Was kostet ein neues Motorrad wirklich? Ein umfassender Ratgeber

Ein erstes Motorrad bringt Dir den Wind ins Gesicht, die Sonne ins Herz und Kilometer auf der Straße. Ein Wunsch vieler Jugendlicher, der sich ab 16 Jahren mit dem A1-Führerschein oder ab 18 Jahren mit dem A2-Führerschein erfüllen lässt. Doch zwischen dem Erwerb der Fahrerlaubnis und dem ersten eigenen Motorrad steht in der Regel ein großes Problem - Kosten. Wir erklären in diesem Ratgeber, was das erste eigene Motorrad wirklich kostet - in Anschaffung, Unterhalt und Wartung. Ein eigenes Bike bedeutet Freiheit pur - doch vor dem Fahrspaß stehen klare Fakten: Die Motorrad Kosten gehen weit über den Kaufpreis hinaus. Wer als Motorrad Anfänger einsteigt, sollte nicht nur den Preis für die Maschine, sondern auch den Motorrad Unterhalt genau kalkulieren.

Unser Ratgeber zeigt, worauf es wirklich ankommt - von der Motorrad Steuer bis zur passenden Motorrad Versicherung. Mit realistischen Beispielen, etwa der Yamaha MT-07, geben wir Dir eine praktische Motorrad Checkliste an die Hand. Dazu gehören auch laufende Ausgaben für Motorrad Reifen, Motorrad Kette und regelmäßige Services wie der Motorrad Ölwechsel oder andere Motorrad Reparaturkosten.

Neumaschine oder Gebrauchtrad? Eine wichtige Entscheidung

Bei dem Motorrad Kauf gilt es zunächst einen wichtigen Punkt abzuwägen - muss es eine Neumaschine sein, oder tut es auch ein gebrauchtes Bike.

Vor- und Nachteile im Überblick

Hier eine Übersicht über die Vor- und Nachteile von neuen und gebrauchten Motorrädern:

Motorrad NEUMotorrad GEBRAUCHT
Vorteile
  • keine Gebrauchsspuren
  • kein Verschleiß
  • Wartung immer beim Händler
  • Werksgarantie
  • Motorrad im Serienzustand / unverbastelt
  • Technik vom aktuellen Stand
  • seriöser Händlerkauf
  • günstigerer Kaufpreis
  • Zubehör „kostenlos“ dabei
  • Wartung kostengünstig
  • Versicherung kann günstiger sein
  • geringer Wertverlust
  • bewährte Technik
Nachteile
  • hoher Anschaffungspreis
  • hoher Wertverlust
  • Gebrauchsspuren der Vorbesitzer
  • Umbauten der Vorbesitzer
  • Angebot muss genau gefiltert werden
  • Gefahr des Betrugs beim (Privat-) Kauf
  • möglicher Wartungsstau
  • Technik ggf. veraltet

Beispiel Yamaha MT-07: Was kostet sie neu und gebraucht?

Gerne genommen als erste Maschine ist die Yamaha MT-07. Sie ist leicht im Gewicht und entsprechend leicht im Handling. Ihre Leistung liegt im mittleren Bereich (ca. 75 PS) und sie ist auf 48 PS für Besitzer des Führerscheins A2 drosselbar. Außerdem besitzt sie robuste Großserien-Technik aus Japan und lockt mit einem erschwinglichen Neupreis.

Der Neupreis einer aktuellen Yamaha MT-07 liegt inklusive Überführung bei ziemlich genau 8.500 Euro ohne Motorrad Finanzierung. Ihr Motor mit 690 Kubik leistet 73 PS und 68 Nm Drehmoment bei 183 Kilogramm Fahrzeug-Gesamtgewicht.

Der Gebrauchtmarkt ist gefüllt mit Angeboten. Eine solche Maschine “lebt” irgendwo zwischen 70.000 und 100.000 Kilometern, bis die Reparaturkosten den Restwert der Maschine übersteigen. Eine vernünftige Option der ersten Modellreihe aus 2015 aus erster Hand mit etwa 16.000 Kilometern liegt bei 4.600 Euro. Augenscheinlich sind keine Sturzspuren zu erkennen, die Reifen haben noch Fleisch, der Kettensatz sollte noch 10.000 Kilometer mitmachen. Ihr fehlt das schicke neue TFT-Display und eine Traktionskontrolle. Selbstverständlich mit an Board ist ABS. Fahrwerk und Rahmen haben sich über die Jahre kaum verändert, sodass hier kein Nachteil beim Gebrauchtmodell entsteht.

Laufende Kosten: Steuern, Versicherung und mehr

Das erste Motorrad steht in der Garage und schon hält der Staat die Hand auf. Zunächst müssen die Steuern für das Fahrzeug bezahlt werden. Bei Motorräder berechnet sich die Steuer nach dem Hubraum und kann >>hier<< vorab berechnet werden.

Wer sein Motorrad nur im Sommer nutzt, kann es über ein Saisonkennzeichen zulassen. Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen dürfen nur in einem bestimmten Zeitraum unterwegs sein. Welcher Zeitraum das ist, zeigen die Zahlen am rechten Rand des Kennzeichens an. Der Vorteil: Motorrad Steuer und Motorrad Versicherung müssen auch nur für die angemeldeten Monate bezahlt werden.

In Deutschland gibt es generell drei Arten, wie ein Fahrzeug für den Straßenverkehr versichert werden kann Die Haftpflicht-Versicherung, die Teilkasko-Versicherung und die Vollkasko-Versicherung. Sowohl bei Teil- wie auch bei Vollkasko gibt es in der Regel eine Selbstbeteiligung, die der Versicherungsnehmer im Schadensfall zusteuern muss. Dieser Betrag lässt sich gestaffelt selbst wählen.

Versicherungstarife vergleichen ist nicht ganz einfach, im genannten Fall handelt es sich also um exemplarische Kosten für eine Yamaha MT-07 aus 2015 mit einen 18 Jahre alten Motorrad Anfänger, der zum ersten Mal ein Fahrzeug auf sich versichert. Die Person kann die Maschine in einer Garage unterstellen, besitzt kein Wohneigentum und fährt circa 5.000 km pro Jahr.

Betrachtet man die exemplarischen Kosten, wird schnell klar, dass sich für eine zehn Jahre alte Gebrauchtmaschine aus dem Beispiel eine Vollkasko-Versicherung kaum lohnt. Warum? Weil man innerhalb von nur 4 Jahren den Kaufpreis der Maschine noch einmal an Versicherungskosten stemmen muss. Für einen jungen Menschen ist das am Anfang seiner beruflichen Laufbahn ein schweres Los.

Unser Tipp: Neufahrzeuge oder hochwertige Maschinen als Garagenparker mit Teil- oder Vollkasko versichern.

Weitere Betriebskosten: Kraftstoff, Reifen und Wartung

Dein erstes Motorrad darf nun auf die Straße und auch hier entstehen Kosten - offensichtlich ist der Kraftstoff-Verbrauch. Das Motorrad zu tanken gehört genauso zum Fahren wie das Kilometer abreißen. Motorräder brauchen zwischen vier und sechs Litern Kraftstoff auf 100 km und sind entsprechend sparsam. Je neuer das Motorrad, desto sparsamer ist es im Verbrauch.

Je nach Gummimischung werden außerdem alle 5.000 Kilometer ein Satz Reifen fällig, Kostenpunkt inklusive Wechsel etwa 400 Euro. Einmal im Jahr ist ein Service fällig, der zwischen 150 und 300 Euro kostet.

Gerade Motorräder sind kompakte und technisch relativ logisch aufgebaute Maschinen. Wer ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, kann die einfachen Wartungsarbeiten wie Öl- und Filterwechsel selbst erledigen und bares Geld sparen. Kostet ein Ölwechsel in der Motorrad Werkstatt etwa 150 Euro, liegen die reinen Materialkosten bei vielleicht 50 Euro. Ein Reifenwechsel kostet beim Händler bis zu 500 Euro - man kann aber oftmals auch die ausgebauten Räder abgeben und zahlt nur einen geringen Aufschlag auf die reinen Materialkosten.

Günstige Motorräder unter 10.000 Euro

In diesem Bericht präsentieren wir dir eine Auswahl günstiger Motorräder für Motorradfahrer:innen, die trotz kleinerem Budget nicht auf ein Neufahrzeug verzichten möchten. Unsere sorgfältig ausgewählten Modelle bieten Stil, Leistung und Qualität zu einem attraktiven Preis. Egal, ob du cruisen, Offroad fahren oder sportlich unterwegs sein möchtest - wir haben für jeden Geschmack etwas dabei.

Erfahre mehr über preisgünstige Motorräder, die unter 10.000 Euro kosten und dennoch beeindruckende Fahreigenschaften bieten. Finde das perfekte Bike, das deinen Ansprüchen gerecht wird und deinem Budget entspricht. Es gibt viele günstige Motorräder, lass dich einfach von unserer Sammlung inspirieren.

Hier eine Auswahl von Modellen unter 10.000 Euro:

  • Honda CB300R
  • Royal Enfield Himalayan
  • Royal Enfield Classic 350
  • Yamaha MT-03
  • Suzuki SV650
  • Kawasaki Z400
  • KTM 390 Duke
  • BMW G 310 R
  • Royal Enfield Meteor 350
  • Royal Enfield Continental GT 650
  • Royal Enfield Interceptor 650
  • Suzuki SV650X
  • Honda CMX500 Rebel
  • Kawasaki Z650
  • Suzuki V-Strom 650
  • Triumph Trident 660
  • Benelli Leoncino 500
  • Aprilia RS 125

Hier eine Tabelle mit den Preisen (ungefähr):

ModellPreis ab (in EUR)
Honda CB300R4.875
Royal Enfield Himalayan5.490
Royal Enfield Classic 3505.490
Aprilia RS 1255.499
BMW G 310 R5.650
Royal Enfield Meteor 3505.790
Benelli Leoncino 5006.499
Yamaha MT-036.749
Kawasaki Z4006.445
KTM 390 Duke6.099
Suzuki SV6507.050
Royal Enfield Continental GT 6507.690
Royal Enfield Interceptor 6507.390
Suzuki SV650X7.850
Honda CMX500 Rebel7.060
Kawasaki Z6507.645
Suzuki V-Strom 6508.800
Triumph Trident 6608.145

Die teuersten Motorräder in Deutschland

Hier eine Liste der teuersten Serienmotorräder mit Straßenzulassung in Deutschland:

  1. Bimota Tesi H2 ab 63.466 Euro
  2. Harley-Davidson CVO Road Glide ST ab 50.150 Euro
  3. Indian Roadmaster Elite ab 44.990 Euro
  4. Honda GL 1800 Gold Wing Tour ab 39.900 Euro
  5. BMW M 1000 RR ab 36.300 Euro
  6. Kawasaki Ninja ZX-10 RR ab 29.995 Euro
  7. Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP2 ab 29.699 Euro

Weitere Kostenfaktoren

Obwohl du natürlich ein bisschen Geld benötigst um mit dem Motorradfahren anzufangen, musst du nicht deine gesamten Ersparnisse in dein Motorrad stecken. Wenn du dir zum ersten Mal ein Motorrad kaufen solltest, empfehlen wir dir, dich für ein gebrauchtes Motorrad in einem guten Zustand zu entscheiden. Es gibt viele Vorteile, niedrigere Kosten und weniger Ärger über leichte Kratzer sind einige davon. Wir alle wissen, dass gebrauchte Motorräder günstig sind und noch einen langen Weg zurücklegen können. Sie waren einmal die „erste Liebe“ eines anderen Fahrers und wurden häufig gut behandelt. Fabrikneue Motorräder können sehr kostspielig sein und zwischen 5000 € bis 30000 € kosten, während ein günstiges Motorrad in einem guten Zustand bei ca. Die Art der Versicherung die dein Motorrad benötigt, hängt von mehreren Faktoren wie der Art des Motorrad, dem Hubraum und dem Ort, an dem du lebst, ab.

Für Motorradanfänger können die Versicherungskosten aufgrund der anderen Einstufung ein ernsthaftes Diskussionsthema sein. Neben den Kosten für den Motorradkauf könnte die Versicherung der nächste große Punkt auf deiner Liste sein. Grundsätzlich gilt: Je modernen bzw. technisch komplexer ein Motorrad gebaut ist, desto höher fallen die Wartungskosten aus. Natürlich gibt es auch Faktoren wie das Alter, den Hersteller und der allgemeine Zustand des Motorrads zu beachten.

Während japanischen Herstellern hohe Zuverlässigkeit nachgesagt wird, hört man gegenteiliges häufig von manchen europäischen Herstellern, vor allem aus dem Premiumsegment. Entweder man legt Hand an und führt die Wartung eigenhändig durch - das technische Fachwissen vorausgesetzt - oder man sucht eine Fachwerkstatt auf. Grundsätzlich kann man sich zwischen freien- und Vertragswerkstätten entscheiden. Freie Werkstätten sind oft genauso gut wie Vertragswerkstätten, welche dafür mit Spezialwissen punkten können. Dieses Wissen erweist sich bei besonders modernen, mit zahlreichen elektronischen Bauteilen ausgestatteten Motorrädern von Vorteil.

Oft führt kein Weg daran vorbei, da diese vollen Zugriff aus alle Schnittstellen des Motorrades besitzen. Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Faktor sind die Kosten für die Arbeitszeit. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die meist wesentlich kürzeren Wartungs- oder Inspektionsintervalle im Vergleich zu PKWs. Diese Erfahrung werden Besitzer eines gewissen italienischen Herstellers möglicherweise bereits schmerzhaft bereits erfahren haben. Natürlich unterscheiden sich die Wartungskosten von Motorrad zu Motorrad, beispielsweise zwischen Modellen mit einem oder gar 6 Zylindern.

Damit der Glanz des eigenen, oft heißgeliebten Motorrades noch lange erhalten bleibt ist es oft ratsam sich um einen geeigneten, idealerweise überdachten Stellplatz zu kümmern. Dieser sollte möglichst trocken sein und das Motorrad vor Diebstahl schützen, wie im Falle einer Garage.Die Preise für einen guten Stellplatz, wie einer absperrbaren Garage sind regional häufig sehr unterschiedlich und können zwischen 20€ bis zu 100€ pro Monat betragen.

Wer sich für ein fabrikneues Motorrad entscheidet muss unweigerlich mit dem höchsten Wertverlust nach dem Kauf rechnen. Nach ungefähr einem Jahrzehnt bewegt sich der jährliche Wertverlust kaum mehr, sofern sich die Laufleistung fortan nicht mehr merklich nach oben entwickelt.Ab diesem Moment zählen vor allem der einwandfreie Zustand und die Laufleistung am meisten. Daher ist es ratsam stets ein wachsames Auge auf den technischen und optischen Zustand des Motorrades zu werfen. Ebenfalls wertmindernd wirkt sich ein häufiger Wechsel der Eigentümer aus.

Verständlicherweise werden die höchsten Preise für ältere Modelle mit geringer Laufleistung aus Erstbesitz aufgerufen. Eines ist sicher: Du benötigst gute Schutzkleidung, wenn du mit dem Motorradfahren beginnen möchtest. Sie ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben und extrem wichtig, da sie dein Leben retten könnte. Man kann qualitativ hochwertige Schutzausrüstung für einige Hundert oder Tausend € bekommen. Ähnlich wie bei der Anschaffung deines ersten Motorrades hängt es ganz davon ab, wonach du suchst.

Manche Leute wollen alles „billig und möglichst einfach“ haben, während andere auf der Suche nach „dem Besten und nichts darunter“ viel Geld ausgeben wollen.Motorradzubehör gibt es in allen möglichen Formen, also liegt es an dir zu entscheiden, welchen Weg du einschlagen möchtest. Was man aber immer tun sollte, ist zu versuchen online zu recherchieren oder sich an befreundete Motorradfahrer zu wenden, die bereits Erfahrung oder selbst gebrauchte Ausrüstung besitzen die sie möglicherweise verkaufen würden.

Länderabhängige Kosten für die Nutzung gebührenpflichtiger Straßen wie Autobahnen und Passstraßen fallen in unterschiedlichen Höhen an.Kraftstoffkosten mögen etwas sein, dem viele von uns zunächst keine Aufmerksamkeit schenken, aber es sind sehr wichtige Kosten, da es sich um wiederkehrende Kosten handelt. Genauso wie die Anschaffungskosten eines Motorrads einmalige Kosten darstellen und Versicherungskosten vielleicht einmal im Jahr zu bezahlen sind, sind Kraftstoffkosten fortlaufende Kosten, die anfallen, je nachdem wie viel du dein Motorrad bewegst.

Es gibt keine festen Kraftstoffkosten, da diese häufig zeitlichen Schwankungen unterliegen, aber du kannst dir basierend auf dem Kraftstoffverbrauch deines Motorrades und deiner geplanten Fahrlänge ein ungefähres Budgetfenster für die effektiven Kraftstoffkosten ausrechnen.Die Gesamtanschaffungskosten mit denen du minimal rechnen musst, um mit dem Motorradfahren zu beginnen, liegen bei etwa 3000 € bis 4000 € bezogen auf ein günstiges gebrauchtes Motorrad. Diese Kosten stellen eine vernünftige Basis dar, wenn du anfangen möchtest Motorrad zu fahren. Sobald du dich an dein Motorrad gewöhnt hast, kannst du jederzeit auf ein teureres Modell aufrüsten.

Es kommt häufig vor, dass die Kosten für ein Motorrad im Laufe der Zeit eher sinken als steigen, sobald du anfängst regelmäßig zu fahren. Das liegt vor allem daran, dass du nach einer Weile nicht mehr allzu viele Kosten zu tragen hast, da du die Anschaffung deines Motorrades und deiner Schutzausrüstung bereits hinter dich gebracht hast. Alle weiteren Ausgaben fallen für den Betrieb und die Wartung des Motorrads an. Auch die Versicherungskosten werden ab einem bestimmten Punkt mit steigender Fahrpraxis ohne Zwischenfällen sinken.

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