Seit Jahren ist der Bosch Performance Line CX der vermutlich meistverkaufte E-MTB-Motor. Hohe Zuverlässigkeit, gutes Fahrgefühl und eine starke Reichweite machten den Schwaben-Antrieb erfolgreich. Mit der Neuauflage des CX steht also die Frage im Raum: Wie macht man den beliebtesten und vermutlich besten E‑MTB-Motor noch besser? Klar, indem man die größten Kritikpunkte angeht. Und das hat Bosch beim neuen Performance Line CX auch getan.
Ein neuer Bosch-Motor? Auf den ersten Blick sind die Unterschiede zwischen den zwei CX-Generationen überschaubar. Äußerlich ändert sich in erster Linie der Umstieg von drei auf zwei Anschraubpunkte.
Die wichtigsten Neuerungen des Bosch Performance Line CX
Die Entwickler von Bosch setzen bei all ihren Motoren konsequent auf ein geschlossenes Gesamtsystem, das auf die Kombination aus Motor, Akku und Steuerungseinheit optimiert ist, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten. Die letzte Überarbeitung der Drive Unit des CX fand 2022 statt. Heute, in der fünften Generation, konzentriert sich Bosch auf Feinjustierungen, die vor allem das Ansprechverhalten, die Sensibilität und die Geräuschkulisse verbessern sollen.
Wir haben für euch die Top 5 Neuerungen des neuen Bosch Performance Line CX-Motors zusammengefasst, die ihn nicht nur smarter und leiser, sondern auch noch leistungsfähiger machen.
- Weniger Befestigungspunkte: Auf den ersten Blick wirkt der neue Bosch Performance Line CX Gen 5, also der Motor der 5. Generation, fast wie sein Vorgänger, doch die eigentlichen Verbesserungen liegen im Detail, allen voran bei den Befestigungspunkten. Bosch hat die Anzahl der Anschraubpunkte von drei auf zwei reduziert. Dadurch wird der Motor nicht nur leichter und bringt nun etwa 100 g weniger auf die Waage, wiegt damit jetzt ca. 2,8 kg und lässt sich vor allem viel einfacher in den Rahmen integrieren. Diese Designentscheidung dürfte vor allem Bike-Herstellern gefallen, die den Motor nun flexibler in verschiedenen Rahmendesigns integrieren können. Weniger Anschraubpunkte bedeuten außerdem, dass der Austausch im Servicefall schneller und unkomplizierter verläuft - ein klarer Vorteil für Werkstätten und Fahrer gleichermaßen. Diese Anpassung bringt den CX-Motor in der Konstruktion auf Augenhöhe mit dem Performance Line SX, dem kleineren Bruder, der ebenfalls nur zwei Befestigungspunkte hat.
- Entkoppelter Antriebsstrang: Schaut man auf das Datenblatt, sind die grundlegenden technischen Daten unverändert. Der Dreiklang des Bosch Performance Line CX-Motors aus 85 Nm Drehmoment, 600 Watt Maximalleistung und einem maximalen Unterstützungsverhältnis von 340 % ist gleich geblieben. Doch obwohl sich auf den ersten Blick nicht viel geändert hat, stecken die Veränderungen im Detail: Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft den Antriebsstrang. Bosch hat den externen Antriebsstrang (Kette, Kettenblatt, Kassette) vom internen Antriebsstrang (Freilauf, Getriebe, Motor) entkoppelt.
- Optimierte Software: Die Software des Bosch Performance Line CX-Motors wurde ebenfalls optimiert. Dabei setzt Bosch auf eine neue Interpretation der Sensorsignale, die von Inertialsensoren, Kadenzsensoren und Geschwindigkeitssensoren erfasst werden. Der Inertialsensor misst Beschleunigung und Drehungen in sechs Dimensionen und erkennt Neigungs- und Steigungswinkel sowie Erschütterungen. Der Motor nutzt diese Daten, um die Unterstützung noch genauer an die jeweilige Fahrsituation anzupassen.
- Verbesserte Features: Zusätzlich hat der Motor auch neue Features erhalten und bestehende wurden weiter verbessert, die nun dank der neu interpretierten Sensorik möglich sind. Die integrierte Schiebehilfe, die durch das Gedrückthalten der Minus-Taste aktiviert wird, wurde optimiert und der Motor schiebt jetzt nicht mehr durchgehend in der gleichen Geschwindigkeit, sondern passt sich an die Schiebe- und Gehgeschwindigkeit des Fahrers an. Die schon zuvor bestehende Hill Hold-Funktion wird aktiviert, wenn man während der Nutzung der Schiebehilfe von der Minus-Taste geht. Hier wird das E-MTB vom Zurückrollen gehindert. Mit der Plus- und Minus-Taste kann, während die Hill Hold-Funktion aktiv ist, festgelegt werden, ob die Funktion beendet oder um weitere zehn Sekunden verlängert werden soll. Hill Start ist ein neues Feature, das das Anfahren an Steigungen oder am Berg erleichtern soll. Hier reagiert der Motor direkter auf Pedalinput und soll dadurch ein durchdrehendes Hinterrad verhindern. Setzt man nun den Fuß auf das Pedal und übt etwas Druck aus, beginnt der Motor sofort zu unterstützen.
- Verbessertes Wärmemanagement: Hitzefrei? Fehlanzeige! Bosch hat auch das Wärmemanagement verbessert. Der Motor soll jetzt weniger Hitze entwickeln, was bedeutet, dass er nicht so schnell ins Derating geht, sprich die Leistung drosselt, um eine Überhitzung zu vermeiden. Besonders bei langen Anstiegen soll sich das bemerkbar machen: volle Power, ohne Zwangspause.
Die Fakten zum Bosch Performance Line CX 2025
- Max. Drehmoment: 85 Newtonmeter
- Spitzenleistung: 600 Watt
- Unterstützung: 340 %
- Gewicht: 2,83 kg (gemessen im BIKE Labor)
- Kompatibel mit allen Komponenten des Smartsystems
- Neuer Automatikmodus
- Neue Akkus: Powertube 800, Powertube 600
- Neues Display Purion 400
Entkoppelung für mehr Laufruhe
Während bei der letzten Neuauflage des Performance Line CX das Warten auf einen „klapperfreien“ Motor noch vergeblich war, haben die Schwaben mit der neuesten Ausbaustufe genau das erreicht. Wie schwierig dieses vermeintlich banale Ziel zu knacken ist, zeigt sich darin, dass die meisten Konkurrenzprodukte, von Shimano bis Yamaha, ebenfalls mit Klappern aus dem Getriebe zu kämpfen haben. Das war auch bei Bosch über Jahre so. Für den neuen CX hat man nun einen patentierten Freilauf entwickelt, der nicht auf ein klassisches Sperrklinkensystem zurückzugreifen scheint und beim Rückwärtstreten keinerlei Geräusche macht.
Das Ergebnis: Das Innere des Motors ist komplett vom Antriebsstrang entkoppelt. So wird das Getriebe nicht von äußeren Einflüssen angeregt und bleibt absolut klapperfrei.
Wie genau die neue Freilauftechnik funktioniert, will Bosch nicht verraten. Klar ist nur: Hier irgendwo ist er versteckt, der Unterschied, der den neuen CX klapperfrei macht.
Leistung und Drehmoment
Schaut man auf die klassischen Kennzahlen des neuen Bosch CX Motors, hat sich hingegen nicht viel geändert. 2,85 Kilo, das ist nur minimal weniger als beim Vorgänger. Und auch das Volumen ist identisch - obwohl der „Neue“ optisch etwas anders wirkt. Und die Leistung? 600 Watt in der Spitze, 85 Newtonmeter, maximal 340 Prozent Unterstützung. Das nennt Bosch den „magischen Dreiklang“, der schon dem Vorgänger zu einem sehr harmonischen Fahrgefühl verholfen hatte. Apropos Fahrgefühl: Bei der Modulation und dem Ansprechen des Motors will Bosch durch ein noch besseres Zusammenspiel aus Soft- und Hardware zusätzlich Fortschritte gemacht haben.
Akkus und Reichweite des Bosch Performance Line CX
Und auch der zweite große Kritikpunkt wurde angegangen: das Gewicht der sehr schweren Akkus, die Bosch-Bikes in der Vergangenheit meist zu echten Brummern gemacht haben. Neu sind Powertube 600 und Powertube 800, die durch neue 21700er-Zellen bei geringerem Gewicht sogar noch mehr Kapazität haben als ihre Vorgänger. Der 800er-Akku wiegt rund 3950 Gramm, das sind etwa 400 Gramm weniger als der bekannte Powertube 750 der vorherigen Generation. Ein großer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Akkus damit noch immer nicht zu den leichtesten am Markt gehören. Die neuen Akkus kommen künftig in Silber, der Umwelt zuliebe.
Wer ein leichteres Bosch-Bike will, greift zum Powertube 600 (3080 Gramm). Die Akkus haben die gleiche Länge und passen in die gleiche Halterung. Wenn der Bike-Hersteller das Unterrohr entsprechend konstruiert, können sie problemlos im Wechsel genutzt werden. Das ist bei diversen Marken der Fall. Weiterer Vorteil des neuen 800er: Der Powertube 750 war extrem lang und ein Transport im Rucksack sehr schwierig. Das Format des 800ers macht das deutlich besser möglich. Der 600er ist knapp 900 Gramm leichter als der 800er.
Doch was ist aus der überragenden Reichweite der Bosch-Akkus geworden? Der 750er sammelte in unseren Tests stets absolute Top-Werte. Auch die neuen Batterien haben wir unserem ausführlichen Reichweitentest unterzogen. Und beide Varianten haben nicht enttäuscht.
E‑MTBs mit Powertube 750 schafften unter identischen Bedingungen im Schnitt gute 2000 Höhenmeter. Der Powertube 600 im Bulls Sonic Evo EN-R fuhr über 1700 Höhenmeter. Das ist mehr als der nominell größere Vorgänger Powertube 625 (3600 Gramm) - bei deutlich geringerem Gewicht!
Bosch liefert weiter ein System, das zu den absolut reichweitenstärksten am Markt gehört.
Randnotiz: Die neuen Akkus kommen in silberner „Farbe“, also ohne schwarzes Eloxal. Das soll die Emission und von schädlicher Chemie und CO2 einsparen. Da die Powertubes ohnehin ausnahmslos unsichtbar im Unterrohr verbaut sind, ist an den Bikes kein optischer Unterschied erkennbar.
Natürlich ist auch der neue CX mit dem Power More 250 kompatibel. Über den Zusatz-Akku gibt´s 250 Wattstunden extra.
| Akku | Gewicht | Höhenmeter (Test) |
|---|---|---|
| Powertube 750 | ca. 4350 Gramm | ca. 2000 |
| Powertube 600 | 3080 Gramm | über 1700 |
| Powertube 800 | rund 3950 Gramm | - |
Purion 400 - das neue Bosch-Display
Im Windschatten des neuen Motors hat Bosch auch ein neues Display entwickelt. Das Purion 400 ist die dezente Alternative zu den größeren Kiox-Screens. Das neue Purion mit seinem 1,6-Zoll-Screen sitzt gut geschützt und unauffällig hinter dem Lenker. Durch die kompakten Abmessungen gibt es keine Gefahr einer Kollision mit dem Knie. In Summe erinnert das Purion 400 etwas an die lange bekannten Shimano-Displays und wir sind versucht, zu sagen: “Warum nicht gleich so?”
Standardmäßig wird auf dem farbigen Screen die U-Stufe und der Akku-Stand in Prozent angezeigt. Dazu gibt es ein großes Feld, auf dem Daten wie Kilometer, Geschwindigkeit und Fahrerleistung durchgewechselt werden können. Die gute Nachricht: Das Purion 400 lässt sich problemlos nachrüsten und kann mit dem Systemcontroller oder der LED-Remote kombiniert werden. Das “Hirn” des Systems sitzt dabei entweder im Systemcontroller oder der LED-Remote, nicht im Purion. Das heißt: Die minimalistische Kombi nur mit der kabellosen Mini-Remote funktioniert nicht.
Mehr Neuheiten von Bosch
Neben dem neuen Performance CX, den neuen Akkus und dem Purion-Display hat Bosch noch weitere Neuheiten vorgestellt. Mit dem ABS Pro wollen die Schwaben das ABS-System auch für extreme Trailfahrten und Profi-Biker interessant machen.
Auch die Automatikschaltung, die Bosch in Kooperation mit TRP entwickelt hat, soll mit dem neuen CX richtig Fahrt aufnehmen. Ähnlich wie bei Shimanos Di2 und Srams Eagle Powertrain können damit auch Bosch-Bikes vollautomatisch schalten. Auch das Schalten im Rollen, ohne Kurbelumdrehung, wird möglich.
Der Bosch Performance Line CX 2025 auf dem Trail
Direktes Ansprechverhalten und feine Modulation in Kombination mit einer spritzigen Beschleunigung: Der Neuling überzeugt mit den Skills, die schon den Vorgänger zur Benchmark machten. Im Detail konnten die Entwickler tatsächlich noch mal einen draufsetzen. Das Fahrgefühl ist eine Spur geschmeidiger geworden - ohne dass die Dynamik fehlt. Der Antrieb hängt jetzt noch besser am Fuß und agiert selbst im Turbo-Modus sehr feinfühlig auf den Tretimpuls des Fahrers.
Auch der gute Durchzug bei schnellem Kurbeln ist nach wie vor absolut Spitze. Während nahezu alle anderen Antriebe am Markt bei sehr hoher Kadenz Leistung einbüßen, gibt der CX auch bei extrem schnellem Tritt vollen Schub. Ein echtes Plus in technischen Uphills.
Bosch Performance Line CX - die Lautstärke
Weiter geht’s bei den Soft Skills: Bezüglich der Lautstärke des Motors haben wir unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Während der CX in unseren Testbikes von Bulls und Cube deutlich leiser anschob als sein Vorgänger, war bei einem dritten Testbike mit dem neuen Aggregat nur ein minimaler Fortschritt von alt zu neu wahrnehmbar. Doch im Schnitt scheint der neue CX leiser zu schieben. Noch deutlicher ist das Sound-Update bergab. Denn alle neuen CX, die wir bisher fahren konnten, sind absolut klapperfrei!
Nächste Feinheit: Die verbesserte Modulation macht sich auch beim Ein- und Ausfaden um die Abschaltgrenze herum bemerkbar. Mit der Neuauflage spürt man kaum, ob der Motor gerade schiebt oder nicht, so geschmeidig setzt das Aggregat seine Kraft ein und aus.
Wo der Vorgänger auf markante Antritte mit einem deutlichen Nachlauf reagie... Nach langem Warten ist es endlich raus: Die neue Bosch Performance Line CX kommt. Dabei ist Bosch auf Kundenwünsche eingegangen und hat einige Dinge zusätzlich optimiert. Von Wegen Gen. Nachdem in den vergangenen Wochen und Monaten viel über die neuste Generation der Bosch Performance Line CX spekuliert wurde, rückt der deutsche E-Bike-Gigant nun endlich mit der Sprache raus: Ja! Es gibt einen neuen E-MTB Antrieb. Aber was steckt dahinter? „Mit 85 Newtonmeter Drehmoment, 600 Watt Maximalleistung und bis zu 340 Prozent Unterstützung liefert die neue Performance Line CX (BDU384Y) das ideale Verhältnis von Kraft, Dynamik, Effizienz und Reichweite“, so die Antwort von Claus Fleischer, CEO von Bosch eBike Systems. Diese Aussage wird bei einigen wohl zunächst für Stirnrunzeln sorgen. Doch mit einem Blick über die Standardwerte hinaus scheint den Entwicklern bei Bosch in den vergangenen Jahren keineswegs langweilig gewesen zu sein.
Auch die Sensorik der Performance Line CX wurde komplett überarbeitet: Mehrere Sensoren messen Kadenz, Drehmoment, Beschleunigung, Steigung und Neigung sowie Drehraten in sechs Dimensionen. Ganz konkret helfen Sensorik-Updates: Mit der neuen Bosch Berganfahr-Hilfe soll der Start am Berg wesentlich weniger holperig aussehen. Es klingt fast so, als gehören durchdrehende Reifen der Vergangenheit an. Zudem hält Bosch auch ein Mittel für „flowigere“ Abfahrten bereit: Das neue Bosch ABS Pro soll Trailbiker den Fokus vom Bremsen auf die Fahrlinie richten lassen. Das neue ABS System greift besonders in der Anfangsphase der Verzögerung ein und lässt dann graduell nach. Das neue ABS ist bisher mit den Bremssystemen MT7 von Magura und DH-R Evo von THP kompatibel und nicht nachrüstbar. Es erlaubt zwei Modi: Im Modus „Trail Pro“ unterbindet das System das Abheben des Hinterrads beim Überbremsen. Besonders spannend für ambitionierte Racer ist die neue Bremsanalyse über das Display: Auf dem Kiox 300, dem Kiox 500, dem Purion 200 und dem ebenfalls neu vorgestellten Purion 400 lässt sich das Bremsverhalten anzeigen.
Beinahe schon eine Tradition von Bosch ist das Update seiner Akkus, wann immer es eine Neuvorstellung im Antriebssystem gibt. Außerdem ist sie der größte Energiespeicher des smarten Systems bisher.
Insgesamt bringt Bosch mit seiner Neuvorstellung ein spannendes Paket auf den Markt. Nur die erhofften 90 Newtonmeter bleibt Bosch seinen Fahrern schuldig. Doch an Power mangelte es der Performance Line CX bisher nie. Überrascht hat der Hersteller hingegen mit nützlichen, neuen Features für die Performance und das Fahrgefühl. Die ersten E-Bikes mit dem neuen System dürften schon bald über die Trails rollen.
Die Bikes mit dem neuen Bosch Performance Line CX
Zeitgleich mit dem neuen Bosch-Motor stellen viele Bike-Hersteller ihre neuen E-Mountainbikes mit dem neuen Antrieb vor. Und in den nächsten Wochen und Monaten werden viele weitere Modelle folgen. Zur Übersicht haben wir die neuen Bikes in einem großen Artikel zusammengefasst.
Wir konnten den neuen Bosch-Motor bereits über Wochen in diversen Bikes testen - unter anderem im brandneuen Bulls Sonic EN-R. Ein E-Enduro mit 21,96 Kilo.
Das neue Cube Stereo Hybrid One44 TM konnten wir schon ausführlich testen. Und der Branchenriese hat noch vier weitere E-MTBs mit dem neuen CX im Programm!
Der Bosch Performance Line CX 2025 im Testlabor
Wie bei BIKE üblich, verlassen wir uns in unseren Tests nicht rein auf unser Gefühl. Die Erkenntnisse aus unseren ausführlichen Fahrtests im Gelände überprüfen und untermauern wir mit objektiv vergleichbaren Daten und Messungen. Für diesen Test haben wir den neuen Bosch Performance Line CX im Prüflabor PT Labs auf den Rollenprüfstand gespannt und Leistungs- und Drehmomentkurven ermittelt.
Auf den ersten Blick zeigen sich keine überraschenden Daten. Kein Wunder - eine Leistungsexplosion verspricht Bosch nicht. Vielmehr ergibt sich das Bild, das wir vom Performance CX kennen. Seine volle Leistung entfaltet er erst, wenn der Fahrer etwas kräftiger in die Pedale tritt. Vollgas gibt der Motor ab etwa 180 Watt Fahrerleistung. Bei gemächlichem Pedalieren schiebt auch der Motor nur gemütlich an, selbst im Turbo-Modus. Das ist ein Grund für das dynamische und harmonische Fahrgefühl des Aggregats. Die maximale Unterstützung liegt bei 340 Prozent. Andere Motoren liefern 400 und mehr, was bei leichtem Tritt zu einem kräftigeren Schubgefühl führen kann. Einen Shuttle-Modus für Tretfaule hat auch der neue Bosch CX nicht.
Ein von Bosch angepriesenes Update konnten wir im Labor nicht nachweisen: den besseren Durchzug bei sehr hohen Trittfrequenzen. Das liegt jedoch nicht daran, dass der Neuling schwächelt. Vielmehr war hier schon der Vorgänger richtig stark und marktführend. Der Neue reiht sich mit ähnlichen Werten ein und schiebt selbst bei einer Trittfrequenz von 150 U/min noch mit voller Power. Noch höhere Kadenzen haben wir nicht gemessen. Denn wir halten diesen Bereich in der Fahrpraxis für irrelevant.
Top Ergebnis aus dem Labor: Der geringere Tretwiderstand bei ausgeschalteter Unterstützung ist im direkten Vergleich zum Vorgänger nicht nur spürbar, sondern wird auch im Labor ersichtlich. 9,1 statt der 13,8 Watt vom Vorgänger fressen Motor und Antriebsstrang. Wer über 25 km/h pedaliert oder ohne Motor kurbelt, profitiert von freierem Fahren. Bosch spricht davon, dass selbst ein klassisches Tretlager nicht weniger Widerstand hat. Hier hat sich Bosch an den Technologien, auf die auch der Light-Motor Bosch Performance Line SX setzt, bedient. Bosch gibt an, dass beide Motoren in Sachen Widerstand kaum von einem klassischen Tretlager zu unterscheiden sind.
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