Fahrradkette Reparieren: Eine Anleitung

Keine Fahrradkette hält ewig. Über kurz oder lang braucht es eine neue Kette. Glücklicherweise ist ein Wechsel der Kette nicht besonders schwer. So klappt es bei jedem Fahrrad.

Wann sollte die Fahrradkette gewechselt werden?

Bei jeder Fahrt ist eine Fahrradkette beachtlichen Zugkräften ausgesetzt. Über die Zeit dehnt sich das Material und die Kette wird länger. Das Resultat: Die Kette passt nicht mehr in die Ritzel und die Schaltvorgänge werden unsauber. Gibt es also Probleme im Antrieb und beim Schalten der Gänge, ist es möglicherweise Zeit für einen Wechsel.

Wer sich nicht sicher ist oder die Dehnung der Kette genau messen möchte, kann auf eine Kettenverschleißlehre zurückgreifen. Das kleine Tool kostet ca. 5 Euro. Die erste setzt man an einer Kettenrolle an. Die zweite Nase wird nach dem vorgegebenen Abstand in den nächsten Zwischenraum abgesenkt. Bleibt die Nase in der Kette hängen, ist noch alles gut. Rutscht sie durch den Zwischenraum, ist die Kette verschlissen und sollte gewechselt werden.

Wie lange hält eine Fahrradkette?

Grundsätzlich ist die Lebensdauer der Kette abhängig von Fahrradtyp und Nutzung. Eine wenig beanspruchte Fahrradkette kann bis zu 5.000 Kilometer halten. Bei intensiverer Nutzung, etwa bei einem Rennrad, steht der Wechsel in der Regel früher an. Ist man bei Wind und Wetter oder gar im Winter unterwegs, verschleißt die Fahrradkette noch schneller.

Wie findet man die richtige Fahrradkette?

Für Fahrradketten gibt es zwei wichtige Maße. Das ist zum einen der Abstand zwischen den Kettengliedern. Praktischerweise ist er hierzulande genormt und beträgt 1/2". Nur bei sehr speziellen und älteren Rädern findet man noch Maße wie 5/8". Die zweite Größe ist das Innenmaß der Breite. Sie ist abhängig davon, wie viele Zahnräder die Schaltkassette an der Hinterachse hat: je mehr Ritzel, desto schmaler die Kette.

Deshalb ist auf den Verpackungen im Allgemeinen auch angegeben, für wie viele Ritzel die Kette geeignet ist. Bei hochwertigen Fahrrädern bietet es sich an, eine Kette vom Hersteller des Schaltwerks zu kaufen - auch dann muss das Kettenschloss der Breite der Kette entsprechen.

Was braucht es für den Wechsel?

An erster Stelle steht natürlich eine neue Kette. Sie muss sich für den Fahrradtyp eignen. Man unterscheidet zwischen Ketten mit Kettennietstift und Kettenschloss (auch Kettenverbindungsglied genannt). Zum Schließen eines Kettenschlosses wird kein Werkzeug benötigt.

Ketten mit Kettenstift erfordern einen Kettennieter. Mit ihm wird der Nietstift, der bei der neuen Fahrradkette dabei ist, durch die Verbindung gedrückt. Er kostet rund 15 Euro. Viele Fahrrad-Multitools haben standardmäßig einen Nieter integriert. Steht der verbindende Nietstift über das Kettenglied hinaus, sollte er mit einem Seitenschneider gekürzt werden.

Sinnvoll sind zudem Arbeitshandschuhe, der Kettenwechsel ist eine schmutzige Angelegenheit. Wichtig: Am Ende die neue Kette zum Schutz gründlich schmieren.

Der Wechsel in 5 Schritten

  1. Alte Kette öffnen & ausbauen:

    Hat die Kette kein Schloss, ist es korrodiert oder findet man es vor lauter Schmutz nicht, kommt der Nietstift zum Einsatz. Er wird an einem beliebigen Kettenglied angelegt und mithilfe seiner Stellschraube auf der einen Seite fixiert. Von der anderen Seite wird nun durch Eindrehen eines Gewindes der Nietstift herausgeschoben und die Kette springt auf.

  2. Ermitteln der richtigen Kettenlänge:

    Davon ausgehend, dass die alte Kette einst die richtige Länge besaß, kann sie als Referenz für die neue Kette dienen. Es gibt Fahrradketten mit unterschiedlicher Anzahl an Kettengliedern, üblicherweise zwischen 108 und 126 Gliedern. Die Länge der einzelnen Glieder ist bei allen Fahrradketten gleich. Die Anzahl der Kettenglieder der alten Kette muss auch die neue Kette aufweisen - hier hilft nur sorgfältiges Abzählen. Entsprechend muss eine zu lange Kette gekürzt werden. Die tatsächliche Länge der alten Kette spielt dagegen keine Rolle, denn sie wurde im Laufe der Zeit länger.

    Wer die alte Kette nicht mehr zur Hand hat, fädelt die neue Kette auf das größte Ritzel am Rad ein und führt sie per Hand straff zusammen. Zu dieser Kettenlänge werden dann noch zwei Kettenglieder hinzugezählt.

  3. Kürzen der Fahrradkette:

    Bevor die Kette gekürzt wird, gilt es noch, ein Detail zu beachten: Abwechselnd gibt es breite und schmale Kettenglieder. Soll die Kette später mit einem Kettenschloss zusammengeführt werden, müssen auf beiden Seiten der neuen Kette schmale Glieder übrig bleiben.

    Wird die Kette dagegen mit einer Niete verschlossen, muss das eine Kettenende ein breites (Außenlasche) und das andere ein schmales Glied (Innenglied) aufweisen. Ist der exakte Ort der Kürzung bestimmt, kommt wieder der Kettennieter zum Einsatz. Analog zum Entfernen der alten Kette wird er an der entsprechenden Stelle angesetzt und der Nietstift herausgepresst.

  4. Neue Kette montieren / einbauen:

    Oft muss zum Beispiel der Schriftzug auf der Radaußenseite laufen. Beginnend mit dem vorderen Zahnkranz wird die Kette nun auf das Ritzel gelegt, auf dem zuletzt auch die alte Kette war. Dann geht es durch den Umwerfer und in das hintere Schaltwerk - auch hier wieder auf das gleiche Ritzel, wo zuvor die alte Kette lag. Gerade für Anfänger ist es hilfreich, sich vor dem Kettenwechsel viele Detailbilder mit dem Handy zu machen, um im Zweifelsfall zu wissen, wie die Kette geführt werden muss.

  5. Schließen der Kette:

    Soll die Kette mit einem Kettenschloss zusammengeführt werden, wird das Verbindungsglied über die beiden freien Innenlaschen der Kette gesteckt und zusammengeklipst. Das geht in jeder beliebigen Position. Um sie ganz zu verschließen, muss die Kette so bewegt werden, dass sich das Schloss auf der Fahrradoberseite befindet. Sobald das Fahrrad dann wieder auf seinen Rädern steht, hilft es, aufzusteigen und einmal kräftig in die Pedale zu treten, damit sich das Kettenschloss mit einem hörbaren Klicken vollständig verschließt.

    Soll die Kette dagegen mit einem Nietstift zusammengeführt werden, werden händisch die Kettenenden zusammengeführt und der Kettennieter kommt zum Einsatz - diesmal zum Eindrücken des Nietstifts.

Folgeschäden bei zu spätem Wechsel

Eine alte Fahrradkette kann bei Belastung reißen. Wer seine Kette zu spät wechselt, riskiert außerdem kostspielige Folgeschäden. Eine unsauber laufende Kette beansprucht auch die Ritzel. Dann kann es passieren, dass nicht nur die Kette, sondern auch die Zahnräder gewechselt werden müssen.

Kettenverschleiß prüfen: wann & wie oft wechseln?

Du bist dir unsicher, ob deine Fahrradkette verschlissen ist und du eine neue benötigst? Mithilfe einer Kettenlehre kannst du den Verschleiß deiner Kette bequem zu Hause überprüfen. Indem du regelmäßig den Zustand deiner Kette überprüfst, vermeidest du aufwendige Reparaturen für das Antriebssystem.

Wann sollte eine Fahrradkette gegen eine neue ausgetauscht werden?

Der Zeitpunkt, wann du deine Fahrradkette wechseln solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Kette überträgt die Kraft von den Pedalen auf das Rad. Eine Person, die schwerer ist und mehr Kraft beim Fahren aufwendet, erzeugt mehr Reibung und verschleißt die Kette schneller als eine Person, die leichter ist. Auch das Schaltverhalten und der Fahrstil haben Einfluss auf die Abnutzung der Kette und der anderen Antriebskomponenten.

Generell lässt sich sagen: Ab 1500 bis 2000 Kilometern sollte der Verschleiß der Kette bei Fahrrädern, die hauptsächlich auf der Straße fahren, mit einer Kettenlehre überprüft werden. Hier empfiehlt es sich, die Kette an mehreren Stellen zu überprüfen. Ist eine der gemessenen Stellen länger als der vorgegebene Toleranzbereich, sollte die Kette gewechselt werden.

Bei Mountainbikes oder E-MTBs ist es notwendig die Kette schon nach 500 Kilometern zu überprüfen. Der Grund hierfür ist eine höhere Anzahl von Umdrehungen im Verhältnis zu den gefahrenen Kilometern. Die Kette verdreckt stärker und es entsteht hierdurch mehr Abrieb zwischen den Kettengliedern und Zahnrädern.

Tipp: Ein weiterer Aspekt ist auch die richtige Kettenpflege. Wird die Kette regelmäßig gereinigt und geölt, verlängert dies die Lebensdauer einer Kette enorm.

Welches Werkzeug benötige ich für den Kettenwechsel und was sollte ich beachten?

Um deine Kette zu wechseln, brauchst du die passende Kette für deinen Antrieb. Sofern deine Gangschaltung und Kassette von Shimano sind, solltest du eine Kette von Shimano verwenden. Bei einer SRAM-Gangschaltung setzt du hingegen am besten auf eine Kette von SRAM, da die Schaltkomponenten der großen Hersteller meistens untereinander nicht kompatibel sind. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine Kette von einem Drittanbieter zu nehmen, die kompatibel ist.

Die Anzahl deiner Ritzel bestimmt, welche Kette du brauchst. Bei 11 Ritzeln an der Kassette brauchst du entsprechend eine 11-Fach Kette. Solltest du ein E-Bike haben, muss die Kette mit einem entsprechenden „E“ für E-Bikes markiert sein.

Benötigtes Werkzeug und Material:

  • Kettennieter
  • Kettenschlosszange
  • Kettenschloss oder Nietstift
  • Neue Kette
  • Kettenmesslehre (optional)

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Alte Kette entfernen und die neue Kette montieren

Wenn du deine alte Fahrradkette entfernen möchtest, stelle deine Gangschaltung hierfür hinten auf das kleinste Ritzel und vorne auf das kleinste Kettenblatt. So hat die Kette so wenig Spannung wie möglich. Es gibt auch die Möglichkeit, die Kette komplett vom vorderen Kettenblatt zu nehmen. Der Nachteil bei dieser Methode ist allerdings, dass die Kette in diesem Fall direkt auf dem Lack am Tretlager liegt. Beim Öffnen der Kette können hierbei Kratzer entstehen.

Tipp: Lege ein Baumwolltuch über das Tretlager, um Kratzer zu vermeiden.

Schritt 1: Alte Kette öffnen & ausbauen

Mit Kettenschloss: Öffne die Kette an einem Kettenschloss. An der Stelle des Kettenbolzens befindet sich eine weitere Aussparung, so dass der Bolzen verschoben werden kann. Das Kettenschloss besteht aus zwei Teilen, die spiegelbildlich ineinanderpassen. Die Aussparung des Gegenstücks ist also um einen Stift versetzt. Um dieses zu öffnen, legst du die Kettenschlosszange an den zwei Stiften an und klemmst damit das Kettenschloss ein. Dies ist ebenfalls mit einer Spitzzange möglich, sofern du keine Kettenschlosszange hast. Drücke anschließend das Kettenschloss zusammen, bis dieses aufspringt und du die beiden Teile auseinandernehmen kannst. Die Kette ist nun geöffnet.

Mit Nietstift: Sofern du die Kette nicht wieder verwendest, kannst du die Kette mit einer Kneifzange oder einem Seitenschneider öffnen. Wir empfehlen allerdings die Methode mit einem Kettennieter. Hierbei legst du eines der Kettenglieder in den Kettennieter, sodass der Bolzen des Kettennieters parallel zu dem Nietstift im Kettenglied liegt. Drehe nun vorsichtig den Bolzen auf den Nietstift, bis sich Druck aufbaut und der Stift mit einem Knacken aus dem Kettenglied geschoben wird. Drehe anschließend weiter, bis der Stift komplett aus dem Kettenglied entfernt ist und die Kette auseinander geht. Jetzt kannst du die Kette entfernen und anschließend Ritzel und Kettenblatt säubern, bevor du eine neue Kette aufziehst.

Schritt 2: Kettenlänge bestimmen

Damit die Kette in jedem Gang die richtige Spannung hat, ist es wichtig, dass du die optimale Länge der Kette bestimmst. Hierfür kannst du die Anzahl der Glieder der alten Kette zählen, oder du berechnest die Länge über eine bestimmte Formel. Wie du die Kettenlänge bestimmst und die Kette kürzt, kannst du ausführlicher unter dem Thema Kette kürzen nachlesen.

Variante 1: Zähle die Kettenglieder oder lege die alte Kette neben die neue Kette.

Variante 2: Fahrradkette kürzen und richtige Kettenlänge berechnen

Variante 3: Kette komplett einfädeln und auf das kleinste Kettenblatt vorne und das kleinste Ritzel hinten legen. Kette unten zusammenführen und spannen, so das mindesten ein oder zwei Glieder sich überlappen. Sofern diese Glieder nicht aufeinanderpassen, muss ein weiteres Kettenglied abgezogen werden.

Tipp: Achte darauf, dass die Kette immer eine gerade Zahl an Kettengliedern hat, sofern du einen Nietstift verwendest, damit ein innenliegendes Glied auf ein außenliegendes trifft. Bei einem Kettenschloss ersetzt das Schloss ein außenliegendes Glied. Daher müssen zwei innenliegende Glieder aufeinandertreffen und ein Kettenglied mehr abgezogen werden, da das Kettenschloss ein äußeres Kettenglied ersetzt.

Schritt 3: Kette kürzen

Nachdem du die richtige Kettenlänge bestimmt hast, kannst du die Kette kürzen. Spanne das markierte Ketteglied in den Kettennieter Drehe den Bolzen auf den Stift, bis ein Knacken zu hören ist. Schraube den Bolzen des Kettennieters bis der Nietstift komplett entfernt ist.

Schritt 4: Neue Kette montieren / einbauen

Führe die neue Kette mit der Schrift zu dir zeigend hinten über die Umlenkröllchen. Achte dabei darauf, dass die Kette richtig durch den Schaltarm läuft und nicht an den Führungsstäbchen hängen bleibt. Anschließend führst du die Kette zurück um das kleinste Ritzel. Ziehe die Kette bis über das fordere Kettenblatt und halte das Hinterrad fest, damit die restliche Kette nicht durchrollt.

Führe nun die Kette durch den Umwerfer der Gangschaltung und lege die Kette über das kleinste Kettenblatt. Überprüfe, ob die Kette sich vor- und zurückbewegen lässt, ohne dass sie sich verhakt. Ist dies der Fall, kannst du die Kette vorsichtig vom kleinen Kettenblatt herunternehmen, damit die Kette locker ist und leichter verschlossen werden kann.

Schritt 5: Kette mit Kettenschloss oder Nietstift verschließen

Kette mit Kettenschloss verschließen: Setze die eine Hälfte des Schlosses mit dem gekennzeichneten Pfeil in Bewegungsrichtung der Kette mit der Schrift zu dir zeigend. Der Stift der einen Hälfte des Kettenschlosses wird in das eine innenliegende Glied der offenen Kette gehängt und die andere Hälfte spiegelverkehrt mit dem Stift an das andere innenliegende Kettenglied gesteckt. Anschließend werden die beiden Hälften ineinander gehakt. Trete die Pedale einmal fest, während du die Hinterradbremse ziehst. Das Kettenschloss sollte mit einem Klacken einrasten.

Kette mit Nietstift verschließen: Verbinde das innere Kettenglied mit dem äußeren Kettenglied mit dem spitzen Verbindungsnietstift. Lege anschließend das Kettenglied in den Kettennieter ein. Dreh nun mit dem Bolzen den Nietstift in das Kettenglied, bis ein Widerstand zu spüren ist. Arbeite dich jetzt langsam weiter und stelle sicher, dass du den Stift nicht zu weit drehst. Überprüfe dabei, ob der Stift noch übersteht oder ob dieser auf gleicher Höhe mit den anderen Stiften ist. Sitz der Führungsstift perfekt, kannst du den überstehenden Führungsstift mit einer Zange abbrechen.

Tipp: Die meisten neuen Ketten kommen mit einem Kettenschloss, auch Quicklink bei Shimano genannt. Sollte kein Ketteschloss dabei sein kannst du diese separat kaufen, achte hierbei drauf, dass dieses genau auf deine Kette und deinen Antrieb passt. Beispiel: Für eine 11-fach Kette von Shimano brauchst du ein 11-fach Kettenschloss von Shimano.

Wie reparierst du deine gerissene Fahrradkette unterwegs?

Wenn dir unterwegs die Kette reißt und kein Fahrradladen in der Nähe ist, musst du die Kette selbst reparieren, damit du weiterfahren kannst. Dazu brauchst du einen Kettennieter und etwas Fingerspitzengefühl beim Öffnen der Kettenglieder. Ein Kettenschloss macht das anschließende Verschließen der Kette deutlich einfacher und sicherer.

Tipp: So kannst du ohne Kettennieter den Nietstift entfernen

Solltest du keinen Kettennieter dabeihaben, kannst du bei dem nächsten Haus oder Werkstatt nach einem Hammer, Nagel und Brett fragen, um den Stift des defekten Gliedes zu entfernen. Schlage ein Loch in das Brett und platziere den zu entfernenden Stift des defekten Kettengliedes genau über dem Loch. Wichtig ist, dass du das Kettenglied von der Innenseite der Kette nach außen drückst, sofern du den Stift und das Glied und den diesen Nietstift wieder verwenden musst. Schlage den Stift mit dem Nagel aus dem Kettenglied. Der Nagel muss entsprechend durch das Loch der Kettenglieder passen. Bei dem Kettenglied, welches du wieder zum Verschließen verwendest, muss der Stift im äußeren Ende stecken bleiben, damit du den Stift wieder zurückführen kannst.

Schritt 1: Entfernen des defekten Kettengliedes

Entferne das defekte Glied und achte darauf, dass die Kettenglieder am Ende wieder richtig aufeinanderpassen.

Schritt 2: Ketten richtig einfädeln und die richtige Laufrichtung bestimmen

Fädel anschließend die Kette wieder richtig ein. Achte dabei auf die Laufrichtung. Sofern nur eine Seite beschriftet ist, muss diese zu dir zeigen.

Schritt 3: Kettenschloss anlegen oder alten Nietstift verwenden

Die Kette sollte zwei innenliegende Glieder haben, die aufeinandertreffen, da das Kettenschloss ein äußeres Glied ist. Zum Verschließen des Kettenschlosses gehe wie oben beschrieben vor. Wichtig ist, dass die aufeinandertreffenden Kettenglieder ungleich sind. Ein außenliegendes Kettenglied, bei dem der Stift noch zum Teil drinnen steckt muss auf ein innenliegendes Kettenglied treffen. Achte ebenfalls drauf, dass Kettenstift und Kettenglied perfekt ausgerichtet sind, dass dieser Kettenstift keine Führungsspitze mehr hat. Gehe anschließend wie oben beschrieben vor.

Schritt 5: Kettenglied mit Nietstift oder Kettenschloss mobilisieren

Biege die beiden neu verbundenen Kettenglieder entgegen der Beugerichtung hin und her, sofern die Kettenglieder sich vorher nur schwer bewegen lassen haben.

Was kostet eine Fahrradkette / E-Bike-Kette?

Der Preis einer Fahrradkette liegt bei den meisten Antrieben 10 und 40 Euro für die meisten Antriebe. Es gibt aber auch Ketten, die bis zu 90 Euro kosten. Diese sind aber nur für entsprechende Antriebe und bei maximaler Performance sinnvoll. Unabhängig davon, welche Kette du kaufst, sind vergleichbarer Teile wie Ritzel und Kettenblätter in der gleichen Klasse und Qualität in den meisten Fällen teurer. Eine neue Kette zum richtigen Zeitpunkt zu wechseln, spart also Geld.

Anzeichen für eine abgenutzte oder defekte Fahrradkette

Wenn die Kette beim Schalten nicht mehr richtig rüber auf das nächste Ritzel springt oder beim Treten vibriert, ist es Zeit für eine neue Kette. Manchmal ist auch ein lautes Knacken zu hören, wenn du stärker in die Pedale trittst. Dieses Problem tritt anfangs nur vereinzelt und in bestimmten Gängen auf und wird mit der Zeit immer häufiger.

Wie finde ich die richtige Kette?

Damit du deine Kette rechtzeitig ersetzen kannst, brauchst du die richtige Kette. Aber wie findest du die richtige Kette für dein Fahrrad? Es gibt drei wichtige Merkmale, auf die du achten solltest, damit du die richtige Kette kaufst. Ein viertes Merkmal ist ein Qualitätsmerkmal und nicht unbedingt entscheidend.

  • Beachte den Hersteller deiner Gangschaltung (Shimano und SRAM sind nicht kompatibel). Es gibt allerdings Drittanbieter, die kompatible Ketten herstellen, allerdings performen die Marken-Komponenten in der Regel aber am besten.
  • Innerhalb einer Marke unterscheiden sich die Ketten im Außenmaß also von der Breite. Die Anzahl der Ritzel deiner Kassette (Zahnräder am Hinterrad) ist entscheidend beim Kauf der passenden Fahrradkette
  • Zum Beispiel bedeuten 11 Ritzel hinten, dass du eine 11-fach Kette brauchst. Die Anzahl der Glieder der neuen Kette muss gleich oder größer als die der alten Kette sein.

Weitere Tipps

  • Gute Pflege verlängert die Haltbarkeit der Fahrradkette. Außerdem empfehlen wir die regelmäßige Reinigung der Fahrradkette.
  • Wer häufig unterwegs ist und auf sein Bike, zum Beispiel als Pendler angewiesen ist, oder auch mal längere Strecken zurücklegt, ist gut beraten, einige Ersatzteile und das ein oder andere Werkzeug mit sich zu führen. Die wichtigsten Utensilien nehmen nicht viel Platz weg und kosten oft nur wenige Euro.

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