Warum Frauen Motorradfahrer attraktiv finden

Frauen wollen große, dunkele und attraktive Männer? Es ist Zeit, dies zu aktualisieren zu groß, dunkel, attraktiv und auf einer Harley.

Es sieht so aus, als hafte seit den Kinostreifen "The Wild One" und "Easy Rider" Männern mit Motorrad ein böser-Bube-Charme an. Bei einer Match.com-Umfrage stellte sich heraus, dass „Motorrad“ der zweithäufigste Begriff ist, den Frauen bei der Suche nach einem Online-Profil eingeben. Es gibt also keine bessere Zeit, nach zu sehen, warum diese zweirädrigen Lärm-Maschinen so hoch gehandelt werden.

Die Wahrnehmung des Motorradfahrers

Dr. Kate Wachs, eine Psychologin aus Chicago und Autorin von Relationship für Dummies, sagt: „Motorradfahrer werden immer noch als rebellisch, hart und stark wahrgenommen – aber im Unterschied zu früher werden sie gesellschaftlich viel mehr anerkannt.“ Wie Tattoos sind Motorräder häufig so was wie ein versteckter Spaßfaktor anerkannter Bürger.

Darüber gibt es keinen Zweifel: Ein Motorrad deutet bei einem Mann auf eine kleine Extra-Zutat hin – ein klein wenig mehr Testosteron in der Welt der sensiblen Männer. Hey, sensible Metrosexuelle sind großartig. Aber einige Frauen wollen immer noch gern zurück in die Höhle mit ihrem Mann. „Ein Mann mit einem Motorrad strahlt Unabhängigkeit, Eigenständigkeit und Furchtlosigkeit aus“, erklärt Michelle Midyette aus Santa Fe.

Aber natürlich kann dieser kleine Extra-Pep ein doppelseitiges Schwert sein. Auf der einen Seite ist er männlicher als der Durchschnitt der Schreibtischtäter; auf der anderen Seite „muss das rauer-Kerl-Äußere mit einer gütigeren, sanfteren Seite nach dem Biken ausbalanciert werden“, beobachtet Dennie Hughes, Beziehungs-Kolumnistin bei USA Today und Autorin von Dateworthy: Get the Relationship You Want.

Das Erlebnis des Motorradfahrens

Beim Motorradfahren können Sie den Wind in Ihrem... äh, Helm, spüren, was manche Frauen schier ohnmächtig werden lässt. „Es ist mir gleich, ob es regnet, schneit oder sonst was – wenn ich schlechter Stimmung bin und mein Biker sagt „Zieh Deine Lederkluft an“, und ich kriege fünf Minuten später schon den Wind ab – das ist immer ein Stimmungshochtreiber“, sagt Georgia Tillery aus Ocean Beach, Kalifornien.

Ein Mann mit einem Motorrad ist zweifelsfrei diese Art Kerl, der gerne mal Hals über Kopf sagt: „Los, lass uns aufbrechen zu einer Fahrt.“ Wenn die Stimmung von den Hügeln, der Meeresküste oder sonstigem verstärkt wird, ist er wahrscheinlich voll da in diesem Moment auf dem Motorrad. Und er ist mit seiner Partnerin für genau diesen Spaß jetzt zusammen. „Mit einem Motorrad sind zwei Dinge garantiert: Geschwindigkeit und Wohlfühlen“, sagt Mary Byron aus Los Angeles.

Also können Sie soweit gehen, soweit Ihre Lust und Räder sie tragen. Natürlich haben zahlreiche Frauen selber Motorräder und sind begeisterte Motorradfahrerinnen – und der Grund, warum sie nach Bikern suchen, ist: sie wollen ihr eigenes freches Image vervollständigen. Natürlich muss ich nach einem Mann mit Motorrad suchen“, sagt JoMarie Spagnola aus Atlanta, Georgia. Wer sonst hält mit meiner 2001 Yamaha V-Star mit?“

Aber bedenken Sie folgendes, sagt Hughes: „Zwischen zwei Motoren, dem Wind und keiner von Ihnen will sich von der Straße ablenken lassen, finden nicht wirklich bedeutungsvolle Gespräche statt.“ Stellen Sie sicher, dass Sie neben den Viertakt-Maschinen noch andere Dinge gemeinsam haben.

Die Rolle der Frau auf dem Motorrad

Heutzutage bestimmen Frauen ihr Schicksal selbst. Wir suchen nicht länger nach Männern, die uns Kraft, Segen und Bestätigung geben. Und so großartig das auch ist, wären viele von uns gerne ab und an das kleine Mädchen. „Der Rücksitz des Motorrads meines Mannes ist der einzige Ort, an dem ich einem Mann im wörtlichen Sinne den Vorsitz überlasse. Ich gebe meine unabhängige Kraft auf und schlinge meine Arme um seine Mitte. Und für diese kleine Weile vertraue ich ihm ganz“, sagt Amy Kaye aus Brooklyn, N.Y.

Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie Ihre wilde Seite aussehen mag, ist dies die Gelegenheit, genau das herauszufinden. Denn Sie werden ganz sicher nicht, hinten auf der Harley in Blazer, Kostümröckchen und High Heels hocken. Nein, dies ist Ihre Chance, in Jeans und Stiefeln zu glänzen – oder was so an schwarzen Lederklamotten in Ihrem Kleiderschrank schlummert. Nichts zu finden? Keine Sorge – alles, was leger ist, ist geeignet.

Natürlich berührt einige Frauen dieses Biker-Ding überhaupt nicht. „Um die Wahrheit zu sagen ...ich treffe lieber einen Mann mit einem Cabrio“, sagt Dale Chestnut aus Albany, N.Y.

Die Rolle der Frau in der Rocker-Szene

Von jeher spielt das weibliche Geschlecht in der Männerwelt der Rocker augenscheinlich eine sehr wichtige Rolle, wenn auch zumeist auf eine recht spezielle Weise. Auf den weltbekannten Bildern des Anfang 2020 verstorbenen Life-Magazinfotografen Bill Ray etwa, der mit seiner Kunst zweifellos zur Romantisierung der Szene beigetragen hat, sitzen die Frauen hinter ihren „starken Männern“ auf schweren Maschinen, meist Wind in den Haaren und ein breites Lächeln auf dem Gesicht.

Sie scharen sich um die Männer mit den Lederkutten, bewundern die Motorräder und räkeln sich darauf mitunter lasziv in der Sonne. Bis heute lassen sich Frauen im Umfeld von Rockern vor allem mit dem Zeigen von viel Haut und in erotischen Posen auf den Titelseiten von Zeitschriften assoziieren, die in Szenekreisen beliebt sind.

Aber welche Rolle spielen Frauen in der Realität der Rockerclubs tatsächlich? Was macht Biker im Allgemeinen und Rocker im Besonderen für manche Frauen scheinbar so attraktiv? Welche Rolle spielen Ehe und Monogamie in Rockerkreisen, wie verhält es sich demgegenüber mit Prostitution und der Objektivierung von Sexualpartnerinnen innerhalb der Rockergruppen? Und gibt es so etwas wie weibliche Rocker?

Die Biker-Welt und das kriminelle Milieu

Die Biker-Welt lässt sich für Außenstehende oft nur schwer abgrenzen vom kriminellen Milieu der „Rocker“ im polizeilich relevanten Sinn, auch wenn diese Abgrenzung sicher wesentlich ist. Der Begriff „Rocker“ wird dabei als Synonym für Angehörige von OMCG bzw. sog. Onepercenter verstanden. Die große Mehrheit friedlicher Clubs zeichnet sich durch den hauptsächlichen Fokus auf eine geteilte Leidenschaft fürs Motorradfahren aus sowie einen mit dieser Leidenschaft einhergehenden Lebensstil, der zum Beispiel regelmäßige Ausfahrten mit Gleichgesinnten, die intensive Pflege des Motorrads oder kulturelle Aspekte wie bestimmte Kleidung oder den Konsum bestimmter Musik umfassen kann.

Mitglieder von OMCG mögen die o.g. Aspekte grundsätzlich teilen, treten jedoch im Gegensatz zur großen Mehrheit der oben charakterisierten Motorradclubs regelmäßig mit Straftaten, vornehmlich Körperverletzungs-, Erpressungs- und Bedrohungsdelikten und nicht selten in unterschiedlichen Erscheinungsformen der organisierten Bandenkriminalität in Erscheinung, so u.a. in den Bereichen der Drogen- und Waffenkriminalität.

Der deutsche Aussteiger Ulrich Detrois etwa hatte über die Welt der OMCG Folgendes zu sagen: „Ihre Interessen sind […] vor allem materiell: Viele ihrer Mitglieder weltweit betreiben Drogen-, Waffen-, oder Menschenhandel, andere beuten Prostituierte aus. Und so machen sie Profit. Nicht wenige gehen dabei über Leichen“.

Motorräder spielten demgegenüber zuletzt nicht immer eine entscheidende Rolle. Während dies früher undenkbar war, kommt es heute vor, dass Mitglieder von OMCG im Einzelfall kein Motorrad und womöglich nicht einmal einen entsprechenden Führerschein besitzen.

OMCG und ihre Mitglieder sind aber auch in legalen Geschäftsbereichen aktiv. Hierzu zählt vor allem das Sicherheits- und das sogenannte Rotlichtgewerbe oder das Betreiben von Tattoo-Shops. In den legalen wie den illegalen Geschäftsbereichen spielen regelmäßig Revieransprüche und daraus resultierende Streitigkeiten eine Rolle.

Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Clubs werden oft mit besonders hoher krimineller Energie durchgeführt und fordern nicht selten erheblichen Personenschaden. Charakteristisch für OMCG sind streng hierarchisch geführte Organisationsformen, eine in der Regel hohe Gewaltaffinität und das Fehlen jeglicher Kooperation mit Strafverfolgungsbehörden, ähnlich des für viele Erscheinungsformen organisierter Kriminalität typischen Schweigegebots, im ursprünglichen Sprachgebrauch der italienischen Mafia der sog. „Omerta“.

Die Mitglieder von OMCG bezeichnen sich traditionell als „Brüder“. Nach außen verdeutlichen sie ihre enge Verbundenheit durch das Tragen ihrer Kutten mit den darauf befindlichen Aufnähern, den sogenannten „Patches“, aber auch mittels Tätowierungen mit oft spezifischer Bedeutung. Rockergruppierungen werden vor diesem Hintergrund häufig als Phänomen der Organisierten Kriminalität beschrieben.

Die Geschichte des OMCG-Begriffes begann im Jahr 1947: Am amerikanischen Nationalfeiertag kam es auf einem Motorradtreffen in Hollister im US-Bundesstaat Kalifornien zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern und der Polizei, die große Aufmerksamkeit in Öffentlichkeit und Medien fanden.

Unmittelbar nach den Ausschreitungen soll die American Motorcycles Association (AMA) erklärt haben, dass 99 Prozent der US-amerikanischen Motorradfahrer rechtschaffene Bürger seien. Diese Erklärung wird als Geburtsstunde der „Onepercenter“ betrachtet, die sich selbst als gesetzlos („Outlaws“) bezeichnen und auf ihren Kutten ein „1%“-Symbol tragen, das sich direkt auf die Erklärung der AMA bezieht und sie sichtbar von den darin bezeichneten rechtschaffenden Bürgern abgrenzen soll.

1948, ein Jahr nach den Ausschreitungen in Hollister, wurde das erste Charter des Hells Angels MC mit dem Symbol des geflügelten Totenkopfes in San Bernadino, ebenfalls im US-Bundesstaat Kalifornien, gegründet. Ein erstes europäisches Charter der Hells Angels, deren Name an eine Kampffliegereinheit des Zweiten Weltkriegs angelehnt ist, wurde nach jahrelanger Expansion 1969 in London gegründet, 1973 folgte in Hamburg das erste deutsche Charter.

1966 entstand der traditionell mit dem Hells Angels verfeindete Bandidos MC, der nach dem Hells Angels MC als zweitgrößte Rockergruppierung weltweit gilt.

Subkultur und Stil

Damit das Zusammenleben in einer Subkultur - wie auch in der übergeordneten Gesellschaft - reibungslos funktioniert, werden innerhalb einer Subkultur Richtlinien geschaffen, die für die Mitglieder bindend, zugleich aber zumindest teilweise inkompatibel mit den Regeln der Bezugsgesellschaft sein können. Gemeinsame Werte zielen auf gruppenintern als erstrebenswert anerkannte Zustände und Verhaltensweisen ab, die das Leben miteinander vereinfachen und den Erhalt der Gruppe gewährleisten sollen.

Aus Werten werden meist konkrete - geschriebene wie ungeschriebene - Normen abgeleitet, die dem Einzelnen signalisieren, welche Verhaltensweisen in welcher Situation von ihm konkret erwartet werden. Entsprechend sind auch Mitglieder von OMCG durch ein solches eigenes Regelwerk verbunden, das sie gleichsam von der übergeordneten Gesellschaft abgrenzt. Sie prägen zudem auch einen besonders charakteristischen Stil.

In der öffentlichen Wahrnehmung gehören dazu wohl Lederwesten mit Clubaufnähern, Tätowierungen, lange Haare oder Bärte, martialisches Auftreten, harte Rockmusik und traditionell sicher auch die obligatorischen schweren Motorräder bzw. Chopper. Ein solcher Stil ist sowohl Identifizierungs-, als auch zusätzliches sichtbares Abgrenzungsmerkmal, er verstärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder und signalisiert zugleich die bereits angesprochene Abgrenzung von den Normen der übergeordneten Gesellschaft und die Zugehörigkeit zur Subkultur auch unmissverständlich an Außenstehende.

Gleichzeitig hat diese Zugehörigkeit für Außenstehende oft auch einen diffusen Charakter, da sich die genannte Symbolik, wie bereits oben angesprochen, nicht immer ohne Weiteres von der Symbolik abgrenzen lässt, die gleichsam mit der großen Mehrheit polizeilich nicht relevanter Motorradclubs assoziiert wird, zumal eindeutige Zuordnungsdevotionalien wie das o.g. „Onepercenter“-Patch nicht ohne Weiteres von jedermann erkannt werden. Das Werte- und Normensystem der OMCG korrespondiert mit dem Ausdruck zugespitzter Maskulinität und Härte.

Rolle der Frau in der OMCG-Subkultur

Stil und Selbstverständnis der OMCG wirken sich unmittelbar auf deren Sicht auf die Rolle der Frau aus. Spezifische, der OMCG-Subkultur immanente Werte wie Stärke, Mut und expressive Männlichkeit, aber auch Gewaltbereitschaft und unbedingte Loyalität werden in der Welt der OMCG immer wieder getestet, das Bekennen dazu wird - einschließlich entsprechender Demonstrationen - offensiv eingefordert.

Traditionell geht damit oft auch, gleichsam als subkultureller „Wert“ ein extremer Ausdruck weiblicher Inferiorität einher. Der US-amerikanische Anthropologe Daniel Wolf schreibt dazu: „Der männliche Chauvinismus wird als Teil des Macho-Ideals kultiviert: Männliche Dominanz und Aggressivität werden durch weibliche Passivität und Unterwürfigkeit ergänzt, vor allem im Bereich der sexuellen Befriedigung. Die asymmetrische Qualität der sexuellen Beziehungen spiegelt die Art und Verteilung der Macht in der Rocker-Subkultur wider.“

Zahlreiche subkulturelle Bräuche und Zeremonien involvieren folgerichtig Frauen, wobei die ihnen zugeschriebene Inferiorität demonstrativ zur Schau gestellt wird. Besonders deutlich kann das etwa im Rahmen von Aufnahmeritualen sichtbar werden.

In der Literatur vor allem aus den 70er und 80er Jahren, einer Zeit der weltweiten Expansion von OMCG, finden sich ferner Schilderungen von Frauen, die zu Gruppensex gezwungen wurden, wenn sie etwa ihrem Mann Widerworte gaben, sein leeres Bier nicht rechtzeitig bemerkten oder bei der Aufgabe scheiterten, sein Motorrad sauber zu halten. Bestenfalls werden Frauen in OMCG demzufolge in der Regel als eine Art Begleiterin geduldet, die dem Mann zu Diensten ist, keinesfalls aber als potenziell gleichwertiges Mitglied angesehen. Ihre Rollen sind beschränkt entweder auf die der festen Partnerin einzelner Mitglieder (meist „Old Ladies“ genannt) oder die eines allgemein verfügbaren „Lustobjekts“.

Diese traditionell im subkulturellen Jargon auch als „Mamas“ bezeichneten Frauen werden quasi als Clubeigentum betrachtet und müssen aus Sicht der Mitglieder dauerhaft und jederzeit für jedes Mitglied „verfügbar“ sein: „Es gab eine kleine Gruppe ungebundener Frauen, doch ihnen gestanden die Männer keine wirkliche Würde oder Identität zu […] Sie galten allgemein als verfügbar.“

Eine „Old Lady“ zu sein bedeutet dagegen die wohl höchstmögliche Stellung als Frau innerhalb einer OMCG erreicht zu haben. Im Gegensatz zu den „Mamas“ ist die Zugehörigkeit der jeweiligen Frau hier auf ein Mitglied beschränkt. Die Frau ist damit für die übrigen Mitglieder grundsätzlich „tabu“.

Anziehungskraft und Macht

Vor diesem gesamten Hintergrund stellt sich die Frage, warum sich Frauen überhaupt zu OMCG hingezogen fühlen, sich scheinbar freiwillig eine solche Rolle zuweisen lassen. Ein wichtiger Grund dürfte neben der demonstrativ überzogenen „Männlichkeit“ und einer wie auch immer verwegenen „Bad Boy-Erotik“ sicher auch die Perzeption von persönlicher und materieller „Macht“ sein.

So heißt es Beispielweise in einem Artikel der Neuen Züricher Zeitung: „Der Gangster verkörpert die Gesetzlosigkeit. Er ist ein Outlaw, der wie ein Mann von Welt durchs Leben geht, aber in der Unterwelt verkehrt. Er hat Geld, versammelt Macht. Das steigert seine kriminelle Erotik […]“.

Sie pflegen eine Aura, die von patriarchalischer Dominanz und zugleich von nonkonformistischer Rebellenhaftigkeit geprägt ist. Allerdings muss dabei unterstrichen werden, dass manche Frauen für diese Art von Zugehörigkeit bereit sind, sich in gefährliche Abhängigkeitsverhältnisse zu begeben und offenbar schwerste Demütigungen und auch physische Verletzungen in Kauf zu nehmen.

Motorradfahren aus Frauensicht

Wenn eine Frau auf der Suche nach einem Mann ist, dann ist sie für gewöhnlich nicht nur auf gutes Aussehen aus, sondern stellt vor allem den Charakter eines Mannes in den Vordergrund. Besonders attraktiv finden Frauen dabei Motorradfahrer. Der Geruch von Benzin, das Aufheulen des Motors, die Schnelligkeit. Das Motorradfahren an sich ist häufig eine angenehme Angelegenheit für beide Geschlechter. Die Frau vertraut dem Mann blind - er fährt und sie ist von ihm abhängig. Jene Abhängigkeit wird gerade bei sehr hohen Temperaturen zum entscheidenden Faktor. Offensichtlich schmeichelt es ihm sehr, die Kontrolle innezuhaben, während die Frau genau das attraktiv findet. Dass sie sich für einige Minuten bzw. Stunden keine Sorgen machen braucht, da es ihre einzige Aufgabe ist, sich festzuhalten.

Zweitrangig scheint die breite Motorradjacke und der Helm - doch genau wie uniformierte Männer attraktiver sind als Männer im T-Shirt, kann auch eine Motorradjacke am richtigen Körper wahnsinnig gut aussehen. In Kombination mit einem schicken Motorrad macht nämlich fast jeder Mann eine gute Figur. Gerade in jungen Jahren ist es angeblich für eine Frau faszinierend, wenn der Mann seinen Helm abzieht und seine fransig gewachsenen Haare schüttelt. Dieses Bild wird nicht selten in Filmen oder Büchern aufgegriffen.

Was ebenfalls absolut unattraktiv ist, sind Männer, die fest überzeugt sind von ihrer Männlichkeit, welche sie durch diesen starken Glauben an sich selbst nicht ausstrahlen. Männer, die es übertreiben und meinen, mit übertrieben hoher Geschwindigkeit über die Autobahn brettern zu müssen, sind im Übrigen mindestens genauso unattraktiv wie Motorradfahrer, die glauben, die Verkehrsregeln gelten für sie nicht.

Ob Motorradfahren auf alle Frauen Eindruck macht, lässt sich pauschal nicht sagen, sollte dem Motorradfahrer im Idealfall aber herzlich egal sein. Das Motorradfahren sollte also keine Masche sein, nicht der verzweifelte Versuch, eine Frau abzuschleppen. Als echtes Hobby taugt das Motorradfahren tatsächlich etwas - und nur so ist ein langfristiger Erfolg bei Frauen realistisch: Indem man man selbst ist.

Motorradfahrende Frauen

Die Figur kaschierende Textilkombi, die langen Haare hängen hintem am Helm raus (Stadtfahrt, daher nicht per Buff eingepackt). Im Helm ist das Sonnenvisier runtergeklappt, neugierige Blicke gibt es offensichtlich.Klappe ich dann das Kinnteil hoch und der Vollbart kommt raus, ist manch ungläubiger/entsetzter/irritierter Gesichtsausdruck zu sehen.Also scheint schon eine gewisse Erwartungshaltung bei manchen Herren zu bestehen?

Wenn ich mir so die Frauen anschaue, die Motorrad fahren, in meinem Umfeld, kann man das ganz gut unterteilen: 40% Deko (= fährt nur ab und an mal hinten mit), 40% ab und an Fahrer (fährt nur zu Bikerevents und bei schönstem Wetter bzw nur wenn der Freund auch fährt), 20% "richtige" Motorradfahrer, die fahren egal ob nun jemand anders dabei ist, auch mal mit dem Motorrad ins Geschäft oder sonstwohin fahren und auch wissen was sie da eigentlich fahren,die Optik der Frau, lassen wir jetzt erst mal aussen vor.

Die Wirkung auf Männer ist eigentlich immer positiv, wenn diese selbst Motorradfahrer sind. Problematisch könnte es wohl werden, wenn der Mann keinen Schein hat bzw fährt, da viele Männer wohl was dagegen hätten, wenn die hübsche freundin übers Wochenende mit männlichen Freunden in die Alpen fährt, und hinten drauf mitfahren, werden noch weniger wollen, geschweige denn das man als Frau einen 80kg+ Beifahrer dauernd dabei haben will.

Was ICH an Motorradfahrenden Frauen gut finde,1. es zeigt, das die Frau relativ selbstständig ist, denn sie hat schliesslich den Schein gemacht UND fährt eben auch immer noch (schon viele haben ja auf Druck von aussen den Schein gemacht und dann nie wirklich gefahren)2. es zeigt das sie unternehmungslustig ist und kein Stubenhocker.

Mega wenn Mädels Motorrad fahren. Haben auch welche in der Gruppe. Leider denken viele das wäre ein Männerding. Finde ich jetzt nicht in dem Sinne "attraktiv", wenn eine Frau Motorrad fährt. Ist aber ein tolles Hobby, was natürlich auch Frauen haben können.Gibt aber erfahrungegemäß schon relativ viele Menschen die Motorradfahrer attraktiv finden. Kenne ich aber dann eher umgekehrt, dass Frauen oder andere Männer, männliche Biker attraktiv finden.

Statistiken und Fakten

Warum rangiert der Anteil der Motorrad fahrenden Frauen trotz optimaler Rahmenbedingungen seit Jahren auf niedrigem Niveau? An meinem wachen Auge kann es wohl kaum liegen. Darüber hinaus begegnen uns Frauen auf dem Motorrad nicht nur in der realen Welt in homöopathischer Dosierung, sondern auch in der virtuellen. Wer nach dem Begriff „Frauen Motorrad“ sucht, stößt zu allererst auf Vorschläge wie „Einsteigermaschinen für Frauen“, „Motorradbekleidung für Frauen“ oder er landet auf einem Dating-Portal.

Trotz vielfältiger mittlerweile verfügbarer Statistiken bleibt es schwierig, den Anteil der aktiv Motorrad fahrenden Frauen exakt zu ermitteln. Die nüchterne Statistik gibt nicht auf alle Fragen eine brauchbare Antwort. Zudem geistern Zahlen und Quoten durch die Welt, die einer statistischen Nachprüfung oft nicht standhalten. Vielfach werden sie unbesehen und vergröbert in den Medien durchgereicht.

Die offiziellen Angaben zum Besitz eines Motorradführerscheins bei Frauen beruhen auf demoskopischen Umfragen (computergestützten persönlichen Interviews). Offen bleibt dabei immer noch, wie viele aktive Motorradfahrerinnen tatsächlich hinter diesen Zahlen stecken. Zudem beobachten wir das Paradoxon, daß einerseits der Bestand an Motorradführerscheinen zwar kontinuierlich steigt, andererseits aber die Zahl der jährlich erteilten Motorradfahrerlaubnisse seit 2016 stetig sinkt. Vielleicht gewinnen wir ein aussagekräftigeres Bild zum Thema „Frauen und Motorrad“, wenn - wie das Bundesverkehrsministerium angekündigt hat - der umfangreiche Datenbestand des Kraftfahrt-Bundesamtes („eine der größten und interessantesten Datenquellen überhaupt“) für die wissenschaftliche Forschung freigegeben wird.

Bei der Auswertung der Versicherungsabschlüsse unter Einschluß von geschlechtsspezifischen Besonderheiten der Motorradszene kommt sie auf einen durchschnittlichen Anteil der auf Frauen zugelassenen Motorräder von 9,9 %. Es bleibt zu berücksichtigen, daß nicht alle Frauen ihre Motorräder selbst versichern, sondern auf ein anderes Haushaltsmitglied zulassen.

Unter Berücksichtigung aller statistischen Lücken und Unschärfen erscheint damit eine Gesamtquote der Motorrad fahrenden Frauen zwischen 10 und 13 % durchaus realistisch.

Frankreich gilt als Land, in dem Frauen mit großer Selbstverständlichkeit in alle Bereiche des öffentlichen Lebens integriert sind. Gleichwohl sind auch hier Frauen auf dem Motorrad eine eher seltene Ausnahme. Die britische Verkehrsstatistik (2016) basiert auf einem Bestand von 1 Mio. steuerpflichtig gemeldeten Motorrädern und einer Gesamtzahl von 5 Mio. Führerscheininhabern der vergleichbaren Klasse A. Von diesen wiederum sind 525.000 Frauen, was einer Quote von 10,5 % entspricht.

Mit dem kontinuierlichen Anstieg der Führerscheininhaber der Klasse A in den vergangenen Jahren hat auch die Zahl der Frauen in dieser Kategorie zugenommen. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für die bedeutsamsten Motorradmärkte und -nationen in Europa: Italien, Frankreich und Großbritannien.

Motorräder in Deutschland leisten im Schnitt 103 PS, die stärksten fahren die 50- bis 60-Jährigen, deren Zweiräder im Mittel 106 PS bieten.

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