Welches Fahrrad ist bei Rückenproblemen geeignet?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Das Treten in die Pedale zählt zu den besonders gelenkschonenden Ausdauersportarten. Der große Pluspunkt dabei: Die Wirbelsäule wird während der Ausübung kaum einer Belastung ausgesetzt.

Warum ist Fahrradfahren - nicht nur gegen Rückenschmerzen - gesund?

Mit dem Rad unterwegs zu sein bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich: Die Sportart ist gut für Herz, Immunsystem, Kreislauf, Gelenke und auch gegen Rückenschmerzen kann das Treten in die Pedale unterstützend wirken. Gleichzeitig lassen sich Kraft und Ausdauer trainieren.

Warum hilft Fahrradfahren gegen Rückenschmerzen?

Radfahren zählt zu den schonendsten Sportarten - das gilt besonders für den Rücken. Während des Fahrens kommt es weder zu abrupten Bewegungen noch zu Stößen (wie zum Beispiel beim Fußball oder Joggen). Die Bewegung entlastet Gelenke, stärkt Muskeln und löst Spannungen.

Hätten Sie gewusst, dass die Fortbewegung auf dem Drahtesel zu den schonendsten Sportarten zählt? Vor allem der Rücken profitiert davon: Anders als beispielsweise beim Joggen, kommt es beim Fahrradfahren zu keinen abrupten Bewegungen oder Stößen. Zudem tragen nicht die Beine das Körpergewicht, sondern es wird über den Sattel (Gesäß) und den Lenker (Arme) abgestützt. Aus dem Grund eignet sich Fahrradfahren für Menschen, die unter Beschwerden und Erkrankungen im Bereich der Hüft- wie auch Kniegelenke leiden. Die Trittbewegung kräftigt zusätzlich die Beinmuskulatur und damit die Lendenwirbelsäule.

Radfahren fördert die Gesundheit der Gelenke. Bei jeder Bewegung wird der Gelenkknorpel sanft zusammengedrückt, was ihn wiederum mit Nährstoffen versorgt. Lässt der Druck nach, fließen Abbauprodukte aus dem Knorpel ab. Sie haben ein paar Kilos mehr auf den Rippen? Auch dann tun Sie Ihren Gelenken etwas Gutes: Indem das Rad den größten Teil des Körpergewichts trägt, werden diese entlastet.

Regelmäßige Bewegung und sportliche Aktivität können helfen, um wieder einen Alltag ohne Schmerzen zu erleben. Das Iliosakralgelenk, kurz ISG, ist grundsätzlich nur eingeschränkt beweglich. Probleme treten unter anderem aufgrund einer Überlastung auf.

Bei einem Bandscheibenvorfall hat eventuell der ein oder andere das Gefühl, seinen Rücken schonen zu müssen. Viele fragen sich zusätzlich, ob Fahrradfahren dann überhaupt noch möglich ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, klären Sie das am besten mit Ihrem Arzt ab. Lassen Sie es langsam angehen, um die Voraussetzungen für ein rückenschonendes Radfahren sicherzustellen. Starten Sie am besten mit einer Aufwärmphase. Wählen Sie niedrige Gänge, bei denen Sie häufiger in die Pedale treten müssen. Das schont die Gelenke. Höhere Gänge, wo Sie langsamer und kraftvoller treten, belasten Gelenke und Muskeln eher.

Fahrradfahren gegen Rückenschmerzen - auf welche Einstellungen kommt es an?

Unabhängig welchen Fahrradtyp Sie nutzen, kommt es auf die richtigen Einstellungen an, um den Rücken zu schonen und bestehende Probleme nicht zu verstärken.

Rückenschmerzen sind zunächst mal ein Symptom. Ein erheblicher Anteil der Deutschen kennt solche Schmerzen - etwa 85 Prozent erleben sie mindestens einmal in ihrem Leben. Dabei lässt sich keine Altersgruppe oder Kulturkreis davon ausnehmen. Leider gibt es eine schlechte Nachricht: Oftmals können Ärzte keine eindeutige Ursache für die Rückenprobleme ausmachen.

Wer den Ursachen auf den Grund gehen möchte, stellt mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell fest, dass die heutige Lebensweise durchaus eine entscheidende Rolle für das Auftreten der Rückenschmerzen spielt. Viele Menschen verrichten ihre Arbeit im Sitzen. Gleichzeitig fehlt es ihnen an körperlichen Aktivitäten für einen Ausgleich - wie Ausdauersport, Gymnastik oder Krafttraining.

Bevor Sie sich auf das Bike schwingen, gibt es eine Sache ganz besonders zu beachten: Die Einstellungen an Ihrem Fahrrad! Checken Sie die Luft in den Reifen, ob die Bremsen funktionieren und ölen Sie gegebenenfalls die Kette. Stellen Sie sicher, dass während der Aktivität alles so eingestellt ist, dass Sie Ihren Rücken schonen oder/und keiner zusätzlichen Belastung aussetzen. Nur dadurch lassen sich Fehlhaltungen und Schmerzen vermeiden. Neben passender Kleidung sowie einem schützenden Helm nehmen Sie noch folgende drei Einstellungen vor.

Die richtige Sattelhöhe berechnen und einstellen

Die allgemeine Formel zur Berechnung der der richtigen Sattelhöhe lautet:Schritthöhe in cm x 0,885 = Sattelhöhe in cm

Um die Schritthöhe bzw. das Schrittmaß zu ermitteln, stellen Sie sich barfuß auf eine ebene Fläche und messen mit einem Zollstock oder Messband vom Boden bis zum Schritt. Wenn wir also von einem beispielhaften Schrittmaß von 85 cm ausgehen, stellen sich Rechnung und Ergebnis folgendermaßen auf:85 cm x 0,885 ≈ 75 cmSomit sollte die Sattelhöhe auf 75 cm eingestellt werden. Um nun die richtige Sattelhöhe einzustellen, können Sie wie folgt vorgehen:

  1. Messen Sie den Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Sattels.
  2. Vergleichen Sie dieses Maß mit Ihrem ermittelten Wert.
  3. Passen Sie bei Bedarf die Höhe der Sattelstütze an.

Achten Sie darauf, dass das Messband beim Messen entlang der Sattelstütze verläuft, um ein präzises Ergebnis zu erhalten.

Doch aufgepasst: Bei einer optimalen Höhe des Sattels sollten die Beine beim Treten nie vollständig durchgestreckt werden können. Ein zu hoch eingestellter Sattel belastet durch das gekippte Becken möglicherweise die Lendenwirbelsäule. Je stärker Sie den Rücken neigen und eine gebeugte Haltung einnehmen, desto mehr Kraft können Sie auf die Pedale bringen. Desto stärker muss allerdings auch die Rückenmuskulatur ausgeprägt sein.

Bei der Einstellung der Sattelhöhe sollten Sie nicht nur auf die Zahlen schauen, sondern auch auf Ihren eigenen Körper hören. Wenn Sie sich also trotz korrekter Sattelhöhe nicht ganz wohlfühlen, sollten Sie die Höhe dahingehend anpassen, da auch Körperbau und das allgemeine Fitnesslevel sich auf die Sattelhöhe auswirken können. gesund auf dem Fahrrad unterwegs sind und Rückenschmerzen beim Fahrradfahren reduzieren.

Der Sattel

Beweglich und flexibel sollte er sein, um den Rücken bestmöglich zu unterstützen. Dadurch werden die natürlichen Beckenbewegungen und Erschütterungen beim Fahrradfahren effektiv gedämpft. Achten Sie bei der Wahl Ihres Sattels auf eine möglichst breite Sitzfläche. Achten Sie natürlich auch darauf, dass der Fahrradsattel bequem ist.

Die richtige Höhe für den Fahrradlenker

Nach der Einstellung der Sattelposition ist die richtige Einstellung der Fahrradlenkerhöhe der nächste Schlüssel zu einer richtigen Sitzposition, die Rückenschmerzen vorbeugt.

Nicht nur der Sattel gehört optimal eingestellt, sondern auch der Lenker. Er muss in seiner Höhe und Neigung Ihren körperlichen Bedürfnissen entsprechen. Dies ist dann der Fall, wenn Ihre Arme leicht angewinkelt sind und die Handgelenke nicht abknicken. Vermeiden Sie bei Rückenproblemen einen Rennlenker. Dieser erzwingt das Fahren mit gebeugtem Rücken, was sich bei bestehenden Beschwerden und Schmerzen in dem Bereich eher ungünstig auswirkt. Achten Sie Ihrer Rückengesundheit zuliebe auf ergonomische Fahrradgriffe.

Entsprechend Ihrer Sitzposition müssen die Handballen einiges an Gewicht des Oberkörpers stemmen - ein Abknicken oder Überstrecken der Handgelenke dabei ist keine Seltenheit. Das wiederum fördert Taubheitsgefühle in den Fingern und Händen, Verspannung der Arme sowie des Nacken- und Schulterbereichs.

Die Wahl des Fahrradtyps

Ob Mountainbike, Hollandrad, Rennrad, Liegerad oder E-Bike: Die Auswahl an Fahrradtypen ist enorm. Um im Fahrrad-Dschungel den richtigen Drahtesel für einen gesunden Rücken zu finden, sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen und auf einige Kriterien achten. Für die Wahl ist es entscheidend, dass das Rad und seine Einstellungsmöglichkeiten an Ihre individuellen körperlichen Gegebenheiten anpasst werden können. Das gilt besonders für die Wirbelsäule.

Die typischen Sitzhaltungen der gängigen Modelle sind dabei:

  • City-Bike: Das City-Bike ermöglicht eine aufrechte, mehr ergonomische Sitzhaltung. Bei dieser Körperneigung wird die Rückenmuskulatur gleichmäßig beansprucht, was präventiv gegen Rückenprobleme wirken oder bestehende Beschwerden lindern kann. Zudem absorbiert die Federung des Fahrrads Stöße und Vibrationen.
  • Hollandrad: Das Hollandrad ist in seiner typischen Ausführung nicht besonders rückenfreundlich. Die zu aufrechte Sitzposition kann dazu führen, dass die Muskulatur Stöße von unebenen Wegen nicht ausreichend abfedern kann. Hier muss unter Umständen nachjustiert werden.
  • Trekkingrad: Die spezielle Geometrie des Trekkingrads fördert eine leicht vorgeneigte Sitzposition, die bequemes und entspanntes Fahren über weite Distanzen ermöglicht. Diese Haltung begünstigt eine schonende Stärkung der Muskulatur und hilft, Rückenschmerzen vorzubeugen.
  • Rennrad: Durch die flache, stark geneigte Oberkörperhaltung erfordert das Rennrad ein hohes Fitness-Level wie auch eine gut trainierte Rücken- und Nackenmuskulatur, um Verspannung und mögliche Beschwerden beim oder nachdem Fahrradfahren zu vermeiden. Wenn Sie also das Rennrad in Ihr Training integrieren möchten, ist es empfehlenswert, dass Sie sich auch dem Rückentraining widmen.

Bei Rückenproblemen verwendet man am besten ein vollgefedertes Trekkingrad oder Citybike am besten, da diese Radarten eine schonende Sitzposition begünstigen.

Die ideale Sitzposition hat man heutzutage auf einem Trecking- oder City-Rad. Bei ihnen liegt der Körperschwerpunkt auf Höhe der Pedallinie. Der Oberkörper ist dann leicht nach vorn geneigt, so um die 15 bis 20 Grad. Sie sollten dann eine Sitzposition einnehmen, bei der der Winkel zwischen Oberkörper und Armen bei etwa 90 Grad liegt. Dann wird der Rücken am wenigsten belastet.

Viele Leute empfinden es als besonders bequem, auf einem klassischen Hollandrad zu fahren und besonders aufrecht zu sitzen. Diese Sitzposition ist nicht ideal. Wenn die Wirbelsäule zu gerade ist, werden die axialen Stöße direkt weitergeleitet. Zudem liegt der Körperschwerpunkt dann hinter der Pedallinie, und damit verlieren Sie an Energie. Sie haben keine perfekte Kraftübertragung auf die Pedale. Das verleitet zu Ausgleichbewegungen, die wiederum dem Rücken schaden.

Weitere Tipps für ein rückenschonendes Radfahren

Überprüfen Sie bei Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule Ihre Sitzposition auf dem Rad. Auch eine falsche Rahmengröße oder ein zu tief eingestellter Lenker können Auslöser für etwaige Schmerzen sein oder bestehende Beschwerden im Halswirbelsäulen-Bereich verstärken.

Gibt es Fahrradtypen, die Betroffene eher meiden sollten oder die wiederum besonders empfehlenswert sind? Dr. Arnold: Auch hier gilt: Entscheidend ist die Sitzposition, welche auch von der Rahmengeometrie abhängt. Mountainbike ist nicht gleich Mountainbike, zwischen Rennrad und Gravelbike liegen Welten. Ein CC-Fully ist mit einem All-Mountain-Bike nicht vergleichbar.

Mit vorgeschädigtem Rücken sollte man allzu große Belastungen vermeiden. Beim Radfahren stärkt man vordergründig die Beinmuskulatur. Zudem verbessert man die Kondition und beim Mountainbike fahren auch die Koordination. Für Stärkung der Rücken- und Rumpfmuskulatur gibt es jedoch geeignetere Sportarten, z.B. Rudern oder Schwimmen. Bei lumbalen Vorfällen ist eine gestreckte Sitzposition zu vermeiden, bei zervikalen Vorfällen eine tiefe Lenkerposition mit nachfolgender Überstreckung der Halswirbelsäule.

Die stark nach vorne gebeugte Haltung von Profi-Radfahrern mag zwar beeindruckend aussehen, ist jedoch, wie bereits erwähnt, für Nicht-Sportler in der Regel nicht empfehlenswert. Während Profis ihre Muskulatur speziell trainieren, damit sie der Belastung dieser Haltung standhalten können, kann diese Sitzposition bei Alltagsradlern schnell zu Rücken- und Nackenschmerzen oder gar Entzündungen führen.

Ein zu breiter Lenker und ungünstige Griffwinkel sind nicht selten die Ursache von Nacken- und Schulterschmerzen beim Fahrradfahren.

Entscheidend ist die Sitzhaltung, die die Wirbelsäule optimal entlastet. Beim Fahrradfahren sollte der Oberkörper etwa 15 - 20° nach vorne gebeugt sein, um Erschütterungen abzufangen, ohne die Halsmuskulatur zu überstrecken. Ein runder Rücken sowie die Hohlkreuzposition sollten vermieden werden, um Verspannungen entgegenzuwirken. Es gibt aber auch gewollte Abweichungen von dieser Sitzposition: Auf einem Hollandrad wird eine nahezu aufrechte Sitzposition eingenommen.

Radfahren ist sehr gesund, und wie bei allen sportlichen Aktivitäten ist es wichtig, das richtige Maß einzuhalten. Man muss sich vor Überlastungen schützen. Rückenschmerzen gehören zu den Volkskrankheiten schlechthin in Deutschland. Radfahren ist an dieser Stelle eine ideale Sportart, die gerade Menschen mit Rückenschmerzen zu empfehlen ist.

Laut der Studie „Fahrrad Monitor 2019“ tragen nur 38 Prozent der Radfahrenden immer beziehungsweise meistens einen Fahrradhelm. Viele unterschätzen die Gefahr. 2019 war jeder siebte Mensch, der im Straßenverkehr ums Leben kam, mit dem Fahrrad unterwegs. Dabei kann ein Fahrradhelm bis zu 80 Prozent der Kopfverletzungen unter Schwerverletzten und 20 Prozent derer unter Leichtverletzten verhindern. Deshalb sollte der Helm für Kinder und Erwachsene zur Grundausstattung bei Radfahren gehören.

Die richtige Sitzposition auf dem Fahrrad

Um eine rückenschonende Haltung zu gewährleisten, sollte Ihre Wirbelsäule ihre natürliche S-Form beibehalten. Eine leicht nach vorne geneigte Position mit dem Körperschwerpunkt über den Pedalen ist dabei empfehlenswert. Weder Ihre Arme noch Beine sollten durchgestreckt sein. Die richtige Höheneinstellung für den Fahrradlenker und der damit ideale Winkel zwischen Armen und Rücken beträgt dabei 90 Grad.

Sattelversatz korrekt einstellen

Der Sattelversatz wird oft und gerne vergessen, dabei ist er ähnlich wichtig wie die Sattelhöhe, wenn es um die Reduzierung von Rückenschmerzen beim Fahrradfahren geht. Die korrekte Einstellung des Sattelversatz ist entscheidend für eine gute Kraftübertragung beim Radfahren. Um ihn einzustellen, benötigen Sie idealerweise ein Lot:

  1. Positionieren Sie die Pedale waagerecht, Ihr Fuß muss dabei vollständig auf der Pedale stehen.
  2. Legen Sie das Lot an der Unterseite Ihrer Kniescheibe an.
  3. Das Lot sollte durch die Pedalachse verlaufen.

Anpassungen nehmen Sie dann wie folgt vor:

  • Fällt das Lot hinter die Pedalachse, schieben Sie den Sattel nach vorne.
  • Fällt das Lot vor die Pedalachse, schieben Sie den Sattel nach hinten.

Wichtig: Nach jeder Verschiebung des Sattels überprüfen und korrigieren Sie bei Bedarf die Sattelhöhe, um eine optimale Sitzposition zu gewährleisten.

Während die Quadrizeps in den Oberschenkeln die Hauptarbeit beim Fahrradfahren leisten und dabei von Waden-, Gesäß- und hinteren Oberschenkelmuskeln unterstützt werden, kommt der Rückenmuskulatur eine entscheidende Rolle zu: Sie sorgt zusammen mit den Bauchmuskeln für eine stabile und aufrechte Haltung auf dem Fahrrad. Durch das ständige Ausbalancieren und die Stabilisierung des Oberkörpers werden die Rückenmuskeln kontinuierlich beansprucht und vergleichsweise schonend gestärkt.

Was kann ich präventiv gegen einen Bandscheibenvorfall tun?

Treiben Sie regelmäßig, maßvollen Sport. Verbinden Sie verschiedene Sportarten. Achten Sie auf eine gleichmäßige Ausdauerbelastung. Das ist zielführend für die meisten Aspekte des Ausgleichssports. Und beim Radfahren gilt: Egal welcher Antrieb -achten Sie auf die Sitzposition, den passenden Sattel, die geeignete Rahmengeometrie und meiden Sie insbesondere bei Vorerkrankungen allzu einseitige Beanspruchung durch extremes Gelände oder Bergauffahrten.

Bedenken Sie auch, dass höhere Gänge Muskeln und Gelenke stärker beanspruchen als kleine Gänge und schneller zu Verspannungen in der Rumpf- und Beinmuskulatur führen können. Um Rückenschmerzen beim Radfahren zu vermeiden, pedalieren Sie kontinuierlich in einem kleineren Gang.

Man sollte eher einen niedrigen Gang wählen und eine höhere Umdrehungszahl der Pedale. Für die Gelenke sind hohe Gänge, bei denen Sie unheimlich viel Kraft brauchen, wesentlich ungünstiger.

Federung und Dämpfung

Um Erschütterungen beim Fahrradfahren wirksam aufzufangen, eignet sich eine Federung am Fahrrad. Besonders bei Fahrrädern mit dünnen, voll aufgepumpten Reifen ist eine zusätzliche Federung empfehlenswert. Auch wer viel über Schotter, Kopfsteinpflaster oder unbefestigtes Gelände fährt, sollte über eine Federung nachdenken.

Es ist auch davon abhängig, was man eigentlich machen möchte: Für die wenigsten Wald- und Flurwege bedarf eines eines Mountainbikes. Ein Gravelbike reicht hier völlig. Stöße vom Untergrund kann eine Sattelstütze bauartbedingt nur wenig abfedern - hier hilft nur der Dämpfer am Hinterbau. Eine Federgabel entlastet effizient den Oberkörper und hilft, harte Stöße zu vermeiden.

Wir wissen, dass dadurch die Kräfte, die bei Stößen auf den Rücken wirken, um 30 bis 40 Prozent reduziert werden. Und dann muss man den Rücken über die richtige Sitzposition entsprechend entlasten.

Wenn Rückenschmerzen auftreten

Um Rückenschmerzen beim Fahrradfahren vorzubeugen, ist ein starker, beweglicher Rumpf wichtig. Regelmäßige stabilisierende Übungen gegen Rückenschmerzen im Alltag erfordern nicht viel Zeit und helfen dabei, den Rücken effektiv zu kräftigen.

Treten doch mal Rückenschmerzen nach dem Fahrradfahren auf, bietet es sich an, die schmerzenden Muskeln mit Wärme zu behandeln, etwa in Form von schmerzlindernden Wärmepflastern.

Die ThermaCare Wärmeumschläge bei Rückenschmerzen eignen sich perfekt, wenn Sie Schmerzen im unteren Rücken nach dem Fahrradfahren verspüren. Die therapeutische Tiefenwärme entspannt das schmerzende Gewebe und wirkt auf natürliche Weise durchblutungsfördernd, ganz ohne Arzneistoffe.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Wenn Rückenschmerzen trotz einer korrekten Sitzposition und einem gut eingestellten Fahrrad anhalten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Alarmzeichen sind starke Schmerzen im unteren Rücken, die bis in Beine oder Gesäß ausstrahlen, lang anhaltende Verspannungen, die sich durch Übungen nicht bessern, oder Taubheitsgefühle und Kribbeln, die auf Nervenprobleme hindeuten könnten. Ein Facharzt kann helfen, ernsthafte Ursachen wie Bandscheibenvorfälle oder muskuläre Dysbalancen abzuklären und gezielte Behandlungen einzuleiten.

In der Regel dürfen Sie bei Rückenschmerzen Fahrrad fahren, da schonendes Radfahren bei richtiger Körperhaltung und mit einem korrekt eingestellten Sattel und Lenker gut für den Rücken ist.

Heimtrainer als Trainingsgerät

Sie erfreuen sich großer Beliebtheit und passen in fast jedes Wohnzimmer. Auch Heimtrainer ermöglichen eine kontrollierte und gleichmäßige Bewegung. Doch auch hier kommt es beim Training darauf an, das Sportgerät entsprechend Ihrer körperlichen Bedürfnisse richtig einzustellen.

Stationäre Fahrräder, wie Heimtrainer, Liegeergometer und Indoor Bikes, bieten viele Vorteile für Menschen mit Rückenschmerzen. Sie ermöglichen ein gelenkschonendes Training, bei dem die Wirbelsäule entlastet und die Rückenmuskulatur sanft gestärkt wird. Besonders auf dem Liegeergometer profitieren Nutzer von einer ergonomischen Sitzposition mit Rückenlehne, die Bandscheiben und Wirbel entlastet und eine aufrechte Haltung fördert. Heimtrainer hingegen fördern die Aktivierung der Rumpfmuskulatur, was wichtig für die Stabilität der Wirbelsäule ist. Beide Geräte minimieren die Vibrationen und ungleichmäßigen Belastungen, die beim Fahren im Freien auftreten können. Sie bieten eine kontrollierte Umgebung, um diese effektiv zu verhindern oder zu lindern.

Rückenschmerzen weltweit

Rückenschmerzen sind eine weltweit bekannte Krankheit. Sie kommt häufig bei Menschen vor, die schwere Arbeit verrichten, bei Menschen, die monotone körperliche Arbeit verrichten, aber auch bei Menschen, die überwiegend sitzende Arbeit verrichten.

Aus einer großen Studie in 188 verschiedenen Ländern, die sich mit der weltweit häufigsten Krankheit bzw. Beschwerde befasst, geht hervor, dass Rückenschmerzen zu den häufigsten Beschwerden gehören, die sich auf die Lebensqualität auswirken. (Quelle: Gezond Idee - Maastricht UMC+).

Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland haben beispielsweise 80% der Einwohner Rückenschmerzen (gehabt). Der niederländische Fahrradfahrerverband, Fietsersbond, schreibt, dass nur in 10% der Fälle eine direkte Ursache für die Rückenschmerzen festgestellt werden kann, wie z.B. eine Entzündung oder ein Leistenbruch. Für die anderen 90% ist die genaue Ursache unklar. (Quelle: Fietsersbond en Radtouren Magazine)

Schmerzen im unteren Rückenbereich

Eine weltweit verbreitete Form von Rückenschmerzen sind Schmerzen im unteren Rückenbereich. Es wird geschätzt, dass weltweit 1 von 10 Menschen an dieser Form von Rückenschmerzen leidet. Diese Rückenschmerzen sind der größte Grund für die Einschränkung der Tätigkeit und die Abwesenheit am Arbeitsplatz. (Quelle: The Good Body, World Health Organization)

Ursachen für Kreuzschmerzen können z.B. sein: schwere körperliche Arbeit, viel Sitzen und zu wenig Bewegung und eine falsche (Sitz-)Haltung. Die Ursache kann aber auch chronisch sein, wie z.B. Verschleiß, ein Bruch oder eine Gelenkentzündung.

Leiden Sie schon lange unter (Unter-)Rückenschmerzen oder haben Sie starke Schmerzen? Dann gehen Sie zu Ihrem Arzt. (Quelle: Gesundheitsnetz)

Radfahren mit Rückenschmerzen

Bewegung bleibt eine der wichtigsten Methoden, um Rückenprobleme zu vermeiden. Eine britische Studie hat gezeigt, dass das Radfahren die Menschen gesünder macht und es ihnen ermöglicht, länger zu leben. Wenn es möglich ist, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, werden Sie bald die tägliche Menge an Bewegung erhalten, die Sie benötigen. Radfahren ist nicht nur gut für den Rücken, sondern auch für Herz, Lunge und Gewicht. Lesen Sie mehr in dem Artikel '10 Gründe, warum Radfahren so gesund ist'. (Quelle: HLN)

Haben Sie Schmerzen im unteren Rückenbereich? In vielen Fällen wird sich dies von selbst erledigen. Anstatt still zu sitzen, ist ein wenig Bewegung bei diesen Beschwerden gut für den Rücken und kann die Genesung fördern. Neben dem Gehen oder Schwimmen ist auch das Radfahren als gute Bewegungsform zu empfehlen. (Quelle: Gesundheitsnetz)

Bitte beachten Sie: Ob es für jemanden mit (niedrigen) Rückenschmerzen möglich ist, Fahrrad zu fahren, ist von Person zu Person unterschiedlich. Stellen Sie immer sicher, dass eine fachkundige Person eingebunden ist!

Warum Radfahren gesund ist

Es ist wichtig, dass das Fahrrad vollständig auf Ihre Bedürfnisse eingestellt ist, wie z.B. der Sattel oder der Sitz, der Lenker und die Pedale. Dadurch können Rückenprobleme vermieden werden. Die Bedienungsanleitung der Van-Raam-Fahrräder enthält alle Informationen, die Sie für die richtige Einstellung Ihres Fahrrads benötigen.

Haben Sie beim Radfahren Schmerzen im Rücken, auf dem Sitz, in den Händen, im Nacken oder in den Schultern? Dies kann durch ein falsch eingestelltes Fahrrad verursacht werden. In diesem Fall bringen Sie Ihr Fahrrad zu Ihrem Händler.

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