Wer Fahrrad fährt, um sich sportlich zu betätigen, wird neben einem hochwertigen Fahrrad auch bald nach einer passenden Sportuhr für Radfahrer Ausschau halten. Dabei interessieren die Sportler vor allem Geschwindigkeit, Distanz, verbrauchte Kalorien und natürlich der Puls.
Warum eine spezielle Sportuhr für Radfahrer?
Wie bei allen Sportarten ist es wichtig, den optimalen Leistungspuls zu kennen und einzuhalten. Ein zu niedriger Puls führt zu einem schlechteren Trainingsoutput, während eine zu hohe Belastung dem Körper schadet. Zwar ist die Messung am Handgelenk über Lichtsensoren inzwischen sehr präzise, jedoch eignet sie sich im Gegensatz zu anderen Sportarten nicht so gut fürs Radfahren. Das Handgelenk ist beim Radfahren abgewinkelt, was dazu führt, dass die Uhr weiter nach oben geschoben wird. Das widerum sorgt für weniger präzise Messungen. Wer eine Pulsuhr mit Brustgurt verwendet, hat dieses Problem nicht.
Funktionen einer Sportuhr für Radfahrer
Es gibt Uhren, die GPS anbieten, um Geschwindigkeit, Distanz und Pace zu messen. Für die meisten Sportarten ist dies ausreichend. Der Radfahrer möchte aber auch neue Routen ausprobieren. Dabei machen die Uhren über hör- oder sichtbare Signale darauf aufmerksam, dass die Richtung geändert werden muss. Wer nicht nur auf der Straße fährt, sondern auch im Gelände unterwegs ist, wird sich für die Höhenmessung seiner Touren interessieren.
Höhenmessung via GPS oder Barometer
Da aktuelle GPS-Daten die Höhe der aktuellen Position enthalten, ist die Höhenmessung via GPS grundsätzlich möglich. Doch da GPS den Kontakt zu mehreren Satelliten benötigt, kann diese Methode bei schlechtem Wetter wie auch in dichten Wäldern (Sicht gen Himmel ist versperrt) gestört werden. Ein Barometer misst den Luftdruck. Je niedriger der Luftdruck, desto höher ist die aktuelle Position gelegen. Sofern das Wetter sowie Temperaturen einigermaßen gleich bleiben, ist die Messung über einen Barometer sehr detailliert. Problematisch ist aber die nötige Kalibrierung am Anfang der Tour, die bei einem bekannten Bezugspunkt (z. B. Ähnlich wie die Herzfrequenz ist auch die Trittfrequenz ausschlaggebend für den Trainingserfolg.
Die Wahl der passenden Fahrraduhr
Die Wahl der zu dir passenden Fahrraduhr richtet sich danach, wie häufig du Fahrrad fährst: gelegentlich, regelmäßig oder leistungsorientiert. Radelst du hauptsächlich als Hobby in deiner Freizeit? Dann reicht ein einfacher Fahrrad-Tracker aus, aber wenn du Radrennen fährst und gern mit dem Rad an deine Grenzen gehst, sieht das schon anders aus. Fährst du in deiner Freizeit mit dem Fahrrad und hast nicht unbedingt das Bedürfnis, deine Radelleistung zu steigern? Dann empfehlen wir Armbanduhren, die deine Geschwindigkeit aufzeichnen und deine geradelten Strecken messen. Dafür sorgt GPS. Alle Sportuhren für gelegentliche Radfahrer verfügen daher über einen GPS-Empfänger. Natürlich sollte die Uhr auch bequem und das Armband leicht zu reinigen sein, schließlich schwitzt man ab und zu auch als Freizeitradfahrer.
Schwingst du dich ein- oder zweimal pro Woche aufs Rad, um fit zu bleiben oder deine Fitness zu steigern? Dann legst du neben Geschwindigkeits- und Streckenmessung Wert auf die Anzeige deiner persönlichen Statistik deines Fortschritts. Deshalb haben die Fahrraduhren, die wir für regelmäßige Radfahrer empfehlen, immer einen Herzfrequenzsensor an Bord. Wenn man die Herzfrequenz am Handgelenk misst, erkennt man hinterher, ob sich die Fitness verbessert hat.
Radeln ist für dich Leistungssport. Schnellere Zeiten, höhere Leistung, eigene Rekorde brechen; darum geht es dir. Sportuhren für Radsportler und leistungsorientierte Radfahrer bieten für effiziente Trainings Intervalltraining und die Anzeige von Herzfrequenzzonen. Außerdem können separate Power Meter und Trittfrequenzsensoren verknüpft werden, um die Trittfrequenz und getretene Wattzahl messen zu können. Die VO2-Max-Messung gibt deine Fitness anhand der maximalen Sauerstoffaufnahme des Bluts an. Damit du dich nicht verfährst, ist auch Navigation integriert.
Aktuelle Modelle im Test
Im Folgenden werden einige aktuelle Modelle von Sportuhren für Radfahrer vorgestellt und verglichen, um eine Entscheidungshilfe zu bieten.
Garmin Fenix 8
Die neue Garmin Fenix 8 Smartwatch ist jetzt erstmals mit einem Amoled-Display erhältlich. Konkurrenzmodelle hatten bereits ein Amoled-Display, das besonders satte Farben und guten Kontrast bietet. Im Alltagsgebrauch überzeugt das Garmin-Display auf ganzer Linie - auch bei Sonneneinstrahlung ist das Display gut ablesbar und die starken Farben erleichtern die schnelle Orientierung beim Biken, Rennradeln, Graveln oder Laufen. Wer lieber Wert auf extrem lange Akkulaufzeit legt, kann weiterhin Modelle mit dem bekannten energiesparenden MIP-Display (Memory-in-Pixel) mit Solar-Ladelinse wählen. Gegenüber dem Vorgängermodell wurde laut Garmin die Akkulaufzeit verbessert. Das 51 mm Amoled-Modell verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 29 Tagen im Smartwatch-Modus, während das 51 mm Solarmodell mit Always-On-Display bis zu 48 Tage durchhalten soll.
Besonders bei Nutzung der Routingfunktion muss man aber, wie bei allen GPS-Sportuhren, mit deutlich kürzeren Laufzeiten rechnen. Die maximale Akkulaufzeit objektiv zu messen ist quasi unmöglich - zu unterschiedlich sind die Nutzungsprofile. In unserem Test wurde die Uhr als reine Sportuhr genutzt und die Smartwatch-Funktionen ignoriert. So konnte die Uhr aber mehrere Tage am Stück genutzt werden, ohne das erneut das Ladekabel rausgesucht werden musste. Das Gewicht der Uhr liegt bei der Amoled-Version (Edelstahl 47 mm) mit Armband bei 80 g und die 51 mm Solar-Version wiegt 95 g.
Kartenfunktion der Garmin Fenix 8
Die Stärke der Garmin-Sportuhren liegt seit Jahren in der Navigation. Die Garmin Fenix 8 glänzt hier auf ganzer Linie. Sie bietet verbesserte Kartenfunktionen, einschließlich dynamischem RoundTrip Routing und bereits vorinstallierter Topokarten für Europa. Das ist von Vorteil, wenn man die Uhr auspackt und sofort loslegen kann. Die Details der Karte sind beindruckend und gut ablesbar. Wer mit dem Rad in der Stadt unterwegs ist, kann bei Vergrößerung sogar Straßennamen lesen. Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie der Suunto Race sind die Karten besser. Die Frage ist höchstens, welche Detailgenauigkeit man überhaupt benötigt. Gut navigieren über die Landstraßen oder Routenfindung beim Laufen abseits befestigter Wege ist auch mit der Suunto Race möglich.
Weitere Funktionen der Garmin Fenix 8
Zu den größten Neuerungen gehört ein Lautsprecher, über den man auch telefonieren kann, wenn man die Uhr mit dem Smartphone verbindet. Wir haben die Uhr als reine Sportuhr genutzt. Der Lautsprecher kann dann genutzt werden, um z.B. beim Intervalltraining ein Feedback über das nächste Intervall zu bekommen. Beim Lauftraining könnte man in gewählten Abständen über die Laufgeschwindigkeit informiert werden. Das könnte beim Training in bestimmten Pace-Bereichen sinnvoll sein.
Die Garmin Fenix 8 ist zudem mit Funktionen zur Gesundheitsüberwachung ausgestattet, darunter PulseOX5 am Handgelenk, Body Battery, Jetlag Ratgeber, Schlafcoach und Nickerchen-Erkennung. Nach dem Aufwachen erstellt die Smartwatch einen individuellen Morgenreport, der einen Überblick über die Schlafqualität der letzten Nacht inklusive Herzfrequenzvariabilitätsstatus (HRV) bietet. Wir haben bei unserem Test zwar die Gesundheitsdaten zum Schlaf abgerufen - wie groß die Aussagekraft ist, konnten wir nicht beurteilen. Nicht immer stimmt das Gefühl nach dem Aufwachen mit dem Bericht überein. Funktionieren kann das nur, wenn die Pulsmessung über das Handgelenk zuverlässig funktioniert.
Pulsmessung am Handgelenk
Die Pulsmessung über das Handgelenk ist eine Funktion, die Garmin über die Jahre stetig verbessert hat. Gegenüber der Fenix 7 wurden keine Unterschiede festgestellt. Die Werte erscheinen meistens realistisch - es gab im Testzeitraum aber auch Fehlmessungen. In einem Fall zeigte die Garmin Fenix 8 kurz nach dem Start Leistung im Maximalpuls-Bereich an - der mit dem Pulsgurt gemessene Wert auf einer anderen Uhr zeigte realistische, niedrigere Werte an.
Bedienung und App
Garmin bietet zur Einrichtung und Steuerung die App Garmin Connect. Wer zusätzlich die Darstellung verändern oder neue Funktionen hinzufügen will, kann das über die App Garmin Connect IQ . Spotify, Komoot, Open Runner oder Wetter-Apps - wer mit der Garmin Fenix 8 rumspielen will, bekommt viele Optionen. Eine optimierte Darstellung fürs Indoor-Training oder Unterstützung beim Intervalltraining - Technikaffine bekommen viele Hilfen. Sehr einfach lässt sich mit ein paar Tasten ein Intervalltraining einstellen. Für den Laufmarathon lässt sich über PacePro eine Pacing-Strategie steuern.
Die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten kann man, muss man aber nicht nutzen. Wer einfach nur Sport machen will, kann diese Funktionen auch ignorieren. Die Bedienung der Garmin Fenix 8 ist nicht kompliziert.
Garmin Fenix 8 vs. Suunto Race
Die Garmin Fenix 8 überzeugt als Multisport-Uhr mit einer guten Navigation. Größte Neuerung gegenüber dem Vorgängermodell ist der eingebaute Lautsprecher. Vergleicht man sie mit Konkurrenzprodukten bietet sie mehr Funktionen und bessere Karten. Wer Smartwatch-Funktionen oder die Bezahlfunktion will, muss zur Garmin Fenix 8 greifen - es gibt außerhalb der Garmin-Welt keine vergleichbares Konkurrenzprodukt. Anders sieht es aus, wenn man eine reine Multisportuhr sucht. In einem Punkt ist die Suunto Race überlegen: die Bedienung über eine digitale “Krone”. Bei mechanischen Uhren diente dieses Rädchen zum Einstellen der Uhrzeit. Das kleine Rädchen der Suunto Race steuert durchs Menü und lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Besonders praktisch unterwegs: man kann per Rädchen in die Karte rein- und rauszoomen. Bei der Garmin Fenix 8 erfolgt das über Tastendruck, was während der Fahrt oder beim Laufen deutlich komplizierter ist.
Preis und Alternativen
Größter Haken der sehr guten Multisportuhr ist der hohe Preis. Die Garmin Fenix 8 Amoled-Modelle 43 mm/47 mm kosten als OVP ab 999,99 Euro und sind reduziert ab 870 Euro erhältlich. Wer eine Sportuhr mit Smartwatch-Funktionen und Bezahlfunktionen sucht, bekommt ein leistungsfähiges Produkt ohne Konkurrenz. Wer aber nicht so viel Geld ausgeben will, kann zwischen der Garmin Fenix 7 und der Suunto Race wählen. Die Garmin 7 bietet mehr (Smartwatch)-Funktionen und die Suunto Race das bessere Display. Beide Uhren bieten hohe Genauigkeit bei der GPS-Positionsbestimmung und lassen sich gut über die Apps steuern und mit Diensten wie Strava verbinden. Größter Unterschied: die Suunto setzt auf Open Source Karten.
Weitere getestete Modelle
Neben der Garmin Fenix 8 wurden auch andere Modelle getestet, darunter:
- Apple Watch Ultra 2
- Garmin Venu 3
- Withings Scanwatch 2
- Huawei GT 5 Pro
- Samsung Galaxy Watch 7
Jedes dieser Modelle hat seine eigenen Stärken und Schwächen, die im Folgenden kurz zusammengefasst werden.
Apple Watch Ultra 2
Die teuerste Uhr im Test bietet fast alles, was iPhones ausmacht - am Handgelenk! Deshalb gaben die Tester von COMPUTER BILD auch eine Bestnote. Ich habe als Radfahrer geringfügig anders gewichtet. Diese Apple Watch gewährt Zugriff auf Apple Music, ermöglicht Anrufe, Navigation mit Google Maps. Sie misst u.a. Herzfrequenzen und Blutsauerstoff und erstellt sogar EKGs. Meine Fahrradfahrten nimmt sie trotzdem nicht von allein auf. Aber immerhin erfassen die Sensoren nach jeweils etwa drei Minuten, dass ich radele - und schlagen mir vor, ein Training aufzuzeichnen.
Garmin Venu 3
Garmin gilt als Platzhirsch unter den Herstellern von Sport-Trackern. Die Garmin Venu 3 wirkt eher wie eine hochkarätige Stoppuhr als ein Mini-Smartphone am Handgelenk. Die Uhr ist leicht, robust und bietet Trainingsprogramme speziell für Radfahrer - inklusive Livetracking für Freunde oder Mitstreiter. Schwachpunkt: Die automatische Erfassung per „Move IQ“-Technologie hinkt hinterher. Erst nach etwa zehn Minuten Fahrt startet die Aufzeichnung, und das ohne GPS-Daten. Es werden nicht mal die geleisteten Kilometer erfasst. Die Tour findet sich anschließend etwas versteckt im „Kalender“ der Garmin-App auf dem Smartphone.
Withings Scanwatch 2
Diese Uhr ist eigentlich keine Smartwatch, sondern eine elegante, klassische Armbanduhr mit zahlreichen Gesundheitsfunktionen. Sie erstellt etwa EKGs ohne zusätzliche Geräte. Unter den Funktionen wie Schlafüberwachung und Blutsauerstoffmessung versteckt sich tatsächlich auch eine automatische Erfassung der Fahrradfahrten - samt Streckenkarte, Pulsmessung, Geschwindigkeit und Höhenmetern. Da die Uhr über kein eigenes GPS verfügt, bezieht sie die Daten vom gekoppelten Telefon. Im Test gelang das mit einem Samsung Galaxy S 25 Ultra einigermaßen, mit einem iPhone 15 Pro Max eher unregelmäßig.
Huawei GT 5 Pro
Die chinesische Smartwatch fühlt sich hochwertig an, hat ein tolles Display und einen Akku, der tagelang hält. Aber bei mir bleibt sie aus zwei Gründen nach einigen Probetagen in der Schublade: Die GT 5 Pro erfasst zwar Radfahrten auf Kommando - sie erkennt sie aber nicht von allein. Ein Feature hat mich allerdings begeistert: Von aufgezeichneten Touren erstellt die Uhr in der App animierte Videos auf einer Landkarte - schick! Leider werden die Apps weder in der Android- noch in der Apple-Welt wirklich unterstützt. Auch mit Google-Produkten gibt es keinerlei Konnektivität.
Samsung Galaxy Watch 7
Nachdem ich an zahlreichen Menüpunkten die Ortung freigegeben hatte, überzeugte mich diese Smartwatch komplett. Bereits nach drei Minuten Fahrt zeichnete die Samsung Galaxy Watch 7 automatisch alles auf - Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit, Puls und eine Karte der Route. Alle Daten landen übersichtlich in der App „Samsung Health“. Praktisch: In den Einstellungen lässt sich festlegen, dass kurze Stopps, etwa an Ampeln, automatisch pausiert werden. Mit Einstiegspreisen von deutlich unter 250 Euro zählt die Samsung Galaxy Watch 7 zu den günstigeren Modellen. Zwei Nachteile: Die Akkulaufzeit ist eher kurz - und die Uhr funktioniert ausschließlich mit Android-Geräten, nicht mit Apple-Produkten. Umgekehrt laufen Apple-Watches ebenfalls nicht auf Samsung-Smartphones.
Weitere Sportuhren im Überblick
Weitere getestete Sportuhren und ihre besonderen Eigenschaften:
- Apple Watch Series 9: Mehr Smartwatch als Sportuhr, aber mit beeindruckenden Gesundheitsfunktionen.
- Coros Apex 2: Leichte Bauweise und sehr gute Akkulaufzeit.
- Garmin Fenix 7X Pro: Perfekt für Outdoor-Sportler mit über 95 Sportmodi und langer Akkulaufzeit.
- Hama 8900: Günstige Option mit solider Auswahl an Sport- und Alltagsfunktionen.
- newgen medicals SW-510: Überzeugt durch ihr hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Samsung Galaxy Watch5 Pro: Ausgezeichnete Balance zwischen Alltag und Sport mit LTE-Konnektivität.
- Samsung Galaxy Watch6: Kompakte Größe und angenehmes Tragegefühl, ideal für Alltag und Sport.
- Suunto Race Titanium: Robust und mit über 95 Sportmodi, geeignet für intensive Trainings.
- Suunto Vertical Titanium Solar: Extreme Akkulaufzeit und Solarladung für Outdoor-Abenteuer.
Die beste Sportuhr für Radfahrer
Die Garmin Venu 3 ist leicht, unauffällig und punktet durch zahlreiche präzise Fitnesswerte. Die Garmin Venu 3 ist für uns die beste Sportuhr für die meisten Hobby- und professionelleren Sportler. Sie eignet sich aufgrund ihres schlanken Designs als »normale« Armbanduhr und ist nicht so wuchtig wie andere Outdoor-Sportuhren, die man im Alltag kaum tragen kann.
Kommen wir zu einer der Neuheiten, mit der sich die Garmin-Uhr von den Mitbewerbern abhebt. Premiere feiert ein spezieller Rollstuhl-Modus. Ein integrierter Lautsprecher und ein Mikrofon ermöglichen es Benutzern nun, direkt vom Handgelenk aus Anrufe zu tätigen und entgegenzunehmen oder auf Textnachrichten zu antworten (bei Kopplung mit einem kompatiblen Apple- oder Android-Smartphone). Tag und Nacht kann die Venu 3-Serie Herzfrequenz, Atmung, Pulsoximeter, Stress und den Energiestand der Körperbatterie verfolgen. Während des Schlafens überwacht die Uhr die Herzfrequenzvariabilität, um Benutzern ein tieferes Verständnis ihres allgemeinen Gesundheitszustands zu vermitteln. Außerdem bietet sie auf Reisen personalisierte Tipps zur Reduzierung des Jetlags. Die Funktion »Body Battery« berechnet anhand von Stress, Herzfrequenz, Schlaf und Aktivitätsgrad die Energiereserven des Körpers. Interessant ist es zu verfolgen, wie diese tagsüber abnehmen bzw.
Ebenfalls sind animierte Workouts für Kraft, HIIT, Pilates und Yoga installiert. Darüber hinaus können Benutzer in der Garmin Connect-App aus mehr als 1.600 Übungen ihre eigenen Schritt-für-Schritt-Workouts erstellen und diese direkt an die Uhr senden. In den Tag startet man auch mit der Venu 3 mit dem von uns geliebten Morgenbericht: So erhält man direkt nach dem Aufwachen einen Überblick über Schlaf, Erholung, Herzfrequenzvariabilitäts-Status (HRV) und mehr. Nachts behält die Uhr den Überblick über verschiedene Schlafstadien, Nickerchen und andere wichtige Messwerte wie Pulsoximeter und HRV. Der Schlafcoach gibt Tipps zur optimalen Menge an Schlaf. Auf dem Display selbst hat man während des Trainings Einblick in wichtige Parameter und ansprechende farbige Grafiken etwa zum Aufladen und Verbrauch der Energiereserven, zum Verlauf der Herzfrequenz oder zum Schlaf. Auch Anfänger und Hobbysportler können auf Anhieb mit den meisten Werten und Grafiken etwas anfangen.
Die »Garmin Connect«-App für Apple und Android gehört für uns zu den besten Sportuhren-Apps am Markt. Übersichtlich gestaltet, ist diese eine echte Oase für Daten-Freaks. Auch hier findet man alles zu Stress, Herzfrequenz, absolvierten Schritten, Atmung, Schlaf und Co. Absolvierte Strecken lassen sich dank GPS präzise nachverfolgen. Auch wenn das Ergebnis wehtun kann: Anhand von wöchentlicher Aktivität, Ruhepuls, BMI und Körperfettanteil berechnet die Uhr, ob der Körper älter oder jünger als das chronologische Alter ist. Um Stress und Ängste abzubauen, stellt die Venu 3 Meditationspraktiken zur Verfügung. Unterwegs können Benutzer Garmin Pay zum kontaktlosen Bezahlen an bestimmten Kassen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln einsetzen.
Die Bedienung erfolgt recht intuitiv über das sensibel reagierende Display oder drei seitliche Bedientasten. Diese dürften gerne einen Tick länger und feinfühliger sein. Mit der Messgenauigkeit sind wir insgesamt sehr zufrieden. Über die Länge der Akkulaufzeit entscheidet vor allem die Häufigkeit, wie man GPS nutzt. Permanent mit GPS hält die Venu 3 rund einen Tag durch. Im Smartwatch-Modus sind es bis zu 14, im Energiespar-Modus bis zu 26 Tage. Für die allermeisten Sportler, die nicht wie ein Profi trainieren wollen, ist die Garmin Venu 3 unser Favorit.
Tabellarische Übersicht der getesteten Modelle
| Modell | Besondere Eigenschaften | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Garmin Fenix 8 | Amoled-Display, verbesserte Kartenfunktionen, Lautsprecher | Ab 870 Euro |
| Apple Watch Ultra 2 | Zugriff auf Apple Music, EKG-Funktion | Ab ca. 900 Euro |
| Garmin Venu 3 | Leicht, robust, Trainingsprogramme für Radfahrer | Ab ca. 450 Euro |
| Withings Scanwatch 2 | Elegante Armbanduhr mit Gesundheitsfunktionen, automatische Fahrraderfassung | Ab ca. 350 Euro |
| Huawei GT 5 Pro | Hochwertiges Display, langer Akku, animierte Videos von Touren | Ab ca. 300 Euro |
| Samsung Galaxy Watch 7 | Automatische Fahrraderfassung, günstige Modelle | Ab ca. 250 Euro |
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