Besser Motorrad Fahren: Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene

Heute haben wir für alle Motorrad-Neulinge Tipps, auf die ihr am Anfang besonders achten solltet. Die Tipps kommen aus unserer eigenen Erfahrung und viele davon haben wir selbst gemacht. Wenn ihr also frisch gebackene 125er Fahrer seid, seid clever und macht nicht alle Fehler nach. Schau dir die Tipps hier entspannt an oder ließ sie unten in Ruhe nach.

Sicherheit geht vor: Schutzkleidung und Ausrüstung

Ja es ist lässiger mal ohne Motorradjacke zu fahren und ja im Sommer wird es warm darunter. Trotzdem! Trag deine Schutzkleidung und zwar das ganze Paket. Was hast du davon, wenn du einmal cool durch die Gegend geheizt bist, dafür aber Narben bis ans Lebensende hast? Gerade am Anfang, aber eigentlich das ganze Bikerleben lang, solltest du nie in Hektik fahren. Gerade wenn du im Stress bist und vielleicht spät dran bist, kann etwas passieren. Riskiere dann lieber angemeckert zu werden, weil du zu spät kommst, als dass du garnicht ankommst ;) Das gilt auch fürs Bikeabstellen. Hier einmal zu hektisch gewesen und schon kippt dein Bike um.

Kein verantwortungsvoller Biker würde ohne seine robuste Motorradkombi aufs Motorrad steigen - auch nicht im Sommer. Egal, wie kurz die Routine ist oder wie sehr die Sonne euch zum Schwitzen bringt: tragt feste Motorradschuhe oder Motorradstiefel sowie passende Motorradkleidung. Selbstverständlich gehört zu jeder Ausfahrt ein Motorradhelm, egal ob einem Jethelm, Klapphelm oder Motocrosshelm auf den Kopf, der vor Stürzen schützt. Denkt immer daran: Motorrad Sicherheit geht vor!

Eine Jacke mit großflächigen Protektoren an Schulter, Ellenbogen/Unterarm, Rücken, eine (Leder-)Hose mit Protektoren an Hüfte und Knie/Unterschenkel und ein separater Rückenprotektor sind essenziell. Tourenfahrer kombinieren gern Textiljacken und Lederhosen. Endurofahrer bevorzugen zudem Cross-Stiefel. Sie schützen die gefährdeten Unterschenkel und Füße am besten.

Die ersten Fahrten: Worauf du achten solltest

Die Situation: Ihr habt euren A1 Führerschein frisch bestanden und fahrt nun mit dem Bike das erste mal in die Schule oder zur Arbeit. Alle Freunde wollen euer Motorrad bestaunen, anfassen und sich mal drauf setzen. Wenn ihr nicht gerade eine uralte gebrauchte Maschine geholt habt, seid hier etwas strenger. Lasst nur die engsten Freunde drauf und mahnt ruhig zur Vorsicht. Es ist nicht böse gemeint von den Leuten, aber mit ihren Jacken und Taschen machen sie schnell mal Kratzer in den Lack. Bei entsprechender Motorradkleidung passiert das eher nicht.

Sobald ihr den Lappen und ein Bike habt, werden eure Freunde mit euch mitfahren wollen. Zusammen cruisen und der gemeinsam zu einer Party fahren macht ja auch Bock. Aber hey, zu zweit auf einem Bike zu fahren ist eine andere Geschichte als alleine. Erstmal solltet ihr euch ordentlich einfahren und euch wirklich sicher fühlen im Handling des Bikes. So ein Sozius Fahrer verändert die ganze Fahrdynamik. Bremsen wird schwieriger und beim Beschleunigen kommt es schnell zum Wheelie. Einfacher ist es, wenn der Mitfahrer selbst schon ein Biker ist.

Sieh deine Kupplung als deinen Freund und Helfer. Wenn du mal in eine Situation kommst, du das Gefühl hast etwas die Kontrolle zu verlieren, zieh die Kupplung! So nimmst du sofort den Antrieb raus und kannst dein Bike stabilisieren. Auch an der Ampel gilt: Wenn du dein Motorrad abwürgst, kein Stress. Auch wenn einer hupt oder sonst was. Gerade am Anfang neigt man dazu, wenn man mit hoher Geschwindigkeit auf eine Ampel zufährt, früh zu kuppeln und direkt in den ersten Gang zu gehen. Macht das entspannter. Zieht kurz die Kupplung und schaltet die Gänge der Reihe nach runter. Wie beim Hochschalten.

Ein Spurwechsel ist gerade für Anfänger im Straßenverkehr (ob Motorrad oder Auto) eine stressige Angelegenheit. Als Biker hast du noch den Nachteil, dass du kein Blech um dich rum hast, falls dir mal einer auffährt. Daher gilt beim Spurwechsel: Ordentlich den Verkehr beobachten. Auch mehrfach um den Speed der Leute hinter dir einzuschätzen. Beim Wechsel selbst dann ruhig etwas sportlicher fahren und beschleunigen. So bist ziehst du zügig nach vorne weg, falls das Auto hinter dir vielleicht doch etwas schneller war als gedacht.

Die meisten modernen 125er Motorräder haben mittlerweile ein ABS Bremssystem. Dieses sorgt dafür, dass die Reifen nicht blockieren beim Bremsen und ihr die Kontrolle behaltet. Wenn ihr nun mal mit einem Kumpel oder einer Freundin das Bike tauscht und dieses Modell kein ABS hat, passt höllisch auf. Motorräder ohne ABS sind nicht viel unsicherer, aber wenn du es gewohnt bist, kann es zu brenzlichen Situationen kommen.

Klar, wenn man den Schein hat und einen fahrbaren Untersatz, dann will man sofort los heizen und nicht mehr runter vom Bike. Du solltest dich aber trotzdem zwischendurch mit deinem Motorrad beschäftigen, die Technik etwas verstehen und einfachere Wartungsarbeiten selbst machen. Das spart dir auch Werkstattkosten. Ersatzteile aller Art findest du bei uns im Sortiment und Anleitungen für so gut wie jedes Teil auf Youtube.

Auch wenn die Fahrstunden gut liefen und die Prüfung bestanden ist, solltet ihr nun zunächst Erfahrungen in der Fahrpraxis sammeln, bevor ihr lange Touren auf eurem Motorrad plant. Ob beim Bremsen oder beim Einfahren in Kurven - auf die richtige Körperhaltung kommt es an. Motorrad-Neulinge verkrampfen schnell in einer unbequemen Position, weil sie nicht an ihre Sitzposition denken.

Fahrsicherheitstraining: Automatismen verinnerlichen

Es gibt sicher den Einen oder Anderen unter euch, der sagen wird: Käse, Sicherheitstraining brauche ich nicht, ich kann fahren. Wenn dem so ist, ist das ok. Dann lese aber hier am besten nicht weiter. Es sei denn, es interessiert Dich ein anderer Standpunkt zu diesem Thema.

Der Spruch eines Fahrsicherheitstrainers hat sich mir tief eingeprägt. "Wer scheiße schaut - fährt scheiße". Gut, ein wenig vulgär ausgedrückt. Aber Recht hat er. Es gibt natürlich auch die etwas sanftere Methode, die da lautet: Die Augen führen das Motorrad. Im Grunde wird doch bei einem Sicherheitstraining nicht anderes gemacht als diese Automatismen wieder zu visualisieren, zu trainieren und dann im besten Falle wieder ins Unterbewusstsein absinken zu lassen. Automatismen sind doch Handlungsabläufe, die ohne daran zu denken abrufbar sind. Und genau das brauchen wir, um uns sicher auf zwei Rädern zu bewegen.

Verbessern Sie Ihre Fähigkeiten auf dem Motorrad vor allem durch ständige bewusste Wahrnehmung und die Anwendung des Gelernten. Dies gilt besonders, wenn Sie nur gelegentlich Motorrad fahren. Als Basisausbildung hilft ein fundiertes Sicherheitstraining. So erfahren Sie, wo Ihre Schwächen und Grenzen liegen.

Lernen Sie, Ihre Maschine richtig zu beherrschen und in jeder Situation die Kontrolle zu behalten. Das ADAC Trainingsangebot richtet sich an Einsteiger, Wiederaufsteiger und routinierte Fahrer.

Blickführung und Kurventechnik

Nicht außer Acht zu lassen sind aber auch die Schräglage und die Kurventechnik. Spätes Einlenken, Kurven hinterschneiden und ein optimiertes Anbremsen und Beschleunigen führen zu einer optimierten Kurvenlinie oder besser gesagt Sicherheitslinie. Wenn Du diese Linie dann verinnerlicht hast, kann der entgegen kommende Bus gar nicht mehr so breit sein, dass er Dir gefährlich werden kann.

Trainieren Sie die spezielle Blickführung für Kurvenfahrt: Einlenkpunkt, Scheitelpunkt, Kurvenausgang, weiterer Straßenverlauf. Für einen flüssigen Ablauf der Fahrt ist die kontinuierliche Blickführung entscheidend.

Als kleiner Tipp: In Linkskurven immer auf der Spur fahren, auf der Du beim Auto gedanklich den rechten, vorderen Reifen verorten würdest. Bei Rechtskurven läuft das Spiel ein wenig anders.

Sogar ein Neigungswinkel von über 50 Grad ist bei entsprechender Geschwindigkeit und geeignetem Motorrad möglich. Sobald Sie das Ende der Kurve sehen, beschleunigen Sie nur sanft, damit Ihr Vorderreifen weiterhin mit ausreichendem Druck auf der Straße haftet und das Hinterrad nicht driftet.

Bei diesem Kurventechnik-Klassiker bilden Fahrer und Maschine eine Linie in Schräglage. Dabei hat Ihr Knie festen Kontakt zum Motorrad, das kurveninnere Knie ist um etwa 2 Zentimeter in Fahrtrichtung versetzt. Dieser Fahrstil ist für alle Arten von Kurven und jedes Tempo geeignet. Besonders bei unübersichtlichen oder engen Kurven, in denen Sie langsam Motorrad fahren müssen, ist diese Technik sinnvoll. Dabei bleiben Sie fast aufrecht, drücken das Bike zum Inneren der Kurve und von sich weg. So können Sie besonders schnell die Richtung wechseln. Die Methode stammt aus dem Rennsport.

Bremsen: Sicherheit durch richtige Technik

Die richtige Bremstechnik ist ebenfalls wichtig. Ich denke aber, dass durch die richtige Blickführung und die richtig angefahrene Kurve die eine oder andere Gefahrenbremsungen nicht mehr von Nöten ist. Außerdem ist das Thema "Bremsen" ja nicht mehr ganz so einfach wie es früher einmal war. Die meisten von uns haben ja mittlerweile ABS an Bord.

Überwinden Sie die Angst vor dem Bremsen, trainieren Sie es bis zum Maximum. Eine Voll- oder Notbremsung mit dem Motorrad in einer kritischen Verkehrssituation gehört zu den schwierigsten Aufgaben, die beim ersten Versuch perfekt gelingen muss. Deswegen kann das Bremsen auch aus hohen Geschwindigkeiten nicht häufig genug geübt werden.

Mentale Aspekte: Konzentration und Gelassenheit

Motorradfahren passiert zu 90 Prozent im Kopf. Umso wichtiger ist es also, dass die „Regierungschefin“ zwischen unseren Ohren, wie es meine geschätzte Kollegin Astrid auszudrücken pflegt, frei ist von Stressoren und Blockaden. Ein freier Kopf beim Motorradfahren garantiert uns, den Fokus auf das zu legen, was wichtig ist. Und was ist das? Natürlich der Spaß am Motorradfahren selbst.

Fahren Sie so zügig, dass Sie immer noch entspannt und ausreichend konzentriert bleiben bzw. bleiben können. Bei höheren Geschwindigkeiten muss das Konzentrationslevel steigen. Auf schwierige Ereignisse können Sie meist nur dann schnell und angemessen reagieren, wenn Sie nicht nur konzentriert, sondern dabei auch weitgehend entspannt sind.

Es gibt einfach diese Tage, wo irgendeine Stimme zu Dir sagt: lass es heute besser. Also meiner einer nimmt solche Stimmen sehr ernst. Eben aus Erfahrung: Der Fahrstil taugt nichts, die Kurvenlinie ist mehr oder minder bescheiden, der Kopf nicht frei. Die Stimmen sagen auch manchmal plötzlich Sachen, die entscheidend sein können.

Gruppenfahrten: Regeln für mehr Sicherheit

Mensch, mein Kumpel und der Kumpel von ihm haben am Samstag Zeit. Vielleicht bringen die auch noch 10 weitere Freunde mit und wir machen eine Gruppenausfahrt. Prima Sache das Hobby mit mehreren zu teilen. Da haben wir auch so unsere Erlebnisse. In erster Linie sehr, sehr schöne. Vielleicht auch deswegen, weil sich alle Teilnehmer an ein paar grundlegende Regeln hielten. Kein Überholen in der Gruppe, versetzt Fahren mit ausreichendem Sicherheitsabstand und eher defensiv fahren. Öfters mal ein Päuschen für Kaffee oder notfalls auch ein kleines Eis.

Auch wenn das Adrenalin auf anspruchsvoller (Kurven-)Strecke den Körper pusht und Sie in den Flow kommen, dürfen Sie nicht alles um sich herum vergessen. Achten Sie auch auf kleine Fehler, die Ihnen unterlaufen. Bewerten Sie Ihre aktuelle Konzentration und Kondition. Und legen Sie lieber eine Extrapause ein.

Vorrangig bei sportlichen Gruppenfahrten auf anspruchsvollen Kurvenstrecken oder auf Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen kann sich eine besondere Gruppendynamik entwickeln, in der die Gangart der Vorausfahrenden sich sukzessive beschleunigt. Wer weiter hinten in der Gruppe fährt, müsste bei dem Versuch, den Anschluss zu halten, über seine und allgemein gültige Grenzen hinausgehen. Wer in dieser Situation rechtzeitig erkennt, wo vernünftige Grenzen liegen, kommt zwar später an, ist aber der eigentliche Sieger. Lassen Sie sich also nicht zu Aktionen provozieren, die nicht zu Ihnen und Ihrem Fahrstil passen. Jeder ist für sich und sein Tun verantwortlich.

Vorausschauendes Fahren und Unfallvermeidung

Für Motorradfahrer sollte immer die Unfallvermeidung an erster Stelle stehen. Die Fragen des Vorrechtes und der Fehler eines anderen spielen eine untergeordnete Rolle. Verzichten Sie deshalb auch auf mögliche Vorrechte. Die Vermeidung von Konflikten und Unfällen hat absoluten Vorrang. Versuchen Sie keine Fahrmanöver mit der Brechstange.

Schauen Sie so weit wie möglich nach vorn, ohne die Details direkt vor Ihnen zu übersehen. Lassen Sie sich von Ihrem Blick leiten. Beobachten Sie gut, nutzen Sie alle wichtigen Hinweise im Verkehrsgeschehen und auf der Straße, bleiben Sie im Zweifel misstrauisch.

Suchen Sie dazu Raum und Platz im Verkehrsgeschehen. Die Fahrlinie: Wählen Sie die Fahrlinie auf Ihrem Fahrstreifen möglichst rechts, vor allem in Linkskurven. Da das Ausweichen mit dem Motorrad nicht so einfach abläuft, wie die meisten Nichtbiker es sich vorstellen, sollten Sie, wann immer möglich, einen großen Abstand zum Gegenverkehr einhalten. Besonders bei schräger Fahrt in Linkskurven brauchen auch Motorradfahrer viel Platz.

Reiseplanung: Vorbereitung ist alles

Eine Motorradtour bedeutet Freiheit, Abenteuer und unvergessliche Erlebnisse auf zwei Rädern. Egal, ob du eine Tagesfahrt oder eine mehrtägige Reise planst - eine gute Vorbereitung kann den Unterschied zwischen einer entspannten Tour und unerwarteten Problemen ausmachen.

Deswegen solltest du bei der Planung deiner Motorradtour darauf achten, dass du realistisch bleibst und dabei sowohl deine Fähigkeiten als auch die deines Motorrads nicht überschätzt. Plane keine zu langen Etappen, damit du auch genügend Zeit hast, um Pausen zu machen und deine Umgebung zu genießen.

Oft zahlt es sich aus, eine alternative Route zu planen, wenn schlechtes Wetter zu erwarten ist. Nicht vergessen: Regen ist beim Fahren nicht nur unangenehm, es kann auch schnell gefährlich werden.

Verwende daher ein Motorrad Navigationsgerät oder eine Motorrad App für die Navigation deiner geplanten Routen: Diese Tools können dir helfen, während der Fahrt auf der Strecke zu bleiben und die Route für dich neu zu berechnen, falls du dich einmal verfahren solltest.

Es ist wichtig, dass du auf deiner Tour immer mal wieder anhältst, um zum Beispiel zu tanken, aufs WC zu gehen oder einfach mal die Beine auszustrecken. Durch diese Pausen kannst du nicht nur deine körperliche Verfassung aufrechterhalten, sondern auch deine Konzentration steigern. Um eine Referenz zu haben: Plane alle 1 - 1,5 Stunden eine Pause ein, vor allem wenn du auf anspruchsvollen Landstrassen oder Gebirgspässen unterwegs bist.

Bevor du deine Motorradtour beginnst, solltest du dich über die Strecke und eventuell gefährliche Abschnitte informieren. So vermeidest du böse Überraschungen in Form von potenziell gefährlichen Sektionen und kannst deine Tour optimal und sicher genießen.

Darum ist es wichtig, dass du auf deinen Motorradtouren immer etwas zu trinken und einen Snack wie beispielsweise einen Müsli-Riegel oder etwas Obst dabei hast. Wenn dein Körper nicht genügend Wasser oder Zucker hat, können deine Konzentration und deine Reflexe beeinträchtigt werden, was gefährliche Folgen für deine Sicherheit haben kann.

Die häufigsten Anfängerfehler und wie man sie vermeidet

  • Falsche Kurvengeschwindigkeit: Passt die Geschwindigkeit an und wählt die richtige Fahrtlinie.
  • Fehlende Routine: Sammelt Erfahrungen in der Fahrpraxis, bevor ihr lange Touren plant.
  • Verkrampfte Körperhaltung: Achtet auf eine entspannte Sitzposition.
  • Fahren mit Beifahrer: Trainiert das Fahren mit Beifahrer, bevor ihr zu einer längeren Ausfahrt startet.

Weiterbildung und Perfektionierung der Fahrkünste

Nach dem Training ist vor dem Training. In der Fahrschule habt ihr die Regeln für den Straßenverkehr verinnerlicht und erste Praxiserfahrungen auf dem Motorrad sammeln können, nun geht es darum, Erfahrungen zu sammeln. Absolviert regelmäßig ein Motorrad-Fahrsicherheitsstraining.

Beginnen wir mit den grundlegenden Fahrtechniken. Eine solide Basis ist entscheidend, um deine Fahrkünste zu verbessern. Überprüfe deine Sitzposition, deine Hand- und Fußpositionen und achte auf eine gute Körperbeherrschung. Kleine Anpassungen können einen großen Unterschied machen.

Identifiziere die spezifischen Bereiche, in denen du dich verbessern möchtest, wie Kurvenfahren, Bremsen oder langsame Manöver. Setze dir klare Ziele und erstelle einen Übungsplan, der dir dabei hilft, diese Ziele zu erreichen. Praxis macht den Meister! Suche dir einen sicheren Ort, wie einen leeren Parkplatz oder eine ruhige Straße, um kontrolliert zu üben. Fang mit einfachen Übungen an und steigere dich nach und nach.

Neben der eigenen Übung empfehle ich dir auch, an einem fortgeschrittenen Fahrkurs teilzunehmen. Diese Kurse bieten theoretischen Unterricht und praktisches Training mit erfahrenen Instruktoren. Du wirst wertvolles Feedback erhalten und fortgeschrittene Fahrtechniken erlernen, die deine Fahrkünste auf ein neues Niveau heben können.

Der Austausch mit anderen Fahrern ist ebenfalls sehr wichtig. Schließe dich einer Motorradgruppe an, um von erfahrenen Fahrern zu lernen. Nimm an Gruppenfahrten teil und tausche dich über Techniken und Erfahrungen aus. Das gemeinsame Fahren und der Austausch von Wissen werden dich weiter voranbringen.

Körperliche und mentale Fitness

Neben dem Training am Motorrad solltest du auch deine körperliche Fitness im Blick behalten. Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert deine Kraft, Flexibilität und Ausdauer. Dies trägt zu einer besseren Körperbeherrschung auf dem Motorrad bei und unterstützt deine Fahrkünste. Lege dabei vor allem auf eine starke Körpermitte.

Das Motorradfahren erfordert nicht nur körperliche, sondern auch mentale Stärke. Übe daher mentale Fokussierung und Konzentration durch Aktivitäten wie Meditation oder Achtsamkeitsübungen. Dies wird deine Aufmerksamkeit auf der Straße schärfen und deine Reaktionszeit verbessern.

Technische Aspekte und moderne Technologie

Nutze die Vorteile der modernen Technologie, um deine Fahrkünste zu verbessern. Du bist mit dem Ansprechverhalten vom Gasgriff nicht zufrieden? Probiere ein anderes Mapping aus! Montiere nur die bestmöglichen Reifen und warte Dein Motorrad bestmöglich. Ein topmodernes Motorrad mit aktuellen Reifen ist deutlich sicherer als ein älteres Modell mit alten Reifen ohne aktuelle Fahrerassistenzsysteme.

Empfohlene Lektüre

Zu den Buchtipps möchte ich noch sagen, dass in meinen Augen das Buch "Motorradtraining alle Tage" von Bernt Spiegel zur Pflichtlektüre eines jeden Motorradfahrers zählen sollte. Wer sich dann wirklich eindringlich mit der Theorie zum Thema auseinander setzen will, dem möchte ich das Buch "Die obere Hälfte des Motorrades" empfehlen.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Hier eine Übersicht der wichtigsten Tipps für sicheres und besseres Motorradfahren:

Thema Tipp
Ausrüstung Immer komplette Schutzkleidung tragen.
Fahrpraxis Erfahrungen sammeln, bevor lange Touren geplant werden.
Fahrsicherheit Regelmäßig Fahrsicherheitstrainings absolvieren.
Blickführung Kontinuierliche Blickführung in Kurven trainieren.
Bremsen Notbremsungen üben, ABS nutzen.
Mentale Fitness Konzentration und Gelassenheit bewahren.
Gruppenfahrten Regeln einhalten, defensiv fahren.
Vorausschauendes Fahren Unfallvermeidung hat höchste Priorität.
Reiseplanung Route realistisch planen, Wetter beachten.
Körperliche Fitness Regelmäßige körperliche Aktivität.

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