Wie schnell fährt man durchschnittlich mit dem Fahrrad?

Pauschale Antworten auf die Frage, wie lange man für eine bestimmte Kilometeranzahl benötigt, gibt es natürlich nicht. Die Geschwindigkeit beim Radfahren hängt von vielen Faktoren ab.

Durchschnittliche Fahrradgeschwindigkeit

Viele Radfahrer fahren im Durchschnitt weniger als 20 km/h. In der Stadt liegt die durchschnittliche Fahrradgeschwindigkeit zwischen 15 und 20 km/h. Viele, die in der Stadt mit dem Fahrrad unterwegs sind, möchten schnell vorankommen. Auffällig ist die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit in den Großstädten.

Allgemein lässt sich sagen: Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschlands Großstädten fahren durchschnittlich eine Stunde, sobald sie sich auf den Sattel schwingen. Dabei erreichen sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 14 Kilometern pro Stunde und müssen im Schnitt einen Anstieg von 110 Metern pro Fahrt bewältigen.

Die Duisburger Kundschaft fährt zwar langsam, dafür aber lange. Deutlich schneller am Ziel sind Radfahrer aus München und Hannover: Sie beenden ihre Fahrt bereits nach 47 oder 48 Minuten. Radfans in Wuppertal müssen aufgrund der bergigen Lage mit durchschnittlich 240 die meisten Höhenmeter auf ihren Touren zurücklegen.

Wer unangenehme Strecken vermeiden will, muss also die lokalen Gegebenheiten gut kennen, oder sich Tipps von anderen Fahrern und Fahrerinnen holen. Auf Bikemap werden solche Empfehlungen von unseren Nutzerinnen und Nutzern angeboten.

Wenn du gerade erst mit dem Radfahren beginnst oder wenig trainiert bist, sind 12 bis 16 km/h völlig normal. Erfahrene Freizeitradler erreichen auf längeren Strecken durchschnittlich 20 bis 25 km/h.

E-Bike und Rennrad

Mit dem E-Bike ist man natürlich schneller. Auf dem E-Bike oder Pedelec sind das natürlich als Untrainierter im Durchschnit mehr: Dort fährt man mit dem Rad zwischen 20 und 25 km/h. E-Bikes sind in Europa auf 25 km/h gedrosselt.

Und wie schnell fährt dann ein Rennradfahrer? Der kann auf der Ebene sogar schneller als der E-Biker sein. Rennradprofis fahren bei Rennen Durchschnittsgeschwindigkeiten von 40 bis 50 km/h. Mit einem Rennrad fährt man auch als Untrainierter seine Minimum 20-30 km/h in der Ebene (Durcschnittsgeschwindigkeit).

Weitere Faktoren

Ein Gravelrad ist etwas schwerer und dazu fährt man vielleicht auf Schotter etwas langsamer. Für 3 Kilometer innerhalb einer Stadt oder eines Dorfes braucht man natürlich gar nicht lang!

Zeiten für verschiedene Distanzen

Die folgende Übersicht kann nur eine Annäherung sein, wie viel Zeit man braucht!

Distanz Geschätzte Zeit
10 Kilometer ca. 45 Minuten
20 Kilometer ca. 1,5 Stunden
30 Kilometer etwas mehr als 2 Stunden
40 Kilometer 2 Stunden 45 Minuten
50 Kilometer 3-4 Stunden
60 Kilometer 4-5 Stunden
70 Kilometer ca. 10 Kilometer
20 Kilometer ca. Wie lange sollte eine Radtour also sein? Das häng davon ab, wie viel Lust und Erfahrung man hat. Schrittweise kann man das dann steigern. Viele, die in der Stadt mit dem Fahrrad unterwegs sind, möchten schnell vorankommen.

Gibt es ein Tempolimit für Radfahrer?

Eine Höchstgeschwindigkeit fürs Fahrrad ist in Deutschland gesetzlich nicht festgelegt. Die gute Nachricht vorweg: Für normale Fahrräder gibt es in Deutschland grundsätzlich keine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Dies ist allerdings kein Freifahrschein. Hierbei handelt es sich allerdings um einen Irrglaube, denn wenn Verkehrsschilder Geschwindigkeitsbegrenzungen definieren, gelten diese für alle Verkehrsteilnehmer. Sanktionen können dennoch drohen, wenn Verkehrsteilnehmer mit dem Rad zu rasant unterwegs sind.

Geschwindigkeitsregeln auf verschiedenen Wegen

  • Fahrradwege: Auch hier gilt keine spezielle Höchstgeschwindigkeit für Fahrräder. Du musst lediglich deine Geschwindigkeit so anpassen, dass du jederzeit sicher bremsen kannst und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdest.
  • Fahrradstraßen: In Fahrradstraßen, wo Radfahrer Vorrang haben, gelten ebenfalls keine besonderen Tempolimits für Fahrräder. Kraftfahrzeuge dürfen hier maximal 30 km/h fahren, aber als Radfahrer bist du nicht an diese Grenze gebunden.

Bei E-Bikes sieht die Sache anders aus. Pedelecs mit Motorunterstützung bis 25 km/h gelten rechtlich als Fahrräder. Sie gelten jedoch nur als Fahrräder, wenn sie eine bauartbedingte Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h aufweisen. Fahrräder, die über eine elektrische Tretunterstützung verfügen, erreichen eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit: Bis zu 45 km/h sind mit den „Pedelecs“ möglich.

Wann drohen Sanktionen für zu schnelle Radfahrer?

Auch Radfahrer müssen sich gemäß den Vorschriften der StVO so verhalten, dass sie andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden. Auf dem Fahrrad mit hoher Geschwindigkeit durch eine verkehrsberuhigte Zone zu fahren, hat Konsequenzen. Durch seine unangepasste Fahrweise gefährdet der Fahrradfahrer so die Fußgänger. Ihm drohen ein Bußgeld von 30 Euro oder 35 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Sind Radfahrer mit einer nicht angepassten Geschwindigkeit beispielsweise in Fußgängerzonen unterwegs, kann das Bußgelder zwischen 30 und 35 Euro sowie einen Punkt in Flensburg bedeuten.

Fahrradgeschwindigkeit messen: Methoden und Tools

  • Fahrradcomputer: Klassische Fahrradcomputer messen über Radsensoren deine aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und weitere Werte. Sie sind präzise und speziell für den Radsport entwickelt.
  • Smartphone-Apps: Apps wie Strava, Komoot oder Runtastic nutzen GPS-Daten zur Geschwindigkeitsmessung. Der Vorteil: Du hast immer dein Smartphone dabei.

Geschwindigkeit steigern

Kontinuität ist die Basis für Ihren sportlichen Erfolg auf dem Fahrrad. Dies gilt besonders für Anfänger. Sie beginnen mit einer niedrigen Reisegeschwindigkeit. Tag für Tag werden Sie auf gleicher Strecke etwas schneller, und schon bald merken Sie, wie Ihr durchschnittliches Tempo beim Fahrradfahren steigt.

Mit der Eingabe der absolvierten Meter oder Kilometer und der benötigten Zeit zeigt er Ihnen sofort, über welche Durchschnittsgeschwindigkeit Sie sich freuen dürfen.

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