Wie lange hält eine Fahrradkette bei Nabenschaltung?

Keine Fahrradkette hält ewig. Über kurz oder lang braucht es eine neue Kette. Glücklicherweise ist ein Wechsel der Kette nicht besonders schwer. So klappt es bei jedem Fahrrad.

Faktoren, die die Lebensdauer einer Fahrradkette beeinflussen

Grundsätzlich ist die Lebensdauer der Kette abhängig von Fahrradtyp und Nutzung. Die Haltbarkeit einer Kette hängt von Einsatz, Pflege und Schaltungsart ab. Natürlich ist das abhängig von Wetterbedingungen , Pflege, Krafteinsatz, und weiterem.

Bei jeder Fahrt ist eine Fahrradkette beachtlichen Zugkräften ausgesetzt. Über die Zeit dehnt sich das Material und die Kette wird länger. Das Resultat: Die Kette passt nicht mehr in die Ritzel und die Schaltvorgänge werden unsauber.

Die Hauptursache des Kettenverschleiß sind mechanische Belastungen durch Reibung und der Schräglauf bei Kettenschaltungen. Die Nutzung von kleinen Ritzeln sowie die Abrasionswirkung von anhaftendem Schmutz fördern den Verschleiß ebenso wie der bei Kettenschaltungen unvermeidliche Schräglauf. Denn bei jedem Abknicken der Kette werden die Verbindungsbolzen ein klein wenig abgeschliffen, was im Laufe der Zeit zu Spiel in den Kettengelenken führt. Dieser dadurch entstehende Verschleiß macht sich durch eine Längung der Kette bemerkbar.

Ist man bei Wind und Wetter oder gar im Winter unterwegs, verschleißt die Fahrradkette noch schneller.

Lebensdauer im Vergleich: Kettenschaltung vs. Nabenschaltung

Im Schnitt habe ich gelesen das eine Ketten mit Kettenschaltung 1500-2500 km hält bevor man sie wechseln sollte oder reist (?). Wie würde es UNGEFÄHR bei selben Verhältnissen bei einer Nabenschaltung aussehen?

Bei Kettenschaltungen variiert diese von 1000 km im Offroad-Einsatz auf bis zu 5000 km unter idealen Bedingungen und guter Pflege. Eine wenig beanspruchte Fahrradkette kann bis zu 5.000 Kilometer halten. Bei intensiverer Nutzung, etwa bei einem Rennrad, steht der Wechsel in der Regel früher an.

Bei der Nabenschaltung gibt es den gleichen Verschleiß, jedoch wechselt man Gänge nicht durch Umstellung auf ein anderes Ritzel, sondern durch ein Getriebe, unabhängig vom Kettenlauf. Auch hier längt sich die Kette und später verformt sich das einzelne Antriebsritzel. Aber nach 6000-10000km ist eine gelegentlich gepflegte Kette auszutauschen, dann ebenfalls mitsamt dem Ritzel.

Wichtigster Vorteil der Kette einer Nabenschaltung ist aber, das sie in einem geschlossenen Kettenschutz laufen kann und somit kein Schmutz von Außen an die Kette dringt. Die Wartung ist dadurch erleichtert. Nicht unbedingt durch den Kettenschutz, die Dinger können nervtötend zu öffnen und schließen sein, aber die Intervalle für Reinigung und Schmierung der Kette können starkt ausgedehnt werden. Und man kann die Kette zu fett schmieren, ohne Schutzanhaftungen zu riskieren, was eine Schmierung der Kette sowie den Rostschutz verbessert.

Unter gleichen Bedingungen wie die Kettenschaltung, d.h. offen gefahren und auch nur den gleichen Pflegeaufwand (z.B. mit Öl abwischen) kann bei der Nabenschaltung alles die dreifache Laufleistung drauf bleiben. Wenn man zusätzlich den Vorteil nutzen will, den Nabenschaltungsantrieb zu schützen, mehr als das 5-fache.

Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer einer Fahrradkette

Die Fahrradkette ist einem ständigem Verschleiß unterworfen. Die Fahrradkette ist vielen unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt und somit ein Verschleißteil. Mit der richtigen Pflege werden Sie lange viel Freude an Ihrem Fahrrad haben.

Um die Kette möglich lange zu nutzen, also einem Wechsel möglichst lange aus dem Weg zu gehen, ist gute Pflege und umsichtiger Umgang von Nöten. Außerdem sollte die Kette am Bike nicht über Maß belastet werden.

Die Fahrradkette sollte stets sauber und frei von Sand, Dreck, Erde und anderen Verunreinigungen sein. Ist die Kette verdreckt, wirken die kleinen Schmutzpartikel wie z.B. Sandkörner wie Schleifpapier und schmirgeln die Kettenglieder, aber auch die Ritzel an den Zahnkränzen unnötig ab. Umso schneller ist eine neue Kette fällig.

Die Kette sollte immer gut geschmiert bzw. geölt sein. Nur wenn die Fahrradkette über einen ausreichenden Schmierfilm verfügt, gleitet sie reibungslos und geräuschlos über die Ritzel der Kettenblätter und Zahnkranzkassette. Bei schlechter Schmierung nutzt sie sich übermäßig stark ab. Eine regelmäßige Pflege mit einer Kettenpflege ist daher wichtig.

Bemerken Sie ein steifes Kettenglied, sollten Sie dieses wieder gut gangbar machen. Läuft die Kette nicht ganz "rund" über die anderen Komponenten des Antriebs, sorgt dieses ebenfalls für eine erhöhte Abnutzung aller Einzelteile.

Achten Sie beim Fahren bzw. Treten am besten immer auf eine ideale Kettenlinie. Dieses bedeutet, dass die Kette am leichtesten "läuft", wenn sie vorne auf dem Kettenblatt in etwa in der gleichen Linie nach hinten zu den Ritzeln der Kassette verläuft. Fahren Sie z.B. vorne auf dem größten Gang auf dem höchsten Kettenblatt und hinten ebenfalls auf dem höchsten Ritzel der Kassette, läuft die Kette sehr "schräg". Dieses sorgt ebenfalls auf Dauer für eine übermäßig starke Belastung und damit zur erhöhten Abnutzung.

Schalten Sie nicht zu früh in den nächst höheren Gang. Übermäßig starkes Treten in einem zu hohen Gang sorgt ebenfalls für eine erhöhte Belastung der Einzelkomponenten der Fahrradkette. Schalten Sie nach Möglichkeit nicht unter Volllast. Dieses belastet die Ketten übermäßig stark. Beim Schalten in einen anderen Gang sollten Sie immer ganz kurz mit dem Treten innehalten und den Druck von den Pedalen nehmen. Dieses schont Kette und Kettenblatt bzw.

Verschleiß prüfen und Kette rechtzeitig wechseln

Von Zeit zu Zeit sollten Sie die Kette auch auf Verschleiß prüfen. So kann die Kette rechtzeitig ausgetauscht werden. So kann eine gelängte Kette die Zahnkränze und Kettenblätter nicht übermäßig abnutzen. Außerdem kann eine verschlissene Kette über die Ritzel rutschen bzw. springen und lässt sich nicht mehr optimal und geräuschlos schalten.

Gibt es also Probleme im Antrieb und beim Schalten der Gänge, ist es möglicherweise Zeit für einen Wechsel. Wer sich nicht sicher ist oder die Dehnung der Kette genau messen möchte, kann auf eine Kettenverschleißlehre zurückgreifen. Das kleine Tool kostet ca. 5 Euro. Die erste setzt man an einer Kettenrolle an. Die zweite Nase wird nach dem vorgegebenen Abstand in den nächsten Zwischenraum abgesenkt. Bleibt die Nase in der Kette hängen, ist noch alles gut. Rutscht sie durch den Zwischenraum, ist die Kette verschlissen und sollte gewechselt werden.

Der Kettenverschleiß sollte regelmäßig mittels eines Messschiebers oder einer geeigneten Kettenlehre überprüft werden.

Eine alte Fahrradkette kann bei Belastung reißen. Wer seine Kette zu spät wechselt, riskiert außerdem kostspielige Folgeschäden. Eine unsauber laufende Kette beansprucht auch die Ritzel. Dann kann es passieren, dass nicht nur die Kette, sondern auch die Zahnräder gewechselt werden müssen.

Wie findet man die richtige Fahrradkette?

Für Fahrradketten gibt es zwei wichtige Maße. Das ist zum einen der Abstand zwischen den Kettengliedern. Praktischerweise ist er hierzulande genormt und beträgt 1/2". Nur bei sehr speziellen und älteren Rädern findet man noch Maße wie 5/8". Die zweite Größe ist das Innenmaß der Breite. Sie ist abhängig davon, wie viele Zahnräder die Schaltkassette an der Hinterachse hat: je mehr Ritzel, desto schmaler die Kette. Deshalb ist auf den Verpackungen im Allgemeinen auch angegeben, für wie viele Ritzel die Kette geeignet ist.

Bei hochwertigen Fahrrädern bietet es sich an, eine Kette vom Hersteller des Schaltwerks zu kaufen - auch dann muss das Kettenschloss der Breite der Kette entsprechen.

Der Wechsel in 5 Schritten

An erster Stelle steht natürlich eine neue Kette. Sie muss sich für den Fahrradtyp eignen. Man unterscheidet zwischen Ketten mit Kettennietstift und Kettenschloss (auch Kettenverbindungsglied genannt). Zum Schließen eines Kettenschlosses wird kein Werkzeug benötigt.

Ketten mit Kettenstift erfordern einen Kettennieter. Mit ihm wird der Nietstift, der bei der neuen Fahrradkette dabei ist, durch die Verbindung gedrückt. Er kostet rund 15 Euro. Viele Fahrrad-Multitools haben standardmäßig einen Nieter integriert. Steht der verbindende Nietstift über das Kettenglied hinaus, sollte er mit einem Seitenschneider gekürzt werden.

Sinnvoll sind zudem Arbeitshandschuhe, der Kettenwechsel ist eine schmutzige Angelegenheit. Wichtig: Am Ende die neue Kette zum Schutz gründlich schmieren.

  1. Entnahme der alten Kette: Durch seitliches Drücken auf das Glied und leichtes Zusammenschieben der Kette springt das Schloss auf. Hat die Kette kein Schloss, ist es korrodiert oder findet man es vor lauter Schmutz nicht, kommt der Nietstift zum Einsatz. Er wird an einem beliebigen Kettenglied angelegt und mithilfe seiner Stellschraube auf der einen Seite fixiert. Von der anderen Seite wird nun durch Eindrehen eines Gewindes der Nietstift herausgeschoben und die Kette springt auf.
  2. Ermitteln der richtigen Kettenlänge: Davon ausgehend, dass die alte Kette einst die richtige Länge besaß, kann sie als Referenz für die neue Kette dienen. Es gibt Fahrradketten mit unterschiedlicher Anzahl an Kettengliedern, üblicherweise zwischen 108 und 126 Gliedern. Die Länge der einzelnen Glieder ist bei allen Fahrradketten gleich. Die Anzahl der Kettenglieder der alten Kette muss auch die neue Kette aufweisen - hier hilft nur sorgfältiges Abzählen. Entsprechend muss eine zu lange Kette gekürzt werden. Die tatsächliche Länge der alten Kette spielt dagegen keine Rolle, denn sie wurde im Laufe der Zeit länger. Wer die alte Kette nicht mehr zur Hand hat, fädelt die neue Kette auf das größte Ritzel am Rad ein und führt sie per Hand straff zusammen. Zu dieser Kettenlänge werden dann noch zwei Kettenglieder hinzugezählt.
  3. Kürzen der Fahrradkette: Bevor die Kette gekürzt wird, gilt es noch, ein Detail zu beachten: Abwechselnd gibt es breite und schmale Kettenglieder. Soll die Kette später mit einem Kettenschloss zusammengeführt werden, müssen auf beiden Seiten der neuen Kette schmale Glieder übrig bleiben. Wird die Kette dagegen mit einer Niete verschlossen, muss das eine Kettenende ein breites (Außenlasche) und das andere ein schmales Glied (Innenglied) aufweisen. Ist der exakte Ort der Kürzung bestimmt, kommt wieder der Kettennieter zum Einsatz. Analog zum Entfernen der alten Kette wird er an der entsprechenden Stelle angesetzt und der Nietstift herausgepresst.
  4. Einbau der neuen Kette: Beginnend mit dem vorderen Zahnkranz wird die Kette nun auf das Ritzel gelegt, auf dem zuletzt auch die alte Kette war. Dann geht es durch den Umwerfer und in das hintere Schaltwerk - auch hier wieder auf das gleiche Ritzel, wo zuvor die alte Kette lag. Gerade für Anfänger ist es hilfreich, sich vor dem Kettenwechsel viele Detailbilder mit dem Handy zu machen, um im Zweifelsfall zu wissen, wie die Kette geführt werden muss.
  5. Schließen der Kette: Soll die Kette mit einem Kettenschloss zusammengeführt werden, wird das Verbindungsglied über die beiden freien Innenlaschen der Kette gesteckt und zusammengeklipst. Das geht in jeder beliebigen Position. Um sie ganz zu verschließen, muss die Kette so bewegt werden, dass sich das Schloss auf der Fahrradoberseite befindet. Sobald das Fahrrad dann wieder auf seinen Rädern steht, hilft es, aufzusteigen und einmal kräftig in die Pedale zu treten, damit sich das Kettenschloss mit einem hörbaren Klicken vollständig verschließt. Soll die Kette dagegen mit einem Nietstift zusammengeführt werden, werden händisch die Kettenenden zusammengeführt und der Kettennieter kommt zum Einsatz - diesmal zum Eindrücken des Nietstifts.

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