Guter Grip in allen Situationen - robuste Fahrradpedale sind häufig unterschätzte Bauteile. Da besonders im Mountainbiking Pedale groben Belastungen ausgesetzt werden und diesen in jeder Situation gewachsen sein müssen, sind Fahrradpedale aus diesem Bereich besonders robust und langlebig. Pedale sind ein essentielles Verbindungsstück zwischen euch und eurem Bike - sie beeinflussen es maßgeblich, wie ihr auf eurem Bike positioniert seid und entsprechend wie sich das Bike steuern lässt.
Als zentrales Bindeglied zwischen Mensch und Mountainbike stellt das Pedal eine direkte Verbindung zwischen Fahrer und Bike her. Mountainbiker können zwischen Klick- oder Plattformpedalen (auch Flatpedals genannt) wählen. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile, je nach Können und Mountainbike-Disziplin machen entweder Klick- oder Flatpedals mehr Sinn.
Flatpedals vs. Klickpedale: Eine Übersicht
Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr Plattformpedale oder doch lieber Klickpedale fahren solltet? Ihr fragt euch, auf was es bei einem guten Pedal wirklich ankommt? Dann verpasst nicht den Hauptartikel Plattform- vs.
Ob man sich für Klickpedale oder Flatpedals, auch Plattfrompedale genannt, entscheidet, hängt am Ende hauptsächlich von der eigenen Vorliebe und dem Können ab. Auch die Mountainbike-Disziplin sollte nicht außer Acht gelassen werden, diese ist jedoch kein ausschlaggebender Punkt. Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Auch gibt es diverse Punkte, auf die man beim Kauf eines entsprechenden Pedals achten sollte, wie zum Beispiel die richtigen Schuhe oder Breite des Pedals.
An dieser Stelle wollen wir eine grobe Empfehlung an die Hand geben, wann welcher Pedaltyp für wen und für welche Mountainbike-Disziplin am geeignetsten ist. Wer gerade mit dem Mountainbiken begonnen hat oder mit dem Gedanken spielt, damit zu beginnen, dem raten wir eher zu Plattformpedalen. Da der Fuß nur auf dem Pedal steht und nichts über einen Klickmechanismus verbunden ist, kann der Fuß in einer brenzlichen Situation einfach vom Pedal genommen werden. Erfahrungsgemäß tut man sich als Anfänger deutlich schwerer damit, den Fuß aus dem Klickpedal zu drehen, als Mountainbiker, die schon den ein oder anderen Trail gefahren sind und dadurch ein Verständnis für das Bike entwickelt haben.
Erfahrene Biker greifen wiederum gerne zu Klickpedalen, da diese gerade auf verblockten Trails etwas mehr Kontrolle über das Bike geben und der Fuß nicht vom Pedal rutschen kann. Wie bereits erwähnt, spielt der Einsatzzweck ebenfalls eine Rolle. Cross-Country Mountainbiker greifen tendenziell eher zu Klickpedalen, da sich so effizienter pedalieren lässt. Wenn bei anspruchsvollen Touren das Bike auch mal geschultert oder geschoben werden muss, greifen die Sportler häufiger zu Flatpedals als zu Klickpedalen, da hier das Laufen deutlich angenehmer und auch sicherer ist. Gleiches gilt auch für Bike and Hike- oder Bikepacking-Touren. Im Gravity-Bereich sind hauptsächlich Plattformpedale an die Kurbeln geschraubt, da hier auch gerne mal in einer brenzligen Situation der Fuß vom Pedal genommen wird. Hier ist vor allem ein griffiges Pedal und griffige Schuhe sehr von Vorteil.
Wie bereits erwähnt, gibt es hier keine klare Empfehlung, wer was wann und wo fahren sollte. Egal, für welche Variante man sich entscheidet: Pedale und vor allem die Achsen sowie Lager stehen unter hoher Beanspruchung, und über die Zeit geht das anfängliche Fett verloren.
Klickpedale im Detail
Klickpedale besitzen anstelle einer breiten Fußauflagefläche ein über eine Feder gespanntes System, über welches man mit speziellen Schuhen mehr oder weniger fest mit den Pedalen und damit mit dem Bike verbunden ist. Je nach Disziplin gibt es Pedale, bei denen ein zusätzlicher Käfig das Klicksystem umgibt, um so die Auflagefläche zu vergrößern. Solche Pedale kommen meist bei Allmountain- oder Enduro-Bikes zum Einsatz und geben den weicheren Schuhen zusätzliche Unterstützung. Es gibt aber auch Klickpedale, die nur aus dem Klicksystem bestehen und dadurch sehr leicht sind. Diese finden eher bei Cross-Country Bikes Verwendung, da hier hauptsächlich Schuhe mit sehr steifer Sohle getragen werden.
Um mit Klickpedale fahren zu können, benötigt man spezielle Fahrradschuhe mit vornehmlich vier Gewindelöcher in der Schuhsohle grob unterhalb des Mittelfußes. In diese Gewinde werden spezielle Platten, die sogenannten Cleats, festgeschraubt. Um in das Pedal einzuklicken, sind keine speziellen Bewegungen notwendig. Hier ist es ausreichend, wenn die Cleats über dem Klicksystem positioniert werden. Durch leichten Druck klicken die Cleats hörbar ein. Weniger das Einklicken, mehr jedoch das Ausklicken erfordert etwas Übung und gerade Anfänger sollten hier etwas trainieren. Das hört sich im ersten Moment komisch an, in brenzlichen Situation muss jedoch das Ausklicken beherrscht werden, um zum Beispiel einen Sturz mit dem Fuß am Boden abzufangen.
Wer denkt, dass man mit Klickpedalen starr mit dem Bike verbunden ist, der täuscht. Die Gewindelöcher in den Schuhen sind in einem gewissen Bereich verstellbar. Außerdem gibt es Cleats, die etwas Bewegungsfreiheit gewährleisten, selbst wenn man eingeklickt ist. Die Vorteile der Klickpedale liegen also klar auf der Hand. Durch die feste Verbindung lässt sich effizienter pedalieren und man besitzt mehr Kontrolle über das Bike. Der Fuß bleibt auch auf verblockten Trails sicher auf dem Pedal.
Plattformpedale im Detail
Plattformpedale oder Flatpedals sind bei Weitem nicht so komplex wie Klickpedale, dennoch gibt es ein paar Dinge, die man wissen sollte. Flatpedals bestehen aus einem großen Pedalkörper oder Pedalkäfig, in welchen die Pedalpins geschraubt werden. Je nach Hersteller ist der Pedalkörper nicht einfach nur flach, sondern weist eine leicht konkave Form auf. Diese Form wird durch Verwendung unterschiedlich langer Pins noch verstärkt. Solche Pedale sind meist flacher, und durch die Formgebung steht der Fuß stabiler und mit mehr Grip auf dem Pedal.
Zu erwähnen ist auch, dass manche Hersteller ihre MTB-Pedale in unterschiedlichen Größen anbieten, je nach Schuhgröße. Eine wichtige Rolle für den Grip auf dem Pedal spielen die Pins. Diese werden je nach Hersteller entweder direkt von oben oder von unten in den Pedalkäfig geschraubt und haben unterschiedliche Formen und Längen. Die Länge der Pins liegt typischerweise im Bereich zwischen 2,5 und 6,5 Millimeter. Die Länge ist aber nicht unbedingt ausschlaggebend für guten Grip, denn auch die Form und ob die Spitzen eher rundlich oder scharfkantig sind, spielt eine Rolle. Rundliche Spitzen schonen den Schuh, scharfkantige Pins bohren sich besser in die Sohle und haben dadurch mehr Grip, dafür leiden jedoch die Schuhsohlen etwas mehr. Wichtig ist, dass Flatpedals mit den passenden Schuhen gefahren werden, um den bestmöglichen Grip zu erzielen. Sie können auch mal mit normalen Straßenschuhen gefahren werden, was praktisch ist, möchte man nur kurz zum nächsten Café fahren. Dadurch sind sie gerade für Anfänger geeignet, aber auch die meisten Bikepark-Besucher, egal ob Profi oder Anfänger, fahren mit Flatpedals.
Einer der Nachteile der Flatpedals liegt an der im Vergleich zu Klickpedalen etwas unrunderen Bewegung, gerade bei hohen Trittfrequenzen. Zu erwähnen sind hier noch kurz die sogenannten Duopedale. Diese besitzen auf einer Pedalseite ein Klicksystem, auf der anderen Seite eine Plattform und sollen Anfänger oder Unentschlossene ansprechen. Wir würden diesen Pedaltyp generell nur bedingt empfehlen, da sie doch etwas umständlich im Gebrauch sind, denn erfahrungsgemäß ist immer jene Seite oben, die nicht benötigt wird. Meist ist eine Seite schwerer, sodass unter Umständen das Pedal jedes Mal gedreht werden muss beim Anfahren. Hier lohnt es sich, kurz vor einem Pedalkauf in sich zu gehen und die Vor- und Nachteile abzuwägen und dann entweder zu Klick- oder Plattformpedale greifen.
Empfehlungen für Klickpedale
Hope Union TC Trail
Die Hope Union TC Trail sind unser Testsieger unter den Klickpedalen. Sie sind herausragend verarbeitet und machen am meisten Spaß auf dem Allmountain- oder Enduro-Bike. Das Ein- und Ausklicken geschieht in nahezu jeder Lage spielend einfach und fühlt sich sehr satt an. So bekommt man ein direktes Feedback, ob man eingeklickt ist oder nicht. Hope ist in der Bike-Welt ein Begriff für hochwertige Komponenten »Made in UK«. Die Briten sind bekannt für ihre Frästeile und so hält es sich auch mit den Union TC Trail Pedalen. Die Verarbeitung der gefrästen MTB-Pedale sucht ihresgleichen und selbst wenn man es möchte, man wird keine noch so kleine, unsauber verarbeitete Ecke finden. Zudem sind die Pedale in verschiedenen Farben erhältlich. Neben den Pedalen selbst befinden sich noch zwei Paar Cleats im Lieferumfang. Hier hat man die Wahl zwischen einem Float-Winkel von 4 oder 5 Grad, ein etwas größerer Unterschied wäre an dieser Stelle vielleicht praktischer gewesen. Der Pedalkörper besteht aus gefrästem Aluminium. In diesen können insgesamt acht Pins pro Pedale geschraubt werden, um etwas mehr Stabilität zu bieten. Dabei kann die Länge der Pins mit kleinen Unterlegscheiben variiert werden. Ein unscheinbares, aber nützliches Detail ist, dass die Pins sowohl von oben als auch von unten eingeschraubt werden können. Der zweifache Klickmechanismus und die Cleats bestehen aus Edelstahl. Dabei kann die Federhärte und somit die Auslösekraft stufenlos eingestellt werden. In den Union TC Trail kommt eine CrMo-Stahlachse zum Einsatz, welche pro Pedal mit drei Industrielagern und einer Gleitbuchse gelagert ist. Eine Wartung der Achse ist möglich und auch recht einfach, erfordert aber etwas Werkzeug, um eine innenliegende M5 Mutter zu lösen.
Auf dem Trail machen die Pedale richtig Spaß. In das Pedal kann in nahezu jeder Lage eingeklickt werden, auch wenn es mal etwas hektisch auf dem Bike zugeht. Dabei fühlt sich das Einklicken richtig satt an. Mit einem klar hörbaren Klick erhält man zudem ein unmittelbares Feedback, ob man eingeklickt ist oder nicht. Auch beim Herausdrehen fühlt sich der gesamte Mechanismus sehr knackig und gut an. Selbst wenn der Schuh oder das Pedal verdreckt ist, kann noch gut in das Pedal eingeklickt werden. Am Ende bekommt man mit den Hope Union TC Trail ein extrem hochwertiges Klickpedal, das uns rundum überzeugt hat. Sowohl die Verarbeitung als auch die Funktion sind hervorragend, und so ist auch der aufgerufene Preis gerechtfertigt.
»Die Hope Union Trail-Pedale sehen nicht nur schick aus, sie liefern auch auf dem Trail ordentlich ab! Neben zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten bieten sie einen sehr guten Stand auf dem Pedalkörper. Der Unterschied zwischen den beiden Cleats ist nicht riesig und auch die Selbstreinigung ist nicht die beste. Aber das Klick-Gefühl, das die Union Trail bieten, ist phänomenal.
Shimano Deore XT PD-M8100 XC
Die Shimano Deore XT PD-M8100 XC sind seit vielen Jahren erhältlich und mit die klassischsten Klickpedale am Markt. Die MTB-Pedale sind einfach in der Handhabung und besitzen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Verarbeitung der Pedale ist sehr gut und alle Teile sehen sehr hochwertig aus. Lediglich eine der beiden Schrauben-Unterlegscheiben war nicht passgenau gearbeitet und konnte so nicht ohne Nachbearbeitung verwendet werden. Zum Glück hatten wir jedoch welche auf Ersatz liegen. Der Pedalkörper ist aus anodisiertem Aluminium mit einer klassischen und gedichteten CrMo-Stahlachse, die laut Shimano sehr wartungsarm sein soll. Über das Material des SPD-Klickmechanismus konnten wir keine genauen Informationen finden, wir gehen aber davon aus, dass es sich hier um Edelstahl handelt. Die Federhärte und somit die Auslösekraft können be...
Empfehlungen für Flatpedals
Crankbrothers Stamp 7
Die Crankbrothers Stamp 7 haben es zum Testsieger unter den Plattformpedalen geschafft. Sie sind klassische Flatpedals und geeignet für nahezu alle Arten des Mountainbikens. Die Pedale bieten einen herausragenden Grip, sind sehr einfach zu warten und besitzen eine gute Selbstreinigung. Der Pedalkäfig der Stamp 7 besteht aus geschmiedeten 6061-T6-Aluminium, ist mit 13 Millimeter recht flach und wirkt nicht so klobig wie andere Flatpedals. Zudem besitzt der Pedalkörper große Öffnungen und die Pins sitzen auf sehr schmalen Absätzen. Dies gewährleistet letztlich eine hohe Selbstreinigung, was gerade bei schlammigen Trails wichtig ist. Pro Pedal sind insgesamt 20 Pins verschraubt, wobei an den Außenseiten die Pins mit einer Gesamthöhe von ca. 5 Millimeter etwas höher sind als die Pins in der Mitte. Die Pins selbst sind mehr oder weniger kleine Madenschrauben, durch das Gewinde wird der Grip unter dem Schuh jedoch nochmals etwas verstärkt. Ein kleiner Nachteil solcher Pins ist, dass sie von oben mit einem Innensechskantschlüssel in das Pedal geschraubt werden. Setzt sich das kleine Loch mit Lehm zu oder wird ein Pin verbogen, lässt es sich nicht mehr mit einem Innensechskantschlüssel entfernen. Während unserer Testfahrten hat das Pedal den besten Grip geliefert, da sich die Pins quasi in die Schuhsohle hineingefressen haben. Auch auf verblockten Trails oder bei schlammigen Bedingungen kleben die Schuhe mehr oder weniger auf den Stamp 7, ohne zu verrutschen. Crankbrothers hat dem Pedal eine CrMo-Achse mit Igus-LL-Gleitlagern verpasst. Die sind sehr robust und langlebig, zudem ist die Lagerung einfach zu warten. Sollte das Pedal einmal Spiel haben, kann durch Herausdrehen einer kleinen Kreuzschlitzschraube in der Pedalmitte die Lagerung nachgefettet werden. So bietet sich die Möglichkeit, alles zu reinigen und neu zu fetten. Bei defekten Dichtungen ist im Zubehör ein Reparatur-Kit käuflich zu erwerben. Dabei wird das Lagerspiel mehr oder weniger über die Fettmenge bestimmt und erfordert etwas Fingerspitzengefühl bei der Wartung. Je nachdem, welche Schuhgröße man besitzt, ist das Stamp 7 in zwei Größen erhältlich und garantiert so für jeden optimalen Grip. Wer also ein Plattformpedal mit herausragendem Grip, einfacher Wartung und toller Optik sucht, der wird mit den Crankbrothers Stamp 7 garantiert glücklich werden.
»Die Crankbrothers Stamp 7 Large stehen zu ihrem Namen und bieten die größte Plattform des Testfeldes. Durch die Abschmieröffnungen und die von innen befestigten Achsen ist das Pedal einfacher zu servicen als der Rest des Tests. Auf dem Trail bieten sie einen sehr guten Grip, ohne dass man sich auf dem Pedal festgeklebt fühlt.
Weitere getestete Flatpedals
- Burgtec Penthouse MK4: Unzerstörbar mit einer 16 mm dünnen Pedalkörper und übergroßen Plattform.
- DMR Vault: Bietet hervorragenden Grip mit großzügigen Vertiefungen und 11 scharfen Pins.
- Hope F20: Bekannt für Haltbarkeit, jetzt mit Hohlpins für besseren Grip.
- Nukeproof Horizon Comp: Leicht und bietet guten Halt dank verstärktem Nylon-Composite.
- Race Face Atlas: Schlank und bietet ein gutes Fahrgefühl mit griffigen Pins.
- Reverse Black ONE: Leicht und bietet ausgewogenen Halt, ideal für kleinere Füße.
- Superstar Nano-x: Bietet eine riesige Plattform und anpassbaren Grip.
Aaron Rock MTB Pedale im Test
Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und mit Aaron ein vielversprechendes StartUp aus Augsburg aufgetan, welches neben allerhand Zubehör auch hochwertige Fahrradpedale anbietet. Auch fertig montiert sehen die Aaron Rock sehr schick aus.
Eine Schwachstelle vieler Pedale ist das Achslager, um welches sich die Pedale im Betrieb drehen sollen. Aaron ist dieser Problematik mit einem geschlossenen Industrielager begegnet, welches Staub, Wasser und Dreck draußen, das notwendige Lagerfett dabei aber im Inneren hält. Die Achse läuft geräuschlos und rund im geschlossenen Lager, die verschraubten Pins entlang der Pedal-Kanten sind sauber in die M4 Gewinde eingefügt und lassen sich dank beiliegender M4-Wechselpins bei Verschleiß leicht austauschen.
Da das Anschrauben von Pedalen die absolute Hassaufgabe für unseren ebikeers Chef Marcel darstellt, durfte er selbstverständlich direkt selbst einmal Hand anlegen. Doch die erwarteten Flüche und Verwünschungen blieben aus und nach kurzer Zeit wurde mit leichtem Lächeln das Ende der Arbeiten verkündet. Die Montage ist dank Inbusschlüssel schnell erledigt. Bei der Montage gilt, wie bei allen gängigen Pedalen, Folgendes zu beachten: Es gibt immer ein linkes und ein rechtes Pedal.
Die erste Ausfahrt mit den neuen Aaron Rock MTB Pedalen steht an. Direkt zu Beginn macht sich die sehr gut laufende Achse bemerkbar, die sich sauber und ohne merklichen Widerstand im Inneren des Pedals dreht. Im Gelände kommen die „Rocks“ dann so richtig aus der Höhle: Auf steilen Downhillpassagen und den eng geschwungenen Kurven unserer Hausstrecke krallen sich die Metallpins verlässlich und unnachgiebig in die Schuhsohlen. Auf dem Weg hinauf lassen die akkurat dimensionierten Pins eine aktive Pedalführung zu und unterstützen die Tretarbeit am Hang. Der Ausflug durch den Wald macht Spaß.
Nach Abschluss unserer ausgiebigen Mountainbike-Tour kommt dann die Bestandsaufnahme: Der Tag im Gelände scheint den Aaron Rock MTB Pedalen sehr gut bekommen zu sein. Wir haben einen Ausflug durch geschlängelten Wald und schlammigen Boden gemacht. Die Pins wirken wie unbenutzt und nach einer kurzen Dusche mit dem Gartenschlauch strahlen uns die Pedale wie neu entgegen. Mit den Rock MTB Pedalen liefert das deutsche Startup Aaron ein hervorragendes Paar Plattformpedale, das auch für härtere Mountainbike-Ausflüge wunderbar geeignet ist. Die stabile Aluminiumkonstruktion und durchdachte Details machen die Pedale unanfällig gegen Dreck und Verschleiß.
Die Montage ist dank Inbus-Option schnell und einfach erledigt, Ersatz-Pins liegen bei, das Gewicht passt - tatsächlich haben wir einfach nichts zu meckern. Es scheint, als hätten wir unsere neuen Lieblings-Pedale gefunden. Insgesamt müssen wir trotz journalistischer Neutralität attestieren, dass Aarons Mission - Bike-Komponenten neu zu erfinden und mit sehr guter Qualität zu konstruieren - voll aufgeht. Bereits das Aaron Foldylock Faltschloss hatte uns dank innovativer Ideen überzeugt. Wir wünschen uns mehr von solchen Produkten und weniger von günstigen China-Kram, die nach wenigen Malen Nutzung bereits das zeitliche segnen.
Weitere Testkriterien und Ergebnisse
Grip und Standsicherheit
Ein sicherer Stand auf dem Bike verleiht euch Sicherheit und somit auch Selbstvertrauen. Ein gutes Pedal ist deshalb mehr wert als einem auf den ersten Blick bewusst ist. Die getesteten Pedale sind für den Trail- und Enduro-Einsatz gedacht, somit ist ein guter Stand auf dem Pedal das A und O. Denn so könnt ihr euch besser auf den Trail konzentrieren und habt mehr Spaß auf dem Bike.
Individualisierung und Wartung
Viele Pedale bieten Individualisierungsmöglichkeiten an, was natürlich hilfreich ist, um sie perfekt auf eure Wünsche maßzuschneidern. Eine gute Lagerung und Dichtung sind ebenfalls wichtige Kriterien, um dem Pedal eine lange Lebensdauer zu ermöglichen - ihr wollt ja schließlich nicht jede Saison neue kaufen. Zuletzt spielt die Selbstreinigung eine nicht zu unterschätzende Rolle, denn auch wenn es matschig wird, sollten euch eure Pedale natürlich nicht im Stich lassen.
Material und Bauweise
Die Composite-Pedale bestehen aus einem speziellen Kunststoff und sind durchweg günstiger. Ein Nachteil, den sie allerdings haben, ist, dass sie eine durchgängige Achse benötigen, da der weniger stabile Kunststoff sonst die Last nicht tragen kann. Dadurch ist die Standfläche dieser Pedale in der Mitte immer etwas erhöht, was eine konvexe Standfläche schafft. Aus diesem Grund sitzt der Fuß in der Mitte stärker auf als an der vorderen und hinteren Kante und man hat einen etwas undefinierten Stand.
Da Alu ein stabileres Material ist, haben die Hersteller mehr Freiheit beim Design der Pedale und sie können dünner und mit kürzeren Achsen entwickelt werden. Das wiederum erlaubt eine konkave Standfläche, die einen besseren Halt und einen definierteren Stand bietet.
Testergebnisse im Überblick
Zunächst einmal haben alle Pedale des Tests ihren Job gut erfüllt und wir mussten glücklicherweise keine Totalausfälle beklagen. Bei manchen hat sich allerdings ein sehr spitzes Einsatzgebiet herauskristallisiert, andere haben trotz guter Funktion Mankos in der Haltbarkeit gezeigt. Es hat sich also sowohl bei Klicks als auch bei Flats ein klarer Sieger ergeben. Zwei Pedale, die alles mitmachen und extrem hohe Performance bringen, ohne dass ihr euch zu viel Gedanken machen müsst, was gerade unter euren Füßen passiert.
Das Hope Union Trail vereint scheinbare Gegensätze: Es bietet freien Float bei einem sehr definierten Klick-Gefühl. Durch den eigens konstruierten doppelt gefederten Klick-Mechanismus ist zudem ein Wiedereinklicken auf dem Trail ein Kinderspiel. Hinzu kommt eine Pedalfläche, die guten Halt bietet und sich mit den Pins auf eure Wünsche einstellen lässt. Zuletzt hat das Union Trail eine starke Lagerung und Dichtung, das Pedal dreht sich unter allen Bedingungen munter weiter.
Das Chromag Dagga ist eine massive Erscheinung. Es hat eine sehr große Plattform, gespickt mit 12 Pins pro Seite. Damit bietet es massiven Grip in allen Situationen. Die Pins sind alle von unten eingeschraubt, sodass man sie im Falle einer Beschädigung leicht tauschen kann. Wer noch mehr Halt auf den Daggas will, kann die Unterlegscheiben unter den Pins entfernen, dadurch wird die Pin-Höhe nochmal vergrößert.
Das OneUp Composite-Pedal ist so unspektakulär, wie es auf dem Papier wirkt. Aber dennoch richtig gut! Als günstiges Flat-Pedal ist es für Einsteiger eine spannende Alternative zu den teureren Alu-Pedalen, denn manche Pedale im Test kosten fast das Fünffache des OneUp. Dennoch bietet das Pedal einen guten Grip und man kann den Fuß noch ohne Probleme umpositionieren.
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