Radfahren erfreut sich immer größerer Beliebtheit, sowohl als umweltschonende Fortbewegungsmethode als auch als effektives Fitnesstraining. Die Digitalisierung hat auch vor dem Radsport nicht haltgemacht, und so gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Fahrrad-Apps, die das Fahrerlebnis verbessern können. Wir stellen Ihnen hier die besten kostenlosen Fahrrad-Apps für Android und iOS vor, die Ihnen bei der Routenplanung und Navigation helfen.
Die besten kostenlosen Fahrrad-Apps im Überblick
Hier ist eine Zusammenstellung der besten kostenlosen Fahrrad-Apps, die sowohl für Android als auch für iOS verfügbar sind:
- Komoot
- Naviki
- Google Maps
- Bikemap
- Radbonus
- Zeopoxa Radfahren: Fahrrad Tracker
1. Komoot: Routenplanung und Navigation für Radfahrer
Die Fahrrad-App Komoot vereint ein Navigationssystem für Radfahrer mit einem Tourenplaner. Mit Komoot können Sie maßgeschneiderte Routen finden und planen, wobei Details wie Wegbeschaffenheit, Schwierigkeitsgrad, Distanz und Höhenmeter berücksichtigt werden. Die App bietet die Möglichkeit, die Wunschregion selbst auszuwählen. Die erste ausgewählte Region erhalten Sie kostenlos. Durch das Hinzufügen weiterer Regionen entstehen Ihnen Kosten von jeweils 3,99 Euro.
Neben Start- und Zielort sind persönliche Vorlieben wie z. B. flache Strecken, wenig befahrene Routen für Sie interessant. Anhand von Parametern wie Ihrer Kondition, der gewünschten Dauer und der Distanz stellen Sie zeitnah und problemlos Ihre Wunsch-Fahrradroute zusammen. Die Komoot App berechnet im Anschluss automatisch eine passende Route und zeigt Ihnen die Streckenlänge, das Höhenprofil sowie die geschätzte Dauer der Tour an.
Komoot navigiert Sie mit Sprachbefehlen selbst durch den tiefsten Wald, sodass Sie nicht einmal eine Karte öffnen müssen. Zudem unterscheidet die App zwischen Radfahren, Mountainbiken und Rennradfahren. Die erstellten Routen lassen sich auch als Offline-Karten speichern, was besonders in ländlichen Regionen von Vorteil ist.
Ein weiterer essenzieller Bestandteil von Bikemap sind die Community-Features. Sehr interessant ist die Community-Funktion. Diese wird derzeit von rund 17 Millionen Nutzern weltweit verwendet. Dort tauschen Sie sich mit anderen Radlern aus, geben oder erhalten Tipps und posten Bilder. Sie können sogar zum Experten werden, wenn die anderen Sie und Ihre Expertise weiterempfehlen. Bist Du einmal ratlos und weißt nicht, wo Dich Dein Fahrrad als nächstes hinbringen soll, kannst Du Dich unter dem Menüpunkt Entdecken inspirieren lassen. Dort findest Du Routen in Deiner Nähe inklusive der Kilometeranzahl und der geschätzten Zeit, die man dafür benötigt.
2. Naviki: Routenplanung für Alltag und Freizeit
Ähnlich wie Komoot ist Naviki zur Routenplanung geeignet. Dabei punktet die Anwendung sowohl mit Strecken für Alltagsfahrten als auch mit spektakulären Freizeit- und Sporttouren und weist Ihnen per Sprachnavigation den gewünschten Weg.
Die App bietet individuelle Routen unter Berücksichtigung von Fahrradwegen, Straßenbelägen sowie ein Höhenprofil. Außerdem gibt es eine Funktion zur Aufzeichnung von Fahrten und Synchronisierung mit der Naviki-Cloud. Die einzelnen Karten lassen sich kostenpflichtig offline abspeichern, sodass Sie unterwegs keine Internetverbindung benötigen.
Die Naviki App ist unter Einsatz von Werbung und reduziertem Funktionsumfang kostenfrei nutzbar. Für den vollständigen Zugriff auf alle Funktionen gibt es kostenpflichtige Optionen. Das monatliche Abonnement kostet 3,50 Euro oder 28 Euro im Jahr.
3. Google Maps: Der Allrounder für Fahrradtouren
Google Maps ist als Routenplaner für Ihre Fahrradtour ideal. Wählen Sie einfach das Fahrradsymbol in der Auswahl Ihrer Route aus und geben Start- und Zielpunkt ein. Google liefert Ihnen innerhalb weniger Sekunden verschiedene Routen, die für Sie in Betracht kommen können.
Maps zeigt Ihnen vorab die Navigationsanweisungen in Textform an und informiert Sie darüber, wie eben die Strecke ist. Die Nutzung von Google Maps ist kostenlos. Allerdings Kosten können Ihnen indirekt entstehen, wenn Sie z. B. mobile Daten benötigen und keinen Zugriff auf WLAN haben.
Allerdings kennt Google selten die wirklich schönste Strecke, um mit dem Bike voranzukommen - oft führt die Route durch Hauptverkehrsstraßen. Google Maps ist für Autofahrer die erste Wahl, um schnell zum nächsten Ziel zu gelangen. Wer sein nächstes Ziel mit dem Fahrrad plant, wird womöglich zuerst zu Google Maps greifen.
4. Bikemap: Spezialist für Fahrrad-Routing
Deutlich mehr Fahrradwege in der Bibliothek und optimiertes Fahrrad-Routing versprechen Apps, die sich auf die Routenplanung und Navigation mit dem Fahrrad spezialisiert haben. Hinzu kommen zahlreiche Features wie Offline-Karten, Sprachansagen, die Suche nach Ladestationen für E-Bikes und Optionen für bequeme, schnelle oder für Rennräder beziehungsweise Mountainbikes geeignete Routen. Die vielleicht beste App auf diesem Gebiet heißt ganz einfach Bikemap.
Kernstück der App ist die Karte, die Daten von OpenStreetMap, OpenCycleMap oder Google Maps nutzt und dabei auch über eine 3D-Ansicht sowie ein Höhenprofil verfügt. Über das Suchfeld lassen sich Orte und Adressen finden, aber auch einfache Stichworte wie "Ladestation" führen zu entsprechenden Zielen in der Nähe. Per Shortcut lassen sich außerdem Navigationen zur Heimat- und Arbeitsadresse starten.
Wer Datenvolumen sparen will oder in ländlichen Gegenden ohnehin eher schlechten Empfang hat, dem hilft die Möglichkeit, Karten herunterzuladen und so auch offline verwenden zu können.
Die Navigation der App findet auf zwei Arten statt. Mit der Turn-by-Turn Navigation erhält man für jeden Abbiegevorgang eine Anweisung von der App.
Ein weiterer essenzieller Bestandteil von Bikemap sind die Community-Features. Damit schlagen die Entwickler gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche. Auf der einen Seite ermöglichen Sie, dass Nutzer sich untereinander Orte und Routen empfehlen können, verbessern aber gleichzeitig auch laufend die angebotene Karte.
Wer dagegen kein konkretes Ziel hat, eine Region besser kennenlernen möchte oder auf Empfehlungen anderer Nutzer zurückgreifen will, greift am besten auf das Tab "Entdecken" zurück. Dort finden sich neben beliebten Routen in der Umgebung auch Touren für spezielle Zielgruppen, wie beispielsweise Up- und Downhill. Ebenfalls filtern lässt sich nach möglichst flachen oder hügeligen Strecken.
Bikemap ist in der Grundversion kostenlos und beinhaltet dabei die Suche und das Speichern der einzelnen Routen sowie sämtliche Community-Features. Sobald Sie sich jedoch von der App navigieren lassen wollen, lässt sich ein Abo nicht umgehen.
Auch weitere Features, wie das optimierte Routing für Rennräder oder Mountainbikes, verschiedene Kartenansichten, die automatische Sturzerkennung oder Offline-Karten, lassen sich nur über die Premium-Version nutzen.
Hier gibt es verschiedene Angebote, mit rund 45 Euro pro Jahr ist Bikemap aber dennoch ein ganzes Stück günstiger als Konkurrent komoot.
5. Radbonus: Belohnungen für Radfahrer
Die Anwendung ist eine Art „Miles & More“ für Radfahren. Einfach vor jeder Fahrrad-Tour die App öffnen und die Distanz aufzeichnen lassen. Denn mit der Anwendung sammelst Du für jeden Radkilometer, den Du fährst, Bonuspunkte. Diese Boni lassen sich dann im nächsten Schritt als Rabattcodes für verschieden Shops wie zum Beispiel Lieferando, Little Lunch oder Powerbar einsetzen. Dort winken Rabatte von bis zu 15 %.
Darüber hinaus gibt es in der Fahrrad-App verschiedene Challenges. Fährst Du innerhalb eines definierten Zeitraums eine bestimmte Anzahl an Kilometern, kannst Du an Verlosungen teilnehmen. Als Gewinne winken beispielsweise Produktpakete von TeeGschwendner. Es ist sogar möglich an mehreren Challenges gleichzeitig teilzunehmen.
6. Zeopoxa Radfahren - Fahrrad Tracker: Für ambitionierte Radler
Für die besonders sportlichen und ambitionierten Radler ist Zeopoxa Radfahren: Fahrrad Tracker genau die richtige Anwendung. Denn mit der App verfolgst Du Dein Tempo, misst die Distanz, zählst die verbrannten Kalorien und setzt Dir individuelle Trainingsziele.
Die Anwendung beinhaltet aber noch zahlreiche weitere Features. So hält die Fahrrad-App unter dem Menüpunkt Herausforderungen verschiedene „Aufgaben“ bereit wie beispielsweise das Erreichen von Kilometerzahlen oder Geschwindigkeiten. Damit kannst Du Dich selbst herausfordern und an Deiner Fitness arbeiten. Unter Rekorde siehst Du darüber hinaus, was Deine Bestleistungen in den Punkten Dauer, Entfernung, Geschwindigkeit, Kalorien und Tempo sind.
Natürlich lassen sich all Deine Radfahrten mit der App auch in verschiedenen sozialen Netzwerken teilen.
Zusätzliche Apps für Radfahrer
Neben den genannten Apps gibt es noch weitere nützliche Anwendungen, die das Radfahren sicherer und angenehmer machen können:
- First Aid RFC: Bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Erster Hilfe und Notrufnummern.
- Saddle Adjust: Hilft bei der korrekten Einstellung des Sattels.
- Bicycle Gear Calculator: Berechnet die Übersetzung in verschiedenen Gängen.
- GPS Speedometer: Zeigt die wichtigsten Fahrdaten in einer klaren Darstellung.
Tipps für die Nutzung von Fahrrad-Apps
Damit die Apps unterwegs stets tadellos ihren Dienst tun, gilt es einige Dinge zu beachten:
- Laden Sie Apps und Karten im WLAN herunter.
- Prüfen Sie vor jeder Tour, ob alle benötigten Karten installiert sind.
- Beachten Sie, dass Handyhüllen den GPS-Empfang beeinträchtigen können.
- Deaktivieren Sie unnötige Funktionen, um den Akku zu schonen.
- Nutzen Sie eine Powerbank für längere Touren.
Vergleichstabelle der besten Apps zur Routenplanung
| App | Preis | Offline-Navigation | Routenplanung | 3D-Karten | Sensor-Kompatibilität |
|---|---|---|---|---|---|
| Komoot | Gratis / Premium ab 4,99 €/Monat | ✔️ | ✔️ | ❌ | ✔️ |
| Strava | Gratis / Premium ab 7,99 €/Monat | ❌ | ✔️ | ❌ | ✔️ |
| Bikemap | Gratis / Premium ab 3,99 €/Monat | ✔️ | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Naviki | Gratis / Premium ab 3,79 €/Monat | ✔️ | ✔️ | ❌ | ✔️ |
| Bike Citizens | Gratis / Premium ab 4,99 €/Monat | ✔️ | ✔️ | ❌ | ✔️ |
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