Windbreaker-Jacken sind die ideale Lösung für Radfahrer, die sich vor Wind schützen und gleichzeitig ein leichtes, atmungsaktives Kleidungsstück suchen. Sie bieten Schutz vor Auskühlung und sind somit unverzichtbar für jede Radtour, egal ob im Spätsommer oder im Herbst. In diesem Artikel werden verschiedene Windbreaker-Modelle für Herren vorgestellt und verglichen, um Ihnen die Auswahl zu erleichtern.
Warum ein Windbreaker notwendig ist
Windbreaker schützen mit winddichten oder stark abweisenden Materialien gegen Fahrtwind. Sie bieten durch Reißverschlusstaschen etwas Stauraum und Reflektoren sorgen für gute Sichtbarkeit, wenn der Heimweg über stark befahrene Straßen führt. Eine "echte" Regenjacke wäre hier zwar ebenso tauglich, doch durch das meist doppelt so hohe Gewicht und Packmaß passen diese Wetterschützer selten in die Trikottasche oder nehmen im Rucksack deutlich mehr Platz ein. Und selbst die beste Membran kommt bei schon leichter Belastung und halbwegs sommerlichen Temperaturen an ihre Grenzen und erzeugt ein schwitzig-nasses Klima.
Gorewear Windbreaker im Überblick
Gorewear hat drei neue Windbreaker-Jacken vorgestellt, die speziell für Mountainbike, Rennrad und Laufsport entwickelt wurden. Die Modelle Fernflow, Spinshift und Concurve sollen laut Hersteller einen neuen Standard in Sachen Komfort setzen. Alle drei Jacken basieren auf einem atmungsaktiven und windabweisenden Material, das mit einer DWR-Imprägnierung gegen leichten Regen ausgestattet ist. Ein besonderes Merkmal ist das speziell gewebte Innenfutter, das ein Kleben des Materials auf der Haut verhindern und für optimale Feuchtigkeitsregulation sorgen soll. Gorewear setzt bei der Entwicklung auf das sogenannte Kinetic Garment Design, bei dem sich die Schnittführung an den dynamischen Bewegungsmustern des Körpers orientiert. Alle Jacken sind laut Hersteller leicht packbar und aus recycelten Materialien hergestellt.
Gorewear Fernflow Windbreaker für Mountainbike und Commuting
Das Gorewear Fernflow-Modell richtet sich an Mountainbikerinnen, Gravel-Fahrer und Pendelnde. Die Fernflow zeichnet sich durch einen lässigen Schnitt aus, der sowohl für Offroad-Einsätze als auch für den Alltag geeignet ist. Ein zentrales Feature ist die helmkompatible Kapuze, die zusätzlichen Schutz bei wechselhaftem Wetter bietet. Der Kragen ist leicht gefüttert, was den Tragekomfort erhöhen soll. Die Bike-Jacke verfügt über einen durchgehenden Frontreißverschluss und zwei Reißverschlusstaschen vorne mit großen Taschen zum Händewärmen. Für eine individuelle Passform ist der Saum mit einem Kordelzug ausgestattet. Die Bündchen besitzen elastische Einsätze. Zur Sicherheit bei schlechten Lichtverhältnissen hat Gorewear reflektierende Details an Arm und unterer Rückenpartie angebracht. Der Fernflow Windbreaker von Gorewear ist zum Preis von 129,95 Euro erhältlich. Insgesamt ist sie in fünf Farben zu haben: blau, beige schwarz grün und eben grau, die wir getestet haben.
Test: Die Gorewear Windbreaker-Jacke in der Praxis
Beim ersten Anziehen war ich überrascht von der Haptik des Materials. Insgesamt sehr weich und leise, aber innen fühlt sich der Windbreaker an fast wie ein super dünnes Baumwoll-T-Shirt. Vorbei die Zeit, als man sich fast schütteln musste, wenn das glatte Polyester der Windjacke auf die schwitzige Haut traf. Zudem ist die Fernflow sehr leicht (198 g selbst gewogen, in Größe M). Sowohl in der Tasche, als auch am Körper eine angenehm dünne Schicht nur, die aber effektiv gegen Wind schützt. Die Bike-Jacke von Gorewear hat eine gute, nicht zu enge Passform, ist hinten und an den Ärmeln lang geschnitten - auch bei sportlicherer Sitzposition. Auffällt auch, dass die Jacke gut atmungsaktiv ist. Sowas fällt vor allem auf, wenn man einen Rucksack trägt: darunter wird es feucht, sonst nirgendwo. Die Kapuze ist wohl leider für die meisten MTB-Helme zu klein - dafür ist sie dann für den Kopf allein sehr voluminös und bauscht extrem im Fahrtwind.
Die Gorewear Fernflow ist recht klein packbar. Aber im Gegensatz zu den anderen Modellen, ohne Säckchen bzw. die Möglichkeit, die Jacke in der eigenen Tasche einzurollen. Schade, auch im MTB-Gepäck ist ein kleines Päckchen besser zu handhaben als eine lose Jacke. Das Innenfutter ist wie beschrieben sehr angenehm auf der Haut, aber super empfindlich. Ein Klettverschluss an der Hose, eine scharfe Kante am Tool etc. und das Gewebe zieht Fäden, wie man auf den Fotos sieht.
Fazit: Die Gorewear Windbreaker-Jacke Fernflow für MTB trägt sich tatsächlich sehr angenehm durch ein aufgerautes Gewebe auf der Innenseite. Sie ist leicht und atmungsaktiv. Allerdings ist das Innengewebe sehr empfindlich bei Reibung oder beispielsweise Klettverschlüssen. Wie es sich in der Waschmaschine verhält, haben wir noch nicht getestet. Der Preis von knapp 130 Euro ist recht hoch, aber geht für das tolle Tragegefühl in Ordnung - jetzt muss sie nur in der Anwendung zeigen, dass die Fahrradjacke auch länger als eine Saison übersteht.
Spinshift Windbreaker für Rennradfahrer/innen
Für Rennradfahrer/innen hat Gorewear den Spinshift Windbreaker entwickelt. Analog zur bestehenden Reihe an wasserfester und warmer Fahrradbekleidung wie die PFC-freie Jacke oder die Kombi aus Bib und Oberteil. Die neue Windjacke zeichnet sich durch einen aerodynamischen Schnitt aus, der auf die typische Unterlenker-Position beim Rennradfahren abgestimmt ist. Besonderes Augenmerk wurde auf die vorgeformten Schulter- und Ellbogenpartien gelegt, die eine optimale Passform in der Fahrposition gewährleisten sollen. Der ergonomisch geformte Kragen ist mit einem Futter versehen. Wie beim Fernflow-Modell sind auch hier die Bündchen mit elastischen Einsätzen ausgestattet. Der durchgehende Reißverschluss ist mit einem Logo versehen. Eine praktische Funktion bietet die Rückentasche, die gleichzeitig als Packtasche dient. Dadurch lässt sich die Jacke kompakt verstauen und passt problemlos in eine Trikottasche. Für einen sicheren Sitz sorgen Silikonabschlüsse am Saum. Der Spinshift Windbreaker ist für 119,95 Euro erhältlich.
Gorewear Windbreaker Concurve fürs Laufen
Der Vollständigkeit halber soll auch der Concurve Windbreaker für Läufer erwähnt werden. Zwei Reißverschlusstaschen vorne bieten auch hier Stauraum, wobei eine der Taschen gleichzeitig als Packtasche dient. Wie die anderen Modelle besitzt auch der Concurve elastische Einsätze an den Bündchen und Silikonabschlüsse am Saum. Der Saum ist zusätzlich mit einem Kordelzug versehen. Die Laufjacke Concurve ist eine Kreuzung aus der Rennrad- und MTB-Version von Gorewear.
Weitere getestete Modelle
Neben den Gorewear-Modellen wurden auch Windjacken anderer Hersteller getestet. Hier eine Übersicht:
- Specialized Men's Trail Wind Jacket
- Karpos Lot Evo Jacket
- Shimano Nagano Jacket
- Endura Hummvee WP Shell
- Agu Wind Hooded Wind Jacket Venture
- Assos Trail Steinadler Jacket T3
- Gonso Vattaro
- Gore Lupra Jacke Herren
- Ion MTB Jacke Shelter Lite Unisex
- Vaude Moab IV Softshelljacke Herren
Testübersicht: Windjacken im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der getesteten Windjacken mit ihren jeweiligen Bewertungen:
| Modell | Preis | Gewicht (Größe M) | Testurteil |
|---|---|---|---|
| Specialized Men's Trail Wind Jacket | 110 Euro | 122 g | Sehr gut |
| Karpos Lot Evo Jacket | 150 Euro | 132 g | Sehr gut |
| Shimano Nagano Jacket | 160 Euro | 189 g | Sehr gut |
| Endura Hummvee WP Shell | 75 Euro | 166 g | Gut |
| Agu Wind Hooded Wind Jacket Venture | 120 Euro | 181 g | Gut |
| Assos Trail Steinadler Jacket T3 | 230 Euro | 205 g | Gut |
| Gonso Vattaro | 140 Euro | 149 g | Gut |
| Gore Lupra Jacke Herren | 190 Euro | 289 g | Gut |
| Ion MTB Jacke Shelter Lite Unisex | 150 Euro | 148 g | Gut |
| Vaude Moab IV Softshelljacke Herren | - | - | - |
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beim Kauf einer Radjacke sollten Sie darauf achten, dass diese möglichst passgenau sitzt. Sie sollte nicht um Sie „herumschlabbern“, aber darf gleichzeitig Ihre Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einschränken. Dabei sollten vor allem Kragen und Saum lückenlos mit Ihrem Körper abschließen - in Fahrtposition wohlgemerkt! Denn etwaige Schlupflächer für Wind, Kälte oder Nässe können Ihnen den Spaß am Biken ganz schnell nehmen und obendrein zu unangenehmen Verspannungen oder sogar ernsthaften Beschwerden, wie einer Nierenetzündung, führen. Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihre Fahrradjacke vor dem Kauf anprobieren sollten - und zwar in Fahrtposition und mit Ihrem Fahrradunterhemd. Sie sollten dabei auf keinen Fall eine zu knappe Jacke kaufen, damit Ihre Bewegungsfreiheit (wohl das wichtigste am Biken) und Ihr Fahrkomfort nicht auf der Strecke bleiben.
Fazit
Die Anschaffung einer Fahrradjacke lohnt sich definitiv, falls Sie nicht nur Gelegenheits- oder Sommerradler sind. Für welches Modell Sie sich letztendlich entscheiden, müssen SIE entscheiden. Sollten Sie einen optimalen Schutz gegen Wind und Wetter suchen und das Gewicht nicht Ihre erste Priorität ist, ist wohl die Hardshelljacke Ihre optimale Wahl. Wer dagegen auf der Suche nach etwas noch atmungsaktiverem ist, was sich auch bei Plusgraden noch angenehm fahren lässt, ist bei einer Softshelljacke an der richtigen Adresse. Und wer sich gegen den Regen bestens wappnen will, greift zu einem Windbreaker.
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