akku nach dem Laden vom Ladegerät.
  • Der ideale Ladezustand des Akkus beträgt je nach Hersteller zwischen 20 und 80 Prozent und ist der Bedienungsanleitung zu entnehmen.

So erhöhen Sie die Reichweite des Akkus

  • Passen Sie die Unterstützung des E-Antriebs den Gegebenheiten an - eine flache Strecke können Sie mit der kleinen Stufe bewältigen.
  • Schützen Sie den Akku auf Fahrten in kalter Luft mit einem Neoprenüberzug vor Kälte und Nässe, damit er die optimale Betriebstemperatur hält.

Antriebsarten beim E-Bike

Beim Antrieb eines Pedelecs gibt es drei Varianten: den Vorderrad-Nabenmotor, den zentralen Tretlagermotor und den Hinterrad-Nabenmotor. Durchgesetzt hat sich trotz des höheren Preises der zentrale Tretlagermotor, weil er ein stabiles und wendiges Fahren ermöglicht.

  • Vorderrad-Nabenmotor: Diese Anordnung an der Fahrradfront kann vor allem auf rutschigem Untergrund, an Steigungen oder in Kurven zu einem Durchdrehen oder Wegrutschen führen.
  • Tretlagermotor: Durch die günstige Schwerpunktlage in der Mitte fährt sich das Pedelec bei diesem Antriebskonzept ähnlich wie ein herkömmliches Fahrrad.
  • Hinterrad-Nabenmotor: Eignet sich wegen der guten Traktion vor allem für sportliche Pedelecs, erschwert allerdings das Heben über Treppen oder in den Zug.

Die Sensorik

Die Motoren von E-Bikes werden über Sensoren gesteuert. Hier gibt es zwei Typen: den Trittfrequenzsensor und den Drehmomentsensor.

  • Trittfrequenzsensor: Findet sich vorwiegend bei günstigeren Modellen und erkennt lediglich die Pedalbewegung. Die Intensität, mit der man in die Pedale tritt, erfasst dieser Sensor nicht.
  • Drehmomentsensor: Der inzwischen in den meisten Pedelecs verbaut ist, misst dagegen die Kraft des Pedaltritts. Dementsprechend wird in Verbindung mit der gewählten Stufe die Motorunterstützung gesteuert: viel Leistung bei kräftigem Treten, geringe Trethilfe bei schwachem Pedaldruck.

E-Bike Test 2020 von Stiftung Warentest

Hier eine Übersicht der getesteten E-Bikes:

Modell Akkul. Drehm. Note Preis
KTM Macina Tour 510 Testsieger 500 Wh 75 Nm 1,7 2.299,00 € - 3.449,00 €
RALEIGH Kent 9 500 Wh 65 Nm 2,4 2.199,99 €
Pegasus Premio EVO 10 400 Wh 65 Nm 2,4 2.729,00 €
Kalkhoff Endeavour 5.S Move 540 Wh 60 Nm - -

Stand der Daten (Preise) in den Tabellen: 29. August 2025

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