Die Gehälter der MotoGP-Piloten sind ein spannendes Thema, besonders im Vergleich zu anderen Rennsportarten. Wir werfen einen Blick auf die Einkommen der Top-Fahrer und die Faktoren, die diese beeinflussen.
Francesco Bagnaia: Der Dominator und sein Gehalt
Francesco Bagnaia ist seit Jahren der Dominator in der Königsklasse des Motorrad-Sports. Der schnellste Mann auf zwei Rädern war in den Jahren 2022 und 2023 nicht einzufangen, denn 2022 und 2023 wurde der Italiener jeweils Weltmeister. Das Bagnaia Gehalt bei Ducati soll pro Saison etwa 7 Millionen Euro betragen.
Allerdings ist Bagnaia mit seinem Jahresgehalt von garantierten 7 Millionen Euro der Topverdiener in der MotoGP. Und mit dem neuen Vertrag, den er im März 2024 unterschrieben und der ihn bis 2027 an Ducati bindet, hat er eine ordentliche Gehaltserhöhung bekommen. Sein vorheriger Ducati-Vertrag, den er im Jahr 2021 unterschrieben hatte und somit noch vor seinen beiden WM-Triumphen, hatte ein vergleichsweise mageres Grundgehalt von nur rund 800.000 Euro.
Marc Marquez: Der Topverdiener der MotoGP
Noch wartet Marc Marquez auf seinen neunten WM-Titel, doch der Spanier gilt schon jetzt als eine absolute MotoGP-Legende. Mit etwa 15 Millionen Euro pro Jahr ist Marc Marquez der bestbezahlte Fahrer im Feld der MotoGP. Von Honda soll er geschätzte 15 Millionen Euro Jahresgehalt (exklusive Boni und Zusatzeinnahmen durch Werbepartner) bekommen. Marquez verdient deutlich mehr als seine Kollegen.
Berichten zufolge liegt das Marc Marquez Gehalt bei Ducati bei etwa 9 Millionen Euro im Jahr. Damit gehört er zu den Topverdienern der MotoGP, liegt aber hinter Yamaha-Star Fabio Quartararo, der rund 12 Millionen Euro kassiert. Der Wechsel ins Ducati-Werksteam bedeutet für Márquez aber nicht nur finanziell einen Aufstieg, sondern auch die Chance, endlich wieder an der Spitze der MotoGP mitzumischen.
Schätzungen zufolge beläuft sich das Vermögen von Marc Marquez im Jahr 2025 auf rund 80 Millionen Euro. Während seiner Zeit bei Repsol Honda verdiente er jährlich bis zu 12,5 Millionen Euro, am Ende sogar noch mehr. Neben seinen Rennfahrer-Einnahmen verdient Marquez Millionen durch Sponsoren wie Estrella Galicia, Allianz, Tissot, Shoei und Alpinestars.
Einnahmequellen von Marc Marquez
- Jahresgage von Repsol Honda: 12,5 Millionen Euro
- Renngewinne
- Sponsoring-Deals (Cuatro, Lorenzo): bis zu 15 Millionen Euro jährlich
- Werbeauftritte
Valentino Rossi: Eine Legende mit großem Vermögen
Es gibt kaum einen Motorradrennfahrer auf der ganzen Welt, der Valentino Rossi das Wasser reichen kann. Immerhin durfte sich der im Jahr 1979 geborene Italiener bis jetzt über gleich 9 Weltmeistertitel freuen. Valentino Rossi hat auch ein großes Vermögen, es wird geschätzt auf 170 Millionen Euro. Unter den MotoGP-Fahrern führt Valentino Rossi schließlich die Liste der bestbezahlten Rennfahrer an.
Bemerkenswert ist vor allem der Umstand, dass Valentino Rossi hätte viel reicher sein können. Denn bereits im Jahr 2007 verdiente er 32,7 Millionen Euro. Im Jahr 2008 waren es dann noch einmal 34,55 Millionen Euro Jahresverdienst. Die italienischen Finanzbehörden hatten noch ein Hühnchen mit dem weltbekannten Rennfahrer zu rupfen. Er soll zwischen 2000 und 2004 Einnahmen in Höhe von 153,53 Millionen Euro verschleiert haben. Für dieses Vergehen hätte Valentino Rossi sogar ins Gefängnis wandern können. Der Weltmeister konnte sich durch eine Zahlung von 57,57 Millionen Euro an den italienischen Fiskus noch vor dem Gefängnis retten.
Gehälter im Vergleich: MotoGP vs. Formel 1
Mit den Monster-Gagen wie sie in der Formel 1 gezahlt werden, können die Zweirad-Akteure nicht mithalten. Damit liegt das Gehalt von Francesco Bagnaia beispielsweise sehr weit entfernt von seinem Pendant in der Formel 1. Max Verstappen, Dreifach-Weltmeister von 2021 bis 2023, casht bei Red Bull satte 55 Millionen Dollar im Jahr.
Vergleicht man die Gehälter der MotoGP-Stars mit den Bezügen der Formel 1-Piloten, müssen sich die Zweiradfahrer allerdings deutlich geschlagen geben. So soll Formel 1-Champion Lewis Hamilton laut Forbes satte 30 Millionen US-Dollar von Mercedes beziehen. Dank Boni kann das Gehalt sogar auf knapp 50 Millionen US-Dollar ansteigen. Auch der Engländer dürfte dank lukrativer Werbeverträge noch deutlich mehr beziehen. Im Formel 1-Ranking folgen dahinter übrigens Sebastian Vettel mit 45 Millionen US-Dollar und Daniel Ricciardo mit 17 Millionen US-Dollar.
Weitere Faktoren, die die Gehälter beeinflussen
Die Gehälter der MotoGP-Piloten sind in Summe deutlich niedriger als noch vor vier Jahren. In der Saison 2018 verdienten die 24 MotoGP-Piloten insgesamt 58 Millionen Euro. Laut Recherchen der spanischen Edition von 'motorsport.com' zahlen die Hersteller und Teams in diesem Jahr nur noch 47 Millionen Euro an die Fahrer in der Königsklasse. Die Coronavirus-Pandemie hatte den wohl größten Einfluss auf die strategischen Entscheidungen der Hersteller und Teams. In der Saison 2020 wurde die MotoGP hart von der Pandemie getroffen.
Ein weiterer Faktor im Zusammenhang mit den niedrigeren Gehältern der Fahrer ist das Aufkommen der neuen Generation. Oder besser gesagt die Rücktritte einiger großer Namen. Die Italiener investierten stattdessen in die Entwicklung der Desmosedici und nahmen viele junge Talente unter Vertrag. Mit Jorge Martin, Enea Bastianini, Luca Marini, Marco Bezzecchi und Fabio di Giannantonio sitzen potenzielle MotoGP-Champions auf Ducatis.
Unverändert ist allerdings, dass es unter den Fahrern große Unterschiede gibt. Weltmeister Fabio Quartararo wird von Yamaha in seiner zweiten Saison als Werkspilot mit 4,0 Millionen Euro vergütet. Es wird erwartet, dass dieses Gehalt in Zukunft deutlich höher ausfallen wird, sollte der Franzose bei Yamaha verlängern. Neun Fahrer verdienen laut den Aussagen der Teammanager, Berater und Manager zwischen einer und zwei Millionen Euro pro Jahr.
| Fahrer | Team | Geschätztes Jahresgehalt (USD) |
|---|---|---|
| Marc Marquez | Honda | 15 - 18 Millionen |
| Valentino Rossi | Yamaha | 10 Millionen |
| Andrea Dovizioso | Ducati | 7 Millionen |
Die Rolle der Fahrervertretung
Zoom Im Frühjahr wurde das Thema Fahrergehälter besprochen. "Die MotoGP ist eine große Show und großes Business. Es ist viel Geld involviert. Die Fahrer sind die Clowns der Show", ärgerte sich damals ein MotoGP-Pilot (zur Story). Es entstand die Idee, dass jemand die Interessen der Fahrer vertritt.
"Es ist nicht fair, dass einige Fahrer in der MotoGP für so wenig Geld fahren", kritisiert Marquez. "Ich bin sicher einer derjenigen, die am meisten Geld erhalten. Ich war dennoch derjenige, der etwas dagegen gesagt hat, weil ich es als nicht fair ansehe."
In der MotoGP gibt es lediglich die Sicherheits-Kommission, in der die Fahrer ihre Interessen zum Ausdruck bringen können. Der Name von Valentino Rossi wurde genannt, als es um eine MotoGP-Fahrervertretung ging (mehr Informationen).
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