Die ultimative Anleitung zur Fahrzeugwäsche in SB-Waschanlagen und Tipps für Motorräder

Eine SB-Waschanlage bietet die Möglichkeit, die Autowäsche individuell auf den Verschmutzungsgrad des Fahrzeugs abzustimmen. Ob für die gründliche Autowäsche nach eigenen Vorlieben oder die schnelle und günstige Autoreinigung zwischendurch: Eine SB-Waschanlage bietet gegenüber einer herkömmlichen Waschanlage oder Waschstraße einige Vorteile.

Die Wäsche ist in der SB-Waschanlage genauso gründlich und dauert auch nur genauso lange, wie sie sich Fahrzeughalter:innen das wünschen. Sie können sich hier frei durch die Programme wählen, eine feste Reihenfolge gibt es nicht - eine Empfehlung jedoch schon. Wir geben Tipps, wie das Auto auch in Eigenregie richtig sauber wird.

Anweisungen und Sicherheitsregeln in der SB-Waschanlage

Wer sich dazu entscheidet, die Autowäsche in einer SB-Waschbox durchzuführen, sollte die Grundregeln der jeweiligen Waschanlage beachten. In erster Linie betrifft das die Anweisungen und Sicherheitsregeln des Betreibers. Diese beziehen sich vor allem darauf, dass die Reinigungsinstrumente richtig eingesetzt werden, um Verletzungen bei sich selbst und anderen sowie Beschädigungen am Fahrzeug zu verhindern.

Kommt beispielsweise ein Hochdruckreiniger zum Einsatz, sollte dieser stets mit einem Abstand von mindestens 30 cm zum Wagen benutzt werden, um Beschädigungen am Lack zu verhindern. Selbstverständlich sollte der Hochdruck-Wasserstrahl nicht in Richtung eines Menschen gehalten werden.

Putzhilfsmittel wie Mikrofasertücher oder Waschhandschuhe sind selbst mitzubringen. Die Nutzung eigener Reinigungsmittel ist dagegen nicht immer gestattet, in einigen Waschboxen die Benutzung mitgebrachter Reiniger oder die ausgiebige Handwäsche (insbesondere zu Stoßzeiten) untersagt. Hierzu sich am besten im Voraus über die Regeln der örtlichen SB-Autowaschanlage informieren. Sonntags und nach 22 Uhr sind in der Regel die meisten Waschboxen geschlossen.

Produkttipps für die SB-Waschanlage

Wie bereits erwähnt, darf nicht in jeder SB-Waschbox von Hand oder mit eigenen Reinigungsmitteln gearbeitet werden. Wo es jedoch erlaubt ist, sollte davon auch Gebrauch gemacht werden. Denn im Gegensatz zur Wäsche in der eigenen Einfahrt ist die Nutzung vieler Reinigungsmittel durch die vorhandenen Ölabscheider hier bedenkenlos möglich.

Folgende Hilfsmittel empfehlen wir:

  • Spezialreiniger für die Vorwäsche: Besonders Insekten, Vogelkot, Baumharz und Teer haften hartnäckig am Lack. Spezialreiniger lösen diese sanft und ohne Beschädigungen ab.
  • Felgenreiniger: Ideal hierfür ist ein spezieller Felgenreiniger. Diese greifen das Material nicht an und lösen selbst festgebrannten Schmutz nach kurzer Einwirkzeit zuverlässig. Empfehlung: Eine gute Felgenbürste entfernt auch die hartnäckigsten Verschmutzungen von Stahl- oder Leichtmetallrädern.
  • Schwamm oder Handschuh: Besonders bei empfindlichen Lacken oder Folierungen können kleine Schmutzpartikel in den Bürsten schnell für teure Schäden sorgen.
  • Zwei Wascheimer: Bei der Handwäsche verhindert die Nutzung von zwei Eimern - einer mit klarem Wasser und einer mit Shampoo - dass Schmutzpartikel beim Ausspülen des Waschhandschuhs ins saubere Wasser gelangen. Dadurch wird das Risiko von Kratzern im Lack deutlich reduziert.
  • Mikrofasertuch: Damit das Auto nach der Wäsche streifen- und fleckenfrei sauber wird, lohnt sich der Kauf eines ausreichend großen Mikrofasertuchs fürs Auto. Wichtige Kriterien hierbei sind die Saugkraft und die Faserbeschaffenheit. Je weicher, desto besser für alle Oberflächen am Fahrzeug. Große Tücher nehmen zudem mehr Feuchtigkeit auf und vereinfachen so das Abtrocknen des Wagens.

Wer noch keine Grundausstattung besitzt, kann auch ein fertig zusammengestelltes Set auf Amazon kaufen. Das Sonax-Autowäsche-Set bietet eine umfassende Ausstattung für die manuelle Fahrzeugpflege. Enthalten sind ein Glanzshampoo-Konzentrat zur schonenden Reinigung ohne Wachsschichtabtrag, der säurefreie Felgenreiniger Felgenbeast mit Farbindikator, der Xtreme Brilliant Shine Detailer für Lackglanz und Glätte sowie ein robuster Wascheimer mit Deckel, Metallgriff und Schmutzfalle.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Autowäsche in der Waschbox

In der SB-Waschbox kann das Auto sogar sauberer werden als in einer Waschanlage oder Waschstraße. Dafür muss man zwar selbst zu Hochdruckreiniger und Bürste greifen, hat aber mehr Kontrolle über die Wäsche. Mit diesen Tipps geht es noch einfacher:

  1. Auto vorbereiten: Besonders im Frühjahr und Sommer sollte das Auto mit Spezialreinigern oder Hausmitteln gegen Insektenreste, Vogelkot, Harz oder Teer vorbereitet werden. Nur so gehen die hartnäckigen Verschmutzungen in der SB-Wäsche vom Lack. Genug Einwirkzeit einplanen!
  2. Vorwäsche: Nachdem die Spezialreiniger volle Arbeit geleistet haben, sollte das Auto vor dem Erstkontakt mit der Bürste mit einer sanften Hochdruck-Vorwäsche von grobem Schmutz oder feinen Verunreinigungen befreit werden. Das Waschprogramm enthält oft bereits Reiniger, daher sollte es nicht auf dem Auto antrocknen, um Wölkchenbildung zu verhindern. Bietet die Waschanlage kein spezielles Vorwäsche-Programm, kann mit dem Hochdruckreiniger und ausreichend Abstand selbst vorgewaschen werden.
  3. Bürste oder Schwamm: In einer SB-Waschbox steht für die Autoreinigung eine Bürste bereit. Aus ihr kommt Autoshampoo gesprüht, das direkt verteilt werden kann. Empfehlung: Die Bürste zuvor mit klarem Wasser aus dem Hochdruckreiniger abspülen, um Dreck von den Vorgänger:innen aus den Borsten zu spülen. Alternativ kann - wenn erlaubt - auch mit einem eigenen Schwamm oder Waschhandschuh (inklusive Eimer voll klarem Wasser) gewaschen werden.
  4. Klarspülen: Nach einer ausgiebigen Wäsche, die jeden Winkel der Karosserie von Dreck befreit hat, kann das Auto klargespült werden. Hierzu wählt man das entsprechende Waschprogramm und arbeitet sich mit dem Hochdruckreiniger von oben nach unten über das gesamte Fahrzeug. Ist der Schaum passé, ist das Auto sauber.
  5. Spezialpflege: Wer mag, kann dem Auto nun noch den finalen Touch geben. SB-Waschboxen bieten oft ein Wachs-Programm an, das den sauberen Lack mit einer schützenden Wachsversiegelung gegen Umwelteinflüsse schützt. Das Programm ist optional, wer den Wagen anschließend ohnehin polieren und den Lack selbst versiegeln möchte, kann es sich daher sparen.
  6. Entmineralisiertes Wasser: Damit keine Wasserflecken auf dem Lack zurückbleiben, bieten viele Anlagen ein "Glanzspülen"-Programm mit entmineralisiertem Wasser an.
  7. Von Hand trocknen: Für ein bestmögliches Ergebnis sorgt ein abschließendes Abledern des Wagens mit einem weichen, sauberen und saugstarken Mikrofasertuch. Wer besonders gründlich arbeitet, trocknet auch die versteckten Ecken im Tür- und Kofferraumbereich. Auch am Tankdeckel oder an der Motorhaube kann sich nach der Wäsche Wasser sammeln.

Ein weiterer Tipp: Im Sommer sollte das Auto vor der Wäsche abgekühlt werden, wenn es zuvor lange in der prallen Sonne stand. Ansonsten verdampft das Wasser zu schnell, Reinigungsmittel bleiben als hartnäckige und teils aggressive Rückstände zurück.

Kosten und Bezahlung in SB-Waschanlagen

Das Gute an der Waschbox: Die Wäsche kostet nur so viel, wie man dem Auto an Pflege gönnen möchte. Wer etwa nur kurz Matsch oder Blütenstaub herunterwaschen möchte, kann dies bereits für kleines Geld erledigen. Etwas teurer wird es, wenn mehr getan werden muss. Wer schnell arbeitet und ein kleines Fahrzeug wäscht, kann auch mit der Nutzung jedes einzelnen Waschprogramms sechs Euro für eine Komplettwäsche zahlen.

Bei den meisten SB-Waschanlagen ist es ratsam, immer genügend Kleingeld - 50-Cent-, 1-Euro- und 2-Euro-Stücke - dabeizuhaben. Einige SB-Waschboxen funktionieren auch mit Jetons oder Wertkarten, die vor Ort mit Bargeld - in modernen Anlagen auch per Kartenzahlung - eingetauscht oder aufgeladen werden können. Personal zum Umtauschen ist bei den Waschplätzen mit Selbstbedienung dagegen nur in seltenen Fällen anzutreffen.

Welche Fahrzeuge sind in SB-Waschboxen erlaubt?

Ein weiterer Vorteil der SB-Waschanlage ist die Vielseitigkeit: Jedes Fahrzeug, das unter das Dach passt, darf hier auch gewaschen werden. Heißt: Pkw, Geländewagen, Transporter, Wohnmobil oder auch Motorrad und Fahrrad sind erlaubt. Das ist besonders für Fahrzeuge praktisch, die wegen Aufbauten, Abmessungen oder Bauform nicht in einer herkömmlichen Waschanlage oder Waschstraße gereinigt werden dürfen.

Für hohe Fahrzeuge wie Wohnmobile bieten einige SB-Waschplätze einen Spezialwaschplatz ohne Überdachung an, dafür aber mit einer Erhöhung, auf der sich auch das Dach leichter erreichen lässt. Nicht erlaubt, oder vielmehr auf den meist engen Plätzen schlichtweg nicht rangierbar, sind Lkw und Busse, aber auch Baumaschinen oder Traktoren.

Motorradwäsche: Tipps und Tricks

Regelmäßige Motorradwäsche dient Ihrer Sicherheit und beugt dem Wertverlust der Maschine vor. Unbedingt die Hinweise zu Reinigung und Pflege in der Bedienungsanleitung beachten. Aus Umweltgründen sollten Sie Ihr Motorrad auf jeden Fall in einer offiziellen Waschbox reinigen. Diese besitzen neben Ölabscheidern auch Auffangvorrichtungen für Grobschmutz und eine besondere Abwasserentsorgung. Putzaktionen ohne diese Schutzmaßnahmen, etwa auf Privatgrund oder öffentlichen Straßen, sind verboten.

Moderne Hochdruckreiniger sind fürs Zweirad nicht unbedingt ein Segen. Durch den extremen Druck kann Wasser selbst in kleinste Ritzen und in Lager eintreten und Fett ausspülen. Daher sollten Sie beim Säubern der Maschine mit einem Hochdruckreiniger genügend Abstand halten und Problemzonen meiden. Dazu zählen Radnaben, Schwinge, Lenkkopflager, Hebelgelenke, Öl- und Wasserkühler oder auch O-Ring-Ketten. Hier empfiehlt sich die gute alte Handwäsche mit Schwamm oder weicher Bürste und sanftes Abspülen.

Vorsicht auch bei Reifen: Werden Pneus aus kurzer Distanz und zu lange an einer Stelle mit dem Dampfstrahler bearbeitet, können unsichtbare Vorschädigungen entstehen. Bei hoher Geschwindigkeit oder bei längeren Autobahnetappen können solche Stellen fatale Folgen haben. Dosierter Einsatz des Dampfstrahlers, vorheriges Einweichen von starkem Schmutz mit Schaum oder entsprechenden Kaltreinigern sowie die Nutzung einer Schaumbürste mit fließendem Wasser sind allemal besser.

Wer an der Waschanlage mit mitgebrachtem Schwamm und verschiedenen Bürsten arbeitet, bekommt nicht nur schwer zugängliche Stellen sauber, er bemerkt auch lose Schrauben oder Speichen und hat andere Verschleißteile im Blick. Auch die Kette wird von Schmutz befreit mithilfe eines speziellen Kettenreinigers und gegebenenfalls einer Nylonbürste und anschließend wieder gut abgeschmiert.

Gründliches Trocknen ist wichtig

Ganz wichtig, vor allem vor dem Einmotten Ihres Bikes, ist, dass es nach dem Waschgang wieder absolut trocken ist. Wer alles gut abledert und schlecht zugängige Stellen per Luftstrahl aus dem Kompressor von Wasser befreit, beugt Rostbildung vor. Gleiches gilt für die Konservierung der Metallteile mit einem Sprühöl. Für Chrom- und Aluteile gibt es spezielle Hochglanz-Polierwatte, die mit Polierflüssigkeit getränkt ist. Für alle lackierten Fahrzeugteile kann handelsübliches Hartwachs mit weichem Tuch oder Polierwatte aufgetragen werden, um die Oberfläche zu versiegeln. Für Plastikteile gibt es entsprechende Produkte oder Polituren, unlackierte Teile können auch mit Cockpit-Spray aus dem Autobereich gepflegt werden.

Verwendung von Reinigungsmitteln

Wer den Motor seiner Maschine mit speziellem Motorreiniger und Bürste säubert, der sollte - wie beim Einsatz aller anderen Reinigungsmittel fürs Bike - drei Dinge beachten:

  • Reiniger nie in der prallen Sonne oder auf erhitzter Oberfläche anwenden. Die Wirkung kann dadurch beeinträchtigt werden und es können sich unschöne Flecken einbrennen.
  • Immer die Anwendungshinweise der Hersteller und ganz besonders die Einwirkzeiten der Produkte beachten.
  • Alle Reinigungsprodukte gründlich abspülen, bis keine Schaumbildung mehr zu sehen ist, und bei partieller Reinigung auch benachbarte Teile abspülen.

Einweichen von hartnäckigem Schmutz

Hartnäckige Insekten-Friedhöfe auf Kunststoff-Verkleidungsteilen und -scheiben sollten Sie vor der großen Wäsche über Nacht mit nassen Tüchern und sanften Spülmitteln einweichen. So lassen sie sich hinterher besser entfernen. Zum leichteren Lösen von Insekten gibt es spezielle Reinigungssprays, sogenannte Insektenentferner. Wer sie mit einem Scheuerschwamm bekämpft, riskiert hässliche Kratzer im Kunststoff.

Wer bei schönem Wetter im Winter seine Maschine bewegt, sollte sie unbedingt nach jeder Tour abduschen: Metall und Lack reagieren auf Streusalz, das auch bei vermeintlich trockener Straße aufgewirbelt wird.

Mobile Mini-Hochdruckreiniger für Fahrräder

Im Herbst und Winter sind dreckige Bikes unausweichlich. Abhilfe schaffen mobile Mini-Hochdruckreiniger.

Ihre Wasserdrücke sind bedeutend geringer, rangieren von etwa drei bis hin zu maximalen 55 Bar. Zum Vergleich: Ein Hochdruckreiniger in der Waschanlage schießt Wasser mit harten 100 bis 120 Bar aus der Lanze. Im schlimmsten Fall presst der Druck dann Schmutz und Wasser in die filigranen Lager und beschädigt diese. Der geringere Druck der mobilen Gegenstücke ist jedoch sanfter, für frischen Trail-Matsch haben aber alle dennoch genügend Strahlkraft. Trockener Matsch geht zwar auch; hier empfiehlt sich aber, das Rad vorher vorzubehandeln, um nicht unnötig viel Wasser zu verbrauchen.

Hier eine Übersicht einiger getesteter mobiler Druckreiniger:

Produkt Preis Tankvolumen Druck Akkuleistung Fazit
Aqua2Go Pro 220 Euro 20 Liter 3-10 bar 12 V / k. A. / 30 min Nur aufrecht verstaubarer, mobiler Reiniger mit Rollen, aber zu kurzem Griff zum Ziehen. Lange 30 Minuten Akkulaufzeit, schafft rund 90 Liter am Stück! Der erreichbare Druck und der gut einstellbare Strahl reinigen ordentlich. Schade: Pistolenhebel ohne Arretierung. Er lässt sich auch per Zigarettenanzünder betreiben und laden.Testergebnis: Sehr gut
Greenworks GDC40 280 Euro 20 Liter bis 55 bar 40 V / 4 Ah / 14 min Der klobig-schwere Greenworks ist mit seinem offenen Tank nur bedingt unterwegs einsetzbar, kann per Adapter aber auf andere Wasserspeicher umgerüstet werden. Reinigt mit dem höchsten Druck im Test sehr gut rund 14 Minuten am Stück, Akku lädt blitzschnell. Negativ: lauter Kompressor, hohe Hebelkraft der Spritzpistole, keine Arretierung.Testergebnis: Sehr gut
Kärcher OC3 Plus 166 Euro 7 Liter 5 bar 6 V / k.A. / 17 min Klein, aber richtig fein: Der Kärcher ist ultraportabel, super verarbeitet und reinigt zufriedenstellend bis zu zwei Räder mit einer Füllung. Zudem ist der Akku mit 17 Minuten für die Größe erstaunlich ausdauernd. Geringer Lieferumfang, sinnvolles Zubehör gibt es aber in diversen Zubehör-Sets. Mit Netzteil kein Dauerbetrieb möglich.Testergebnis: Sehr gut
Red Cycling Mobiler Hochdruckreiniger 150 Euro 15 Liter 3-9 bar - Der Red Cycling ist dem Aqua2Go in Verarbeitung und Anbauteilen ähnlich, bei der Reinigungsleistung ebenfalls - für unterwegs reicht der Strahl und die Verstellbarkeit dicke. Größtes Manko: Trotz des hohen Gewichts hat er keinen Akku, wird deshalb entweder übers Kfz-Bordnetz oder die Steckdose betrieben, was jedoch problemlos klappt.Testergebnis: Gut
Worx Hydroshot WG629E.8 200 Euro - 6,5-22,5 bar 20 V / 2,0 Ah / 22 min Der Worx ist zwar aufgebaut recht lang und schaut brachial aus, ist jedoch gut verstaubar und dank Schlauchanschluss sehr variabel in Hinblick auf Wasserquelle. Zudem ist der Sprühkopf fünffach, die Pumpgeschwindigkeit zweifach einstellbar. Reinigt mit dem kleinen Akku 22 Minuten am Stück!

ADAC-Test: Waschstraßen vs. Portalanlagen

Der ADAC hat bundesweit 150 Waschstraßen und Portalanlagen getestet. Das Resultat: Waschstraßen waschen besser als sogenannte Portalanlagen. Die beste Waschstraße heißt "Soft Wash Park" und steht in Magdeburg. Diese Anlage schneidet mit der Gesamtnote "sehr gut" (1,5) ab. Im Durchschnitt bekommen die Waschstraßen die Note "gut". Die Portalanlagen - hier fährt ein "Tor" mit Waschelementen über das stehende Fahrzeug und zurück - kommen nur auf einen Notenschnitt von 3,6, sind also nur "ausreichend".

Die wichtigste Testkategorie ist die "Waschleistung". Um diese abzuprüfen, wurden die Fahrzeuge der ADAC Ingenieure mit Testschmutz präpariert. Dieser wurde an mehreren kritischen Stellen wie Seitenspiegel oder Türgriff aufgetragen.

Wichtig: Einen Zusammenhang zwischen der Qualität der Wäsche und dem Preis konnten die Tester nicht feststellen. Die Kostenspanne für das Waschprogramm reichte von 3,50 Euro bis 9,50 Euro. Das Wunschprogramm der Tester war immer gleich: "Die günstigste Wäsche mit Vorwäsche".

Wer zahlt bei Schäden in der Waschanlage?

Antenne verbogen, Zierleiste locker Kratzer am Lack: Eine Pkw-Reinigung in der Waschanlage endet für manchen Autofahrer nicht nur mit einem sauberen Auto, sondern auch mit Ärger.

Generell ist der Betreiber einer Waschanlage verpflichtet, Autofahrer über die richtige Benutzung seiner Anlage zu informieren. Der Hinweis, die Antenne einzuschieben oder abzunehmen, reicht nicht aus, wenn das technisch nicht möglich ist und sie beim Waschgang beschädigt werden kann. Der Betreiber müsste in diesem Fall von der Benutzung der Anlage gänzlich abraten. Auch Lackschäden am Fahrzeug muss der Betreiber ersetzen, wenn die Reinigungsbürsten nachweislich nicht ordnungsgemäß gearbeitet haben oder verschmutzt waren.

Wenn ein Schaden erst zu Hause entdeckt wird, muss der Kunde nachweisen, dass dieser in der Anlage entstanden ist. Deshalb sollte das Fahrzeug immer unmittelbar nach der Reinigung auf Schäden überprüft und diese gegebenenfalls sofort gemeldet werden.

Die Gründe, warum Waschanlagen besser als Portalanlagen sind:

In jeder geprüften Waschstraße gab es einen Mitarbeiter, der das Auto vor der Einfahrt mit seiner Hochdrucklanze und anderen Putz-Utensilien auf den Waschgang vorbereitete. Wie effektiv die manuelle Vorwäsche ist, bewies eine Aral-Tankstelle in Wolfsburg. Dort steht die sauberste aller Portalanlagen - hier wird per Hand vorgewaschen.

Bei der Masse der Portalanlagen zeigt sich, dass diese meist auf Tankstellengelände liegen und quasi "nebenbei" betrieben werden. Die manuelle Vorwäsche fehlt dort. Waschstraßen sind dagegen spezialisierte Betriebe. Die Vorwäsche "per Hand" ist hier mit dabei. Außerdem benötigen Waschstraßen mehr qualifiziertes Personal beim Betrieb.

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