Wer billig kauft, kauft zweimal. So viel Wahrheit in diesem Spruch auch steckt, gerade beim Fahrradhelm könnte schon der erste Fehlgriff fatale Folgen haben. Dann nämlich, wenn der Helm seine angedachte Funktion nicht erfüllt, beim Sturz vom Kopf rutscht oder gar zerbricht. Aber stimmt es eigentlich, dass günstige Helme schlechter schützen als teure? In unserem aktuellen Test drängt sich diese Frage förmlich auf, denn der Testsieger liegt preislich im unteren Bereich und hat auch keinen zusätzlichen Rotationsschutz.
Ausstattung und Komfort
Jedes zusätzliche Feature kostet Geld, so viel ist klar. Eine anpassbare Nackenstütze, einstellbare Y-Gurte (die den Sitz unterhalb der Ohren verbessern), ein Fliegennetz oder Reflexelemente - und das sind erst die Basics. Abus spendiert ein magnetisches Gurtschloss von Fidlock für mehr Bedienkomfort, Uvex integriert ein Hiplock-Kabelbinderschloss als einfachen Diebstahlschutz. Brillengaragen, Ohren-Pads und Stecklichter aufladbar per USB oder mit Batterie komplettieren die Ausstattungen.
Nicht jeder Helm ist ein Luftikus. Die Ausstattung bedingt auch das Gewicht: Hier liegt der Abus Urban-I an erster Stelle. Er wiegt gerade mal 261 Gramm und damit über die Hälfte weniger als der Helm der Decathlon-Eigenmarke BTWIN. Gerade auf längeren Strecken spürt man das hohe Gewicht des City CBH 900 schon deutlich im Nacken. Nur rund 30 Gramm mehr als der Abus-Helm wiegt der Velo-X von Cratoni. Auch bei diesem Modell wurde auf MIPS-Ausstattung verzichtet.
Auch im Hinblick auf die Belüftung liegt der Abus zusammen mit Cratoni, Alpina und Uvex an der Spitze. Zahlreiche große Belüftungsöffnungen sorgen für frischen Wind unter dem Helm. Die kompakteren Modelle von BTWIN, Giro und KED sind schlechter belüftet. Ein Blick auf die Innenseite erklärt warum: Aufwändige Lüftungskanäle oder große Lufteinlässe sucht man hier vergebens. Die Helmschale sitzt dicht am Kopf, was den Fahrtwind am Durchströmen hindert.
Sicherheit im Fokus
Spezielle Sicherheitstechniken - MIPS & Co. - sollen messbar das Risiko von Kopfverletzungen senken, indem sie beim schrägen Aufprall auftretende Rotationskräfte verringern. Die bestehende Prüfnorm für Helme EN 1078 kann diese Szenarien nicht abbilden. Um die aktuelle Helmgeneration realitätsnah zu prüfen, haben wir in Eigenregie einen Helmprüfstand entwickelt und uns dabei an den in der Wissenschaft und von forschenden Herstellern eingesetzten Methoden orientiert. Für den Test wird der Helm auf einen 4,9 Kilogramm schweren Prüfkopf aus Aluminium angepasst.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn besonders empfindlich auf rotatorische Kräfte reagiert. Um bei einem schrägen Aufprall die Rotationsenergie zu reduzieren, wurde die reibungsarme MIPS-Schale (Multi-directional Impact Protection System) konzipiert. Sie soll ein zum Kopf versetztes Gleiten des Helms ermöglichen. Dadurch wird Rotationsenergie in Translationsenergie umgewandelt.
Aktuell sind fünf verschiedene Varianten des MIPS-Systems verfügbar: Essential Core, Evolve Core, Air Node, Integra Split und Integra Fuse. Das Evolve Core ist inzwischen das am häufigsten verbaute MIPS-System. Es sitzt zwischen Helmschale und Polster. Eine im Gegensatz zum klassischen MIPS exakter auf den Helm abgestimmte Passform soll die Belüftung verbessern und das Gewicht reduzieren.
MIPS wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Die im Test gemessene Spanne ist aber auf jeden Fall erheblich. Für mich scheint die Wirksamkeit plausibel zu sein. Wir haben den Testteilnehmern offen gelassen, ob sie ein Modell mit oder ohne MIPS schicken möchten. Alpina, Giro, KED und Uvex setzen auf das aktuell am häufigsten eingesetzte MIPS Evolve Core, die Modelle von Abus, Cratoni und BTWIN verzichten auf den Rotationsschutz.
Bei den Beschleunigungswerten liegen zwei MIPS-Helme vorn. Den dritten Platz mit einem Beschleunigungswert von 120,4 g belegt der Velo-X ohne MIPS. Das KED-Modell mit MIPS landet mit 127,4 g an letzter Stelle noch hinter den beiden Nicht-MIPS-Modellen von Abus und BTWIN. Es liegt damit aber immer noch weit unter dem Norm-Wert von 250 g. Eindeutig sind aber die Ergebnisse beim Rotationsschutz. Hier liegen die Helme mit MIPS-System vorn. Demnach kann ein zusätzlicher Rotationsschutz die Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung deutlich reduzieren.
Nachdem alle Fahrradhelme, die in Deutschland verkauft werden, der Prüfnorm EN 1078 entsprechen, ist es aber vor allem wichtig, dass der Helm gut sitzt, zum Einsatzzweck passt und getragen wird! Für Tourenradler sind Gewicht und Belüftung unter Umständen entscheidender als für Radpendler, die vielleicht mehr Wert auf Design, Wetterschutz, Sicherheit und Sichtbarkeit legen.
Digitale Lebensretter
Wer allein unterwegs ist, kann nicht immer auf Hilfe hoffen. Einige Hersteller statten ihre Helme optional mit Crash-Sensoren aus. Beschleunigungssensoren messen permanent die Kräfte, die während der Fahrt auf den Körper wirken und erkennen automatisch einen Sturz. Nach Ablauf eines Countdowns wird ein Notruf an in der App hinterlegte Notfallkontakte gesendet. Abus oder Cratoni bieten solche Sensoren ab ca. 60 Euro an. Der O'Neal Trailfinder Evo + Quin ist ein MTB-Helm mit dem Sturzsensor Quin.
Der NFC Medical ID Chip im Helm registriert keine Stürze, er soll die Erstbehandlung beschleunigen. Allergien, Unverträglichkeiten sowie persönliche Daten und Notfallkontakte lassen sich via App direkt im Helm-Chip hinterlegen. Ist der Verunglückte bewusstlos, scannt der Rettungsdienst den Helm und bekommt die wichtigsten Daten direkt aufs Smartphone geliefert.
Bei Recco handelt es sich um ein Ortungssystem für Outdoor-Aktivitäten. Die Reflektoren werden an der Ausrüstung getragen und reflektieren ein Suchsignal, das von den Detektoren ausgesendet wird. Rettungsteams können damit vermisste Personen schnell finden. Das System ist zuverlässig und benötigt keine Stromversorgung. Es kann an jedem Helm nachgerüstet werden und kostet 25,95 Euro.
Fahrradhelme unter dem Prüfhammer
Alle in der EU und der Schweiz vertriebenen Helme müssen eine Normprüfung („EN 1078“) durch ein zertifiziertes Prüfinstitut bestanden haben. Am Ende heißt es dann aber nur: bestanden oder nicht. Ein erteiltes Prüfsiegel informiert also nicht darüber, wie gut ein Helm schützt.
Die Stiftung Warentest setzt die Messlatte in ihren Testreihen höher und lässt die Helme auf verschiedenen Punkten aufschlagen, und das mit teils deutlich höherem Tempo. Zudem wird der Schutz vor sogenannten Drehkräften ermittelt. Dazu prallen die Testhelme auf eine schiefe Ebene.
Schlusslichter fallen häufig auch durch eine unzureichende Schutzwirkung an Schläfen, Stirn und Nacken auf - je größer der abgedeckte Kopfbereich, umso wirkungsvoller der Schutz. Auch bei der Sichtbarkeit im Dunkeln könnten viele Helme zulegen, etwa durch Reflektoren und/oder ein Rücklicht.
Eine der meistbeworbenen Sicherheitsinnovationen neuerer Fahrradhelme ist „MIPS“. Dabei soll eine flexible und reibungsarme Kunststoffeinlage im Sturzfall vor sogenannten Rotationskräften schützen. Die Idee: Prallt der Helm seitlich auf eine Bordsteinkante oder schräg gegen eine Mauer, dreht sich nur die Außenschale. So erhält der Kopf weniger Drall.
Die richtige Größe finden
Der erste Schritt, sie zu ermitteln, ist das korrekte Ausmessen des Kopfumfangs: Maßband knapp über den Augenbrauen ansetzen und oberhalb der Ohren um den Kopf legen. Das anschließende Abgleichen mit den Größenangaben der Hersteller führt jedoch nicht immer zum Ziel, denn nicht alle Anbieter nehmen es mit den Maßen genau.
Richtig sitzt ein Helm, wenn er straff aufliegt, ohne unangenehm zu drücken. Wer auch in den Wintermonaten radelt, sollte auch noch etwas Luft für eine schlanke Mütze einkalkulieren. Auch der Komfort zählt: Belüftung, Sitz und Handling.
Einfache Modelle lassen sich mit unterschiedlich dicken Polstern anpassen. Deutlich besser stehen Helme mit eingefasstem Kopfring da. Die Weite lässt sich leicht und präzise über ein Nackenrädchen einstellen. Gut gelöst ist das beim Urban Planet LED von Uvex, bei dem dieser Ring auch in der Höhe verstellt werden kann. Das Einstellrädchen ist platzsparend unter einer kleinen Aussparung angebracht. Das verhindert ein unangenehmes Drücken im Nacken.
Auch von zentraler Bedeutung: die Belüftung. Eingefassten Netze halten sie auf Abstand. Großzügige Belüftungsöffnungen müssen die Statik eines Helms übrigens nicht verschlechtern.
Was ist von Falthelmen zu erwarten?
Inzwischen gibt der Markt auch eine Reihe von faltbaren Fahrradhelmen her, die im Nu zusammenfaltet und im Rucksack verstaut werden können. Flächendeckend durchgesetzt konnten sie sich bislang nicht. Bei der Stiftung Warentest landete bislang nur ein Falthelm auf dem Prüfstand, nämlich der Carrera Sport Foldable Helmet - mit eher durchwachsenem Ergebnis.
Haltbarkeit: Wann sollte ein Fahrradhelm ausrangiert werden?
Ein Fahrradhelm sollte grundsätzlich nach einem Sturz ausgetauscht werden. Denn selbst kleinste, mit dem bloßen Auge nicht sichtbare Risse im Material können die Sicherheit erheblich beeinträchtigen. Auch ohne äußere Einwirkungen wird das Material mit der Zeit schwach. Wann es Zeit für einen Wechsel ist, verrät ein auf der Verpackung ausgewiesenes Verfallsdatum. Fehlt diese Angabe, können wir nur vom Kauf abraten.
Aktuelle Testsieger und Empfehlungen
Testsieger ist der Urban Planet LED von Uvex, zweitbester der Gent MIPS von Alpina. Der Uvex Urban Planet LED bietet dank seiner tiefergezogenen Bauweise zusätzlichen Schutz im Heck- und im Schläfenbereich. Er lässt sich sehr angenehm tragen und perfekt auf die Kopfform und Kopfgröße einstellen. Der Urban Planet ist sehr robust und mit einem rückseitigen LED-Licht ausgestattet. Zusätzliche Vorteile sind reflektierende Gurtbänder, ein weiches Kinnpolster und ein durchdachter Verschluss.
Der Uvex Urban Planet umhüllt den Kopf perfekt. Im Gegensatz zu vielen anderen Helmen sitzt der Uvex nicht nur auf dem Kopf, er umschließt diesen auch, nämlich im Bereich des Hinterkopfs und an den Schläfen. Das steigert das subjektive Sicherheitsempfinden signifikant. Außerdem wirkt der Urban Planet extrem robust. Die Außenschale besteht aus Polycarbonat, innen kommt ein sehr fester Schaum zum Einsatz. Nettes Extra: Uvex setzt bei seinem in Deutschland produzierten Helm auf recycelte und biobasierte Materialien.
Mit der Luftzirkulation sind wir zufrieden. Ja, es gibt noch luftigere Helme. Aber die insgesamt 14 Öffnungen sorgen dafür, dass der Kopf speziell von vorne, oben und hinten mit frischer Luft versorgt wird. Zum Lieferumfang des Urban Planet LED gehört ein Plug-In-LED-Licht. Durch einen Druck auf das Licht schaltet man dieses ein und wechselt von Dauer- zu Blink- und pulsierendem Licht. Ein langer Druck, und schon ist es ausgeschaltet. Über einen USB-Port lässt sich das LED-Licht beispielsweise an einem PC wieder aufladen.
Der Uvex Urban Planet LED schnürt für rund 100 Euro ein attraktives Gesamtpaket. Der Helm ist sehr robust und sowohl hinten als auch im Bereich der Schläfen weit nach unten gezogen. Das sollte im Falle eines Sturzes die Sicherheit erhöhen. Der Tragekomfort ist klasse, der Kopfschutz lässt sich schnell und individuell anpassen. Ein abnehmbares LED-Licht und reflektierende Gurtstreifen erhöhen die Sicherheit.
Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8).
Den bietet der Uvex Finale Visor, außerdem eine Beleuchtung und einen Insektenschutz. Tragekomfort und Passform des Uvex-Helms sind vorzüglich. Dieser umschließt exakt den Kopf, drückt nicht und reibt nicht. An den Seiten ist der Helm weit heruntergezogen, was das subjektive Sicherheitsempfinden erhöht. Über das rückseitige Rädchen lässt sich die Passform maßgeschneidert anpassen.
Mit dem Uvex Finale Visor ist man das ganze Jahr über und bei jedem Wetter sicher unterwegs. Für eine optimale Belüftung hat Abus den Pedelec 2.0 mit vier Luftein- und neun Luftauslässen versehen. Rückseitig ist ein LED-Licht integriert. Hier kann man per Knopfdruck zwischen rotem Dauer- und rotem Blinklicht wählen. Der interne Akku wird per USB geladen.
Unter dem Strich ist der Pedelec 2.0 ein innovativer Helm mit integriertem Regenschutz. Auch für die Beleuchtung, die Verarbeitung sowie den Tragekomfort vergeben wir Pluspunkte. Abus bietet als Pedelec 2.0 Ace eine zusätzliche Variante mit komplettem Visier an.
Wenn ein Helm nicht nur ein Lebensretter, sondern auch ein stylisches Accessoire für den Kopf sein soll, dann ist der POC Omne Beacon Mips ein interessantes Modell. In der von uns getesteten Farbversion in Orange und mattem Grün sieht der Kopfschutz super aus. Alternativ gibt es ihn in Orange/Weiß sowie in Orange und mattem Schwarz. Die Rückseite des Helms zieren vier LEDs.
Ein vernünftiger Helm muss nicht viel kosten: Das beweist der Fischer Urban Plus Brooklyn. Für gerade mal rund 30 Euro bietet er Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, einen gepolsterten Kinnriemen und in die Helmgurte eingewebte Reflexstreifen. Außerdem zeichnet sich der leichte Fahrradhelm durch einen guten Tragekomfort aus.
Moderne Fahrradhelme überzeugen längst mit hoher Sicherheit, guter Belüftung und hohem Tragekomfort. Und das Beste: Es gibt mittlerweile stylische Designs, die den Helm zu einem echten Accessoire machen.
Der “POC Omne Air MIPS” bietet den besten Rundumschutz bei Stürzen und Unfällen. Dank Multi-Directional Impact Protection System (MIPS) schützt der Helm vor gefährlichen Drehbewegungen, die ansonsten auf das Gehirn wirken würden. Besonderer Pluspunkt ist das minimalistische und schlanke Design, das Ihr Outfit garantiert nicht ruinieren wird.
Mit einem aufladbaren LED-Rücklicht, Fliegengittern und Reflektoren ist der “Uvex Urban Planet LED” der beste Fahrradhelm für die Stadt und damit der Testsieger der Stiftung Warentest. Der Fahrradhelm im Urban-Look schützt laut Testurteil zuverlässig bei Unfällen und lässt sich gut handhaben.
Der Alpina Gent Mips ist wie gemacht für sportlich aktive Pendler:innen und Radler:innen in der Stadt, die einen sicheren und stilvollen Helm suchen. Der Uvex Finale Visor mag vielleicht ein wenig klobig aussehen, schützt aber dafür sowohl Hinterkopf als auch Augen. Der Abus Pedelec 2.0 erfüllt die hohen Anforderungen, die es für einen guten City-Helm braucht: tiefer Schläfenbereich, Reflektoren, eine integrierte Regenhaube, LED-Licht und ein Visier.
Der Lazer Codax Kineticore ist ein solides Basismodell, das dank eigener Knautschzonen Aufprallkräfte zuverlässig abfedert. Zusätzlich besitzt der Helm ein Visier, Belüftungsschlitze und Insektenschutznetze. Mit seinen Features wie einem LED-Licht am Hinterkopf und reflektierenden Elementen kann der Fischer Urban Plus problemlos mit deutlich teureren Modellen mithalten. Er ist TÜV- und GS-geprüft und schützt den Kopf zuverlässig bei Stürzen und Unfällen.
Steigern Sie Ihr Tempo mit dem aerodynamischen Design des Abus Game Changer 2.0. Der Fahrradhelm eignet sich für Radfahrer:innen und Triathlet:innen, die hohe Ansprüche an ihren Fahrradhelm haben. Die Belüftungsöffnungen sorgen für eine verbesserte Luftzirkulation und kühlen den Kopf effizient, sodass Sie auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht ins Schwitzen kommen.
Die Bedeutung der Sicherheit
Losgelöst von der Schönheit der Fahrradhelme - primär müssen die Helme sicher sein. Ein guter Fahrradhelm kann schließlich Leben retten. Mehrere Studien haben bereits bewiesen, dass er vor bösartigen Kopfverletzungen schützen kann. Unfallchirurgen erklären, dass ein Fahrradhelm bei einem Zusammenprall mit einem Auto den Aufprall dämpft. Außerdem: Integrierte Reflektoren machen Fahrradfahrer im Dunkeln für Mitmenschen erkennbar.
Die Fahrradhelme in unserem Test müssen also zunächst erstmal eines sein - sicher. Doch die Optik sollte auch nicht zu kurz kommen. Deswegen haben wir darauf geachtet, besonders sportliche und moderne Modelle im Test zu inkludieren.
Welche Firma baut die besten Fahrradhelme?
Welche Marke baut den besten Fahrradhelm? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, denn es hängt von Ihren Bedürfnissen ab. Uvex punktet mit technischer Raffinesse wie LED-Licht und MIPS, während KED mit Belüftungsöffnungen und gutem Schutz glänzt. Für Skater ist Casco ein Highlight, während Limar-Fans das Leichtgewicht begeistert.
Helmempfehlungen für E-Bike Fahrer
Beim Fahren mit einem E-Bike oder einem S-Pedelec müssen Helme besondere Anforderungen erfüllen. Achten Sie auf Modelle mit solider Außenschale und effektiver Schutzwirkung. Der Uvex Urban Planet LED ist eine clevere Wahl: Er bietet ein LED-Licht und eine smarte Größenanpassung. Auch Helme von Limar überzeugen durch ihr geringes Gewicht und modernes Design.
Worauf muss ich beim Kauf eines Fahrradhelmes achten?
Bevor Sie sich für einen Fahrradhelm entscheiden, sollten Sie die folgenden Kriterien beachten:
- Die Passform: Ein Fahrradhelm kann noch so stabil sein - passt er nicht richtig, entfaltet er nicht seine gewünschte Funktion.
- Lüftungsschlitze: Achten Sie auf Lüftungsschlitze, um Luft an Ihren Kopf zu lassen.
- Sicherheit: Um sicherzustellen, dass der Fahrradhelm für spritzige Fahrradtouren geeignet ist, sollten Sie auf das CE-Prüfsiegel achten.
- Gewicht: Achten Sie also auf einen möglichst leichten Helm. Wichtig sind außerdem eine gute Polsterung und verstellbare Riemen.
- Sichtbarkeit: Gerade, wenn Sie oft im Dunkeln unterwegs sind, sollten Sie auf Features wie ein LED-Rücklicht, reflektierende Elemente oder ein Visier achten.
Wie finde ich die richtige Größe für meinen Fahrradhelm?
Die richtige Helmgröße ist entscheidend für Ihre Sicherheit. Messen Sie Ihren Kopfumfang mit einem Maßband, um die passende Größe zu finden. Helme mit einem Drehrad, wie der i-vo von Uvex, oder verstellbarem Kinnriemen bieten die beste Anpassung. Achten Sie außerdem auf hochwertige Innenpolster - diese sorgen für zusätzlichen Komfort. Ein guter Fahrradhelm kostet zwischen 50 und 200 Euro, je nach Ausstattung.
Ja, solange sie ein CE-Kennzeichen tragen und gut sitzen, schützen auch modische Fahrradhelme zuverlässig bei Stürzen und Unfällen.
Welche Fahrradhelme sind für Brillenträger:innen geeignet?
Helme mit viel Platz im Stirnbereich, weichen Polstern und gegebenenfalls einem Visier eignen sich gut für Brillenträger:innen.
Testergebnisse im Überblick
Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet.
Ergebnistabelle: City- und Urban-Helme
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis in Euro | ADAC Urteil | Handhabung & Komfort | Unfallschutz | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Urban Planet LED | 130 | 2,0 | 1,8 | 2,3 | 1,0 |
| Alpina Gent MIPS | 130 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Limar Torino | 90 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Lazer Codax KinetiCore | 165 | 2,6 | 2,6 | 2,7 | 1,0 |
| Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht | 15 | 2,6 | 1,9 | 2,9 | 1,9 |
| Giro Fixture Mips II | 100 | 2,8 | 2,5 | 2,9 | 1,0 |
| Abus HUD-Y | 120 | 3,0 | 2,8 | 3,0 | 1,0 |
| Decathlon / B´Twin City 540 Bowl | 15 | 3,1 | 2,9 | 3,1 | 1,0 |
| Prophete ECO Urban | 15 | 3,1 | 2,4 | 3,2 | 1,9 |
| Cube Fleet | 55 | 3,2 | 2,6 | 3,2 | 2,0 |
| Casco E.Motion 2 | 120 | 5,5 | 1,9 | 5,5 | 1,6 |
Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins.
Gut geschlagen hat sich der günstigste Helm im Test: Mit einer Gesamtnote von 2,6 kann sich der Crivit-Fahrradhelm von Lidl im Vergleichsfeld behaupten. Von insgesamt elf Modellen belegt er einen Platz im Mittelfeld. Sein Preis von gerade einmal 15 Euro ist um den Faktor acht günstiger als beim Testsieger von Uvex und beweist, dass ein Kopfschutz beim Radfahren nicht teuer sein muss.
Wichtige Erkenntnisse aus dem Test
- Die Anforderungen der geltenden Norm müssen eingehalten werden.
- Nur ein angenehmer und gut einzustellender Helm wird getragen.
- Sichtbarkeit bedeutet Sicherheit. Daher sollten die Fahrradhelme zumindest mit Reflektoren ausgestattet sein.
Tipps für Verbraucher
- Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren.
- Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit.
- Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein.
Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird.
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