In südländischen Metropolen prägen sie seit jeher das Straßenbild, aber auch in Deutschland greift die Faszination Motorroller um sich. Ein Motorroller ist unkomompliziert und kostengünstig.
Was ist ein Kleinkraftrad?
Beim Moped handelt es sich gemäß Verordnung (EU) 2018/858 um ein sogenanntes Kleinkraftrad. Da diese mit Pedalen ausgestattet sind, die zum Starten des Motors sowie zum Bremsen dienen, ist teilweise auch von einem Motorfahrrad bzw. Moped die Rede.
Kleinkrafträder eignen sich optimal, um gerade, kurze Strecken zu überbrücken. Außerdem haben Sie den Vorteil, dass weniger Platz für das Parken erforderlich ist. Kleinkrafträder gibt es mit zwei Rädern sowie mit drei Rädern. Bei zweirädrigen Kleinkrafträdern mit Verbrennungsmotoren darf der Hubraum maximal 50 cm³ betragen, bei Elektromotoren beträgt die Nenndauerleistung maximal 4 kW.
Dreirädrige Kleinkrafträder dürfen bei Benzinern einen Hubraum von ebenfalls maximal 50 cm³ haben. Bei anderen Verbrennungsmotoren bestimmt das Gesetz nicht ausdrücklich die Größe des Motors, die Nutzleistung darf jedoch maximal 4 kW betragen. Unter die Bezeichnung Kleinkraftrad fällt z.B. das Moped.
Geschwindigkeitsbegrenzungen für Kleinkrafträder
Kleinkrafträder haben einen Hubraum von maximal 50 cm³, eine Leistung von bis zu 4 kW und dürfen maximal 45 km/h fahren. Aufgrund der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h ist eine Fahrerlaubnis der Klasse AM notwendig, um ein Moped zu fahren.
Simson Zweiräder wurden millionenfach hergestellt. "Über das Baujahr habe ich den Beweis, dass ich hier mit diesem Fahrzeug, wenn es wieder aufgebaut ist, mit 60 km/h fahren darf", erklärt der Schrauber.
Um den Geschwindigkeitsbonus zu erhalten, muss das Moped jedoch zuerst in der DDR zugelassen worden sein. Denn Re-Importe, etwa aus Bulgarien, Ungarn oder Tschechien dürfen nur 45 km/h fahren.
Welchen Führerschein benötige ich für ein Moped?
Für Kleinkrafträder benötigen Sie eine Fahrerlaubnis der Klasse AM. Wer ohne die erforderliche Fahrerlaubnis fährt, macht sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafbar. Übrigens: Die Klasse AM ist automatisch Bestandteil der Klasse B.
Sie dürfen nicht mit einem Moped fahren, ohne einen Führerschein zu besitzen. Sie sind zur Fahrt berechtigt, wenn Sie eine Fahrerlaubnis der Klasse AM haben. Zudem dürfen Sie mit einem B-Führerschein ein Moped fahren.
Die Wahl des richtigen Führerscheins richtet sich nach der Leistungsklasse des Motorrollers und nach dem Alter des Fahrers. Wer einen Pkw-Führerschein besitzt, darf ohne zusätzliche weitere Fahrerlaubnis ein Kleinkraftrad (bis 45 km/h) fahren. Gleiches gilt für Inhaber eines Motorradführerscheins. Wer für die Pkw- oder Motorradfahrerlaubnis zu jung ist, benötigt einen Führerschein der Klasse AM.
Hierbei handelt es sich um den „kleinsten“ Führerschein für Motorräder und der Erwerb ist regulär ab einem Alter von 15 Jahren möglich.
Wichtig! Die Fahrerlaubnis der Klasse AM gilt für 15-jährige grundsätzlich nur im Inland. Wer hingegen in den anderen Ländern unter 16 Jahren ein Moped nutzen möchte, begeht oftmals Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Um mit dem 15. Geburtstag direkt losfahren zu dürfen, können Jugendliche, die ein Moped fahren wollen, bereits mit 14 Jahren die Ausbildung in der Fahrschule beginnen.
Wollen Sie ein Moped fahren, ist dies mit dem Autoführerschein möglich. Denn beim B-Führerschein sind die Klasse AM und L eingeschlossen.
Da das Mindestalter für die Fahrerlaubnisklasse AM bei 15 Jahren liegt, ist es zudem zulässig, dass Teilnehmer des Programms Begleitetes Fahren ab 17 (BF 17) alleine ein Moped fahren.
Moped fahren ab 15 Jahren
In einigen Bundesländern dürfen Sie ein Moped fahren, wenn Sie 15 Jahre alt sind. Andere Bundesländer haben diese Regelung nicht umgesetzt. Wo Sie mit dem Moped fahren dürfen ab 15 Jahren, zeigt Ihnen unsere Auflistung.
Grundsätzlich gilt hier die Altersgrenze von 16 Jahren. Der Führerschein kann jedoch nach einer Gesetzesänderung jetzt bundesweit schon ab 15 erworben werden. Der Führerschein berechtigt jedoch bis zum 16. Geburtstag nur zu Fahrten in Deutschland.
Versicherung und Kennzeichen
Kleinkrafträder sind zulassungsfrei. Ein Gang zur Zulassungsbehörde ist daher nicht notwendig. Trotzdem ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung erforderlich. Legt man die Betriebserlaubnis bei der Versicherung vor, erhält man direkt ein Versicherungskennzeichen.
Wichtig: Dieses gilt vom 1. März bis zum Ablauf des Monats Februar im folgenden Jahr. Wenn Sie ab März im Folgejahr weiterfahren möchten, benötigen Sie wieder ein neues Versicherungskennzeichen.
Beim Kleinkraftrad wird der Versicherungsschutz durch das Kennzeichen nachgewiesen. Die Mofa-Kennzeichen wechseln jedes Jahr die Farbe und werden immer im März neu ausgegeben.
Kleinkrafträder zählen grundsätzlich zu den zulassungsfreien Fahrzeugen, weshalb die Anmeldung bei der Zulassungsstelle entfällt. Dennoch müssen Sie als Halter für einen gültigen Versicherungsschutz sorgen.
Mit dem Abschluss einer entsprechenden Haftpflichtversicherung erhalten Sie außerdem das Versicherungskennzeichen. Werden Sie auf dem Moped beim Fahren ohne dieses Kennzeichen erwischt, drohen Sanktionen.
Weitere Regeln und Vorschriften
Grundsätzlich gelten, wenn Sie mit dem Moped fahren, die allgemeinen Regelungen der Straßenverkehrsordnung. Sie müssen sich also z. B. an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.
Es ist nicht erlaubt, mit Mofa-Prüfbescheinigung 45 km/h zu fahren. Für ein Mopedauto brauchen Jugendliche ab 15 Jahren mindestens Führerscheinklasse AM.
Elektrokleinstfahrzeuge mit höchstens 20 km/h (z. B. E-Scooter) sind führerscheinfrei.
Gelten besondere Regeln, wenn ich mit einem Moped fahre? Wenn Sie mit dem Moped fahren, gelten die allgemeinen Regeln bezüglich Geschwindigkeit, Abstand etc., an die sich alle Verkehrsteilnehmer halten müssen.
Wenn Sie mit Kleinkrafträdern unterwegs sind, müssen Sie stets einen geeigneten Helm tragen.
Wo darf man mit einem Kleinkraftrad fahren? Für Kleinkrafträder gelten dieselben Vorschriften wie für Pkw und Motorräder. Das heißt, mit Kleinkrafträdern darf weder auf Gehwegen noch auf Radwegen gefahren werden.
Bei Kleinkrafträdern gelten dieselben Alkoholgrenzen wie beim Autofahren. Das bedeutet, dass ab 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit vorliegt.
Zusätzlich zu den Voraussetzungen für eine Teilnahme am Straßenverkehr gilt es auch beim Fahren Vorschriften zu beachten. So gelten, wenn Sie Sie zum Beispiel mit dem Moped zur Schule oder zum Ausbildungsplatz fahren, die generellen Verkehrsregeln.
So schreibt der Gesetzgeber unter § 21a Abs. Wer Krafträder oder offene drei- oder mehrrädrige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h führt sowie auf oder in ihnen mitfährt, muss während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen.
Wer gegen die gesetzliche Helmpflicht verstößt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 15 Euro rechnen.
Parken mit dem Moped
Wichtig: Auch wenn das oft zu sehen ist und in vielen Fällen von den Behörden geduldet wird, ist das Parken auf Gehwegen nicht erlaubt und stellt damit eine Ordnungswidrigkeit dar.
Die Simson-Szene
Mit einer Simson unterm Hintern gehörst du automatisch zu einer großen und eingeschworenen Community. Egal ob draußen auf der Straße oder im digitalen Raum, überall findest du Gleichgesinnte, Freunde und Hilfsbereitschaft.
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