Auf Radreisen und bei Transporten mit viel Gewicht sind Gepäckträgertaschen immer noch erste Wahl. Rucksäcke haben beim Radfahren aber vor allem in Städten ihre Vorteile: Man wechselt etwa schnell zwischen Rad und Bus, ohne das Gepäck umladen zu müssen.
Anforderungen an Radrucksäcke
Bei Radrucksäcken gibt es etwas andere Anforderungen an das Tragesystem als bei Wanderrucksäcken: Während Sie beim Wandern das Gewicht eher auf dem Hüftgurt tragen (sollten), ist dieser auf dem Rad eventuell hilfreich für die Stabilität, muss aber selbst kaum Gewicht halten. Das gilt vor allem, wenn Sie vornübergebeugt fahren.
Ein Brustgurt sollte in der Höhe verstellbar sein. Viele Radler benötigen jedoch weder einen Hüft- noch einen Brustgurt. Entweder, weil der Rucksack stabil genug sitzt oder um Zeit zu sparen: Wer häufig kurze Strecken fährt, will nicht ständig zwei Gurte schließen müssen, damit sie nicht herumflattern im Fahrtwind. Bei einigen Radrucksäcken lassen sich die Gurte entfernen, zwei Modelle im Test verzichten gleich ganz auf einen Hüftgurt.
Am Rücken sind alle Rucksäcke im Test mehr oder weniger gepolstert und auch durchlüftet. Das ist vor allem an warmen Tagen hilfreich, sonst schwitzt man schnell am Rücken. Gleiches gilt für die Gurte.
Testumgebung und Methodik
Wir haben mit allen Rucksäcken typische Pendlerfahrten absolviert inklusive Notebook, DIN-A4-Block und etwas Zubehör (Netzteil, Smartphone, Regenhose). Gefahren wurde sowohl auf einem Tourenbike in aufrechter Haltung, als auch auf einem Gravelbike, auf dem man ähnlich sitzt wie auf einem Rennrad. Das Laptopfach haben wir mit einem älteren 15-Zoll-Notebook ausprobiert sowie mit einem kleinen 14-Zoll-Notebook von Apple.
Ihren Zweck erfüllen selbstverständlich alle Rucksäcke, die Details entscheiden bei der persönlichen Auswahl. Ich habe die Modelle von Vaude und Aevor als besonders angenehm empfunden in meinem Alltag mit Fahrrad und S-Bahn. Sie sind leicht und bieten ausreichend viele kleine Taschen für mein Alltagsgepäck. Die schweren Modelle von Ergon und Evoc haben andere Stärken.
Das tolle Tragesystem des Urban BC macht ihn zu einem guten Universal-Tagesrucksack, der auch eine Wanderung gut mitmacht. Wer besonderen Wert auf Sicherheit legt, ist mit dem Commute Pro 22 und dem zusätzlichen Rückenschutz sehr gut ausgestattet. Ich persönlich fahre zwar nur unfreiwillig bei Regen, aber leider nicht selten.
Detaillierte Produktvorstellungen
Ergon BC Urban
Die Produkte des deutschen Herstellers Ergon sollen so sein, wie es der Markenname andeutet: besonders ergonomisch. Der BC Urban erfüllt das Versprechen recht gut, zumindest bei mir erwies sich der Rucksack als bequem, auch wenn er mit schweren Einkäufen gefüllt ist. Ein Grund: Das Tragesystem lässt sich in vier Stufen anpassen an die Rückenlänge. So sitzt der kräftig gepolsterte Hüftgurt exakt oberhalb der Hüfte, und die Schultergurte tragen nur einen Teil der Last. Beim Radfahren stört der Gurt aber nicht. Entfernt man ihn, können die überstehenden Bänder in einer kleinen Tasche verschwinden. So flattern sie nicht wie die Enden der Schultergurte. Ergon empfiehlt deshalb, diese zu kürzen, sobald der Rucksack gut sitzt.
Das Material aus recyceltem Kunstsoff ist kräftig, wasserabweisend und wirkt robust. Wasserdicht wird der Rucksack erst mit einer separaten Regenhülle, die man zusätzlich kaufen muss für etwa 13 Euro.
Die Ausstattung mit Fächern und Taschen ist ausreichend, aber nicht üppig: In der Innentasche gibt es ein gepolstertes Notebookfach, das 15,6-Zoll-Geräte aufnimmt. Dazu kommen zwei kleinere Taschen für Elektronikzubehör, die nicht geschlossen werden können. Außen sitzt eine Tasche mit Reißverschluss sowie eine weitere, die lediglich mit einer Klappe gesichert ist. Nach oben fällt selbstverständlich nur schwer etwas heraus. An einer Ampel könnte irgendjemand aber recht einfach hineinfassen, ohne dass man etwas merkt.
Im Hüftgurt lässt sich in einer Reißverschlusstasche ein Schlüssel verstauen, ein Smartphone passt aber nicht hinein. Oben wird der insgesamt 21 Liter fassende BC Urban per Rollverschluss und Klettband geschlossen. Eine Platte am Boden verleiht dem Rucksack mehr Stabilität, kann aber auch herausgenommen werden.
Praktisch, aber leider auch nur für 20 Euro zusätzlich erhältlich: ein Paketgurt, mit dem kleinere Pakete hinten auf den Rucksack geschnallt werden können. Im Test waren meine Wege zur Packstation erfolgreich, auch wenn der Rucksack schwer beladen war. Viel größer als ein Schuhkarton darf das Paket aber nicht sein.
Das gefällt: Der Rucksack ist gut verarbeitet und lässt sich auch mit viel Gepäck sehr bequem tragen beim Radfahren.
Das weniger: Für den Preis hätte ich ein von außen zugängliches Fach für ein Smartphone erwartet.
Chrome Urban Ex Backpack
Der Urban Ex Backpack soll ein Rucksack für die Stadt sein. Diese Aufgabe erfüllt er gut: Chrome verwendet ein robustes, wasserfestes Nylongewebe, das genau die richtige Mischung aus Steifigkeit und Flexibilität aufweist. Der Rucksack bleibt aufrecht, wenn man ihn füllt, lässt sich aber auch leicht oben einrollen. Unterstützt wird der Verschluss durch Magnete, die den Verschluss vor dem Rollen in der richtigen Position halten. Links und rechts sind zwei verstellbare Schnallen, je nach Füllstand wird der Rucksack so größer oder kleiner. Chrome gibt das Fassungsvermögen mit 20 bis 25 Litern an.
Das Fach für den Laptop ist gut gepolstert. Es gibt innen noch eine größere und eine kleinere ebenfalls gepolsterte Tasche für das Smartphone oder Ladekabel sowie Einsteckmöglichkeiten für Stifte. Außen an der Seite ist eine weitere kleine Tasche, in der flache Gegenstände Platz finden. Sie hat einen abgedichteten Reißverschluss, ist aber nicht gepolstert.
Auf der Außenseite des Rucksacks gibt es sechs Laschen aus reflektierendem Material. Das macht den Rucksack nachts sichtbarer. Der Urban-Ex-Backpack hat keinen Hüftgurt, aber einen verstellbaren Brustgurt. Dessen Schnalle ist filigran, aber mit etwas Übung gut zu schließen und zu öffnen. Die Hauptgurte sind mit einem Mesh-Gewebe gepolstert. Der Rucksack wiegt 828 Gramm.
Während der Radfahrt sitzt der Rucksack trotz fehlendem Hüftgurt sicher und lässt sich auch auf einem Rennrad in gebückter Haltung gut tragen. Allerdings: Chrome hat die Fixierung der losen Enden vergessen. Sowohl die Bänder des Rollverschlusses als auch der Hauptgurte können nicht befestigt werden und flattern im Fahrtwind. Bei schneller Fahrt schlagen sie dem Tester in Rennradhaltung im Wortsinn auf die Nieren. Aua.
Das gefällt: Der Rucksack lässt sich leicht befüllen und ebenso leicht öffnen sowie schließen.
Evoc Commute Pro 22
Der Commute Pro 22 ist hervorragend ausgestattet. Kein anderer Rucksack im Test hat so viele Fächer und Polsterungen wie der Evoc-Rucksack. Das Notebookfach kann mit einem Reißverschluss von der Seite geöffnet werden, das Hauptfach ist mehr als ausreichend für DIN-A4-Dokumente, aber nicht sonderlich hoch. Dort findet man drei kleinere Taschen.
Das Notebookfach ist kräftig gepolstert. Im Deckel gibt es innen eine weitere Tasche und außen zwei, die obere ist zusätzlich unterteilt. Die untere Tasche sieht Evoc für Bügelschlösser vor, sie kann aber auch für andere flache Gegenstände genutzt werden. Trinkflaschen finden sowohl außen als auch im Hauptfach Platz. Zu guter Letzt gibt es ein Fach für Smartphones, das allerdings nicht gut mit dem äußeren Flaschenhalter harmoniert. Es findet sich aber ein Plätzchen für das Telefon, alle Fächer sind weich gepolstert. Sogar der Hüftgurt hat eine Tasche, in die ein iPhone 15 Pro Max passt.
Der Commute Pro 22 ist mit einem Rückenprotektor ausgerüstet. Mountainbiker, Motorrad- oder Skifahrer werden das vielleicht kennen: In den Rucksack ist eine stabile Platte eingearbeitet, die bei einem Sturz auf den Rücken einen Teil der Energie aufnimmt und verteilt - und so vor Verletzungen der Wirbelsäule schützen kann. Damit das funktioniert, muss der Rucksack richtig sitzen, Brust- und Hüftgurt müssen geschlossen sein. Im Beiheft zum Rucksack gibt Evoc Tipps zum richtigen Einstellen der Gurte. In der täglichen Praxis bedeutet das: Man sollte nicht mit offenem Hüftgurt fahren. Das macht aber ohnehin keinen Spaß, weil dieser sehr lang und breit ist.
Der Rucksack sitzt auch mit viel Gewicht gut und bequem. Der leichte Druck auf den Rücken wird durch den Protektor ausgelöst, nicht durch den Laptop. Manche Radfahrer könnten das störend finden, wir kamen damit gut klar. Allerdings haben der Protektor, die Ausstattung und die sehr gute Polsterung auch einen Nachteil: Der Evoc wiegt 1392 Gramm, er ist einer der schwersten Rucksäcke im Test.
Unser Testmodell (22 Liter) war das größere von zwei Größen - die Rückenlänge muss ungefähr zum Protektor passen. Personen unter 1,80 Meter Körpergröße könnten zum Modell »S/M« greifen, das dann mit rund 1200 Gramm etwas leichter, aber auch ein wenig kleiner ist. Der Rucksack ist lediglich wasserabweisend. Soll er richtig wasserdicht sein, muss die passende Hülle separat erworben werden.
Das gefällt: Der Rucksack hat viele Taschen, einen Rückenprotektor und wirkt sehr gut verarbeitet.
Das weniger: Er ist schwer und etwas steif. Richtig wasserdicht ist er erst mit einem kostenpflichtigen Cover. Und man muss immer Brust- und Hüftgurt schließen.
Für wen sich der Commute Pro 22 von Evoc eignet: Für alle urbanen Radler, denen Sicherheit wichtig ist.
Deuter Amager 25+5
Der Name deutet es an: Der Amager 25+5 gehört zu den großen Rucksäcken, bis zu 30 Liter Gepäck oder Einkäufe finden Platz. Allerdings darf der Rollverschluss dafür nur einmal eingerollt werden. Rollt man mehrmals, kommt man auf 25 Liter. Das dünne Material des Rucksacks wird oben mit Magneten zusammengehalten und faltet sich links und rechts von allein zurecht. Rollen, obere Schnalle schließen - fertig.
Das Band für die Schnalle ist nach unten verlängert und teilt sich in zwei Enden. Es kann mit einer weiteren Schnalle geöffnet werden. Die Konstruktion dient als Helmhalter oder kann eine Regenjacke halten. Richtig überzeugend ist die Halterung im Test aber nicht: Der Druck auf den Helm verkleinert das Fach innen, ohne Druck kann ein Helm herausrutschen. Es geht, aber perfekt ist die Lösung nicht.
Der Amager hat einen Brust- und einen Hüftgurt. Die Gurte sind sehr gut durchlüftet, man gerät darunter nicht ins Schwitzen. Wer ohne Hüftgurt fahren will, kann ihn in Fächern verschwinden lassen. Anders das gefütterte Innenfach: Es ist mit einem Reißverschluss befestigt und kann entnommen werden. Neben dem Notebookfach gibt es ein weiteres gepolstertes Fach, etwa für Tablets. Außen an der Seite sitzt eine weitere kleine Tasche mit abgedichtetem Reißverschluss. Deuter sieht diese für ein Smartphone vor. Das passt auch - allerdings ist diese Tasche nicht gepolstert und das dünne wasserdichte Material des Amager bietet wenig Schutz gegen Stöße. Wir würden das Smartphone eher innen unterbringen. Weitere Fächer oder Taschen gibt es nicht.
An zwei Schlaufen lässt sich außen ein Fahrradschloss festmachen. Kettenschlösser passen hier ebenso wie viele Bügelschlösser. Das weiche Material des Amager verformt sich aber, wenn der Rucksack nicht ausreichend gefüllt ist. Zu schwer sollte das Schloss nicht sein.
In der Praxis sitzt der Rucksack mit und ohne Notebook sehr gut am Rücken. Das liegt auch daran, dass es eine integrierte flexible Rückenplatte gibt. Sie passt sich einerseits dem Rücken an, sorgt aber auch dafür, dass weder ein Notebook noch andere Gegenstände in den Rücken drücken.
Das gefällt: Der Rucksack ist groß und trägt sich dennoch sehr gut.
Ortlieb Commuter Daypack
Der Commuter Daypack ist ein typisches Ortlieb-Produkt: Materialqualität und die Möglichkeit zur Reparatur stehen im Vordergrund. Die beiden Hauptgurte sind mit Schrauben befestigt und können notfalls selbst gewechselt werden, Ortlieb repariert aber auch eingeschickte Produkte.
Der Rucksack ist von einer gewissen Nüchternheit geprägt: Die beiden Hauptgurte sind zwar ausreichend breit, aber nicht gepolstert und nicht durchlüftet. Auch Brust- und Hüftgurt sind ungepolstert. Dafür lassen sich die losen Enden an allen Gurten fixieren, sodass sie auch bei schneller Fahrt nicht flattern. Der Hüftgurt kann komplett entfernt werden. Wir würden nicht ohne den Brustgurt fahren wollen, aber auch der lässt sich entfernen und in der Höhe verstellen.
Der Commuter Daypack ist ein Rollrucksack. Es gibt keine Unterstützung mit Magneten, aber das Material lässt sich sehr leicht einrollen. Eine Schnalle fixiert den eingerollten Deckel und lässt sich variabel verstellen. Schneller geht kein Rucksack im Test auf und zu.
Das Laptopfach ist innen mit Klett fixiert. Es wird ergänzt durch ein weiteres großes Fach mit Reißverschluss, das nicht gepolstert ist und in das DIN-A4-Dokumente passen. Es enthält auch zwei weitere kleine Fächer für Smartphones oder Zubehör. Mit etwas Fummelei lassen sich alle Fächer entfernen. Außen hat der Rucksack noch ein Fach, das mit einem abgedichteten Reißverschluss geschlossen wird. Ortlieb gibt an, dass es nicht wasserdicht sei.
Das Material des Commuter Daypacks ist wasserdicht und enthält eingewebte Reflexionsstreifen, die im Scheinwerferlicht leuchten. Den Effekt sollte man aber nicht überbewerten. Für mehr Sichtbarkeit im Hellen gibt es eine Variante des Rucksacks in Neongelb.
Wir sind den Commuter Daypack mit Brust- und Hüftgurt gefahren. Die luftgefüllte Rückenpolsterung dämpft gut und sorgt auch für Lüftung am Rücken. Der Sitz des Rucksacks ist auch gut. Die fehlende Polsterung der Hauptgurte spürt man nur bei aufrechtem Sitz und mit viel Gewicht im Rucksack.
Das gefällt: Der Rucksack wirkt robust, langlebig und ist durchdacht. Außerdem ist er mit 863 Gramm leicht.
Das weniger: Mit einer Polsterung an den Hauptgurten wäre er bequemer.
Vaude Cycle 22
Der Cycle 22 von Vaude ist mit 780 Gramm das leichteste Modell im Test. Dabei hat Hersteller Vaude nur an den Brust- und Hüftgurten gespart: Beide sind recht dünn, ohne Polsterung und haben kleine Schnallen. Beim Wandern wäre das störend, aber für einen Radrucksack ist das völlig okay: Sie stabilisieren den Rucksack ausreichend. Wer lieber ganz ohne Hüft- oder Brustgurt fährt, kann sie abnehmen.
Der Rucksack ist jedoch nicht wasserdicht, sondern nur wasserabweisend. Vaude legt eine Regenhülle mit Gummizug bei, die sich in einem Fach im Rucksack aufbewahren lässt. Bei Fahrten im Regen ohne Hülle zeigt sich, dass erst bei Dauerregen das Innere etwas feucht wird, das Notebookfach bleibt in unserem Test sogar trocken.
Weitere Fahrradrucksäcke im Überblick
Hier ist eine Übersicht verschiedener Fahrradrucksäcke mit ihren jeweiligen Eigenschaften:
| Hersteller | Volumen | Preis |
|---|---|---|
| Valkental 3in1 Top Hybrid | 23 L | 55,96 € - 89,99 € |
| ValkPro 3in1 NEU | 23 L | 105,95 € |
| Vaude | 22 L | 83,78 € |
| HiLoSports | 14 L | 54,99 € - 59,99 € |
Tragesysteme und Komfortmerkmale
Ein entscheidendes Komfortmerkmal eines Daypacks ist das Tragesystem. Bewährt haben sich mit Netzstoff bespannte Polster, die auf der verstärkten Rückenplatte des Rucksacks angebracht werden. Sie verringern die Auflagefläche und sorgen außerdem mittels eines Kamineffekts für eine gute Luftzirkulation - vorausgesetzt, sie werden nicht zu voll bepackt, da sie sich dann nämlich häufig verformen und die Belüftung nachlässt.
In der Regel weniger effektiv für Radfahrer sind die von Wanderrucksäcken her bekannten Netzträgersysteme, bei denen ein Netzteil vor die Rückseite des Rucksacks gespannt wird. Durch die stark ausgeprägte Vorspannung steht der Rucksack relativ weit vom Oberkörper ab. Dies bietet zwar Pluspunkte hinsichtlich der Luftzirkulation. Netzrücken-Modelle geraten dafür häufig schneller ins Rutschen driftet in Kurven gern nach außen ab.
Relativ neu ist das Tragesystem „Flink“ des Herstellers Ergon. Stauraum und Tragerskelett sind hier über ein Gelenk entkoppelt, das Gewicht ruht vorrangig auf den Hüften. Rücken- und Schulterpartie lassen sich deshalb frei bewegen - ein Vorteil, der sich vor allem auf kurvigen Strecken positiv bemerkbar macht. Nachteilig wirkt sich dagegen der enge Sitz des Hüftgurts aus. Außerdem stellten Tests eine deutlich spürbare Beeinträchtigung der Balance des Fahrers bei hohen Zuladungen fest - perfekt ausgereift ist das Tragesystem demnach noch nicht.
Organisation und Fächeraufteilung
Im Innern eines Tagesrucksack sorgen ein erweiterbares Hauptfach mit mehreren Einzelfächern und Netzteile aus (idealerweise) hellem Material für Ordnung - je mehr Möglichkeiten ein Daypack hier bietet, desto einfacher gestaltet sich später die Suche nach einem bestimmten Gepäckstück. In viele Tagesrucksäcken kann sogar ein Trinksystem integriert werden - wenn nicht sogar schon eines vorhanden ist (Ratgeber Trinkrucksäcke).
Ein hohes Organisationspotenzial sollten natürlich auch die Außenfächer aufweisen. Nicht fehlen dürfen außerdem extra gepolsterte Fächer für elektronische Geräte (Handy, DigiCam) oder die Sonnenbrille. Extrem praktisch und deshalb besonders lobenswert sind auf dem Hüftgurt angebrachte Fächer, da sie einen blitzschnellen, unkomplizierten Zugriff erlauben, ohne dass der Rucksack abgenommen werden muss.
ORTLIEB Atrack BP Bikepacking-Rucksack
Der Bikepacking-Rucksack ORTLIEB Atrack BP ist ein Hybrid aus Rucksack und Duffle. Dort, wo „normale“ Rucksäcke eine Rückenplatte oder einen Netzrücken haben, verläuft der wasserdichte Tizip Reißverschluss, und zwar über den gesamten Rücken. Der Atrack BP ist zwar 100 Prozent wasserdicht, macht aber auch bei Sonnenschein Spaß.
Die wichtigsten Infos zum ORTLIEB Atrack BP:
- Material: „PS21R“ (Seiten) und „PS33“ (Front), PU-beschichtetes Nylon, PVC- und PFOA-frei
- Wasser- und staubdicht nach IP 67
- Wasserdichter Tizip-Reißverschluss
- Volumen: 25 Liter
- Gewicht: 1300 g
- Maße: Höhe 56 cm, Breite 26 cm, Tiefe 25 cm
- Trinksystem-kompatibel inkl. Adapter und trotzdem wasserdicht
- Optionales Zubehör: Trinksystem inklusive Thermohülle, Attachment-Kit, Helm-Halterung
- Stufenlos einstellbare Rückenlänge
- Zwei seitliche Netztaschen
- Lastkontrollriemen
- Made in Germany
- 5 Jahre Herstellergarantie
Der Atrack BP bietet großzügigen Zugriff wie bei einer Reisetasche und Tragekomfort wie bei einem Top-Outdoor-Rucksack - und das Ganze nach Standard IP67 wasserdicht. Die Farbgebung orientiert sich an ORTLIEBs sehr erfolgreicher Bikepacking-Serie, und das Material ist ein Mix aus zwei unterschiedlichen, PU-beschichteten Nylon-Geweben.
Weitere empfehlenswerte Fahrradrucksäcke
- Deuter Bike 1: Hochwertige Verarbeitung, integrierte Helmhalterung, kompatibel mit Trinksystem.
- Deuter Compact EXP 14: Gute Belüftung, abnehmbare Regenhülle, Vorrichtung für Trinksystem.
- Vaude Tremalzo 22: Schlüsselhalter, großes Hauptfach, gute Rückenbelüftung.
- Evoc Stage 18: Fach für Trinksystem, integriertes Befestigungssystem für Helm.
- Deuter Race 3204121: Gutes Belüftungssystem, reflektierende Elemente, abnehmbare Regenhülle.
- Deuter Race EXP Air: Hoher Tragekomfort, integrierte reflektierende Elemente, praktische Regenhülle.
- LARKSON No 4: Wasserabweisend, Laptopfach, Unisex-Design.
- Toptrek Fahrradrucksack: Hoher Tragekomfort, integrierte Regenhülle, reflektierende Elemente.
- SPGOOD Fahrradrucksack: Gute Luftzirkulation, wasserdichtes Material, leicht.
- Travelite Basics Fahrradrucksack: Wasserfest, guter Komfort, solide Verarbeitung.
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