Was kostet ein E-Bike im Durchschnitt? Ein umfassender Überblick

E-Bikes erfreuen sich wachsender Beliebtheit und sind eine attraktive Alternative zum herkömmlichen Fahrrad. Doch was genau ist ein E-Bike, und welche Faktoren beeinflussen den Preis? Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über E-Bikes, von der Definition über die verschiedenen Typen bis hin zu Kosten, Wartung und Kaufberatung.

Was ist ein E-Bike?

Der Begriff "E-Bike" ist ein Oberbegriff für Fahrräder, die das Treten mithilfe eines akkubetriebenen Antriebs unterstützen. In unseren Breitengraden wird es auch als Synonym für Pedelecs verwendet. Das Akronym "Pedelec" setzt sich zusammen aus "Pedal Electric Cycle". Räder, die von allein ohne Unterstützung durch die Beinkraft fahren, benötigen laut EU-Gesetzen eine Zulassung beziehungsweise eine Fahrerlaubnis und dürfen somit nicht auf offiziellen Fahrradwegen fahren. Dort sind neben Fahrrädern nur Pedelecs erlaubt, die bis maximal 25 Kilometer pro Stunde unterstützen. Viele E-Bikes sind heute durch kompakte Motoren und integrierte Akkus auf den ersten Blick gar nicht mehr als solche zu erkennen.

Die verschiedenen Arten von E-Bikes

E-Bikes sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich für unterschiedliche Einsatzzwecke eignen:

  • Trekking-E-Bike: Diese Modelle sind ideal für erholsame Fahrradtouren in der Natur. Komfort, Reichweite und die Möglichkeit, Ausrüstung auf dem Gepäckträger zu transportieren, stehen hier im Vordergrund.
  • E-Mountainbike: E-MTBs sind für sportliche Fahrten auf Feldwegen und Waldpfaden konzipiert und müssen robust und gut gefedert sein. Der Motor muss starke Steigungen bewältigen können.
  • City-E-Bike: City-E-Bikes sind für den Einsatz in der Stadt gedacht. Komfort und praktisches Zubehör wie ein Gepäckträger sind hier wichtig.
  • SUV/Allroad-E-Bike: Diese vielseitigen Modelle vereinen die Vorzüge verschiedener Typen und sind sowohl für den Alltag als auch für Touren geeignet.
  • Crossover-E-Bike: Crossover-E-Bikes sind eine Mischung aus Trekking- und Mountainbike und eignen sich gut für Touren in der Natur.
  • E-Lastenrad: E-Lastenräder ermöglichen den Transport von Lasten und verfügen über einen besonders kräftigen Motor und großen Akku.
  • E-Klapprad: Diese kompakten und leichten E-Bikes sind ideal für den Transport und die Lagerung, insbesondere in der Stadt.
  • E-Rennrad/Sport-E-Bike: E-Rennräder unterstützen beim Anlauf und ermöglichen sportliche Fahrten.
  • S-Pedelec bis 45 km/h: S-Pedelecs bieten eine Motorunterstützung bis zu 45 km/h und benötigen einen Führerschein und einen Helm.

Welcher E-Bike Motor ist der beste?

Wie bei allen E-Bikes kommt es darauf an, was der Motor auf der Strecke leisten muss. Ein Antrieb mit 85 Newtonmetern Drehmoment beschleunigt zwar gut in den Bergen oder auf steilen Anstiegen, verbraucht damit aber auch mehr Strom als ein 45 Newtonmeter Aggregat, das sanft und harmonisch in der Ebene unterstützt und dort ausreichend seinen Dienst verrichtet. Bei den E-Bike-Motoren wird grundsätzlich unterschieden zwischen Front-, Heck- oder Mittelmotoren. Front- und Heckmotoren werden dabei jeweils an der Nabe des entsprechenden Vorder- oder Hinterrades angebracht. Mittelmotoren werden hingegen direkt am tiefsten Punkt des Rahmens angebracht.

Frontmotoren sind technisch am einfachsten umsetzbar und daher findet man diese oft bei preiswerten E-Cityrädern. Sie sind äußerst energieeffizient und leichter als andere Motoren, was das Fahren ohne elektrische Unterstützung oder den Transport des Rades erleichtert. Heckmotoren sind sehr praktisch, da sie in jeden Rahmen eingebaut werden können und ebenfalls rekuperieren, also während der Fahrt wieder ein bisschen Energie rückgewinnen können. Am häufigsten werden aktuell jedoch Mittelmotoren verbaut, für die es aber in der Regel eigene Rahmenformen mit einer Motoraufnahme braucht. Die Rahmen hierfür werden immer ausgefeilter und schaffen es die Motoren schützend zu integrieren. Mittelmotoren sorgen für einen tiefen und zentralen Schwerpunkt, was die Kontrolle über das E-Bike erleichtert.

Bekannte Hersteller von E-Bike Motoren

  • Bafang: Bafang ist einer der führenden Hersteller von E-Mobilitätskomponenten und kompletten E-Antriebssystemen.
  • Bosch: Bosch ist ein weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet von E-Bike Motoren und Akkus. Das Unternehmen bietet eine große Auswahl verschiedenster hochwertiger Akkus und Motoren für unterschiedliche Bedürfnisse und Einsatzzwecke an.
  • Brose: Brose ist weltweit der viertgrößte Automobilzulieferer in Familienbesitz. Jährlich beliefert das Unternehmen die Automobilindustrie mit mehreren Millionen Elektromotoren.
  • Fazua: Aus einem studentischen Uni-Projekt entwachsen bietet Fazua formschöne und minimalistische Antriebssysteme an, die Motor und Akku in einem schlanken Paket perfekt miteinander vereinen. Seit Juli 2022 ist Fazua Teil der Porsche eBike Performance GmbH.
  • Panasonic Industry: Panasonic Industry ist Teil der weltweit aktiven Panasonic Holding. Das Unternehmen ist bekannt als Hersteller einer Vielzahl von Produkten, wie z. B. Fernsehgeräte, Smartphones, Audio- und Videogeräte, Computerbauteile, Halbleiter, Fahrzeugzubehör.
  • Shimano: Der Komponentenspezialist aus Japan dürfte wohl jedem Radfahrer bekannt sein. Die Qualität der Schaltgruppen wie Ultegra oder Dura-Ace haben schon legendären Status erreicht. Auch auf den E-Bike-Markt ist Shimano mit der leistungsstarken Shimano Steps EP8 Antriebseinheit präsent. Diese fällt insbesondere durch die ausgefeilten Schalttechnologien auf.
  • TQ: Das Unternehmen ist seit 2008 im E-Bike Sektor mit Antriebssystemen vertreten. TQ kann aus 25-jähriger Erfahrung in der Luft & Raumfahrt sowie Robotik schöpfen und in die Entwicklung innovativer Technologien einfließen lassen.
  • Yamaha: Yamaha ist bekannt als Hersteller motorisierter Fahrzeuge und Motoren. Auch auf dem Gebiet der Elektromobilität ist Yamaha ganz vorne mit dabei.
  • Pinion: Die revolutionäre Pinion Motorgetriebeeinheit macht die Automobiltechnologie zum neuen Standard für die E-Bikes der Superlative auf dem Markt.

Welchen E-Bike Akku brauche ich?

Der Akku bildet zusammen mit der Antriebseinheit das Herzstück eines E-Bikes. Es ist die wiederaufladbare Einheit, die den Motor mit Strom versorgt. Aktuell werden in fast allen Elektrorädern Lithium-Ionen (Li-Ion) Akkus verbaut, da diese die beste Energieeffizienz und Energiedichte, bei relativ geringem Eigengewicht bieten. Sie sind am aktuellsten Stand der Technik und am ergiebigsten was die Leistungsausbeute und die Lebensdauer betrifft. Die Leistung wird dabei in Wattstunden (Wh) angegeben. Genauer gesagt wie viel Watt in einer Stunde vom Akku abgegeben werden kann. E-Bikes für den Gebrauch in der Stadt kommen mit kleineren z.B. 300 Wattstunden-Akku aus und Reiseräder oder Mountainbikes brauchen unter Umständen bei größeren Reichweiten oder härteren Anstiegen Akkus bis 1.000 Wattstunden.

Wenn ein einzelner Akku dazu nicht reicht, haben manche dazu einen Range-Extender. Das ist eine Aufnahme, an der man einen zweiten Akku anschließen kann. Im Rahmen komplett versteckt. Die Haltbarkeit von Akkus misst sich in Volladezyklen. Somit hat ein Akku nach ca. 500 Vollladezyklen noch ca. 70 Prozent der ursprünglichen Leistung zur Verfügung.

Was kostet ein E-Bike?

Die Frage nach den Kosten eines E-Bikes lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Preise variieren je nach Marke, Modell, Ausstattung und Qualität der Komponenten. Ein hochwertiges Fahrrad kostet rund 800 €. Beim Elektro-Bike muss die Motor- und Speichertechnik berücksichtigt werden. Demnach ist ein gutes und solides Modell ab etwa 1700 € erhältlich.

Lag der Durchschnittspreis für ein E-Bike 2019 noch bei 2.200 Euro, waren es vier Jahre später bereits 2.950 Euro.

Grob lässt sich die Preisspanne wie folgt einteilen:

  • Einsteigerklasse (bis ca. 1300 Euro): Wir können dir kein E-Bike unter einer Preisgrenze von 1300 Euro wirklich empfehlen, weil es bei dieser Art Bikes auf mehrere technische Komponenten ankommt, die durchweg qualitativ hochwertig sein müssen, um eine lange Freude daran zu garantieren..
  • Mittelklasse (1300 - 2000 Euro): Beispielsweise E-City-Bikes, einfache Trekking- und Hardtail-E-Bikes sowie Cross-E-Bikes liegen in dieser Preisklasse. Die zweckmäßige Ausstattung sowie Robustheit zeichnen diese Fahrräder aus. Aluminiumrahmen und gute Federungskomponenten sind hier bereits Standard. Entsprechend zum Preis steigt auch die Qualität der Ausstattung, wozu auch die Einzelkomponenten zählen. Rechne hierbei mit einer verbesserten Lebensdauer, aber auch die Reichweite der Akkus nimmt deutlich zu.
  • Oberklasse (ab 2000 Euro): E-Bikes in dieser Preisklasse bestehen aus wesentlich leichteren Materialien, was längere Touren ermöglicht. Ab ca. Die Komponenten sind unschlagbar, ganz gleich, ob du dich dabei auf den leichten Alu- oder Carbonrahmen konzentrierst oder ein E-Mountainbike einem E-Rennrad vorziehst: du kannst dich über sehr leistungsstarke Motoren und Akkus freuen und wirst in keinem Fall mit Mankos rechnen müssen. In der Preisklasse ab 2000 Euro bist du sicher und kannst dich auf jeden Fall über viel Fahrgenuss freuen.

Kosten-Check E-Bike-Fahren: Ist elektrisch Rad zu fahren ein teures Vergnügen oder eher preiswert?

Mobilität war schon immer ein teurer Spaß, und Besserung ist nicht in Sicht. Eher im Gegenteil: Laut einer Studie des Verkehrsclubs Deutschland e. V. aus dem Jahr 2020 wurden Bus und Bahn von 2010 bis 2018 um 79 % teurer; beim Autofahren gab’s ein Plus von 36 %.

Die laufenden Kosten sind bei einem günstigen E-Bike nicht anders gelagert als bei einem Premium-Modell bzw. einem unmotorisierten Fahrrad. Los geht’s mit einem jährlichen Check, der beim E-Bike rund 70 Euro kostet. Dabei werden sämtliche Bauteile kontrolliert und bei Bedarf kleinere Arbeiten wie das Zentrieren der Laufräder vorgenommen. Die Werkstatt checkt auch alle Verschleißteile und tauscht sie nach Absprache aus, was natürlich zusätzlich kostet. Für die Erneuerung der Bremsbeläge kann man 50-60 Euro veranschlagen, 40-50 Euro kostet die Montage einer neuen Kette (jeweils mit Material). Die aufgeführten Arbeiten summieren sich auf rund 200 Euro (plus Check); wie oft sie fällig werden, hängt stark von der Kilometerleistung und den individuellen Nutzungsbedingungen ab - Faktoren wie Witterung, Fahrweise und Bremsverhalten. In größeren Abständen müssen weitere Teile erneuert werden (Bremsscheiben, Zahnkranzkassette/Ritzel), sodass man pro Jahr mit Werkstattkosten um 200 Euro rechnen kann.

Wird bei jedem Wetter gefahren, leiden natürlich auch alle anderen Bauteile am Rad, Motor und Akku inbegriffen. Wer das E-Bike regulär kauft und eine lange Nutzung plant, könnte also gut daran tun, Rücklagen zu bilden - etwa für den Fall, dass der Akku das Ende seiner Lebenszeit erreicht. Neben der Zahl der Ladezyklen - bei aktuellen Akkus meist 1.000 komplette Ladevorgänge - ist auch das Alter der Batterie ausschlaggebend. Chemische Prozesse reduzieren ihre Kapazität nach und nach, und zwar unabhängig von der Nutzung; auch eine ungünstige Lagerung - etwa wenn der Akku im Winter dauerhaft draußen am Rad bleibt - schränkt die Lebensdauer ein. Ob man dann noch Lust hat, in einen neuen Akku zu investieren, der je nach Bauart 600 bis 1.000 Euro kostet, hängt vom Gesamtzustand des e-Bikes ab.

Dazu gehört auch der Motor, der üblicherweise auf eine Lebensdauer von 10.000 bis 20.000 Kilometer ausgelegt ist, wobei es stark auf die Nutzungsintensität ankommt. Ein Defekt am Motor bedeutet aber nicht das Ende des E-Bikes - längst gibt es Unternehmen, die sich auf die Reparatur des Antriebs spezialisiert haben. In dieser Hinsicht ist das E-Bike näher am Fahrrad als am Kraftfahrzeug: Reparieren lässt sich eigentlich alles, selbst der Rahmen kann theoretisch ausgetauscht werden.

Geht man von einem Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde aus, kostet es 30 Cent, einen 750-Wh-Akku voll aufzuladen.

ADAC Test von günstigen E-Bikes

Der ADAC hat zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h getestet. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.

Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.

Mit einer Akku-Reichweite von 73 Kilometern im Test (genormter Reichweitenzyklus nach R200 vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) auf dem ADAC Prüfstand) ist mit dem Deruiz auch ein entspannter Tagesausflug möglich. Die angenehme Ergonomie, ein stabiles und laufruhiges Fahrverhalten sowie die guten Bremsen überzeugten auch beim Praxistest. Positiv fiel ebenso die direkte Schaltung auf, die gut mit dem Antrieb harmoniert. Wenn auch die Unterstützungsstufen etwas feiner abgestuft werden könnten. Alle Kriterien zusammen führen zu der besten Bewertung im Test. Preislich liegt das E-Bike der Marke Deruiz mit rund 1400 Euro im unteren Drittel der Testkandidaten - damit ist es günstig und trotzdem zu empfehlen.

Das Fischer E-Bike Cita 2.2i überzeugt vor allem durch sein gutes Antriebssystem. Es ist zwar ein schweres (28,8 kg Leergewicht), aber solides Pedelec. Als einziges Pedelec mit Mittelmotor im Test bietet es eine angenehm aufrechte Sitzposition und Komfort dank gefederter Sattelstütze und guter Vordergabel. Der solide Rahmen zeigt sich bei den Fahrversuchen stabil. Die Leistung in der höchsten Unterstützungsstufe dürfte etwas stärker sein. Verbesserungspotential bietet der Informationsumfang auf dem Display.

Testergebnisse im Detail

Alle Details zu den zehn getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs gibt es in der Tabelle.

Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil Fahren Sicherheit und Haltbarkeit Antriebssystem und Motor Handhabung Schadstoffe in den Griffen und Sattel
Deruiz E-Bike Quartz,28 Zoll Trekking Elektrofahrrad 1399 2,5 2,2 1,8 3,2 3,0 2,5
Fischer E-Bike Cita 2.2i 1949 2,5 2,6 2,6 2,3 2,6 2,5
Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.2 1599 2,8 2,6 2,6 3,6 2,3 1,0
Decathlon Elops 900E 1299 3,0 2,3 3,0 3,7 3,2 2,5
Prophete Geniesser City E-Bike 28" 1600 3,0 2,7 3,3 3,5 2,6 2,5
Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad 1799 3,0 2,5 2,7 3,9 2,8 2,5
F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec 899 3,2 2,7 3,0 4,4 2,9 2,5
Heybike EC 1-ST 1195 - - - - - -

E-Bike Kaufberatung

Bei der Anschaffung eines E-Bikes sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Einsatzzweck: Welchen Zweck soll das E-Bike erfüllen? (z.B. Pendeln, Touren, Sport)
  • Reichweite: Wie viele Kilometer möchten Sie mit einer Akkuladung zurücklegen können?
  • Motorstärke: Welches Drehmoment (Nm) ist für Ihre Bedürfnisse ausreichend?
  • Bremsen und Schaltung: Welche Art von Bremsen und Schaltung ist für Ihren Einsatzzweck am besten geeignet?
  • Rahmenform: Welche Rahmenform (Diamant, Tiefeinsteiger, Trapez) ist für Sie am bequemsten?
  • Budget: Wie viel Geld möchten Sie für ein E-Bike ausgeben?

Es ist ratsam, sich vor dem Kauf professionell beraten zu lassen und verschiedene Modelle Probe zu fahren.

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