Shimano GRX 810 Bremsbeläge im Test: Eine umfassende Analyse

Die Shimano GRX Gruppe vereint eine komplette Komponentenfamilie von der Schaltung bis zu Laufrädern und ist laut Shimano konzipiert für schnelles Fahren und sichere Handhabung auf losen Untergründen. Da der Gravelsport sehr vielfältig und breitbandig ist, ist auch die gesamte Gruppe sehr breit gedacht und vielseitig angelegt.

Die neue Shimano GRX Gruppe vereint eine komplette Komponentenfamilie von der Schaltung bis zu Laufrädern. Sie umfasst ein- und zweifach-Antriebe mit enger und mit breiter Abstufung. Mit drei Serien richtet sie sich an verschiedene technische Ansprüche. Deren Kurbelgarnituren und Schalthebel lassen sich laut Shimano einfach der Topgruppe kombinieren.

Die ergonomisch geschwungenen Brems-Schalt-Hebel wurden speziell für den Einsatz an gravel-spezifischen Lenkern entwickelt und unterscheiden sich besonders in Bezug auf die „hoods“, die Knäufe, deutlich von den bekannten Shimano-Modellen. Zusätzlich zu den für Gravel-Lenker entwickelten Bremshebeln mit ihrer individuell einstellbaren Griffweite lassen sich weitere Bremshebel mittig am geraden Teil des Lenkers anbringen. Diese erlauben es, dass auch in der Oberlenkerhaltung gebremst werden kann. Dies ermöglicht zum einen eine aufrechtere und damit in vielen Situationen komfortablere Sitzposition. Im Test überzeugten die wegen ihrer auffälligen Form auch „froglegs“ genannten Hebel: Sie ermöglichen es, dass man auch bei einem plötzlich schlechter werdenden Untergrund nicht „umgreifen“ muss, um schnell bremsen zu können.

Die Shimano GRX Familie im Detail

Shimanos neue Gravel-Schaltgruppenfamilie GRX ist vielfältig: Die drei Serien RX800, RX600 und RX400 entsprechen den etablierten Stufen Ultegra, 105 und Tiagra. Es kann zwischen Einfach- und Zweifach-Kurbeln gewählt werden. Neben der Elffach-Kassette gibt es auch eine Zehnfach-Kassette, die mit dem Zweifach-Antrieb kompatibel ist. Die GRX- Komponenten sind über die einzelnen Serien hinweg miteinander kompatibel und auch mit solchen aus Shimanos Mountainbike- und Rennrad-Gruppenfamilien kombinierbar.

Die Shimano GRX gibt es in drei verschiedenen Serien - mit Einfach- oder Zweifach-Antrieb, mit elektronischer oder mechanischer Schaltung und verschiedenen Möglichkeiten der Individualisierung. Shimanos neue Gravel-Schaltgruppenfamilie GRX ist vielfältig: Die drei Serien RX800, RX600 und RX400 entsprechen den etablierten Stufen Ultegra, 105 und Tiagra. Es kann zwischen Einfach- und Zweifach-Kurbeln gewählt werden. Neben der Elffach-Kassette gibt es auch eine Zehnfach-Kassette, die mit dem Zweifach-Antrieb kompatibel ist. Die GRX- Komponenten sind über die einzelnen Serien hinweg miteinander kompatibel und auch mit solchen aus Shimanos Mountainbike- und Rennrad-Gruppenfamilien kombinierbar.

Die Kurbel sind etwas breiter und die Kettenlinie wandert um 2,5mm nach außen, um für mehr Reifenfreiheit am Hinterrad zu sorgen. Bis zu 42mm Reifenbreite sind möglich. Mehr Platz für breite Reifen: Kettenlinie und Umwerfer wandern 2,5mm weiter nach außen.

Außerdem haben die GRX-Kurbeln eine größeren Übersetzungs-Bandbreite. Die 2-fach GRX Kurbel kommt mit 48-31 Kettenblättern (11-fach) bzw. 46-30 Kettenblättern (10-fach). Das ist ein Unterschied von 17 (bzw. 16) Zähnen zwischen den beiden Kettenblättern.

Um zu verhindern, dass die Kette vom Kettenblatt springt, verfügen die 1-fach Kurbeln über das Dynamic Chain Engagement Zahnprofil. Hierbei ist jeder zweite Zahn etwas breiter, was die Kette fester am Kettenblatt halten soll.

Die Bremsen der Shimano GRX Familie

Bei den Bremsen stammt die Technik aus der Flat-Mount Familie des Rennradbereiches (hier der GRX 400 Bremssattel). Damit kann bei den GRX-Gruppen nicht nur an der STI-Einheit, sondern auch vom Oberlenker aus gebremst werden.

Die GRX Gruppe gibt es nur mit hydraulischen Scheibenbremsen geben. Wie alle anderen Rennrad-Scheibenbremsen von Shimano werden diese per Flatmount-Standard montiert. Gut dosierbar, auf Schotter aber fast etwas bissig zeigten sich die hydraulischen Bremsen. Sehr positiv fielen die Schaltbremsgriffe auf: Sie sind deutlich breiter und bieten mehr Auflagefläche für die Finger. Zudem wurde die Oberfläche der Hebel leicht "gummiert", um ein Abrutschen zu vermeiden - sinnvoll, um kontrolliertes Bremsen auf holprigem Untergrund zu erleichtern, da waren sich alle RB-Tester einig.

ROADBIKE stand ein Testrad mit Shimanos GRX-Schaltgruppe zur Verfügung, die Komponenten aller drei Preisklassen mischt - Schaltwerk auf 800er-Ebene, Kurbel und Bremsschaltgriffe auf 600er-Niveau und Scheibenbremsen aus der 400er-Linie, dazu die MTB-Kassette der SLX-Gruppe und gruppen-übergreifende Kette, Innenlager, Bremsscheiben und Züge/Leitungen. Disc only: Die GRX-Gruppe gibt es nur mit Scheibenbremsen - sehr kräftigen, wohlgemerkt. Die Griff-Ergonomie bietet viel Kontrolle beim Bremsen und Schalten.

Spezielle Bremsbeläge für Shimano GRX

Cyclotech Prodisc Kevlar Bremsbeläge für u.a. Shimano GRX - Dura Ace - 105 - Ultegra - XTR Organische Bremsbeläge von der Marke Cyclotech kompatibel für Shimano GRX - XTR - Dura Ace - 105 - Ultegra Disc Scheibenbremsen (für alle Typen siehe unten). Die Prodisc Kevlar Verbindung besteht aus Fasern organischer Stoffe. Der Zusatz von Kevlar macht die Bremsbeläge sehr dauerhaft und bietet ein perfekt dosierbares Bremsgefühl. In der Funktionstabelle der organische Bremsbeläge lesen Sie die Bremsfunktionen. Die Hochleistungsbremsbeläge von Cyclotech sorgen für optimale Bremsleistung und das bei geringem Verschleiß. So ist ein schnelles Verzögern jederzeit möglich. Die Cyclotech Bremsbeläge mit schwarzer Rückseite verfügen über eine Bremsfläche aus einer organischen Verbindung. Diese Beläge bieten eine optimale Leistung bei niedrigen Temperaturen und sind deshalb bestens für den XC und Alltagseinsatz geeignet.

Laufräder und weitere Komponenten

Zum Portfolio der neuen Familie gehören auch zwei gravelspezifische Laufradsätze mit Tubeless-Ready-Felgen. Dieser wird in den Größen 650B und 28 Zoll erhältlich sein. Ganz Shimano typisch bringen die Japaner auch einen passenden Laufradsatz.

Komplettiert wird das Shimano GRX-Sortiment mit zwei Alu-Laufradsätzen. Die GRX-Laufräder sind Tubeless ready, kommen mit 21,6mm Maulweite und in den Größen 28 Zoll und 650B. ROADBIKE hat ein Paar in 28 Zoll getestet: Das Set aus Vorder- und Hinterrad bringt es inklusive Felgenband auf 1734 Gramm, ist sehr gut mittig und rund zentriert und erfreulich seitensteif (Vorderrad 88 Nm/°, Hinterrad 84 Nm/°). Der Fahreindruck nach knapp 1000 Kilometern ist positiv: Die Laufräder beschleunigen ordentlich, lenken präzise, zeigen sich haltbar und unanfällig für störende Knackgeräusche aufgrund des wahlweise staubigen oder schlammigen Offroad-Einsatzes.

Die Gravel-Radschuhe: Wir testeten das Modell RX8, das sich durch eine geringere Verstärkung an der Ferse, das Fehlen von Spikes an der Spitze und durch ein geringeres Profil vom Mountainbike-Top-Modell XC9 unterscheidet.

Die elektrische GRX Di2 im Dauertest

Knapp 2500 Kilometer hat die GRX-Di2-Gruppe im RB-Dauertest abgespult, teils unter widrigsten Bedingungen. Und damit genug für einen Testbericht, der fast durchweg positiv ausfällt.

Dauertest unter widrigsten Bedingungen. Die Bremse lässt sich auch mit einem Finger bedienen, gerade wenn’s offroad mal ruppiger zur Sache geht, eine feine Sache - weil der Fahrer den Lenker fest im Griff behalten kann.

Der Verschleiß hält sich nach der relativ kurzen Laufzeit erwartungsgemäß in engen Grenzen: Die Bremsbeläge haben noch rund die Hälfte ihrer ursprünglichen Stärke, Kettenblätter und Kassette sehen noch sehr gut aus. Nur die Kette nähert sich der Verschleißgrenze und sollte getauscht werden. Eine Akkuladung hielt auch im Winter weit über 1000 Kilometer - genug selbst für ausgedehnte Gravel-Abenteuer.

Fazit

Die Shimano GRX ist eine durchdachte Lösung für das Breitreifensegment unterhalb des Mountainbikes: mit einer „auf Schotter abgestimmte[n] Halterungsergonomie“, robusteren Komponenten und geräuscharmen Antrieb. Die Shimano GRX Schaltgruppe ist seit knapp einem Jahr auf dem Markt.

Selbst mit Gepäck sollte die GRX-Übersetzung jeglichen Bergen und Passfahrten ihren Schrecken nehmen. An der Haltbarkeit und Verarbeitungsqualität muss Shimano allerdings noch arbeiten.

Komponente Besonderheit
Kurbel Breitere Bauweise für mehr Reifenfreiheit
Bremsen Hydraulische Scheibenbremsen, Flat-Mount Standard
Schaltwerk RX-Technik zur Kettenstabilisierung
Laufräder Tubeless-Ready, 28 Zoll und 650B verfügbar

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