Fahrrad Checkliste: Werkzeug und Zubehör für unterwegs

Du möchtest ein neues Bike kaufen und fragst dich, ob du an alles gedacht hast? Oder du hast gerade ein neues Fahrrad gekauft und willst sofort los fahren? Doch da fängt der Spaß an: Der Po schmerzt, die Hände rutschen am Lenker, das T-Shirt ist komplett nass und will auch in der Sonne nicht mehr trocknen und dann auch noch ein platter Reifen? Mist!

Prinzipiell lässt sich das Zubehör, das wir zum neuen Rad empfehlen, in drei Gruppen aufteilen: Werkzeug für kleiner Reparaturen, praktische Komponenten bzw. Zubehör für das Fahrrad und Bekleidung als auch Schutzbekleidung wie ein Helm.

Zur Grundausstattung beim Biken zählen in jedem Fall auch ein paar Werkzeuge, mit denen du dein Fahrrad im Notfall kurzfristig reparieren kannst.

Werkzeug für kleine Reparaturen

Am wichtigsten sind hier Pumpe und ein Schlauch bzw. Multitools. Moderne Multitools lassen sich oftmals platzsparend am Rad integrieren.

Multitools

Multitools sind die eierlegende Wollmilchsau unter den Werkzeugen. Sie sind klein und leicht, passen in jede Hosentasche und haben alle Werkzeuge an Bord, die du brauchst um dein Bike im Notfall wieder gängig zu bekommen. Viele Mutitools sind echte Alleskönner. Die Werkstatt im Trikot-Taschen-Format sozusagen.

Einige Werkzeuge, die ein Multitool enthalten kann:
  • Innensechskant in 2, 2.5, 3, 4, 5, 6, 8 mm
  • Schraubendreher: Kreuzschlitz- und Schlitz
  • Torx: T-10, T-25

Pumpe

Genauso wichtig wie das Multitool ist die Pumpe und ein für dein Bike passender Schlauch. Wichtig ist hier die Wahl der Pumpe, da hier Punkte wie das bewegte Luftvolumen wichtig sind. Achte also auf jeden Fall darauf die Pumpe zu kaufen die für deinen Einsatz geeignet ist.

Meist findest du dazu Angaben in den Artikelinformationen des Herstellers. Bekannte Hersteller sind hier z.B.

Solltest du dich entschieden haben dein Rad von Anfang an auf Tubeless umzurüsten, ist ein Tubeless-Flicken-Set empfehlenswert.

Dämpferpumpe

Viele Räder verfügen über eine Federgabel und/oder einen Dämpfer mit einem Luftfederelement. Diese Federelemente müssen mit einer speziellen Pumpe eingestellt werden. Es ist also empfehlenswert beim Radkauf eine Dämpferpumpe gleich mit zukaufen.

Ketten-Öl

Ketten-Öl ist zwar kein Werkzeug in dem Sinne, aber dennoch immer gut zu haben. Wie auch beim Auto braucht ein Antrieb beim Fahrrad regelmäßige Wartung und Pflege. Wer das nicht komplett eigenständig kann, wollte dennoch nach jeder dritten Fahrt die Kette mit einem Lappen abwischen und etwas frisches Öl auftragen.

Praktische Komponenten und Zubehör

Pedale

Ein Radfahrer hat im Wesentlichen drei Kontaktpunkte zu seinem Rad: Den Lenker, den Sattel und die Pedale. Wer kräftig reintreten möchte wird schnell feststellen, dass ein gutes Paar Pedale, mit einer großen Plattform für sicheren Stand und leichtgängiger, spielfreier Lagerung einen großen Unterschied machen kann.

Es gibt die verschiedensten Pedale auf dem Markt: Von Pedalen für Trekking- und Touringbikes, bis hin zu sogenannten Flatpedals mit längeren Metallpins, die sich in der Schuhsohle verankern, zum Mountainbiken. Auch Click-Pedale, die sich mit einer unter dem Schuh montierten Pedalplatte verankern, sind eine Option. Und das sowohl beim Mountainbike als auch beim Rennrad.

Flasche und Flaschenhalter

Ein Zubehör, dass eigentlich jeder an seinem Fahrrad braucht: Der Flaschenhalter. Wer länger auf dem Bike unterwegs ist, muss neben regelmäßiger Nahrungszufuhr vor allem seine Flüssigkeitszufuhr im Auge behalten. Ein Flaschenhalter und eine gute Flasche gehören also definitiv zur Standartausrüstung.

Bei vielen Fahrrädern besteht sogar die Möglichkeit mehr als einen Flaschenhalter zu befestigen. Je nachdem für welchen Einsatzzweck du dein Rad nutzt, können noch andere Komponenten wichtig für dich werden. Du nutzt dein Bike für den täglichen Arbeitsweg? Dann denk an Licht für dein Fahrrad und eine Klingel um für den Straßenverkehr besser gerüstet zu sein. Auch ein Ständer kann eventuell sinnvoll sein.

Auch Schutzbleche sind je nach Einsatzgebiet sinnvoll. Ob du eine festangebrachte Lösung oder doch ein abnehmbare und minimalistische Lösung, wie z.B.

Anpassungsmöglichkeiten

Wie fast überall gibt es auch beim Rad noch unzählige weitere Möglichkeiten dein Rad zu individualisieren und anzupassen. Auch der Fahrkomfort und die Geometrie deines Rades können noch angepasst werden. Verschiedene Lenker(-breiten), Sättel und Griffe und andere Fahrradteile bieten vielzählige Möglichkeiten dein Rad perfekt auf dich anzupassen, falls nötig.

Auch bei der Fahrradbekleidung gibt es so manches Kleidungsstück, das dir das Leben erheblich erleichtern und deine Radfahrtfahrt sicherer machen. Was du auf jeden Fall besitzen solltest sind: Helm, Schuhe und Handschuhe. Zum Mountainbiken oder für Touren ist außerdem ein Rucksack eine sinnvolle Ergänzung.

Helm

Einen Helm solltest du dir in jeden Fall direkt dazu kaufen. Es gibt für fast jede Art von Radsport einen passenden Helm. Vorneweg sei jedoch gesagt: Jeder Helm ist besser als kein Helm. Wer ohne Helm mit dem Rennrad auf der Straße oder gar mit dem Mountainbike auf dem Trail unterwegs ist, ist nicht cooler als andere, sondern riskiert Schädelverletzungen mit schweren Langzeitfolgen.

Besorge dir also auf jeden Fall einen oder im Idealfall sogar einen für deinen Einsatzzweck entwickelten Helm.

Schuhe

Wie bereits erwähnt stellen die Füße, genauer gesagt Schuhe und Pedale einen der drei Kontaktpunkte von Biker und Bike beim Radfahren her. Es ist also nicht weit hergeholt das ein speziell zum Radfahren gemachter Schuh ein großes Plus an Fahrkomfort bringen kann.

Klar, insofern du keine Klick-Pedale hast, wirst du auch erst einmal mit einem normalen Schuh Fahrradfahren können. Aber auch hier macht es Sinn sich einen speziell zum Radfahren entwickelten Schuh zu gönnen.

Spezielle Flatpedal-Schuhe punkten durch verstärkte etwas steifere Sohlen mit einer weicheren Gummimischung. Sie kleben förmlich auf dem Pedal und bieten somit viel Grip und mehr Effizienz beim Pedalieren.

Spätestens, wenn du mit Klickpedalen unterwegs bist, benötigst du einen richtigen Fahrradschuh. Hier gibt es alles: Vom Allround-Schuh mit dem es sich auch im Alltag noch gut Gehen lässt, über Mountainbike-Schuhe, bis hin zu extrem leichten, steifen Rennradtretern.

Handschuhe

Auch am Lenker ist ein guter Grip wichtig. Einige Fahrer fahren komplett ohne Handschuhe, aber gerade für sportliche Fahrer ist es durchaus empfehlenswert einen guten Satz Handschuhe zu tragen.

Radhose und Trikot

Wer schnell radelt, schwitzt. Daher empfiehlt es sich, spätestens wenn man eine längere Tour fährt, von Baumwollshirt und der Jogginghose zu einem Radtrikot und einer Radhose zu wechseln. Diese sind aus synthetischen Materialien gefertigt und transportieren so Schweiß und Feuchtigkeit optimal ab und trocknen wesentlich schneller als herkömmliche Bekleidung.

Auch für den Alltagsradler gibt es spezielle Fahrradbekleidung, die eher wie Alltagsbekleidung aussieht.

Die meisten Radhosen haben ein Sitzpolster eingearbeitet, das dazu Beiträgt auf längeren Touren Druckstellen und gereizte Haut am eigenen Allerwertesten zu verhindern.

Über die enge Polsterhose kann z.B. noch eine Rad-Shorts getragen werden, wenn du nicht auf den ganz sportlichen Style stehst.

Tipp: Falls du nicht sowieso bereits ein Schlauchtuch hast, schau dir die HIBIKE-Halstücher an.

Rucksack oder Tasche

Rucksäcke und Taschen sind eher unter Mountainbikern und im Trekking-Bereich verbreitet. Sie bieten einige Vorteile: Das Einfache mitführen von Pumpen und Tools, die Möglichkeit ein Trinksystem zu verwenden aber auch das Mitführen von Ersatzkleidung und Protektoren.

Neben Rucksäcken gibt es auch Hip-Packs, diese sind etwas kleiner bieten aber dennoch genügend Platz, um die wichtigsten Dinge mitzunehmen.

Für diejenigen die mehr Transportieren möchten oder keine Tasche am Körper tragen möchten gibt es Taschen, die man direkt am Fahrradbefestigen kann.

Nun weißt du hoffentlich was du brauchst um voll durchstarten zu können. Natürlich kannst im du Nachhinein immer noch nachrüsten und musst nicht gleich alles aus diesem Beitrag besorgen, bevor du die Zeit mit und auf deinem Bike genießen kannst.

Werkzeug für die Fahrradwerkstatt zu Hause

Stell dir vor du stellst kurz vor dem Wochenende fest, dass an deinem Rad die Kette gewechselt werden muss und auch noch einige andere kleine Einstellungen nötig sind. Die Ersatzteile bekommst du zwar noch, jedoch könnte der Händler dein Rad nicht innerhalb eines Tages reparieren. Dank einer Radwerkzeug Grundausstattung behebst du Defekte selbst und bist nicht von ausgebuchten Rad-Werkstätten abhängig.

Es soll sogar einige Radläden geben, welche ungern Räder annehmen, wenn diese nicht bei ihnen gekauft wurden. Außerdem kannst du dir unterwegs bei Pannen ggf. besser helfen und natürlich sparst du Geld. Wahrscheinlich hast du nach 2 bis 3 Mal Kette und Ritzel wechseln inkl. Schaltung einstellen die Kosten für dein Fahrrad Werkzeug wieder drin.

Dazu achte ich seit dem Corona-Radboom stets eine Notreserve an Verschleißteilen (Kette, Reifen, Bowdenzug etc.) zu Hause zu haben.

Es lohnt sich hochwertiges Equipment zu kaufen, abrutschende Werkzeuge nutzen flott Schrauben ab und am Ende lassen sie sich gar nicht mehr bewegen.

Meine Radwerkzeuge sind alles im gleichen Fach und so brauche ich nicht ewig suchen. Alternativ nagelst du sie an eine Holzplatte und umrandest jedes Tool, so bleibt alles griffbereit am gleichen Platz.

Neben den Standardwerkzeugen, welche in jedem Haushalt sind, empfehle ich dir:
  • Vernünftige Innensechskant/Inbus- (1,5 bis 10 mm) und Torxschlüssel.
  • 15-er Maulschlüssel zum Wechseln der Pedale oder alternativ einen speziellen Pedalschlüssel.
  • Drehmomentschlüssel inkl. Bitset, damit du Vorbau, Sattelstütze etc. nicht zu fest drehst.
  • Speichenschlüssel zum Zentrieren des Laufrads.
  • Kettennieter für den Kettenwechsel.
  • Kettenschlosszangen finde ich weniger sinnvoll, sogar im Radladen schloss der Mechaniker mit einem kräftigen Pedaltritt im Stand das Kettenschloss. Falls du es später wieder öffnen willst, lohnt sich die Zange.
  • Eine Kettenpeitsche + Kassettenabzieher brauchst du für den Wechsel des Ritzelpakets am Hinterrad oder dem Rollentrainer.
  • Mit einer Standpumpe pumpst du komfortabel und fix den richtigen Druck in den Reifen. Bei mir klappte es sogar bei Tubeless und ich brauchte keinen extra Tank.
  • Dämpferpumpe (Federgabelpumpe) für Mountainbikes: Mit einer normalen Luftpumpe lässt sich die Federgabel nicht aufpumpen, da ein anderer Anschluss und höherer Druck benötigt wird.
  • Fahrrad Werkstatt Halter/ Montageständer: Damit gehen die Reinigung und Reparaturen am Rad rückenfreundlicher und entspannter.
  • Kurbel wechseln: Bei den aktuellen Shimano Hollowtech-Kurbeln benötigst du nur diesen kleinen Plastikschlüssel. Für die Vorgängermodelle Octalink und Vierkant gibt es noch andere Werkzeuge.
  • Nach der Kurbel geht es nun an das Innenlager, dafür benötigst du ein spezielles Demontage- und Einpresswerkzeug.
  • Bowdenzug-Zange, dadurch zerquetscht du keine Schalt- oder Bremszüge.

Fahrrad Werkzeug Koffer

Besonders praktisch daran, dein komplettes Radwerkzeug ist immer sortiert an einem Platz. Du hast sofort die Grundausstattung zum Schrauben am Rad. Brauchst du aber nicht alle Werkzeuge bzw. besitzt du schon einige, könntest es am Ende teurer werden. Dazu fehlen manchmal in den Radwerkzeug Koffern bestimmte Tools, die du wieder nachkaufen musst.

Je nach Qualität bekommst du bei decathlon ein günstiges Einsteiger Set ab ca. 50 Euro, bessere Koffer kosten ca. 200 Euro.

Fahrrad Werkzeug für Unterwegs - Mini Tool

Da sind alle wichtigen Radwerkzeuge für unterwegs drin. Nutze es aber wirklich nur auf der Radtour, obwohl ich immer Marken Mini Tools kaufte, waren bei mir schon einige Schlüssel etc. rasch verschlissen oder kaputt.

Ein Kettenschloss für den Notfall, falls die Kette doch mal reißt.

Stecke dir stabile Reifenheber ein, mir sind mehrmals nach wenigen Wechseln billige Heber abgebrochen.

Dir viel Erfolg beim Schrauben und dass du in Zukunft trotz Panne noch deine geplante Wochenendausfahrt absolvieren kannst.

Werkzeuge, die in keiner Fahrrad-Werkstatt fehlen sollten

In der Fahrrad-Werkstatt zu Hause erleichtert ein Satz solider Werkzeuge die Reparaturen am eigenen Bike enorm. Oft reichen Standard-Tools aus dem Baumarkt, viele Handgriffe an modernen Mountainbikes erfordern jedoch Spezialwerkzeuge. Ein Mini-Tool reicht wiederum für die Notreparatur unterwegs auf Tour.

Wer billig kauft, kauft zweimal. Sagt man. Und da ist tatsächlich etwas dran. Bei den meisten Werkzeugen lohnt es sich, auf gute Qualität zu achten. Hochwertige Werkzeuge sind sicherer und komfortabler in der Handhabung, besser verarbeitet, maßhaltiger und deutlich haltbarer als beispielsweise Discounter-Ware.

Im Falle eines abgebrochenen Schraubendrehers mag das vielleicht weniger schlimm sein. Hat der Billig-Schlüssel aber den Schraubenkopf rundgedreht, ist guter Rat teuer - und die Reparatur wird um ein Vielfaches komplizierter.

  1. Inbus-Schlüsselsatz

    Das am häufigsten benötigte Werkzeug am Fahrrad ist der Inbus-Schlüssel, auch Innensechskant genannt. Hier lohnt es sich definitiv, in gute Qualität zu investieren, um die Schraubenköpfe nicht zu beschädigen. Von der 2,5- bis zur 10-Millimeter-Schraube ist am Bike alles verbaut. Für 4er- und 5er-Inbus-Schrauben ist ein Schlüssel mit T-Griff empfehlenswert. Mit ihm kann man auch an schwer zugänglichen Stellen mehr Kraft übertragen. Ansonsten reichen normale L-Schlüssel. Ab 15 Euro.

  2. Torx-Schlüssel

    Vorbauten, Hinterbauten und Sattelstützen werden immer öfter mit Torx-Schrauben fixiert. Im Gegensatz zum Sechskant-Inbus hat der Torx-Schlüssel sechs Zacken und bietet damit im Idealfall mehr Angriffsfläche, damit die Schraube nicht runddreht. Ein Set mit den Größen T10 bis T40 reicht in den meisten Fällen aus. Ab 15 Euro.

  3. Kettennieter & Kettenschlosszange

    Der Kettennieter ist unverzichtbar, um verschlissene Ketten zu wechseln. Damit lassen sich die Kettennietstifte an jeder beliebigen Stelle der Kette herausdrücken. Die Kettenschlosszange öffnet oder schließt Kettenschlösser. Ab ca. 15 Euro.

  4. Kettenlehre

    Sie kann eine Menge Geld sparen. Denn verschlissene Ketten demolieren den Zahnkranz und das Kettenblatt. Mit Hilfe der Kettenlehre lässt sich der Verschleiß der Kette prüfen und rechtzeitig erkennen. Ab 10 Euro.

  5. Seitenschneider

    Bowdenzüge bestehen aus einem stabilen Geflecht von Stahldrähten und erfordern zum Kürzen einen scharfen, kräftigen und stabilen Seitenschneider. Noch besser ist ein spezieller Bowdenzugschneider (nicht im Bild), der Züge und Außenhüllen weniger quetscht. Ab 35 Euro.

  6. Speichenschlüssel

    Ohne Speichenschlüssel lässt sich kein Laufrad nachzentrieren. Achtung: Nicht jeder Speichenschlüssel passt auf jeden Nippel, es gibt verschiedene Größen. Ab 5 Euro z.B. bei Rosebikes erhältlich.

  7. Drehmomentschlüssel

    Sie glauben, Sie haben das richtige Drehmoment im Gefühl? Dann wären Sie die Ausnahme. Hochwertige Anbauteile sollten lieber exakt mit dem Drehmomentschlüssel angezogen werden. Profi-Tools können ins Geld gehen, aber es gibt auch günstige Alternativen ab 25 Euro.

  8. Dämpferpumpe

    Das essenzielle Tool für die Fahrwerkseinstellung. Die Dämpferpumpe gibt’s oft gratis zum Bike. Zur Abstimmung eines Luftfahrwerks unverzichtbar.

  9. Schaltaugenlehre

    Zum Geradebiegen: Mit Hilfe der Schaltaugenlehre kann man verbogene Schaltaugen wieder justieren und muss nicht sofort ein neues kaufen. Ab 28 Euro.

  10. Kunststoffhammer

    Beim Federgabel-, Lager-Service oder Kurbelausbau lassen sich damit festsitzende Teile und Bolzen schonend lösen.

  11. Schraubendreher

    Ohne sie geht nichts. Kreuz- und Schlitzkopfmodelle in unterschiedlichen Größen sind unverzichtbar. Profis schwören auf Versionen mit T-Griff. So kann man mit effektiverem Hebel ansetzen und mit mehr Druck arbeiten.

  12. Richtwerkzeug für Bremsscheibe

    Wenn die Bremsscheibe schleift, weil sie vielleicht einen Schlag abbekommen, biegt das Richtwerkzeug die Scheibe vorsichtig wieder gerade.

  13. Messschieber

    Zum exakten Anpassen oder zum Vermessen von Ersatzteilen ist der Messschieber ein unverzichtbarer Helfer.

  14. Standpumpe

    Eine leistungsfähige Standpumpe mit Druckanzeige ist Pflicht. Für Tubeless-Reifen empfiehlt sich eine Pumpe mit Druckkartusche.

  15. Meterstab

    Leistet wertvolle Dienste beim präzisen Einstellen der Sattelhöhe und Bike-Geometrie.

  16. Kombi-Zange

    Das Allround-Werkzeug, zum Beispiel zum Abschneiden von Zügen, Anziehen von Kabelbindern oder Quetschen von Endkappen.

  17. Rohrschneider und Feile

    Beide Tools sind unersetzlich beim Kürzen und Entgraten von Fahrradlenkern aus Metall. Carbon-Lenker kürzt man anders.

  18. Tretlagerwerkzeug

    Jeder Tretlagerstandard verlangt nach einem speziellen Werkzeug zur Montage. Am besten gleich beim Kauf des Bikes im Shop nach dem entsprechenden Werkzeug fragen. Ab ca. 10 Euro.

  19. Kassettenwerkzeug

    Um die Kassette vom Freilauf zu lösen, braucht es einen speziellen Kassettenabzieher und eine Kettenpeitsche. Zur Montage benötigt man lediglich den Abzieher. Jeweils ab ca. 8 Euro.

  20. Sonstige Helfer

    Mini-Tool und Reifenheber: nicht nur auf Tour eine praktische Alternative zu großen Schlüsseln. Splintent­reiber: zum Ausschlagen festsitzender Teile.

Fahrrad Checkliste

Ein Fahrrad sollte regelmäßig auf Verschleiß und Abnutzung kontrolliert werden. Damit dies strukturiert abläuft, solle man sich eine Fahrrad Checkliste zur Hand nehmen und Punkt für Punkt abarbeiten. Das Fahrrad sollte vor jedem Saisonstart oder jeder längeren Fahrradtour überprüft werden. Ähnlich wie bei einem Auto bedürfen einige Bauteile mehr Aufmerksamkeit und sollten bei einer Fahrradinspektion unter die Lupe genommen werden.

Mit unserer 30 Punkte Fahrrad Checkliste geben wir einen Überblick für eine strukturierte Kontrolle am Fahrrad. Mit der Checkliste besteht die Möglichkeit, zu überprüfen, ob man eine Fachwerkstatt aufsuchen sollte. Kleinere Dinge können mit etwas handwerklichem Geschick und dem richtigen Fahrradwerkzeug selbst erledigt werden. Den kaputten Fahrradreifen flicken oder die Kette schmieren gehören zu den Basics.

Drucken Sie sich diese Fahrradinspektion Checkliste aus, nehmen Sie sie mit in Ihre Werkstatt oder zu Ihrem Fahrrad und gehen Sie alle 30 Punkte Schritt für Schritt durch. Haken Sie die erledigten Punkte einfach auf der Liste ab, schnell stellen Sie fest, ob Sie die Fahrradinspektion selber machen können.

Bei einem E-Bike kann es durchaus sinnvoll sein, zu einer Routineinspektion zur Fachwerkstatt zu fahren. Hier können nicht nur die normalen Bauteile überprüft werden, auch kann die Elektronik durchgemessen und der Akku überprüft werden. Wer nicht weiß, wie er sein Fahrrad zum Händler bekommen, schaut sich die Fahrradträger an.

Wer keinen hat, sollte sich auch mit dem Thema Drehmomentschlüssel Fahrrad vertraut machen.

Weitere Tipps

  • Eine gründliche Reinigung hilft dir dabei, mögliche Probleme überhaupt erst zu erkennen. Reinige das gesamte Fahrrad vor der Tour gründlich!
  • Um etwas Gewicht zu sparen, kannst du natürlich auch einzelne Werkzeuge zu deinem individuellen Set zusammenstellen. Dann hast du nur die Tools dabei, die du wirklich benötigst. Ein Nachteil: Meist zahlst du dafür mehr als für komplette Werkzeug-Sets.
  • Speziell, wenn deine Pumpe neu ist, solltest du sie vor der ersten Tour einmal ausprobieren. Regelmäßige Pumpen-Checks schaden nicht! So verhinderst du, dass die Luftpumpe dich mittendrin im Stich lässt.
  • Auf Werbegeschenke oder Flickzeug, das gratis bei deinem Multitool dabei war, würde ich mich nicht verlassen. Es zahlt sich am Ende aus, ein paar Euro mehr in ein vernünftiges Set zu investieren.
  • Auch wenn du Tubeless fährst, solltest du einen Schlauch dabeihaben - falls Dichtmilch und Reparaturstopfen nicht mehr ausreichen. Auch schlauchlose Fahrer sollten auf längeren Ausfahrten mindestens einen Ersatz-schlauch dabeihaben. Der Grund: Wenn der schlauchlose Reifen nicht mehr dichthält, kann ein Schlauch montiert werden. So gelangst du bis zur nächsten Stadt oder Werkstatt.
  • Ein oder zwei passende Ersatzspeichen wiegen wenig und lassen sich z. B. Einfach ein paar Lagen auf die Pumpe oder ein Werkzeug wickeln - so brauchst du keine ganze Rolle mitzunehmen.
  • Ein einfacher Lappen hilft beim Reinigen von Komponenten - etwa bei Felgenbremsen oder einer schmutzigen Kette. Wer sich unsicher ist, sollte sich vorher in die wichtigsten Reparaturen einarbeiten.
  • Gibt es spezielle Lager, eigene Schaltaugen, seltene Bremsbeläge? Gerade bei mechanischen Komponenten lohnt es sich, genau hinzusehen.
  • Prüfe nach der Tour alle beanspruchten Bauteile.
  • Ein solides Set für Einsteiger sollte ein Multitool, eine Luftpumpe, Flickzeug, Reifenheber und mindestens einen Ersatzschlauch enthalten. Für Tages- und Wochenendtouren reicht in der Regel ein Ersatzschlauch. Nur bei sehr langen Expeditionen oder in Ländern ohne Werkstattinfrastruktur.
  • Die ideale Werkzeugauswahl hängt von deinem Rad, der Tourdauer, der Region und deiner Erfahrung ab. Ein modulares System ist sinnvoll: Basis-Set immer, Extras je nach Bedarf ergänzen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0