Whizzy Laufrad Test: Ein umfassender Überblick für Eltern

Laufräder sind eine tolle Fortbewegungsmöglichkeit für die Jüngsten und bieten den ersten Einstieg in die Welt der Zweiräder. Kinder können schon ab 1,5 Jahren Laufräder manövrieren. Zudem sind sie die ideale Vorübung zum Fahrradfahren, da sie im Gegensatz zu Stützrädern von Anfang an Gleichgewicht und Manövrierfähigkeiten schulen.

Wichtige Kriterien für den Kauf eines Laufrades

Das Laufrad wird durch die Beinbewegung in Gang gesetzt und hat üblicherweise keine Bremse. Das Kind kann sich so völlig auf das Balancehalten konzentrieren. Gebremst wird mit den Füßen, weshalb festes Schuhwerk ein Muss ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Kriterien zur Auswahl des richtigen Laufrads erläutert:

Die richtige Größe

Die richtige Rahmengröße und Geometrie sind essentiell. Das Kind sollte mit beiden Beinen sicher den Boden berühren können, wobei die Knie leicht gebeugt sein sollten. Eine Probefahrt ist die beste Möglichkeit, das passende Laufrad zu finden. Ausschlaggebend ist die Schrittlänge oder Innenbeinlänge. Um diese zu messen, wird ein Buch mit dem Buchrücken nach oben zwischen die Beine des Kindes geklemmt. Der Abstand vom Boden bis zum Buchrücken entspricht der aktuellen Innenbeinlänge.

Das Gewicht

Leichter ist immer besser. Ein zu schweres Laufrad raubt dem Kind schnell die Kraft. Als Daumenregel sind 20-30 % des Körpergewichts realistisch.

Laufrad kaufen: Neu oder gebraucht?

Es macht absolut Sinn, bei Kinderfahrrädern auf gebrauchte Produkte zu setzen, da sie aufgrund des schnellen Wachstums der Kinder eine sehr begrenzte Zeit im Einsatz sind. Mit ein bisschen Pflege kann man so eine Saison Laufradfahren günstig gestalten. Auf was man beim Gebrauchtkauf achten sollte, wird in einem separaten Artikel beleuchtet.

Durch die vollen Lager der Hersteller und Händler hat sich der Trend im Jahr 2024 wieder ein wenig relativiert. Bei den Kinderbikes ist der Unterschied zwar nicht ganz so krass wie bei den Fahrrädern für Große, dennoch lässt sich hier im Moment sowohl beim Händler als auch gebraucht einiges zu brauchbaren Preisen finden. Bei den teueren Markenlaufrädern von Woom, Kubikes und EarlyRider sind diese neben Woom besonders wertstabil (und teilweise absurd teuer am Gebrauchtmarkt).

Vergleich bekannter Marken: Puky und Woom

Wer Kinder hat, weiß, dass sowohl Puky als auch Woom starke Marken in der Kinderfahrrad-Welt sind. Beide Kinderrad-Marken bieten ein großes Sortiment an Kinderfahrrädern und Laufrädern an und haben ihre Produkte genaustens an die Bedürfnisse der Kleinsten abgestimmt. Im Detail werden die bekanntesten und beliebtesten Modelle der beiden Herstellermarken miteinander verglichen.

Woom 1

Das Laufrad von Woom ist mit circa 200 Euro die teurere Variante. Es ist laut Hersteller für Kinder ab einer Körpergröße von 82 cm optimal und mit einem Gewicht von nur unter 3 kg kaum zu toppen. Der Rahmen ist aus Alu. Es hat kein Trittbrett, das aber im Zubehörshop gegen Aufpreis erworben werden kann. Der Hersteller hat einen Lenkeinschlagsbegrenzer inklusive. Das Woom 1 besitzt griffige Luftreifen für extra schnelles Rollen, Alufelgen und einen schmalen Sitz mit griffigem Sitzmaterial. Der Sattel ist sehr gut verstellbar.

Puky LRM

Bei Puky ist das Puky LRM der Klassiker schlechthin und mit seinem tiefen Einstieg besonders für kleine Anfänger geeignet. Mit 80 Euro ist es um einiges billiger als das Woom. Laut Puky ist es ab einer Körpergröße von 85 cm optimal zu nutzen und wiegt 3,5 Kilogramm, die es seinem Stahlrahmen zu verdanken hat. Das LRM besitzt keine Bremse. Mittlerweile gibt es eine Bremse für das Puky LR M, das du nachrüsten kannst. Der Lenker vom LRM neigt aber eher zum Überlenken, da Puky wie viele andere Hersteller auch auf einen Lenkeinschlagsbegrenzer verzichtet.

Woom 3

Unter den Kinderfahrrädern ist das Woom3 sehr bekannt. Es ist ab circa 300 Euro zu erwerben und genauso außergewöhnlich leicht wie bereits der Laufrad-Vorreiter Woom 1. Außerdem ist es nachweislich perfekt auf die Proportionen der Kinder abgestimmt. Die Bremshebel der vorhandenen Felgenbremse sind farblich hervorgehoben, um ein Verwechseln während des Fahrens und somit einen eventuellen Sturz auszuschließen. Darüber hinaus ist der Wiederverkaufswert relativ hoch, bedingt durch die qualitative Ausführung. Es hat keinen Fahrradständer.

Puky Youke

Das Puky Youke ist das beliebteste und gleichzeitig kleinste Modell von Puky in Sachen Kinderfahrrad, das für eine Körpergröße von 96 cm bestimmt ist. Es hat einen Alu-Rahmen und mit einem Gewicht von 7,2 kg ist es deutlich schwerer als die Leichtgewichte von Woom, was es kleinen Kindern anfangs oft nicht einfach macht, das Radfahren zu lernen. Grundsätzlich sitzen hier die Pedale etwas höher, was den Anfängern etwas erschwert, die Balance zu halten. Puky bleibt sich relativ oft wie auch hier bei dem Youke Modell der Rücktrittbremse treu. Zudem verfügt es auch über eine V-Brake Felgenbremse. Zu guter Letzt ist zu erwähnen, dass auch hier der praktische Fahrradgepäckträger, der Seitenständer und die Reflektoren inklusive sind.

Weitere wichtige Aspekte

  • Um die korrekte Fahrradgröße zu finden, sollten Eltern die niedrigste Sattelhöhe einstellen.
  • Das Gewicht spielt eine große Rolle.
  • Gute Sichtbarkeit mit Beleuchtung inklusive Standlicht und Reflektoren.
  • Helm nicht vergessen.
  • Diebstahlsicheres Schloss.
  • Zwei Handbremsen lassen sich intuitiver bedienen als eine Rücktrittsbremse.
  • Weniger ist mehr.

Kinder dürfen nur bis zu ihrem 10. Lebensjahr den Gehweg mit dem Fahrrad benutzen. Bis dahin genießen sie den Nestschutz, aber dann sollte man als Elternteil sein Kind dazu anleiten, die Straße zu benutzen, um sich mit den Straßenverkehrsregeln vertraut zu machen und um dann alleine schon wegen dem schnelleren Fahrverhalten und der Fahrradgröße Unfälle auf dem Fußgängerweg zu verhindern.

Empfehlungen und Erfahrungen

Viele Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit Whizzy Bikes: Kinder lernen schnell das Fahrradfahren, die Qualität ist gut und der Kundenservice ist erreichbar und lösungsorientiert. Allerdings gibt es auch Berichte über lange oder nicht eingehaltene Lieferzeiten und Probleme mit der Retoure.

Einige Beispiele:

  • Ein Nutzer berichtet, dass sein Sohn mit 3 Jahren das Fahrradfahren gelernt hat und die Qualität besser als bei einem Woom Rad sei.
  • Ein anderer Nutzer lobt, dass sein Sohn aufstieg und losfuhr, nachdem er vorher mit anderen Rädern nicht fahren konnte.
  • Es gibt jedoch auch Berichte über verspätete Lieferungen und defekte Sättel, wobei der Kundenservice nicht immer zufriedenstellend reagierte.

Aktuelle Laufrad-Tests und Schadstoffbelastung

Im aktuellen Laufrad-Test der Stiftung Warentest (12/2021) waren 10 der 13 geprüften Laufräder zu sehr mit Schad­stoffen belastet. In Noten heißt das: Zehn sind mangelhaft, unter ihnen auch teure Laufräder und Modelle namhafter Anbieter. Nur drei Kinder­laufräder im Test bekommen von uns grünes Licht. Zwei sind gut, eins fährt befriedigend ins Ziel.

Die Stiftung Warentest hat Griffe, Sättel und Reifen im Prüf­labor untersucht. Meist handelt es sich um poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe, kurz PAK, von denen einige krebs­erzeugend, frucht­schädigend oder erbgutver­ändernd wirken können. Akut giftig sind die gefundenen Mengen nicht. Lang­fristig können sie aber schädlich wirken.

Empfohlene Laufrad-Modelle

Einige der im Artikel genannten und empfohlenen Laufrad-Modelle sind:

  • Cruzee Superlight
  • Frog Bikes „Tadpole“
  • Early Rider SuperPly Bonsai
  • KuBikes 12
  • Kokua LIKEaBIKE Jumper
  • Woom 1 und Woom 1 Plus
  • Commencal Ramones 12 und 14
  • Puky LR M und Puky LR Light

Zusammenfassung der Testergebnisse

Die Stiftung Warentest hat in verschiedenen Tests Laufräder auf ihre Sicherheit, Stabilität und Geschwindigkeit geprüft. Dabei wurden auch Schadstoffbelastungen untersucht. Einige der getesteten Modelle sind:

  • Puky LR M: Robust, gut verarbeitet, ohne unnötige Spielereien, aber mit Schadstoffbelastung im Sattel.
  • Puky LR Light: Sportliches Design, Luftreifen, leicht, aber teuer.
  • Woom 1: Cooles Design, Bremse, niedriger Einstieg, aber hoher Preis.

Tipps für Eltern

Abschließend noch einige Tipps für Eltern, die ein Laufrad für ihr Kind kaufen möchten:

  • Lassen Sie Ihr Kind nur mit einem Helm fahren.
  • Achten Sie auf die richtige Größe und das Gewicht des Laufrads.
  • Seien Sie geduldig und nachsichtig, wenn es nicht sofort klappt.
  • Lassen Sie Ihrem Kind die nötige Zeit, das Gleichgewicht zu lernen.
  • Sorgen Sie für einen sicheren Übungsort ohne Verkehr.

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