Das erste bekannte Zweirad hat Karl Drais im Jahre 1817 erfunden.
Karl von Drais wird Ende April 1785 in Karlsruhe geboren.
Er ist ein wahrer Erfindergeist - Karl von Drais.
Der komplette Name von Karl Drais lautet Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn.
Am 29. April 1785 erblickte der versierte Erfinder in Karlsruhe das Licht der Welt.
Das Leben ist beschaulich in der Markgrafschaft Baden, wo Karl von Drais aufwächst.
Er ist ein mittelmäßiger Schüler und absolviert später eine Forstlehre bei seinem Onkel.
Danach wird er badischer Forstmeister, übt diesen Beruf aber nie aus, sondern wird in jungen Jahren schon pensioniert und erhält eine Ernennung zum Professor für Mathematik.
Von da an kann er seinen wahren Fähigkeiten freien Lauf lassen.
Seinen Erfindungen ging das Studium der Landwirtschaft, Baukunst und Physik voraus.
Bereits ein Jahr später ließ er sich freistellen, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.
Mit erfolgreicher Resonanz: Die Ernennung zum Professor für Mechanik, verliehen von von Großherzog Carl, folgte bereits 1818.
Zuerst erfindet er ein Feuerlöschgerät, dann eine Kochmaschine und eine Schnellschreibmaschine.
Neben vielen anderen Dingen baut er 1817 das erste Laufrad: eine schwere Laufmaschine aus Holz mit zwei Rädern, Sattel und Lenkstange, angetrieben durch die Laufbewegungen der Beine.
Der Junggeselle starb am 10. Dezember 1851 in Karlsruhe.
Keine Frau, keine Kinder trauerten um Karl Drais, dessen materieller Nachlass überschaubar war - 30 Gulden und 34 Kreuzer.
Sonst hinterließ er nur seine Erfindungen: ein Ofenmodell, eine Kochmaschine, eine Schnellschreibmaschine, eine Laufmaschine.
Das erste Fahrrad wurde als Ersatz für Pferde als Fortbewegungsmittel erfunden.
1815 sorgte ein Vulkanausbruch für schlechte Ernten und darauffolgend für den Tod vieler Pferde, die als Nutztiere dienten.
Weil Pferde damals das wichtigste Transportmittel waren, als Reittier und Zugtier vor Kutschen und Wagen, wollte Karl Drais ein Gefährt erfinden, mit dem sich der Mensch ohne Pferde schnell vorwärts bewegen kann.
Ganz zufällig ist der Zeitpunkt seiner Erfindung nicht: In den Jahren 1816/17 kam es zu Ernteausfällen und Hungersnöten.
Das war im Jahr 1817. Damals hatten die Menschen wenig zu essen und konnten so auch ihre Pferde nicht ernähren.
Andere Pferde starben in dieser Zeit an einer schweren Krankheit.
Um sich auch ohne Pferd schneller zu bewegen, entwickelte Drais die Laufmaschine.
Im Jahre 1813 entwickelte Karl von Drais einen "Wagen ohne Pferd".
Dieses vierrädrige Ungetüm muss mit einer Kurbel angetrieben werden und rollt so gemächlich vorwärts.
Aber sein Erfindergeist entwickelt den Wagen weiter.
1817 stellt Karl von Drais eine Laufmaschine vor, die aus zwei Holzrädern, einem Holzrahmen und einem Sattel besteht, der am hinteren Teil der Laufmaschine angebracht ist.
Seinen Namen trug das erste Modell: Die „Draisine“, und die war nichts anderes als ein Laufrad.
Am 12. Juni 1817 testete der gebürtige Karlsruher seine ca. 25 Kilogramm schwere Holzkonstruktion erstmals in der Öffentlichkeit.
Am 12. Juni 1817 hatte Drais die Chaussee von Mannheim nach Schwetzingen gewählt.
Das war die wohl beste Straße in Baden - gut ausgebaut, weil sie zum Schloss Schwetzingen führte, das die früheren pfälzischen Kurfürsten als Sommerresidenz nutzten.
Dabei hatte Karl Freiherr von Drais als junger Erfinder für eine Sensation gesorgt: Am 12. Juni 1817 trat er in Mannheim mit seiner Laufmaschine zur Probefahrt an.
Mit diesem Vorläufer des Fahrrads, später auch "Draisine" genannt, war er auf Anhieb viermal so schnell wie die Postkutsche.
In weniger als einer Stunde legte er 13 Kilometer zurück.
Einige Wochen später bewies das Zweirad auch seine Bergtauglichkeit.
Die Draisine war vollständig aus Holz gebaut - Reifen, Lenker und Gestell.
Pedale und eine Kette hatte es damals noch nicht.
Um vorwärts zu rollen, musste man sich mit den Füßen vom Boden abstoßen.
Deshalb bezeichnet man das erste Fahrrad auch als "Laufrad".
Genau wie die heute selbstverständlichen und nützlichen Laufräder für Kleinkinder wiesen diese Ur-Räder keine Pedale auf, der Fahrer musste sich mit eigener Kraft vom Boden abstoßen.
Die Geschichte des modernen Fahrrads führt also vom Laufrad über das Hochrad zum Niederrad.
Das Gefährt wird mit einer Lenkstange nach rechts und links gesteuert.
Geschwindigkeit wird dadurch gewonnen, dass der Fahrer sich mit beiden Beinen abwechselnd vom Boden abstößt.
Zwar fehlen in dieser ersten Version eines Fahrrads noch eine Kette und zwei Pedale, mit deren Hilfe die Kraft der Beinmuskulatur in Geschwindigkeit umgewandelt werden kann, aber es gilt als der Vorläufer der heutigen Räder.
Die Bedeutung von K.
Für sein Zweirad erhielt Drais am 12. Januar 1818 ein Großherzogliches Privileg, welches mit einem heutigen Patent vergleichbar ist.
Der Großherzog von Baden ernannte Drais zum Professor der Mechanik und verlieh ihm ein sogenanntes Privileg, eine Art Patent.
Es schützte den Erfinder nicht vor Raubkopierern.
In ganz Europa wurde die hölzerne Laufmaschine nachgebaut, in London und Paris übten fortschrittliche Bürger das Balancieren auf dem Zweirad.
Doch der Start gestaltete sich mitunter holprig: Der Prototyp wog mit etwas über 20 kg nur wenig mehr als ein heutiges Hollandrad, überzeugte aber mit einem stabilen Fahrverhalten.
Immerhin erreichten die Nutzer des Laufrads damit die dreifache Gehgeschwindigkeit, sodass sich dieser Ansatz der Fortbewegung dann doch in der zweiten Hälfte des 19.
Seit damals ist das Fahrrad als Fortbewegungsmittel und als Sportgerät weltweit nicht mehr wegzudenken.
Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Grit Eggerichs lässt die Entwicklung der Laufmaschine Revue passieren.
Die Geschichte des Fahrrads beginnt mit der so genannten Laufmaschine.
Eigentlich fuhr man mit einer Laufmaschine ungefähr so, wie kleine Kinder heute auf ihren Laufrädern fahren.
Das kennst du bestimmt.
Pedale und Bremsen gab es nicht, sondern man beschleunigte und bremste mit den Beinen.
Der einzige Unterschied war das Balancierbrett für den Oberkörper, das später durch den Lenker ersetzt wurde.
Nachdem Drais die Maschine erfunden hatte, wurden nach und nach immer mehr Laufmaschinen gebaut.
Man fuhr damit sogar Rennen, bei denen man ganz feine Sachen trug.
| Ereignis | Jahr |
|---|---|
| Erfindung des Laufrads durch Karl von Drais | 1817 |
| Patent für den Freilauf durch A.P. Morrow | 1898 |
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