Erfolgreiche Routenplanung mit Komoot: Eine umfassende Anleitung

Das Fahrrad steht bereit, das Wetter ist perfekt - doch wohin soll die Reise gehen? Und wie finde ich einen geeigneten Weg? Das Routenplanungs- und Navigationsprogramm Komoot kann hier helfen. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung zur Planung und Navigation mit Komoot, sowohl über die App als auch über die Browser-Version. Selbst Routen quer durch Deutschland waren ein voller Erfolg. Trauen Sie sich doch einmal an Ihre eigene Route oder lassen Sie sich von einer der vielen fertigen Routen inspirieren!

Komoot-App herunterladen und Konto erstellen

Die Routenplanung geht am besten über www.komoot.de auf einem großen Bildschirm. Wer sich jedoch von Komoot navigieren lassen möchte, der muss die App im App-Store (iOS) oder Play-Store (Android) aufs Smartphone herunterladen und anschließend ein Benutzerkonto erstellen.

Inspiration finden

Einfacher als das Selbstplanen ist es natürlich, auf die Vorschläge der Komoot-Community zurückzugreifen. Nach einem Klick in der Menüleiste auf "Entdecken", in der App als Sternchen dargestellt, und der Auswahl des Fahrradtyps sowie des Ortes erscheinen meist zahlreiche Touren. Sie haben eine interessante Strecke gefunden und wollen losfahren? Auf geht es zu Schritt 5!

Die spannende Route ist noch nicht gefunden? Dann schauen Sie doch einmal bei den „Highlights“ vorbei. Diese befinden sich in der App im Menü direkt neben den Touren, können aber auch auf der Karte gefunden werden.

Noch immer keine Idee, wo es hin gehen soll? Dann googeln Sie nach den besten Eisdielen der Umgebung. Denn ein Eis haben Sie sich nach der Fahrt sowieso verdient.

Eigene Route planen - Schritt für Schritt

  1. Fahrradtyp auswählen: Rennrad bedeutet, dass unbefestigte Wege nahezu gemieden werden. Bei der Kategorie Mountainbike wählt Komoot die Strecke so, dass möglichst viele Sandwege, aber auch schwierige Trails enthalten sind. Die Auswahl Fahrrad ist eine "gesunde Kombination" aus beidem und für Tourenradler empfehlenswert.
  2. Startpunkt festlegen: Wählen Sie den Ort aus, indem Sie eine Adresse eingeben oder einen Punkt auf der Karte auswählen.
  3. Zielpunkt festlegen: Klicken beziehungsweise tippen Sie auf ein Highlight auf der Karte und wählen Sie dieses als Ziel aus, oder geben Sie eine Zieladresse ein. Anschließend erscheint eine Route. Meist jedoch weist diese noch Verbesserungspotenzial auf. Zwar bemüht sich Komoot, schöne Strecken zu finden, dennoch wählt die Software oftmals den kürzeren und weniger schönen Weg. Schließlich kann man auf einer entspannten Radtour auch mal einen kleinen Umweg fahren.

Wie findet man eine gute Route?

Am besten nutzt man dafür wieder zwecks der Übersichtlichkeit einen großen Bildschirm. Ansonsten übersieht man schnell Radwege, kleine Parallelstraßen oder spannende, von anderen Nutzern eingetragene Highlights. Ein weiterer Vorteil auf dem Desktop-Rechner - man kann aufs Satellitenbild umschalten. Von der Luft aus erkennt man recht schnell, wie stark eine Straße befahren oder inwieweit ein Feldweg noch vorhanden ist. Sogar der Radwegzustand ist teilweise ersichtlich. Unter dem Plus- und Minus-Zeichen zum Zoomen kann die Satellitenkarte ausgewählt werden.

Tipps für eine gelungene Route

  • Highlights nutzen: Achten Sie auf die eingetragenen Highlights und fügen Sie diese, sofern interessant, ihrer Route hinzu. Highlights können auch tolle Streckenabschnitte sein.
  • Radwege beachten: Grüne Linien zeigen Radwege an. Über den Zustand kann jedoch nur gerätselt werden, sofern keine Fotos anderer User vorhanden sind. Radwege abseits der Straßen, beispielsweise auf ehemaligen Bahndämmen, sind hingegen oftmals besonders schön.
  • Große Straßen meiden: Diese machen meist keinen Spaß, selbst wenn Radwege daneben vorhanden sind. Normalerweise gilt: Je kleiner die Wege, desto schöner. Es gibt viele, kaum von Autos befahrene Wirtschaftswege, die sich entlang von Feldern und Wäldern schlängeln. Auf der Karte sind kleinere Straßen schmaler dargestellt, Sandwege sind meist hellbraun umrandet. Schmale Trails werden als schwarze Linien dargestellt.
  • Wegtypen und Wegbeschaffenheiten beachten: Wenn Sie mit der Maus über der jeweiligen Angabe stehen bleiben, werden die entsprechenden Abschnitte auf der Karte hervorgehoben. Lange, unangenehme Kopfsteinpflaster-Passagen oder Bundestraßenabschnitte fallen so schneller auf.
  • Übung macht den Meister: Gute Routen zu erstellen ist Erfahrungssache. Beim ersten Versuch muss nicht immer gleich alles perfekt sein. Merken Sie sich die schlechten Wege.

Sich navigieren lassen

Suchen Sie die gespeicherte Route in Ihrem Profil. Entscheiden Sie, ob diese offline verfügbar sein soll. Drücken Sie anschließend auf Navigieren - und schon kann es losgehen. Es erscheint eine Fehlermeldung? Dann lesen Sie Schritt 6.

Karten erwerben

Damit Sie sich navigieren lassen können, müssen Sie die entsprechende Komoot-Region erwerben. Eine Region ist kostenlos. Kartengrenzenübergreifende Strecken sind kein Problem. Die Route muss lediglich in einer bereits erworbenen Region starten.

Komoot Maps und Premium: Was kostet die Navigation?

Bevor es mit Komoot losgehen kann, ist noch zu klären wie viel du investieren musst, um die Navigations App zu nutzen. Dafür muss man zunächst grundsätzlich zwei Versionen unterscheiden: „komoot maps“ und „komoot premium“.

Komoot Maps

Komoot Maps bietet im Grunde schon ein ziemlich vollständiges Rundumpaket bestehend aus dem Planungstool mit Navigationsfunktion und Kartenmaterial. Dieses kannst du online wie offline nutzen. Zusätzlich profitierst du von der komoot Community mit User-Tipps, aber auch redaktionellen Inhalten. Hier gibt es das kostenlose „Schnupperpaket“ mit einer Einzelregion. Es ist bestens geeignet, wenn du komoot erstmal zu Hause ausprobieren möchtest. Wenn du die App in der Folge nur gelegentlich nutzt, kannst du weitere Einzelregionen für jeweils 3,99 Euro dazukaufen.

Beim „Mehrregionenpaket“ für 8,99 Euro schaltest du gleich mehrere Regionen im gewünschten Umkreis frei. Perfekt für die Nutzung daheim, wenn du einen größeren Umkreis entdecken willst. Das „Weltpaket“ - der Name verrät es schon - schaltet die ganze Welt frei und das für 29,99 Euro. Und weil alle maps-Pakete keine Abos sind, sondern einmalig gekauft werden, ist dieses Paket auch unsere ganz klare Kaufempfehlung. Zumindest, wenn du auch nur ansatzweise vorhast, komoot öfter zu benutzen. Hier findest du alle Inklusivleistungen der maps-Pakete.

Komoot Premium

Komoot Premium tickt da etwas anders, nämlich im Abo-Modus. Auf den Punkt gebracht: 59,99 Euro im Jahr. Das ist ganz klar deutlich teurer und lohnt sich nur, wenn du die zusätzlichen Funktionen der Navigations App auch zu schätzen weißt. Diese sind immerhin ziemlich cool. Wir mögen vor allem die Möglichkeit, ganz einfach eigene Collections erstellen zu können. Das ist für die Planung cool, aber auch, um seinen Freunden eine Region oder bestimmte Highlights zu empfehlen. Ebenfalls äußerst hilfreich ist die Mehrtages-Tourplanung, die perfekt ist, um lange (Bikepacking-) Touren zu planen.

So viel Spaß für wenig Geld? Für rund 30 Euro - einmalig wohlgemerkt - gibt’s das komoot Komplettpaket, das im Grunde völlig ausreicht. Das ist, wie wir finden, ein absolut faires Angebot. Super ist auch die Möglichkeit, sportartspezifisches Kartenmaterial auszuwählen. Auf der Mountainbikekarte werden dann zum Beispiel alle Trails farbig markiert, während auf der Radkarte zum Beispiel Fernradwege hervorgehoben sind. Darüber hinaus kannst du in den geplanten Touren zeitlich abgestimmte Wetterdaten abrufen. Als Sahnehaube sind im Paket sogar eine AXA Reiseversicherung sowie diverse Rabattaktionen mit komoot Partnern enthalten. Alle Premium Features kannst du hier nachschlagen.

Preisübersicht Komoot

Paket Funktionen Zahlung
Einzelregion Sprachnavigation, Offline-Karten Einmalzahlung, erste Region kostenlos
Regionen Paket Sprachnavigation, Offline-Karten Einmalzahlung, mehrere Regionen im Umkreis als Paket
Welt Paket Sprachnavigation, Offline-Karten Einmalzahlung, weltweit alle verfügbaren Karten
Premium Alle Funktionen vom Welt-Paket, Mehrtagesplaner, Eigene Collections, Sportartspezifische Karten, Tourwetter, AXA Versicherung und Premium-Angebote Zahlung jährlich oder Monatsweise (4,99 Euro/Monat)

Entdecke deine Umgebung

Wenn du auf dem Desktop die Startseite aufrufst, befindet sich oben links der Reiter „Entdecken“. In der Leiste darunter kannst du den Ort eintragen, in dem du starten möchtest. Links daneben brauchst du dann nur noch die Sportart auswählen. Und schon bekommst du eine ganze Reihe von möglichen Strecken angezeigt. Du kannst die Ergebnisse sortieren, zum Beispiel nach der Dauer der Tour, dem Schwierigkeitsgrad oder ob der Start mit dem ÖPNV erreichbar sein soll.

Ganz oben rechts ist es außerdem möglich, den Umkreis der Suche anzupassen. Dort kannst du auch auf die Kartenansicht umschalten. Zusätzlich hast du die Option, unter den Skalierungsbuttons (Zoom in/Zoom out) unterschiedliche „Points of Interests“ anzeigen zu lassen. Sie sind dort nach Themenschwerpunkten aufgeführt. Die eingetragenen Highlights sind natürlich auch eine tolle Planungshilfe.

Auch auf dem Smartphone kannst du dir ganz anschaulich Touren, Highlights oder Collections in einem bestimmten Umkreis von deinem Zuhause oder einem beliebigen Ort anzeigen lassen.

Diese roten Kreise im Planungstool sind die sogenannten „Highlights“, die von allen komoot Usern angelegt und ergänzt werden können. Sie geben dir einen guten Eindruck vom Charakter deiner Tour. Am Smartphone hast du die Wahl, ob du Wegpunkte per Adresse oder ganz einfach per Finger-Touch hinzufügen möchtest. Letzteres ist am kleinen Display zugegebener Weise nicht immer ganz präzise.

Plane deine Touren

Im nächsten Schritt kannst du die Tour in deinem komoot Profil speichern. Dort kannst du sie auch bearbeiten, teilen herunterladen oder die exakte Wegbeschreibung inklusive kleiner Karte ausdrucken. Es sind alle Highlights der Tour untereinander aufgelistet. Ganz am Ende, hinter dem letzten Highlight der Route, bekommst du eine genaue Übersicht der Weg-/Fahrbahnbeschaffenheiten, sowie das Höhenprofil. Mit der Funktion „Anpassen“ kannst du einen neuen Start- und Zielpunkt erstellen, aber auch die gesamte Route kopieren und umplanen.

Dazu musst du die „Kopie im Planer öffnen“. Dort ist es anschließend möglich, Wegpunkte und Highlights hinzuzufügen und zu entfernen. Auch den Startpunkt (dieser ist mit A gekennzeichnet) sowie den Endpunkt (B) kannst du verschieben. Es gibt mittlerweile wirklich viele durchdachte Funktionen. Am besten ist es, wenn du für den Anfang einfach mal ein bisschen herumprobierst. Denn trotz der zahlreichen Optionen ist die Navigations App im Grunde sehr schön übersichtlich und intuitiv. Und zusammen mit unserer komoot Anleitung bekommst du das ganz sicher hin.

Deine erste Radtour mit komoot planen - Schritt für Schritt Anleitung

Wenn du keine Lust auf eine vorgefertigte Tour hast, sondern lieber selber kreativ werden möchtest: Kein Problem. So kannst du alle wichtigen Eckdaten, Untergründe, Rastplätze und Versorgungsstellen selbst festlegen und auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Mit komoot kannst du die Routenplanung auf dem Handy vornehmen, vor allem aber auch auf dem Computer.

Grundsätzlich ist unsere Empfehlung: Wenn du es einrichten kannst, plane zu Hause auf dem Desktop. Das ist doch wesentlich komfortabler und übersichtlicher, als auf dem kleinen Handy-Touchscreen. Grundsätzlich muss man dennoch sagen, dass auch die Handyversion vollumfänglich und richtig gut funktioniert. Am besten findest du selbst heraus, wie es für dich am einfachsten ist.

Sportart auswählen

Zuerst solltest du die passende Sportart wählen. Generell gibt es fünf verschiedene Fahrrad-Aktivitäten und drei zu Fuß. Wählt nach eurer gewünschten Fortbewegungsart (wenn ihr ein Trekkingbike habt, bietet sich „Fahrrad“ an, bei einem Mountainbike eben „Mountainbike“ und so weiter) aus. Jede Aktivitätsart setzt bei der Planung andere Schwerpunkte.

Fitness-Level angeben

Für die grobe Berechnung deiner Aktivitätsdauer kannst du noch dein Fitnesslevel angeben. Zwischen „Untrainiert“ und „Profi“ ist alles dabei. Besonders bei längeren Aktivitäten ist es sinnvoll auf die Zeit zu achten, die du ungefähr unterwegs sein wirst. Daran lassen sich viele Faktoren wie Verpflegung und zusätzliches Equipment wie Beleuchtung ausrichten.

Auswählen: Nur hin oder auch zurück?

Ganz wesentlich für die Erstellung deiner Route ist, ob es ein Rundweg sein soll (bei dem Start und Ziel gleich sind) oder ob es eine One-Way-Tour wird. Die angezeigten Daten wie Kilometer und Höhenmeter, aber natürlich auch die Aktivitätsdauer werden nur dann „korrekt“ angezeigt, wenn du diesen Punkt für deinen Anwendungsfall korrekt ausfüllst.

Startpunkt wählen

Nun wird der Startpunkt der Route festgelegt. Dies lässt sich durch einen Klick in der Karte machen, oder durch die Eingabe der Startadresse (Eingabefeld A). Alternativ kannst du auch einfach deinen aktuellen Ort automatisch übernehmen.

Zielpunkt wählen

Dabei gilt das Gleiche wie beim Startpunkt. Entweder in die Karte klicken, Adresse eingeben oder aktuellen Ort übernehmen. Wenn du eine Runde planst, bei der Start- und Zielpunkt gleich sein soll, dann ist der Zielpunkt ungleich dem Startpunkt. Wähl in diesem Fall einfach ein Highlight im direkten Umfeld deines Startpunktes aus, oder klicke/touche direkt neben dem Start auf einen neuen Wegpunkt. Für so eine Runde solltest du zudem „nur Hinweg“ auswählen.

Weitere Highlights und Wegpunkte zur Tour hinzufügen und Strecke anpassen

Nun solltest du bereits eine ansehnliche Route angezeigt bekommen. Du kannst diese Route nun in zwei weiteren Schritten verfeinern. Zum einen kannst du durch das Anklicken in der Karte weitere Highlights und „Points-of-interests“ hinzufügen, zum anderen ist es möglich, die konkreten Wege anzupassen. Wenn du beispielsweise auf der Karte eine Straße entdeckst, die du lieber fahren möchtest, dann kannst du dir einfach mit der Maus einen Punkt des zu ändernden Abschnitts „packen“, geklickt halten und auf die gewünschte Straße ziehen.

Besonders bei längeren Touren ist das zwar manchmal aufwendig, aber es kann sich lohnen, um zum Beispiel viel befahrenen Bundesstraßen aus dem Weg zu gehen oder kleine Planungsfehler zu beseitigen. Manchmal ist die entspannte kleine Nebenstraße, die parallel zur stark befahrenen verläuft, nur einen Klick entfernt. Manchmal will man aber eben auch die schnellste Route nehmen. So oder so schadet es also nicht, sich die erstellte Route nochmal kurz etwas genauer anzusehen. Diese Feinarbeit geht übrigens am großen Computer eindeutig leichter von der Hand, als am Handy.

Komoot Tipps: Die erstellte Route abfahren

Hast du alle unsere komoot Tipps ausprobiert und deine erste Route fertig? Dann ist nur noch eine Frage zu klären: Wie kommt die Route von deinem komoot Profil ans Fahrrad? Dazu gibt es grundsätzlich drei Wege:

Ausdrucken der Routenbeschreibung

Das ist natürlich relativ oldschool und nur zu empfehlen, wenn du das aus irgendeinem Grund wirklich unbedingt so machen möchtest. Immerhin: Diese Option gibt es, du kannst jede Tour einfach per Mausklick direkt an den Drucker senden. Ein Vorteil kann sein, dass das analoge Dokument natürlich weder Batterie noch GPS Empfang benötigt und deshalb immer dabei ist, egal wie lange und wo du unterwegs bist.

Verwenden der komoot App auf dem Smartphone

Mit der komoot Navigations App für Android und IOS kannst du dich auf zwei Arten navigieren lassen. Zum einen über das Display, zum anderen über akustischen Abbiegehinweise. Für beide Anwendungsfälle musst du die GPS-Funktion am Smartphone aktiviert haben. Du kannst alle geplanten Touren auch offline (also ohne mobile Datennutzung) verfügbar machen. Einfach den Regler dafür unter der Touren-Zusammenfassung rüberziehen. Natürlich musst du vorher die benötigte Karte herunterladen, nicht nur den Track. Das vergisst man gerne mal, insbesondere, wenn es ins Ausland geht.

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